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Kfz-Steuer: Was Sie als Autofahrer wissen müssen

In Deutschland müssen Sie Kraftfahrzeugsteuer (offizielle Abkürzung: KraftSt) bezahlen, sobald Sie mit einem Fahrzeug am Straßenverkehr teilnehmen. Die wichtigsten Informationen zur Kfz-Steuer finden Sie auf dieser Seite.

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Was ist die Kfz-Steuer?

Die Kfz-Steuer ist eine Abgabe, die der Staat dafür erhebt, dass Sie in Deutschland ein Kraftfahrzeug betreiben. Mit Kraftfahrzeug ist jedes mit einem Motor angetriebene Fahrzeug gemeint, das nicht kontinuierlich auf Schienen fährt. Außerdem muss für das Kfz eine Betriebsgenehmigung für deutsche Straßen vorliegen.

Grundsätzlich ist die Autosteuer eine Verkehrssteuer, die man als Bürgerin oder Bürger für die Teilnahme am Rechts- und Wirtschaftsverkehr bezahlen muss. Als rechtliche Grundlage gilt das Verursacherprinzip: Der Gesetzgeber ist bei der Gestaltung dieser Steuer also von dem Gedanken ausgegangen, dass die Fahrerinnen und Fahrer von PKWs, LKWs, Motorrädern und Co. die Straßen abnutzen und die Umwelt belasten. So verursachen Fahrer zwangsläufig Schäden an Infrastruktur und Natur, für deren Ausgleich sie zusätzlich zur normalen Steuerbelastung über die Autosteuer stärker zu Kasse gebeten werden.


Ab wann müssen Sie Kfz-Steuer bezahlen?

Die Kfz-Steuer-Pflicht beginnt mit der Zulassung Ihres Kraftfahrzeugs zum Straßenverkehr. Sie erhalten die Zulassungsbescheinigungen und die amtlich gesiegelten Kennzeichen. Damit können Sie den Zündschlüssel drehen und losfahren, müssen aber auch die fällige Steuer jährlich im Voraus entrichten.

In welchen Fällen müssen Sie Kfz-Steuer bezahlen?

Die deutsche Kfz-Steuer-Pflicht gilt, wenn Sie...

  • ein Fahrzeug in Deutschland zum Verkehr zulassen, also ein sogenanntes inländisches Kfz betreiben.
  • mit einem im Ausland zugelassenen Fahrzeug am Verkehr in Deutschland teilnehmen wollen.
  • widerrechtlich mit einem Fahrzeug ohne amtliche Zulassung auf öffentlichen Straßen unterwegs sind.
  • ein Oldtimer-Kennzeichen oder ein rotes Kennzeichen für Ihr Fahrzeug erhalten.

Wie lange sind Sie steuerpflichtig?

Selbst wenn Sie ein Kraftfahrzeug nur für sehr kurze Zeit zulassen und gleich wieder abmelden: Die PKW-Steuer müssen Sie für mindestens einen Monat übernehmen. Grundsätzlich bleiben Sie so lange steuerpflichtig, bis Sie das betreffende Fahrzeug wieder amtlich abgemeldet haben.

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Wer muss Kfz-Steuer bezahlen?

Generell ist immer der Halter des Fahrzeugs steuerpflichtig, also immer die Person, auf die ein Auto zugelassen wird. In manchen Fällen können Halter und Autosteuer-Zahler abweichen, etwa wenn Eltern einen PKW aus versicherungstechnischen Gründen für ihren Sohn zulassen, die Kfz-Steuer aber vom Junior übernommen werden soll.


Besteuerungsbescheid und besteuerungsrelevante Änderungen

Ausgehend von bestimmten technischen Daten Ihres Fahrzeugs, legt die örtliche Zulassungsbehörde fest, wie hoch die Besteuerung Ihres Autos ausfällt.

Sie erhalten dann Ihren Bescheid über die Kraftfahrzeugsteuer, der gültig bleibt bis zu dem Zeitpunkt, an dem sich mögliche besteuerungsrelevante Änderungen ergeben, zum Beispiel, weil Sie ein anderes Fahrzeug anmelden.

Kfz-Steuer-Änderung

Aus diesen Gründen kann sich zum Beispiel Ihre Kfz-Steuer ändern:

  • Die Bemessungsgrundlage wird anders, da Sie Änderungen am Fahrzeug vorgenommen haben, zum Beispiel, um den Schadstoffausstoß Ihres Kfz zu reduzieren.
  • Ihr Steuersatz verändert sich.
  • Sie haben die Möglichkeit, eine Steuerbefreiung geltend zu machen.

Steuerermäßigung und Kfz-Steuer-Befreiung

Für bestimmte Fahrzeugtypen und besondere Fahrzeugverwendungen können Sie finanzielle Sonderkonditionen bei der Kfz-Steuer beantragen. Zum Beispiel sieht das Gesetz die komplette Befreiung von der PKW-Steuerpflicht vor, wenn Sie ein Fahrzeug halten, um es ausschließlich zu verwenden für:

  • den Wegebau (§ 3 Nr. 3 KraftStG).
  • die Straßenreinigung (§ 3 Nr. 4 KraftStG).
  • den Feuerwehrdienst, den Katastrophenschutz, den zivilen Luftschutz, zur Rettung bei Unglücksfällen, im Rettungsdienst sowie zur Krankenbeförderung (§ 3 Nr. 5 KraftStG).

Neben der verwendungsbezogenen Steuerbefreiung gibt es auch die fahrzeugbezogene Steuerbefreiung, die beispielsweise gilt für:

  • Elektrofahrzeuge.
  • motorisierte Krankenfahrstühle.
  • Stapler und selbstfahrende Arbeitsmaschinen.
  • Spezialanhänger zur Beförderung von Sportgeräten oder Tieren zu Sportzwecken; dies aber nur, wenn solche Anhänger ausschließlich für diese Zwecke eingesetzt werden.

Ob Sie eine Ermäßigung bei der Kfz-Steuer in Anspruch nehmen können, hängt von weiteren nutzungsbedingten Schwerpunkten des Fahrzeugs ab. Setzen Sie es etwa für gemeinnützige und mildtätige Zwecke ein? Ist es als Zugmaschine in der Land- und Forstwirtschaft unterwegs? Diese und viele weitere Faktoren legen den Grad einer möglichen Steuervergünstigung fest.

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Wie setzt sich die Kfz-Steuer zusammen?

Mit welchem Kfz-Steuer-Betrag Sie rechnen müssen, hängt vom Tag der Erstzulassung Ihres Fahrzeugs sowie vom Hubraum, der getankten Kraftstoffart und der Schadstoffklasse ab. Dabei bezieht sich die Schadstoffklasse auf die CO²-Emissionen, die von Ihrem Fahrzeug an die Umwelt abgegeben werden. Generell unterscheidet der Gesetzgeber zwischen schadstoffarmen und nicht schadstoffarmen Fahrzeugen. Schadstoffarme Kfz werden aktuell in die Klassen Euro 1 bis Euro 6 eingeteilt, wobei Euro 6 für geringste Mengen an Schadstoffausstoß steht.

Für unseren Kfz-Steuer Rechner sind drei wichtige Stichdaten bei der Erstzulassung entscheidend. Es kommt darauf an, ob Sie Ihr Fahrzeug bis zum 30.Juni 2009, bis zum 31.Dezember 2011 oder bis zum 01.Juli 2012 zugelassen haben. Denn zu diesen Zeitpunkten hat der Gesetzgeber unterschiedliche Eckwerte zum Hubraum, zu den Schadstoffemissionen und einem CO²-Zuschlag festgelegt, so dass abhängig vom Alter Ihres Kfz unterschiedliche Faktoren die Beitragshöhe bestimmen.

Zusammengefasst

Diese Faktoren bestimmen die Höhe Ihrer Autosteuer:

  • Motorart
  • Hubraum in ccm
  • Schadstoffausstoß (CO2-Wert in g/km)
  • Fahrzeugart

Wer erhebt die Kfz-Steuer?

Bis zum 1. Juli 2009 wurde die Kraftfahrzeugsteuer als Ländersteuer von den Finanzämtern der Bundesländer erhoben und verwaltet. Zu diesem Stichdatum ging sie auf den Bund über, der sie ab dem ersten Halbjahr 2014 an die Zollverwaltung übertrug.

Seit dem 1. Juli 2014 ist die Übertragung auf den Zoll vollständig abgeschlossen, so dass Sie Ihren Kfz-Steuer-Bescheid vom zuständigen Hauptzollamt erhalten und mögliche Fragen nicht mehr mit Ihrem Finanzamt, sondern direkt mit dieser Behörde abklären müssen.

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Wann ist die Kfz-Steuer fällig?

Die Höhe Ihrer Kfz-Steuer wird bei der Zulassung Ihres Fahrzeugs auf unbefristete Dauer festgelegt und muss von Ihnen jährlich entsprechend dem erhaltenen Kfz-Steuer-Bescheid im Voraus bezahlt werden. Ist Ihre jährliche Kfz-Steuer höher als 500 €, können Sie die jährliche Bezahlung auf eine halbjährliche und ab einem Betrag von 1.000 € auf eine vierteljährliche Bezahlung umstellen. Mit dieser Umstellung sind aber prozentuale Aufschläge verbunden.


Wie muss die Kfz-Steuer bezahlt werden?

Für die Bezahlung Ihrer Kfz-Steuer müssen Sie auf der Zulassungsbehörde ein entsprechendes SEPA-Lastschriftmandat unterschreiben, so dass der Betrag zum Fälligkeitszeitpunkt direkt von Ihrem Konto eingezogen werden kann. Die reibungslose Abwicklung der SEPA-Lastschrift bei Ihrer Zulassungsbehörde ist allerdings nur möglich, wenn Sie keine Rückstände bei der PKW-Steuer aus früheren Jahren haben.


Ansprechpartner - Auskünfte zur Kraftfahrzeugsteuer

Allgemeine Fragen zur Kfz-Steuer oder spezielle Fragen zum Kfz-Steuerbescheid, zu Vergünstigungen und Befreiungen, sowie zu anderen Themen rund um die Zahlung und Fälligkeit beantwortet Ihnen die Auskunft Kraftfahrzeugsteuer des Informations- und Wissensmanagements Zoll:

Öffnungszeiten: Montag bis Freitag: 08:00 - 17:00 Uhr

Telefon: 0351 44834 550

E-Mail: [email protected]

Webseite zum Informations- und Wissensmanagement Zoll

Weitere Ansprechpartner für die Festsetzung der Kraftfahrzeugsteuer finden Sie in den Dienststellen Ihres Bundeslandes und Kreises.

Hier finden Sie eine Übersicht der Dienststellen nach Bundesländern


FAQ zur Kfz-Steuer

Die Höhe Ihrer Kfz-Steuer hängt vom Tag der Erstzulassung des Fahrzeugs, vom Hubraum, der getankten Kraftstoffart und der Schadstoffklasse, also den CO²-Emissionen Ihres Fahrzeugs ab. Generell teilt der Gesetzgeber Fahrzeuge in schadstoffarme und nicht schadstoffarme Kategorien ein. Jetzt zum Kfz-Steuer Rechner »
Alle entsprechenden Fragen können Sie im Rahmen der Erstzulassung mit der örtlichen Zulassungsstelle klären. Wenn Sie Ihr zugelassenes Fahrzeug später nachrüsten und damit beispielsweise schadstoffärmer machen, müssen Sie mögliche Steuervergünstigungen bei Ihrem zuständigen Hauptzollamt beantragen. Adressen und Ansprechpartner finden Sie auf Ihrem aktuellen Kfz-Steuer-Bescheid. Eine Übersicht, wann eine Vergünstigung generell möglich ist, finden Sie auf dieser Seite des Zolls.
Ja, die Zulassung Ihres Fahrzeugs ist nur möglich, wenn Sie direkt auf der Zulassungsbehörde das SEPA-Lastschriftmandat unterschreiben. Damit will der Bund sicherstellen, dass die Steuereinnahmen sicher und automatisch erfolgen, ohne dass zusätzlicher Aufwand für Erhebung und eventuelle Vollstreckungsmaßnahmen nötig wird.
Liegt Ihre PKW-Steuer unter einem Betrag von 500 €, wird sie mit einem Kfz-Steuerbescheid eingezogen, den Sie jedes Jahr erneut erhalten. Bei höheren Kfz-Steuerbeträgen können Sie die Zahlungsweise halbjährlich sowie ab einem Betrag von 1.000 € auch vierteljährlich vornehmen. In diesen Fällen gehen Ihnen mehrmals jährlich Kfz-Steuer-Bescheide zu.
Auf Ihrem aktuellen Kfz-Steuer-Bescheid finden Sie den Absender Ihres zuständigen Hauptzollamts. Diese Behörde müssen Sie bei Änderungen Ihrer persönlichen Daten informieren. Die Finanzämter sind bereits seit dem 1. Juli 2009 nicht mehr für die Autosteuer zuständig.