Hundehaftpflicht


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Wieviele Hunde sollen versichert werden?

Hundehaftpflichtversicherung Vergleich

Hunde sind aus dem Leben vieler Menschen nicht mehr wegzudenken. Sie sind treu, liebevoll, verspielt und manchmal ein wenig übermütig. Klar, dass da auch mal was zu Bruch geht. Und wenn der Beschützerinstinkt des Vierbeiners überhandnimmt, wird vielleicht sogar jemand verletzt. Für solche Fälle gibt es die Hundehaftpflichtversicherung. In vielen Bundesländern ist die Hundeversicherung für einige oder alle Hunderassen gesetzlich vorgegeben, in anderen ist sie freiwillig. Sinnvoll ist sie so oder so. Die Hundeversicherung ist bereits ab weit unter 100 Euro pro Jahr erhältlich und bewahrt Sie im Schadenfall möglichweise vor einen finanziellen Fiasko – denn als Hundehalterin oder Hundehalter haften Sie mit Ihrem gesamten derzeitigen und zukünftigen Vermögen für die Taten Ihres vierbeinigen Begleiters.

Der Hundehaftpflichtversicherungsvergleich bei Tarifcheck.de ist kostenfrei, unverbindlich und ermittelt Ihnen binnen Sekunden passende Angebote entsprechend Ihrer Angaben. Alle Tarife werden Ihnen inklusive aller wichtigen Vertragsdetails und Leistungen aufgelistet. Geben Sie einfach ein, welche Hunderasse Sie versichern möchten und ob in der Vergangenheit bereits eine Vorversicherung bestanden hat. Auf Wunsch können Sie die Ergebnisse weiter verfeinern und beispielsweise die Deckungssummen für verschiedene Arten von Schäden genau festlegen. Die Versicherung von mehreren Vierbeinern und eine Vorsorgeversicherung für neugeborene Jungtiere ist ebenfalls eine Option. Sie können übrigens auch gezielt nach Versicherungen für Esel oder Pferde suchen. Haben Sie einen passenden Tarif gefunden, können Sie über Tarifcheck.de gleich einen Vertrag abschließen, ohne dass dadurch für Sie zusätzliche Kosten entstehen.


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Wer eine Hundehaftpflichtversicherung abschließen sollte

Test.de bezeichnet die Hundeversicherung als "absolut notwendig". Entsprechend § 833 des Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB) haften Sie für alle Schäden Ihres Hundes. Reißt er im Straßencafé beispielsweise übermütig einen Tisch um, haften Sie für jegliche Schäden. Auch wenn er sich von der Leine losreißt und einen Autounfall provoziert oder im Park einen Jogger beißt, müssen Sie alle Personen-, Sach- und Vermögensschäden begleichen, sofern Sie keine Hundeversicherung abgeschlossen haben.

Abhängig von Ihrem Wohnort und Ihrem Hund ist die Hundeversicherung freiwillig oder gesetzliche Pflicht. So müssen in Thüringen beispielsweise alle Vierbeiner eine Hundehaftpflicht haben, in Bremen ist das von der Rasse abhängig, in Mecklenburg-Vorpommern freiwillig. Darüber hinaus sind auch die Gemeinden befugt, eigene Hundegesetze bezüglich Versicherung, Steuern und Haltung zu erlassen. Als Hundebesitzerin oder Besitzer sollten Sie sich informieren, welche Bestimmungen an Ihrem Wohnort gelten.

Achtung Gefährdungshaftung: Sie haften finanziell für Schäden durch Ihren Hund.

Haben Sie keine Hundeversicherung abgeschlossen, haften Sie im Ernstfall mit Ihrem gesamten Vermögen – selbst wenn Sie keinerlei Schuld trifft oder Sie zum Schadenzeitpunkt abwesend waren. Reicht das derzeitige Vermögen nicht aus, müssen auch zukünftige Einnahmen, Erbschaften und Verdienste zur Schadensbegleichung verwendet werden. Krankenkassen dürfen Behandlungskosten von den Hundehaltern zurückfordern. Eine Hundehaftpflichtversicherung ist deshalb absolut empfehlenswert, damit man im Ernstfall nicht vor einem hohen Schuldenberg steht.

Was die Hundeversicherung leistet

Hunde sind zwar Familienmitglieder und beste Freunde, zuweilen aber auch sehr eigensinnig. Und wer kann von einem Hund verlangen, dass er begreift, wie teuer ein zerkautes Sofa ist? Natürlich hilft eine liebevolle, gute Erziehung, aber wenn Jagdtrieb oder Beschützerinstinkt mit dem Vierbeiner durchgehen, hilft das manchmal auch nicht.

Ähnlich der Haftpflichtversicherung für Menschen leistet eine Tierhalterhaftpflichtversicherung deshalb für Personen- und Sachschäden, die durch Ihren Vierbeiner verursacht wurden. Kommt die Hundeversicherung zu dem Schluss, dass kein Anspruch auf Schadenersatz besteht, übernimmt sie bei einem Rechtsstreit die Anwalts- und Gerichtskosten.

1Personenschaden

Wenn Ihr Hund auf die Straße rennt und einen Unfall provoziert oder übermütig an einem Rentner hochspringt und dessen Sturz verursacht, können Sie finanziell zur Verantwortung gezogen werden. Das gleiche gilt, wenn ein Senior sich durch das Bellen Ihres Hundes erschreckt und einen Herzanfall erleidet. Fällig sind dann oft nicht nur die Übernahme von Heilkosten, sondern auch Schmerzensgeld.

2Sachschaden

Zu den Sachschäden zählen etwa der komplett umgegrabene Ziergarten des Nachbarn oder die zerkauten Designerschuhe des Gasts. Zusätzlich unterteilt man in Mietsachschäden an etwa angenagten Türen und Mietsachschäden an beweglichen Objekten wie dem Inventar. Dazu zählen etwa auch angekaute Tischbeine in Ferienwohnungen und ruinierte Teppiche in Hotels.

3Vermögensschaden

Auch Vermögensschäden sind abgedeckt – wenn beispielsweise ein Tierarzt von Ihrem Hund gebissen wird und seiner Tätigkeit aufgrund dieser Bissverletzung nicht mehr nachkommen kann. In diesem Fall zahlt die Hundeversicherung dem Tierarzt nicht nur die Behandlungskosten, sondern auch eine finanzielle Entschädigung für den Dienstausfall.

Verursacht Ihr Vierbeiner einen Schaden, ist er nicht nur unter Ihrer persönlichen Obhut abgesichert, sondern auch in der von Familien- und Haushaltsmitgliedern. Das gleiche gilt für Personen, die sich in Ihrem Auftrag um den Hund kümmern – wichtig ist in letzterem Zusammenhang die Klausel des "Fremdhüterrisikos".

Urteil des Bundesgerichtshofs (BGH)

Wenn ein Hund andere Tiere verletzt, besteht ebenfalls Anspruch auf Schadenersatz – und zwar nicht entsprechend dem monetären Wert des Tieres, sondern in Höhe der Heilbehandlungskosten. Oftmals übernimmt auch die Hundeversicherung einen Teil dieser Ausgaben.

Wie sich die Beiträge der Hundehaftpflichtversicherung zusammensetzen

Eine Hundeversicherung ist bereits für weit unter hundert Euro pro Jahr erhältlich. Wie teuer sie im Einzelfall wird, hängt von mehreren Faktoren ab. Besonders wichtig ist die Hunderasse. Im Folgenden finden Sie weitere Determinanten für die Prämienkalkulation:

Verschiedenen Rassen werden bestimmte Charaktereigenschaften zugeschrieben, die sich auch auf die Beitragsbildung auswirken. So ist die Versicherung eines Hundes, der von einem Bundesland als Kampfhund, Listenhund oder gefährlich eingestuft wird, teurer als die Versicherung eines Cockerspaniels. Nicht alle Anbieter versichern alle Hunderassen beziehungsweise Mischlinge und Kreuzungen bestimmter Hundearten.
Haben Sie mehr als einen Hund, können Sie für alle Vierbeiner eine gemeinsame Haftpflichtversicherung abschließen. Dadurch reduzieren sich die Preise – unabhängig davon, ob es sich um Tiere einer Rasse handelt oder nicht.
Die Mindestversicherungssumme für Personen- und Sachschäden sollte eine Million Euro betragen. Experten raten jedoch von einer Versicherungssumme von 5 Millionen Euro. Zusätzlich können Sie bei Bedarf auch Mindestdeckungssummen für Vermögensschäden und für verschiedene Mietsachschäden vereinbaren.
Hatten Sie in den vergangenen fünf Jahren bereits eine Hundehaftpflichtversicherung und keine Vorschäden, erhalten Sie unter Umständen bis zu 30 % Rabatt.
Wenn Sie mit Ihrem Hund erfolgreich Hundekurse absolviert haben, wirkt sich das positiv auf die Beitragsbildung aus.
Bei einer längeren Versicherungslaufzeit von mehr als einem Jahr gewähren Hundeversicherer Rabatte.
Günstiger wird es oftmals, wenn Sie die Beiträge vorab für ein ganzes Jahr begleichen und nicht in kürzeren Abständen zahlen.
Auch eine Selbstbeteiligung kann den Beitrag unwesentlich verringern, allerdings lohnt sich das bezüglich des Kosten-Leistungsverhältnisses meist nicht. Bei bestimmten Schadensarten, wie etwa einem Mietsachschaden (zum Beispiel in einer Ferienwohnung), veranschlagen die meisten Versicherer eine obligatorische Selbstbeteiligung.
Für einige Berufsgruppen gibt es Rabatte, beispielsweise für Beamtinnen und Beamte. Auch Rentnerinnen und Rentner erhalten oft günstigere Prämien als jüngere Menschen.

Zusatzbausteine der Hundeversicherung

Wenn Sie Ihren Hund gewerblich einsetzen, können Sie derartige Tätigkeiten mit diesem Baustein versichern, sofern die Einnahmen pro Jahr nicht mehr als 17.500 Euro brutto betragen.
Mit diesem Baustein ist auch der Nachwuchs Ihres Vierbeiners für einige Wochen oder Monate mitversichert. Falls Sie planen, Ihre Hündin decken zu lassen, sollte dieser Zusatz nicht fehlen.
Die Deckungssumme für Mietsachschäden entspricht nicht der Gesamtdeckungssumme, sondern nur einem Teil davon. Sie können jedoch eine Mindestsumme für Mietsachschäden vereinbaren. Relevant wäre diese, wenn Ihr übermütiger Vierbeiner eine Hotelzimmereinrichtung demoliert, auf dem Perserteppich sein Revier markiert oder an der Küchentür kaut. Man unterscheidet dabei zwischen Mietsachschäden an festen Installationen (wie Türen) und beweglichen Objekten (wie Möbeln). In der Regel ist eine Selbstbeteiligung obligatorisch.
Auch die Deckungssumme für Vermögensschäden beträgt je nach Versicherer nur einen gewissen Anteil der Gesamtversicherungssumme. Eine Mindestsumme kann jedoch vorab bei Bedarf festgelegt werden. Kann ein gebissener Arbeitnehmer beispielsweise seiner freiberuflichen Tätigkeit für zwei Wochen nicht nachkommen, wird der Verdienstausfall hierdurch abgedeckt.
Schwängert Ihr Rüde eine fremde Hündin, werden die Kosten gedeckt, die der Halterin oder dem Halter der Hündin entstehen. Dazu gehören Auslagen wie Futter, Impfungen, ärztliche Behandlungen von Mutter und Welpen oder sogar eine Abtreibung. In vielen Tarifen ist dieser Baustein automatischer Bestandteil.
Dieser Zusatz besagt, dass Sie auch dann versichert sind, wenn Ihr vierbeiniger Begleiter zum Zeitpunkt eines Schadens in einem leinenpflichtigen Gebiet nicht angeleint war.
Stellen Sie mit diesem Baustein sicher, dass die Versicherung auch leistet, wenn Dritte sich in Ihrem Auftrag um Ihren Vierbeiner kümmern oder mit ihm spazieren gehen.
Erleiden Sie selbst durch fremde Hunde einen Schaden und der Halter ist nicht versichert, sind Sie mit dieser Klausel geschützt. Viele Anbieter bestehen bei diesem Punkt auf eine obligatorische Selbstbeteiligung.

Was man beim Abschluss einer Hundehaftpflicht beachten sollte

In Deutschland gibt es laut dem Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e. V. (GDV) 7 Millionen Hunde, 70 % davon sind versichert (Stand 2015). Dementsprechend groß ist auch die Hundeversicherungsbranche und entsprechend divers einzelne Angebote. Folgende Punkte sind wichtig:

Einzelne Versicherer unterscheiden sich bezüglich Tarifen, Umfang und Preisen. Vor dem Abschluss sollten Sie also auf jeden Fall einen Online-Vergleich durchführen.
Wichtig ist, dass Sie die Fragen der Versicherung bezüglich Vorschäden, potentiellen Risiken und Art des zu versichernden Hundes genau beantworten. Schleichen sich Fehler ein, ist der Hundehaftpflichtversicherungsschutz unter Umständen gefährdet.
Selbst, wenn es sich bei Ihrem Hund um einen Mischling handelt, ist es wichtig, dass Sie dem Versicherer die am meisten ausgeprägte Rasse mitteilen. Wurde Ihr Hund als Dackelmischling eingestuft, obwohl er einem Pitbull ähnelt, wurde die Prämie im Zweifelsfall nicht sachgemäß berechnet. Im Leistungsfall könnte der Hundeversicherer dementsprechend die Leistungen verweigern.
Erkundigen Sie sich bei Ihrer Gemeinde, ob bezüglich der Hundeversicherung bestimmte Vorgaben gelten. So müssen alle Hunde in Berlin beispielsweise mit einer Mindestdeckungssumme von einer Million Euro versichert werden.
Es ist ratsam, die Deckungssumme bei mindestens 5 Millionen Euro anzusetzen. Übersteigt ein Schaden die Versicherungssumme, müssen Sie die Differenz aus eigener Tasche zahlen – wenn nötig, müssen Sie dafür auch zukünftige Einkünfte verwenden.
Wichtig ist, dass der Versicherer auch dann leistet, wenn der Hund nicht angeleint war, selbst wenn am Ort des Vorfalls Leinenpflicht besteht.
Damit die Hundehaftplicht auch leistet, wenn Dritte für Sie auf Ihren Vierbeiner aufpassen, sollten Sie auf entsprechende Klauseln im Vertrag achten.

Laut Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft gibt es in Deutschland sieben Millionen Hunde, davon sind 70 % versichert. Insgesamt verursachen sie 100.000 Schäden pro Jahr für den der Gesamtaufwand 80 Millionen Euro beträgt (Stand 2015).


Wann sich ein Wechsel der Hundeversicherung lohnt

Nicht alle Hundeversicherungen sind gleich gut und günstig. Ein Wechsel kann sich lohnen, wenn Sie mit den Kosten und / oder dem Tarif unzufrieden sind. Ein Online-Vergleich gibt einen ersten Überblick über verschiedene Optionen am Markt.

Sie sollten jedoch erst kündigen, wenn Sie eine verbindliche Zusage eines neuen Anbieters haben, denn nicht alle Hundeversicherer akzeptieren alle Hunderassen. Manche schließen Listenhunde oder Kampfhunde sowie entsprechende Kreuzungen und Mischlinge aus. Keinesfalls sollten Sie bei einem Wechsel eine Versicherungslücke riskieren, da Sie dann etwaige Schäden komplett selbst finanzieren müssen. Auch müssen Sie natürlich die Kündigungsfristen bei Ihrem alten Anbieter beachten.


Kündigungsrecht bei der Hundeversicherung

Wie auch bei anderen Versicherungen haben Sie zum Ende des Versicherungsjahres ein ordentliches Kündigungsrecht, das Sie zwischen ein und drei Monaten vorher wahrnehmen müssen. Haben Sie eine Laufzeit über mehrere Jahre vereinbart, können Sie erst zum Ende dieser Frist regulär kündigen. Tun Sie das nach Ablauf der Laufzeit oder des Versicherungsjahres nicht, wird der Vertrag automatisch um je ein weiteres Jahr verlängert.

Ordentliche und außerordentliche Kündigungen sollten stets schriftlich per Einschreiben eingereicht werden, damit Sie bei Bedarf die Einhaltung der Frist belegen können. Machen Sie von einem außerordentlichen Kündigungsrecht Gebrauch, erhalten Sie etwaige, im Voraus gezahlte Beiträge zurückerstattet.

Ein vierwöchiges Sonderkündigungsrecht der Hundeversicherung haben Sie in folgenden Fällen:

  • Nach der Regulierung eines Schadenfalls (das Unternehmen hat das gleiche Recht)
  • Bei einer Prämienerhöhung trotz gleich bleibender Leistungen
  • Bei einer Doppelversicherung ist der später abgeschlossene Vertrag kündbar
  • Bei der Abgabe oder dem Versterben des Hundes

Hundeversicherung ohne Wartezeiten

Bei einer Hundeversicherung gibt es keine Wartezeiten oder Karrenzeiten, das heißt, sie gilt nach Vertragsabschluss genau ab dem Zeitpunkt, an dem Sie die Beiträge gezahlt haben. Kommt es in dem Zeitraum vor dem Zahlungseingang zu einem Vorfall, dann müssen Sie nachweisen, dass die Zahlung sich nicht durch Ihr Verschulden verzögert hat.


Wo die Hundeversicherung gesetzliche Pflicht ist

In Deutschland gilt bezüglich der Hundeversicherung und Haltung föderales Recht. Die Gesetzgebungen einzelner Bundesländer unterscheiden sich also. Müssen in Berlin alle Hundehalterinnen und Hundehalter eine Tierhalterhaftpflichtversicherung abschließen, besteht diese Pflicht in Mecklenburg-Vorpommern nicht. Auch das Strafmaß bei Zuwiderhandlungen variiert in den einzelnen Bundesländern. Zuweilen muss man mit Bußgeldern im fünfstelligen Bereich rechnen.

Hier finden Sie eine Übersicht darüber, in welchen Ländern Sie welche Tiere wie versichern müssen. Trotz dieser Auflistung empfehlen wir Ihnen, sich an Ihre Gemeinde zu wenden. Einzelne Gemeinden können zusätzliche Hundegesetze erlassen und Verordnungen auch kurzfristig erlassen.

Die vorgeschriebenen Deckungssummen für die Hundeversicherungen variieren lokal: In Berlin besteht eine allgemeine Mindestvorgabe für eine Million Euro, in Nordrhein-Westfalen hingegen müssen nur 'gefährliche' Hunde mit mindestens 500.000 Euro haftpflichtversichert sein. Zudem variiert auch die Einstufung als Kampfhund oder gefährlicher Hund in den einzelnen Bundesländern.

Hundeversicherungspflicht nach Bundesländern

Baden-Württemberg: Versicherungspflicht für als gefährlich eingestufte Hunde, dazu gehören dort: American Staffordshire Terrier Bullterrier, und Pit Bull Terrier (als besonders gefährlich eingestuft), sowie Bordeaux Dogge, Bullmastiff, Dogo Argentino, Fila Brasileiro, Mastin Espanol, Mastif, Mastino Napoletano, Staffordshire Bullterrier und Tosa Inu, falls die Kampfhundeigenschaft sich durch eine amtliche Prüfung bestätigt.
Bayern: Versicherungspflicht für als gefährlich eingestufte Hunde, dazu gehören dort: American Pit Bullterrier, American Staffordshire Terrier, Bandog, Stafford Bullterrier und Tosa-Inu (als besonders gefährlich eingestuft, Kategorie 1), Alano, American Bulldog, Bullmastiff, Bullterrier, Cane Corso, Dog Argentino, Dogo Canario, Dogue de Bordeaux, Fila Basileiro, Mastiff, Mastin Espanol, Mastino Napoletano, Perro de Presa Mallorquin und Rottweiler (Kategorie 2, Gefährlichkeit wird vorausgesetzt, bis anderweitig gewesen).
Berlin: Die Hundeversicherungspflicht gilt für alle Hunde.
Brandenburg: Versicherungspflicht für als gefährlich eingestufte Hunde, dazu gehören dort: Alano, Cane Corso, Bullmastiff, Dobermann, Dogo Argentino, Dogue de Bordeaux, Fila Brasileiro, Mastiff, Mastin Espańol, Mastino Napoletano, Perro de Presa Canario Perro de Presa Mallorquin, Rottweiler.
Weitere Sonderregelungen in Brandenburg: Komplett untersagt ist die Haltung von American Pitbull Terrier, American Staffordshire Terrier, Bullterrier, Stafford Bullterrier und Tosa Inu. Das Halten von sonstigen Kampfhunden ist in Mehrfamilienhäusern in Brandenburg generell verboten, dazu gehören Alano, Cane Corso, Bullmastiff, Dobermann, Dogo Argentino, Dogue de Bordeaux, Fila Brasileiro, Mastiff, Mastin Espańol, Mastino Napoletano, Perro de Presa Canario Perro de Presa Mallorquin, Rottweiler.
Bremen: Versicherungspflicht für als gefährlich eingestufte Hunde, dazu gehören dort: American Staffordshire Terrier, Bullterrier, Pit-Bull-Terrier und Stafford Bullterrier, sowie Hunderassen mit aggressivem Verhalten.
Hamburg: Die Hundeversicherungspflicht gilt für alle Hunde.
Hessen: Versicherungspflicht für als gefährlich eingestufte Hunde, dazu gehören dort: American Bulldog, American Pitbull Terrier, American Staffordshire-Terrrier, Bullterrier, Dogo Argentino, Fila Brasileiro, Kangal, Kaukasischer Owtscharka, Pitbull-Terrier, Staffordshire-Bullterrier, Staffordshire Terrier, Rottweiler.
Mecklenburg-Vorpommern: Es gibt generell keine Hundeversicherungspflicht.
Niedersachsen: Die Hundeversicherungspflicht gilt für alle Hunde.
Nordhrein-Westfalen: Versicherungspflicht für als gefährlich eingestufte Hunde und Hunde ab einer bestimmten Größe, dazu gehören dort: Hunde mit mindestens 40 Zentimeter Schulterhöhe und 20 Kilogramm Gewicht, American Staffordshire Terrier, Bullterrier, Pitbull Terrier, Staffordshire Bullterrier sowie Mischlinge, die diese Rassen beinhalten, außerdem Hunde, die aufgrund von aggressiven Verhaltens als gefährlich eingestuft werden.
Rheinland-Pfalz: Versicherungspflicht für als gefährlich eingestufte Hunde, dazu gehören dort: American Stafford Terrier, Pitbull Terrier und Staffordshire Bulltierrier, sowie entsprechende Kreuzungen und Mischlinge und alle Hunde, die durch aggressives Verhalten gegenüber Tieren und Menschen auffallen.
Saarland: Versicherungspflicht für als gefährlich eingestufte Hunde, dazu gehören dort: American Staffordshire Terrier, American Pit Bull Terrier und Stafford Bullterrier.
Sachsen: Versicherungspflicht für als gefährlich eingestufte Hunde, dazu gehören dort Hunde, bei denen aufgrund der Züchtung eine erhöhte Aggressivität wahrscheinlich ist, sowie Hunde, die durch aggressives Verhalten auffallen.
Sachsen-Anhalt: Die Hundeversicherungspflicht gilt für alle Hunde.
Schleswig-Holstein: Die Hundeversicherungspflicht gilt für alle Hunde.
Thüringen: Die Hundeversicherungspflicht gilt für alle Hunde.

Quellen: Ministerien und Gesetzestexte der einzelnen Bundesländer

Der Hundeversicherung einen Schaden melden

Im Schadenfall sind Sie zuallererst dazu verpflichtet, den Schaden abzuwehren oder zumindest soweit möglich zu mindern – beispielsweise durch die Versorgung von Verletzten oder die Alarmierung des Notdiensts. Wurden Personen verletzt, sollte zudem die Polizei hinzugezogen werden.

Zur Unterrichtung Ihrer Hundeversicherung haben Sie rechtlich gesehen eine Woche Zeit. Ratsam ist allerdings, die Hundeversicherung sofort und unverzüglich zu informieren und dabei auch die eigene Versicherungsnummer anzugeben. Schildern Sie den Schaden und die Umstände so genau wie möglich und fragen Sie nach dem Namen des Sachbearbeiters. Was ist, wann, wo, um welche Uhrzeit unter welchen Umständen geschehen? Gibt es Zeugen? Wie sind deren Kontaktdaten? Wer wurde auf welche Art und Weise geschädigt? Kann man schon was über das Schadenausmaß sagen?

Nachdem Sie Ihr Bestmögliches getan haben, um den Schaden gering zu halten, sollten Sie für die Versicherung Fotos von dem Schaden machen. Behalten Sie zu Ihrer eigenen Absicherung stets eine Kopie aller schadenrelevanten Dokumente, Korrespondenz und Fotos. Halten Sie Ihren Versicherer über alle Entwicklungen bezüglich des Schadens auf dem Laufenden.

Wichtig

Erkennen Sie keine Schadenersatzansprüche an, bevor Sie Rücksprache mit Ihrem Versicherer gehalten haben.

Änderungen der Hundeversicherung umgehend mitteilen

Damit der Versicherungsschutz nicht gefährdet wird, ist es wichtig, dem Unternehmen etwaige Änderungen der Lebensumstände möglichst schnell mitzuteilen – beispielsweise wenn Sie neue Vierbeiner in Ihren Haushalt aufnehmen, Ihre Hündin trächtig ist oder Welpen bekommen hat. Einige Versicherungen gelten kurzfristig zwar auch für neue vierbeinige Familienmitglieder, allerdings je nach Anbieter nur einige Wochen bis hin zu mehreren Monaten.

Gibt es bei Ihnen persönlich Änderungen, sollten Sie die Versicherung ebenfalls kontaktieren, etwa bei einem Wohnsitzwechsel oder einer Veränderung der Bankverbindung.


Wann die Hundeversicherung nicht zuständig ist

Nicht immer ist die Hundehaftpflichtversicherung zuständig. In folgenden Fällen können Sie nicht mit Leistungen rechnen:

  • Die Versicherung ist nicht verantwortlich, wenn Ihr Hund einen Schaden verursacht, den Sie nicht versichert haben.
  • Die Hundehaftpflicht ist nicht zuständig, wenn Ihr Hund bei Ihnen oder Mitgliedern Ihres eigenen Haushalts einen Schaden verursacht, wenn es sich also um Eigenschäden handelt. Wie die allgemeine Haftpflichtversicherung leistet sie nur, wenn Dritte geschädigt werden. Auch Angehörige, eingetragene Partner(innen) und gesetzliche Betreuer erhalten je nach Versicherer im Schadenfall keine Leistungen. Wird ein Mitglied des Haushalts durch den Familienhund verletzt, leistet unter Umständen die Unfallversicherung.
  • Gewerblich genutzte Tiere und Jagdhunde benötigen eine Jagd-Haftpflichtversicherung beziehungsweise eine Versicherung für gewerblich genutzte Tiere.
  • Nicht versichert sind Schäden, die fremde Hunde unter Ihrer Aufsicht verursachen. Die Versicherung gilt nur für den von Ihnen angemeldeten Vierbeiner.
  • Kommt es zu einer Bissverletzung, weil der Hund in einem maulkorbpflichtigen oder leinenpflichtigen Gebiet keine Leine / Maulkorb getragen hat, kann die Versicherung die Leistungen verweigern.
  • Auch für die Begleichung von Bußgeldern ist die Hundeversicherung nicht zuständig, da es sich dabei um Ordnungswidrigkeiten beziehungsweise Straftaten handelt. Mancherorts besteht beispielsweise Leinen- oder Maulkorbzwang oder die Pflicht, Hundekot zu beseitigen. Zuwiderhandlungen können gemeindeabhängig mit hohen Bußgeldern geahndet werden.
  • Auch wenn ein Hund nachweislich vorsätzlich auf einen anderen Menschen gehetzt wurde, leistet die Versicherung nicht, denn dabei handelt es sich um eine Straftat.
  • Informieren Sie Ihre Versicherung erst über eine Woche nach dem Vorfall, kann sie die Leistungen verweigern.

Hundehüter im Ehrenamt – was zu beachten ist

Beauftragen Sie Dritte mit dem Hüten Ihres Vierbeiners, sind diese durch Ihre Hundeversicherung abgesichert, sofern Ihr Vertrag die Klausel des Fremdhüterrisikos beinhaltet. Sind Sie selbst allerdings zusätzlich ehrenamtlich tätig, passen auf fremde Hunde auf oder führen andere Vierbeiner Gassi, dann gilt die Hundeversicherung nicht. Sie ist nur für den eigenen Hund ausgelegt. Kümmern Sie sich ehrenamtlich um fremde Hunde, sollten Sie deshalb bei Ihrer regulären Haftpflichtversicherung die Zusatzklausel "Schutz im Ehrenamt / Tierheim" wählen. Der Hintergrund: Nicht immer sind Sie automatisch über das Tierheim oder die Tierschutzorganisation abgesichert.


Hundeversicherung im Ausland

Oft gilt die Hundehaftpflicht auch auf Reisen im Ausland. Es ist jedoch ratsam, vorab den Anbieter nach dem genauen Umfang von einzelnen Leistungen im Reiseland zu fragen. Bei einigen Hundehaftpflichtversicherern gibt es Unterschiede, ob und wie lange der Schutz in einzelnen Ländern innerhalb und außerhalb von Europa gültig ist. Zudem sind die Deckungssummen bei dort auftretenden Schäden oft auf einen gewissen Betrag beschränkt. Damit Sie Leistungsansprüche haben, wenn Ihr sich Hund im Hotelzimmer oder der Ferienwohnung austobt, sollten Sie auf die Vertragsbestandteile "Deckungssumme bei Mietversicherungsschäden" und "Deckungssumme bei Mietversicherungsschäden bei beweglichen Objekten" achten.

Darüber hinaus haben verschiedene Staaten unterschiedliche Gesetzgebungen bezüglich der Hundehaltung. Es könnte deswegen sinnvoll sein, sich vor Reiseantritt in der Botschaft des Reiselandes zu erkundigen, welche Regelungen im Einzelnen gelten.

Achtung: unterschiedliche Hundegesetze in einzelnen Kommunen

Einzelne Kommunen können in Deutschland selbst entscheiden, ob und welche Hundegesetze sie einführen. So gilt mancherorts generelle Leinenpflicht, anderenorts muss man den Hundekot beseitigen, an einigen öffentlichen Orten, wie Parks oder Spielplätzen besteht ein allgemeines Hundeverbot.

Verstößt man versehentlich gegen lokale Vorschriften, weil man sie nicht kennt, gilt das trotzdem als Ordnungswidrigkeit und wird mit Bußgeldern bestraft. Diese liegen je nach Ort sogar im fünfstelligen Bereich und werden von der Hundeversicherung nicht übernommen.

Hundeversicherung von der Steuer absetzen

Hundeversicherungen können steuerlich als Sonderausgaben geltend gemacht werden. Nutzen Sie Ihren Hund gewerblich, können die Beiträge bei Ihrer Steuererklärung auch als Betriebsausgaben berücksichtigen, benötigen allerdings eine gewerbliche Hundehaftpflichtversicherung, sofern es sich nicht nur um einen Nebenverdienst von bis zu 17.500 Euro brutto handelt.


Hund und Hundesteuer

Die Hundesteuer wird weder auf staatlicher, noch auf Länderebene festgelegt, vielmehr entscheiden die Gemeinden selbst über die Höhe der Hundesteuer. Dabei haben einzelne Gemeinden unterschiedliche Steuersätze für den ersten Hund, weitere Tiere und / oder verschiedene Hunderassen festgelegt. In der Regel ist die Hundesteuer für Listenhunde oder als Kampfhund eingestufte Tiere sehr viel teurer als für andere Rassen und Mischlinge. Auch bei Zuwiderhandlungen gegen lokale Vorschriften bezüglich der Hundehaltung variieren Strafmaß und Geldbußen, je nach Gemeinde können sie sogar im fünftstelligen Bereich liegen. Im Folgenden finden Sie einige Beispiele für verschiedene Steuersätze (Stand 2017):

Hundesteuer in Hamburg 90 Euro pro Hund und Jahr, 600 Euro pro Kampfhund und Jahr.
Hundesteuer in Erfurt 108 Euro für den ersten Hund, 132 Euro für den zweiten, 156 Euro für jeden weiteren. Für jeden als gefährlich eingestuften Hund fallen 564 Euro an.
Hundesteuer in München 100 Euro pro Hund, 800 Euro pro Kampfhund.
Hundesteuer in Schwerin 108 Euro für den ersten Hund, 200 Euro für den zweiten, 350 Euro für alle weiteren. Für einen 'gefährlichen' Hund zahlt man 700 Euro, für jeden weiteren 1.000 Euro.

Wesenstest für den Vierbeiner

In den einzelnen Bundesländern unterscheiden sich die Gesetzgebungen bezüglich verschiedener Listenhunde, die als gefährlich oder potenziell gefährlich gelten. In manchen Fällen können Sie als Halterin oder Halter jedoch einen Wesenstest für Ihren Hund beantragen. Dieser wird von den örtlichen Behörden durchgeführt. Im Idealfall können Sie so nachweisen, dass von Ihrem Hund eine geminderte oder keine Gefahr ausgeht. Dieses Gutachten wird mancherorts auch als Negativzeugnis bezeichnet.

Als Konsequenz gelten für Ihr Tier dann mancherorts weniger strenge Auflagen oder Sie haben finanzielle Vorteile. In Nürnberg beträgt die Hundesteuer bei potentieller Kampfhundeigenschaft und Negativzeugnis 264 Euro pro Tier, ohne dieses Negativzeugnis liegt sie bei 1.056 Euro.


FAQ zur Hundeversicherung

Die Hundeversicherung kommt für Personen-, Sach- und Vermögensschäden auf, die ein Hund bei Dritten verursacht.
Die Hundehaftpflichtversicherung ist ausnahmslos empfehlenswert. Abhängig von Ihrem Wohnort und der Art Ihres Hundes ist die Hundehaftpflicht sogar gesetzlich vorgegeben. Hundebesitzerinnen und Besitzer haften finanziell für den Hund, das besagt § 833 des Bürgerlichen Gesetzesbuches. Ist das eigene Vermögen nicht ausreichend, müssen auch zukünftige Erbschaften und Einkommen herhalten. Wenn Menschen verletzt werden oder der Hund sich losreißt und im Straßenverkehr einen Unfall provoziert, kann das teuer werden – ganz abgesehen von den Schuldgefühlen, mit denen man als Halterin oder Halter dann zu kämpfen hat.
Das hängt von Ihrem Wohnort und der Rasse Ihres Hundes ab. Einzelne Länder und Gemeinden haben diesbezüglich eigene Gesetzgebungen. Mancherorts ist Sie Pflicht für alle Tiere, andernorts freiwillig, mitunter müssen nur bestimmte Hunderassen mit bestimmten Eigenschaften eine Versicherung haben.
Haben Sie keine Hundehaftpflichtversicherung, dann haften Sie bei einem Vorfall mit Ihrem gesamten derzeitigen und zukünftigen Vermögen.
Unser Hundehaftpflichtversicherungsvergleich ist kostenlos und unverbindlich und listet Ihnen binnen Sekunden relevante Tarife entsprechend Ihrer Vorgaben. Auf Wunsch können Sie die Suchergebnisse verfeinern und gezielt nach Zusatzbausteinen suchen. Alle Ergebnisse werden Ihnen inklusive aller wichtigen Vertragsbestandteile aufgelistet, so dass Sie einzelne Konditionen bequem vergleichen können. Haben Sie ein passendes Angebot gefunden, können Sie über Tarifcheck.de gleich einen Vertrag abschließen, ohne dass Ihnen dadurch zusätzliche Kosten entstehen.
Eine Hundeversicherung ist bereits ab einem mittleren zweistelligen Bereich pro Jahr erhältlich. Im Einzelnen hängt das natürlich auch von dem gewünschten Tarifumfang, der Anzahl der Vierbeiner und der Hunderasse ab. Für Kampf- und Listenhunde liegt die Prämie oft im niedrigen dreistelligen Bereich, da die Versicherer das Schadenrisiko höher einstufen.
Eine Reihe von Faktoren bestimmen die Beitragshöhe, die wichtigste davon ist die Rasse. Hunde, denen ein sanfter Charakter zugeschrieben wird, sind günstiger zu versichern als Listenhunde. Preiswerter wird es, wenn Sie mit Ihrem Vierbeiner eine Hundeschule besucht haben. Wichtig sind natürlich auch die Anzahl der zu versichernden Hunde und die Höhe der Deckungssumme, die ein Versicherer im Ernstfall maximal ausschüttet. Schließen Sie einen Vertrag über mehr als ein Jahr ab und zahlen die Prämie jährlich statt in kürzeren Abständen, gibt es Rabatte. Auch eine Selbstbeteiligung oder Schadenfreiheit bei der alten Hundeversicherung kann sich positiv auf die Beitragsbildung auswirken. Als Rentnerin oder Rentner können Sie ebenfalls mit niedrigeren Prämien rechnen, und einige Berufsgruppen erhalten Vergünstigungen, beispielsweise Beamtinnen und Beamte.
Einzelne Anbieter unterscheiden sich bezüglich Qualität, Leistungsumfang und Preisen. Vorab sollten Sie deshalb unbedingt einzelne Unternehmen vergleichen. Alle Angaben zu Ihrem Tier, dessen Rasse und etwaigen Vorschäden sollten absolut präzise sein. Schleichen sich Fehler ein, kann die Versicherung die Leistungen verweigern. Die Deckungssumme sollte mindestens 5 Millionen Euro betragen, denn übersteigen die Kosten des Schadens die Versicherungssumme, müssen Sie diese selbst tragen. Darüber hinaus haben einzelne Gemeinde und Länder Vorgaben bezüglich des Umfangs des Hundehaftpflichtschutzes, so muss die Summe in Berlin für alle Hunde mindestens eine Million Euro betragen. Wichtig ist, dass auch Leistungsanspruch besteht, wenn Ihr Hund zum Zeitpunkt eines Vorfalls trotz Leinenpflicht nicht angeleint war (Klausel "kein Leinenzwang") und / oder von Dritten und nicht Ihnen selbst beaufsichtigt wurde (Klausel zu "Fremdhüterriskio").
Einige mögliche Zusatzbausteine sind bei manchen Hundeversicherern automatischer Vertragsbestandteil, bei anderen gelten sie als Sonderbausteine. Wichtig ist die Klausel "Fremdhüterrisiko", mit der Sie sicherstellen, dass der Versicherungsschutz auch besteht, wenn Dritte Ihren Hund hüten. "Kein Leinenzwang" besagt, dass auch dann Leistungsanspruch besteht, wenn der Hund einen Schaden verursacht hat, weil in einem leinenpflichtigen Gebiet ohne Leine herumlief. Mit einer Vorsorgeversicherung für Welpen ist der Nachwuchs kurzfristig mitversichert. Deckt Ihr Rüde ungeplant eine Hündin, kommt die Versicherung mit dem Baustein "Deckakt" für die Heilkosten auf, für Futter, Impfungen und bei Bedarf auch für eine Abtreibung.

Wichtig sind die jeweiligen Deckungssummen für Mietschäden – beispielsweise in Ferienhäusern und Hotels – sowie Schadendeckung im Ausland. Dafür veranschlagte Summen liegen meist weit unter der Gesamtdeckungssumme, können aber individuell angepasst werden.
Wenn Sie das Gefühl haben, dass Sie für Ihre Versicherung zu viel zahlen oder die Leistungen nicht stimmen, ist es ratsam, die Angebote am Versicherungsmarkt zu vergleichen. Wechseln sollten Sie jedoch erst, wenn Sie eine verbindliche Zusage eines neuen Anbieters haben, denn nicht alle Versicherer akzeptieren alle Hunderassen. Auch sollte der Wechsel so koordiniert werden, dass die Kündigungsfristen eingehalten werden und bei Ihnen keinesfalls eine Versicherungslücke entsteht.
Regulär kündigen können Sie am Ende der Laufzeit kündigen, diese beträgt ein bis fünf Jahre, die Kündigungsfrist meist ein bis drei Monate vor Ablauf dieses Zeitraums. Details finden Sie in Ihrem Vertrag. Kündigen Sie nicht, wird der Hundeversicherungsvertrag automatisch und stillschweigend um ein weiteres Jahr verlängert. Eine Kündigung sollte schriftlich per Einschreiben erfolgen, damit Sie einen Nachweis haben, dass Sie sich an die Fristen gehalten haben.
Ein vierwöchiges Sonderkündigungsrecht haben Sie, wenn der Hundeversicherer bei gleichbleibenden Konditionen die Prämie erhöht und nach der Regulierung eines Schadenfalls. Der Versicherer kann nach einer Schadenleistung ebenfalls kündigen. Liegt eine Doppelversicherung vor – wurde der gleiche Hund also bei mehr als einem Unternehmen versichert – können Sie den zuletzt abgeschlossenen Vertrag ebenfalls außerordentlich kündigen. Nutzen Sie Ihr Sonderkündigungsrecht, erhalten Sie im Voraus gezahlte Beiträge zurückerstattet. Auch wenn Sie Ihren Hund abgeben oder er dahinscheidet, haben Sie ein Sonderkündigungsrecht.
Nein, die Versicherung gilt, sobald der Vertrag unterzeichnet worden ist und Ihr Versicherungsbeitrag beim Anbieter eingegangen ist.
Wichtig ist, dass Sie erst eine Schuld eingestehen, wenn diese von Ihrem Hundeversicherer bestätigt worden ist. Oberste Prioritäten sind Hilfeleistung und Schadenminderung. Dazu gehört gegebenenfalls die Absicherung der Unfallstelle, die Leistung von Hilfe und das Verständigen des Notdiensts. Dazu sind Sie gesetzlich verpflichtet. Handelt es sich um einen Personenschaden, sollte die Polizei hinzugezogen werden. Generell sollten Sie Bilder von dem Schadenfall machen und sich die Kontaktdaten aller Zeugen notieren.

Ihrer Versicherung müssen Sie den Schaden binnen einer Woche melden, damit Sie Anspruch auf Leistungen haben. Ratsam ist aber eine schnellere Reaktion. Schildern Sie der Versicherung den Schaden möglichst genau: Was ist wie, wann, wo passiert? Gibt es Zeugen? Übermitteln Sie der Versicherung alle relevanten Dokumente und informieren Sie sie umgehend, wenn Sie etwas Neues hören. Behalten Sie zu Ihrer eigenen Absicherung stets eine Kopie aller relevanten Unterlagen.
Viele Hundeversicherungen gelten auch im Ausland. Vor einer Reise sollten Sie dennoch unbedingt bei Ihrem Versicherer anfragen, ob und in welchem Umfang sie Bestand hat. Einzelne Anbieter haben für verschiedene Länder außerhalb und innerhalb Europas unterschiedliche Bestimmungen. Auch variieren die Zeiträume, in denen der Schutz gilt und die Deckungssummen für verschiedene Arten von Schäden.
Als Listenhunde bezeichnet man Tiere, die von einer Behörde als rassebedingt gefährlich und aggressiv eingestuft werden oder die potentiell gefährlich sein könnten. Wer Listenhunde halten möchte, muss mit Auflagen rechnen. Die Kriterien einzelner Bundesländer bei der Bewertung als gefährlich variieren, demnach unterscheiden sich auch die jeweiligen Rasselisten.
Die Einstufung ist von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich, einzelne Gemeinden haben zusätzliche Regelungen. Auf vielen Listen sind beispielsweise Pitbull und Staffordshire Terrier vertreten. Einige beurteilen Hunde allein aufgrund des Verhaltens. Bei Ihrer Gemeinde können Sie anfragen, welche Hunde vor Ort als Kampfhunde gelten.
Auch hier variiert das Recht in den einzelnen Bundesländern und Gemeinden. Erkundigen Sie sich bei Bedarf vorsichtshalber bei Ihre Gemeinde, denn hält man sich nicht an Kampfhundauflagen, muss man mit hohen Geldstrafen rechnen. Diese können im fünfstelligen Bereich liegen.

In der Regel müssen Sie als Kampfhundbesitzer(in) volljährig sein, den Vierbeiner melden, Ihre Eignung als Halterin oder Halter durch ein polizeiliches Führungszeugnis und / oder andere Dokumente belegen und eine Hundehaftpflichtversicherung abschließen. Vielerorts bestehen Maulkorb- und Leinenpflichten, sowie andere Auflagen, etwa bezüglich der Aufstellung von Warnschildern und einem geeigneten Wohnraum für das Tier. Zucht, Vertrieb, Import und Export sind untersagt.

In Brandenburg sind einige Rassen komplett verboten, andere dürfen nicht in Mehrfamilienhäusern gehalten werden.
Ein Negativzeugnis besagt, dass ein bestimmter Listenhund laut behördlich durchgeführtem Wesenstest nicht aggressiv oder gefährlich ist. Er kann Ihnen mancherorts für manche Listenhunde von den Behörden ausgestellt werden.
Nein, der Schutz gilt nur für Ihren versicherten Vierbeiner. Nehmen Sie neue Tiere in den Haushalt auf oder erwartet Ihre Hündin Welpen, sollten Sie dies der Versicherung so schnell wie möglich mitteilen. Passen Sie auf fremde Hunde auf, ist die Versicherung des Halters zuständig. Hat er keine, haften Sie als Hüterin oder Hüter.
Bei vielen Tarifen ist das der Fall. Um sicherzugehen, sollten Sie allerdings auf die Klausel bezüglich des Fremdhüterrisikos achten, damit die Versicherung auch dann leistet, wenn Dritte in Ihrem Auftrag auf Ihren Vierbeiner aufpassen.
Nein, abgesichert ist nur Ihr eigener Hund. Passen Sie auf Hunde von Dritten auf oder führen diese spazieren, sind Sie über Ihre Hundeversicherung nicht abgesichert, können aber haftbar gemacht werden. Diesbezüglichen Schutz können Sie bei einer privaten Haftpflichtversicherung über Sonderbausteine vereinbaren, sofern die Tierschutzorganisation keine Versicherung für ehrenamtliche Helfer abgeschlossen hat.
Die Hundeversicherung ist nicht immer zuständig. Wichtig ist der Umfang Ihres Tarifs (siehe Zusatzbausteine). Keinesfalls leistet die Versicherung, wenn der Hund in Ihrem eigenen Haushalt einen Sachschaden verursacht, es sei denn, es handelt sich um das Eigentum von Gästen. Wie die reguläre Haftpflicht leistet die Hundehaftpflichtversicherung nur bei Schäden bei Dritten. Auch wenn Ihre Familienangehörigen von Ihrem Hund verletzt werden, ist die Versicherung nicht zuständig.

Im Falle von Straftaten oder Ordnungswidrigkeiten verweigert der Versicherer die Leistungen. Das wäre dann der Fall, wenn man ein Bußgeld zahlen muss, weil man der Maulkorbpflicht nicht nachgekommen ist oder wenn man den eigenen Hund nachweislich und vorsätzlich auf Dritte hetzt.

Nutzen Sie den Hund vorwiegend gewerblich oder handelt es sich um einen Jagdhund, müssen Sie in der Regel eine spezielle Hundeversicherung abschließen, die auf die berufliche Nutzung des Tiers ausgelegt ist.
Das sollten Sie in jedem Fall tun, damit der Versicherungsschutz nicht gefährdet wird. Relevant wäre beispielsweise, wenn sich die Anzahl der Hunde in Ihrem Haushalt ändert. Auch über eine neue Adresse oder Bankverbindung sollten Sie Ihren Anbieter zeitnah aufklären.
Die Hundehaftpflicht kann als Sonderbeitrag von der Steuer abgesetzt werden. Haben Sie eine gewerbliche Hundeversicherung, können Sie die Beiträge als Gewerbeausgaben abschreiben.
Das ist von Gemeinde zu Gemeinde unterschiedlich. Die jährlichen Beträge variieren vom hohen zweistelligen bis niedrigen vierstelligen Bereich. Für Listenhunde oder Kampfhunde ist die Hundesteuer meist weitaus teurer als für Hunde, die nicht als aggressiv eingestuft werden. Oft bezahlt man für den zweiten Hund mehr Steuern als für den ersten.