Sterbegeldversicherung


Alle wichtigen Informationen auf einen Blick

Sterbegeld Vergleich

Um einen aussagefähigen Vergleich der Sterbegeldversicherungen zu machen, sollten zunächst die individuell wichtigen Parameter für den Vergleich festgelegt oder ausgewählt werden. Dazu gehören neben der Prämienhöhe auch die Beitrittsbedingungen und auch etwaige Anwartschaften oder Wartezeiten. Fast jeder Versicherer arbeitet nach einem anderen.

Die Sterbegeldversicherung ist üblicherweise eine reine Maßnahme der Bestattungsvorsorge und wird nicht nur von den großen und bekannten Versicherungsgesellschaften angeboten. Ergänzend bieten auch so genannte Sterbekassen oder die Versicherungsvereine auf Gegenseitigkeit solche Policen an. Wesentliche Unterschiede verbergen sich nicht nur im Kleingedruckten, sondern oftmals schon in den transparenten Rahmenbedingungen. Gerade Personengruppen, die nicht vermögend sind, können durch den Abschluss einer Sterbegeldversicherung somit eine Vorsorge für den Fall einer Beerdigung treffen, noch während diese unter den Lebenden weilen. Die finanzielle Belastung einer Bestattung kann dadurch (für Angehörige etc.) sinnvoll abgefedert werden.


Warum ein Sterbegeldversicherung Vergleich sinnvoll ist

Der Vergleich zeigt einem sehr übersichtlich auf, bei welchem Versicherungsgeber der Versicherungsnehmer gut und passend versorgt ist. Bei gleichem Eintrittsalter und Geschlecht kann die Prämienhöhe dennoch recht unterschiedlich hoch sein. Manche Versicherer lassen nach dem 85. Lebensjahr die Versicherung beitragsfrei stellen und weiterlaufen, andere sehen eine Auszahlung und ein Ende der Versicherungsfrist mit dem 100. Lebensjahr (mit Auszahlung) vor. Viele Sterbegeldversicherer verzichten heutzutage beim Eintritt auf eine früher fast obligatorische Gesundheitsprüfung.


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Sterbegeldversicherung: Aktive Bestattungsvorsorge

Auch nach der Ansicht der Juristen und Sozialämter ist der Beitrag zu einer Sterbegeldversicherung keine vermögensbildende Maßnahme (wie z. B. eine Kapitallebensversicherung). Die entsprechenden monatlichen Beiträge sind sogar als ein rechtmäßiger Mehrbedarf für Unterstützungsempfänger klassifiziert. Im Falle des Ablebens des Versicherten kommt der Versicherungsschutz zur Geltung und verhilft damit den Hinterbliebenen bei der Bewältigung der zu unternehmenden Modalitäten im Zusammenhang mit dem Begräbnis. Diese Form der Bestattungsvorsorge eignet sich folglich auch für Versicherungsnehmer ohne eigene Angehörige im Kreise der Hinterbliebenen. Ortsansässige Bestattungsunternehmen kooperieren auch nicht selten mit den jeweiligen Sterbegeldversicherern.


Gut abgesichert im Todesfall

Vielen Menschen ist das Thema Tod unangenehm. Die Endlichkeit des eigenen Lebens ist mit Ängsten behaftet, sodass die unbefangene Auseinandersetzung mit ihr schwerfällt. Doch zwei Fakten stehen unverrückbar fest: Jeder Mensch stirbt und sein Tod verursacht unausweichlich Kosten. Je nach Region sowie persönlichen Wünschen des Verstorbenen und der Angehörigen schwanken die Kosten für die Bestattung erheblich.

Eine Sterbegeldversicherung ermöglicht eine würdige Beisetzung in einem individuell gestalteten Rahmen. Daher ist diese Art der Vorsorge für alle wichtig, die nicht über ausreichend hohe finanzielle Rücklagen für die Beerdigungskosten verfügen. Worauf Sie bei der Auswahl der Sterbegeldversicherung achten sollten, erfahren Sie hier.


Das Leistungsspektrum der Sterbegeldversicherung

Eine Sterbegeldversicherung ist eine besondere Form der kapitalbildenden Lebensversicherung. Die Versicherten zahlen einmalig, monatlich oder jährlich den im Vertrag vereinbarten Beitrag ein. Im Gegenzug zahlt die Versicherung im Falle des Todes der versicherten Person die vereinbarte Versicherungssumme aus. Je nach Anbieter kann eine Sterbegeld Versicherung bis zum 85. Lebensjahr abgeschlossen werden. So besteht sehr lange die Möglichkeit, sich für eine Absicherung der Bestattungskosten zu entscheiden. Generell gilt: Je jünger der Versicherte beim Abschluss des Vertrages ist, desto geringer fallen die Beiträge für die Sterbegeldversicherung aus. Diese setzen sich aus verschiedenen Posten zusammen:

Die Höhe der in der Police vereinbarten Versicherungsleistung ist durch den Anbieter garantiert. Die Dauer der Beitragszahlung kann individuell vereinbart werden. Oft endet sie nach 20 Jahren oder pünktlich zum Renteneintritt des Versicherten. Danach gilt der Vertrag auch ohne weitere Zahlungen lebenslang. Durch die laufende Verzinsung kann die ausgezahlte Summe die vereinbarte Versicherungssumme sogar übersteigen.

Zusammensetzung der Beiträge

  • Der größte Anteil fließt in den Sparanteil und wird verzinst, um die vereinbarte Versicherungssumme aufzubauen.
  • Ein weiterer Teil finanziert den Risikoanteil der Sterbegeldversicherung
    Das sichert die Auszahlung der Versicherungssumme im Falle eines frühen Ablebens. Je älter der Versicherte bei Vertragsabschluss ist, desto höher fällt dieser Anteil im Beitragaus.
  • Ein Teil der Beiträge wird für die Abdeckung der Verwaltungskosten durch die Versicherung oder die Sterbekasse verwendet.

Sterbegeldversicherung im Vergleich zur Risikolebensversicherung

Viele Verbraucher stellen sich die Frage, ob eine Risikolebensversicherung eine Alternative zur Sterbegeldversicherung ist. Die vergleichsweise günstigen Beiträge verleiten zu der Annahme. Auch wenn beide Arten der Versicherung den Todesfall absichern sollen, liegen den beiden Produkten jedoch völlig andere Grundvoraussetzungen zugrunde. Die Sterbegeldversicherung ist dazu gedacht, die Kosten für die Bestattung zu decken. Das heißt: Der Vertrag wird in erster Linie für den unvermeidlichen Tod im Alter abgeschlossen. Der Versicherungsnehmer spart im Rahmen der Laufzeit die vereinbarte Versicherungssumme mit der Beitragszahlung selbst an.

Viele Anbieter ermöglichen den Neuvertrag für eine Sterbegeldversicherung bis zum 85. Lebensjahr. Das Risiko des unerwartet frühen Todes ist über die Risikokomponente in den Vertrag über die Sterbegeld Versicherung eingebettet, um den Versicherungsschutz vollständig zu gewährleisten. Bei dieser Versicherungsart steht für beide Vertragsparteien bereits bei Abschluss des Vertrages fest, dass die Versicherung mindestens die vereinbarte Summe leisten muss. Die Pflicht zur Beitragszahlung endet nach einer bestimmten Laufzeit, der Vertrag besteht danach bis zum Tod der versicherten Person weiter.

Dagegen soll die Risikolebensversicherung die finanzielle Sicherheit der Hinterbliebenen absichern, falls ein Mensch überraschend und unerwartet verstirbt. Sie ist - wie der Name bereits vermuten lässt - als reine Risikoversicherung gedacht. Die Prämie richtet sich nach dem Lebensalter des Versicherten bei Vertragsabschluss und der Laufzeit des Vertrages.

Je wahrscheinlicher der Tod einer Person mit steigendem Lebensalter wird, desto teurer ist das Angebot der Risikolebensversicherung. Oft begrenzen die Anbieter deshalb das Höchsteintrittsalter und die Vertragslaufzeit deutlich. Zudem enden viele Risikolebensversicherungen mit dem Erreichen des 75. Lebensjahres.

Die Beiträge sind verloren, wenn der Versicherte älter wird. Angebote mit angemessener Laufzeit, die auch noch spät im Leben abgeschlossen werden können, sind unverhältnismäßig teuer. Dieses Produkt ist also nicht für die Absicherung der Beerdigungskosten gedacht. Es eignet sich für junge Familien, die den Ausfall eines Verdieners auffangen oder einen großen Kredit absichern möchten.


Im Überblick

Sterbegeldversicherung

  • Vertragslaufzeit bis zum Lebensende
  • Bildet Kapital, das verzinst wird
  • Hohes Eintrittsalter möglich
  • Deckt beerdigungskosten ab

Risikolebensversicherung

  • Max. Vertragsdauer 40-50 Jahre, endet oft im Alter von 75 Jahren
  • Reine Risikoversicherung
  • Eintrittsalter begrenzt
  • Soll Hinterbliebene absichern oder als Kreditsicherheit dienen

Beitragshöhe und Tarife

Die Höhe der Beiträge für eine Sterbegeldversicherung richtet sich nach der vereinbarten Versicherungssumme, der Dauer der Beitragszahlung und dem Alter des Versicherungsnehmers bei Vertragsabschluss. Dazu können Risikozuschläge für Rauchen, starkes Übergewicht und eventuelle Vorerkrankungen kommen. Einige Anbieter beziehen in die Beitragsberechnung auch den Bildungsstand des Antragsstellers ein. Verbraucher mit einem höheren Bildungsabschluss oder Menschen, die mit Kindern in einem Haushalt leben, erhalten oft günstigere Konditionen. Generell bieten alle Tarife von allen Anbietern die gleiche Grundleistung. Daher lassen sich die Angebote verschiedener Versicherungsunternehmen und Sterbekassen leicht vergleichen. Je nach Anbieter können Verbraucher bei gleicher Versicherungssumme hier deutlich sparen.


Beitragsunterschiede

Alter bei Vertragsabschluss Günstiger Anbieter Teurer Anbieter
20 Jahre 5,70 € 7,43 €
30 Jahre 7,50 € 9,57 €
40 Jahre 9,83 € 12,85 €
50 Jahre 13,79 € 17,25 €
60 Jahre 21,13 € 26,57 €
70 Jahre 36,04 € 48,48 €
80 Jahre 89,28 € 134,88 €
Beitragsunterschiede am Beispiel einer Versicherungssumme von 5.000 Euro und einer Beitragszahlung bis zum 85. Lebensjahr.

Die Tabelle zeigt deutlich, dass der Abschluss einer Sterbegeldversicherung in jungen Jahren sinnvoll sein kann. Durch die längere Ansparzeit verringert sich die monatliche Belastung deutlich. Gleichzeitig fällt auf, dass die verschiedenen Anbieter für die gleiche Versicherungsleistung sehr unterschiedlich hohe Prämien veranschlagen.

Bei den höheren Monatsbeiträgen fällt dieser Unterschied besonders deutlich ins Auge. Die Beiträge für jüngere Versicherungsnehmer scheinen auf den ersten Blick keine große Differenz aufzuweisen. Doch der Unterschied ist auch hier enorm. Über die lange Zeit, in der Beiträge entrichtet werden, sammelt sich eine bemerkenswerte Summe an.

Liegt für einen 20 Jahre alten Interessenten der Unterschied monatlich bei 1,73 Euro, ergibt sich nach einem Jahr ein Mehrbetrag von 20,76 Euro. Bei einer Beitragszahlung über 65 Jahre zahlt der Versicherte beim teuren Anbieter insgesamt 1349,40 Euro mehr. Das ist ohne Zinsen gerechnet bei einer Versicherungssumme von 5.000 Euro eine riesige Mehrausgabe.

Zusätzliche Tarifbausteine wie eine Befreiung von den Beiträgen bei Pflegebedürftigkeit sind häufig wenig empfehlenswert. Sie verteuern das Angebot, ohne den Versicherungsschutz signifikant zu verbessern. Viele Bestattungsunternehmen bieten Sterbegeldversicherungen als zusätzlichen Service an und werden so zum Versicherungsvermittler.


Unterschied Versicherungsunternehmen und Sterbekasse

Sowohl Versicherungsunternehmen als auch Sterbekassen bieten Sterbegeldversicherungen an. Für den Verbraucher besteht kein nennenswerter Unterschied zwischen diesen beiden Anbietern. Sterbekassen sind oft sehr kleine, lokal begrenzt arbeitende Versicherer, die teilweise auch nur einem bestimmten Interessentenkreis zur Verfügung stehen. Oft handelt es sich um einen eingetragenen Versicherungsverein. Sowohl die Versicherungs- unternehmen als auch die Sterbekassen unterstehen der Versicherungsaufsicht. Sterbekassen bieten allerdings keine weiteren Versicherungen an.


Gesundheitsfragen und Wartezeit

Bei der Sterbegeld Versicherung bieten die Anbieter zwei unterschiedliche Vertragsmodelle an. So existieren Tarife für Sterbegeld mit und ohne Gesundheitsfragen. Verträge ohne Fragen nach dem Gesundheitszustand und nach möglichen Vorerkrankungen der versicherten Person sind meist etwas teurer als vergleichbare Angebote mit einer Gesundheitsprüfung.

Verträge, die mit Gesundheitsfragen abgeschlossen werden, eignen sich besonders für junge und gesunde Verbraucher. Nach der Annahme des Vertrags durch das Versicherungsunternehmen oder die Sterbekasse und der Zahlung des Erstbeitrages genießen die Versicherungsnehmer sofort den uneingeschränkten Versicherungsschutz. Es kann jedoch sein, dass die Unternehmen die Annahme des Vertrages aus gesundheitlichen Gründen verweigern. Eine weitere Möglichkeit ist, dass von Versicherten mit Vorerkrankungen über einen Risikozuschlag eine höhere Prämie verlangt wird.

In jedem Fall müssen die Fragen zum aktuellen Gesundheitszustand, zu eventuellen Vorerkrankungen und zum Gewicht bzw. Rauchen vollständig und wahrheitsgemäß beantwortet werden. Falsche Angaben in diesen Punkten berechtigen das Versicherungsunternehmen dazu, vom Vertrag zurückzutreten, ihn zu kündigen oder anzufechten.

Wird der Vertrag weitergeführt, können auch nachträglich Risikozuschläge vereinbart werden. Im eigenen Interesse ist es deshalb notwendig, diese Fragen wahrheitsgemäß und vollständig zu beantworten. Falsche Angaben haben negative Konsequenzen für den Verbraucher, auch wenn kein vorsätzliches Handeln vorliegt. Verträge zur Sterbegeldversicherung ohne Gesundheitsfragen ermöglichen es auch Menschen mit früheren Erkrankungen wie einem Schlaganfall und chronischen Krankheiten wie Bluthochdruck, für die Bestattungskosten vorzusorgen. Die Tarife richten sich besonders an Verbraucher, die keine Sterbegeld Versicherung mit Gesundheitsfragen abschließen können, weil die Versicherungsunternehmen ihre Anträge ablehnen.

Für den Verzicht auf die Gesundheitsfragen sehen diese Tarife eine Wartezeit vor. Das heißt: Die Sterbegeldversicherung erbringt erst nach 24 oder 36 Monaten nach Vertragsabschluss die volle Leistung. Hier sollten Verbraucher unbedingt die Tarife verschiedener Anbieter vergleichen. Denn welche Leistungen der Versicherer im Todesfall während der Wartezeit erbringt, schwankt je nach Tarif, Versicherungsunternehmen oder Pflegekasse deutlich:

Leistungen während der Wartezeit

  • Manche Tarife sehen die Auszahlung der vereinbarten Versicherungssumme bei Unfalltod in der Wartezeit vor.
    Einige Anbieter verdoppeln in diesem Fall die Leistung sogar.
  • Einige Versicherungsunternehmen und Pflegekassen zahlen beim Tod der versicherten Person in der Wartezeit nur die bisher eingezahlten Beiträge zurück.
  • In anderen Tarifen wird ein Teil der vereinbarten Versicherungssumme ausgeschüttet.

Exkurs: Bestattungskosten

Es ist eine weitverbreitete Meinung, dass die Kosten für eine Beisetzung sehr gering ausfallen, wenn auf eine aufwendige Zeremonie und teure Ausstattungsartikel verzichtet wird. Die Bestattungskosten setzen sich aus vielen einzelnen Posten zusammen. Gerade die Gebühren der städtischen Friedhöfe schwanken je nach Gemeinde extrem und machen oftmals den Löwenanteil der Kosten aus. Im bundesdeutschen Durchschnitt sind für ein einfaches Reihengrab zur Sargbestattung 1.000 Euro plus Beisetzungsgebühren zu erwarten, doch in vielen Städten liegen die Kosten deutlich höher.

Neben den Wünschen des Verstorbenen und seiner Angehörigen beeinflusst der Ort der Bestattung die Höhe der Beerdigungskosten deutlich. Deshalb muss bei der Auswahl einer Sterbegeldversicherung darauf geachtet werden, dass die Versicherungssumme dem örtlichen Gebührenspiegel angepasst ist.

Auch über die gewünschte Art der Beisetzung sollte bereits bei der Auswahl der Versicherung Klarheit bestehen. Eine Urnenbestattung ist günstiger als eine Beisetzung im Sarg. Man darf allerdings nicht vergessen, dass bei einer Urnenbeisetzung zusätzliche Kosten für das Krematorium entstehen.

Für die Hinterbliebenen ist es eine große Belastung, wenn sie aufgrund des Preises eine Bestattungsart wählen müssen, die sie nicht als pietätvoll empfinden.

Eine anonyme Urnenbestattung, vielleicht in einer weit entfernten Gemeinde mit geringeren Gebührensätzen, kann für die Angehörigen ebenso belastend sein wie erdrückend hohe Kosten. Wenn keine Rücklagen zur Finanzierung der Beisetzung vorhanden sind, ist die Vorsorge deshalb sinnvoll.


Regionaler Bestattungskosten Vergleich

Bochum Berlin
Erdreihengrab 2.986 € 987 €
Erdwahlgrab 4.615 € 1.064 €
Urnenreihengrab 1.822 € 778 €
Urnenwahlgrab 2.455 € 808 €
Urnengrab, anonym 1.531 € 652 €

Mit der Sterbegeldversicherung die Angehörigen entlasten

Für die Hinterbliebenen ist der Verlust eines geliebten Menschen immer ein großer Schock. Selbst wenn sich der Tod eines Angehörigen unausweichlich abzeichnet und nicht überraschend eintritt, sind die Familienangehörigen oft vollkommen in ihrer Trauer gefangen. So können sie nur schwer die anstehenden Entscheidungen treffen. Die aktuellen Bestattungsgesetze der einzelnen Bundesländer lassen den Hinterbliebenen kaum Zeit, sich in die Situation einzufinden. Bereits 24 bis 36 Stunden nach Eintritt des Todes muss ein Verstorbener in die Leichenhalle überführt werden. Das heißt, dass die Angehörigen in dieser kurzen Zeitspanne ein Bestattungsunternehmen auswählen und beauftragen müssen.


Städtische Gebühren im Vergleich

Ist eine Erdbestattung gewünscht, muss diese spätestens 10 Tage nach dem Tod stattfinden. In tiefer Trauer sind die Hinterbliebenen gezwungen, schwerwiegende Entscheidungen zu treffen. Sie müssen die Art der Bestattung, die Zeremonie und Ausstattung unter hohem Druck auswählen. Kommen in dieser Situation noch finanzielle Fragen oder die Angst vor untragbaren Kosten hinzu, wird die Belastung schier unerträglich. Statt in angemessener Ruhe zu trauern, überschatten finanzielle Fragen die Tage nach dem schweren Verlust.

Generell sind die Angehörigen verpflichtet, die Bestattung zu veranlassen und zu finanzieren. Die Regelungen umfassen Verwandte bis zum dritten Grad. In einigen Bundesländern betrifft das auch Hinterbliebene, die mit dem Verstorbenen in einer nichtehelichen Lebensgemeinschaft gelebt haben. Sofern ein ausreichend großes Erbe vorhanden ist, werden die Kosten aus der Erbmasse gedeckt. Ansonsten sind die Angehörigen verpflichtet, die Kosten zu übernehmen. In besonderen Fällen kommen auch die Sozialämter für die Kosten für eine Bestattung auf. Diese Kostenübernahme erfolgt jedoch nur für die dringend notwendigen Ausgaben für eine Bestattung. Angehörige empfinden diese besonders kostengünstigen Bestattungen in der Regel als sehr belastend und pietätlos. Eine Sterbegeldversicherung entlastet die Hinterbliebenen und gibt ihnen Raum für die tief empfundene Trauer.

Tarifcheck-Tipp: Informieren Sie sich möglichst frühzeitig über die anfallenden Kosten bei der Beerdigung. Denn hier kann es auch innerhalb einer Stadt große Unterschiede geben.

Grabnutzungsgebühr Vergleich
Quelle: Gebührensatzungen

Dank Sterbegeldversicherung die eigenen Wünsche realisieren

Bestattungsformen Ost
Quelle: Statista

Noch vor wenigen Jahrzehnten war die Erdbestattung die in Deutschland verbreitetste Form der Bestattung. Diesen traditionellen Weg ergänzt heute die Feuerbestattung, die sich immer größerer Beliebtheit erfreut. Welche Form der Beisetzung sich Menschen wünschen, hängt auch stark von der jeweiligen Region ab. Besonders zwischen Ost und West sind die Unterschiede stark ausgeprägt.

Die Entscheidung, welche Art der Bestattung die individuell angemessene ist, sollte nicht von finanziellen Erwägungen gelenkt werden. Das Wissen, dass die Beerdigung entsprechend der eigenen Wünsche gestaltet wird, nimmt vielen Menschen einen Teil der Ängste vor dem Lebensende. Auch für die Angehörigen sind die Art der Bestattung und die Auswahl der Grabart von großer Bedeutung. So benötigt ein Teil der Hinterbliebenen für die Trauerbewältigung eine gekennzeichnete Grabstelle. Andere möchten einen Friedhof nicht mehr betreten. Sie halten das Andenken des Verstorbenen auf eine andere Weise in Ehren und empfinden einen Besuch am Grab als große Belastung.


Möglichkeiten einer Bestattung

  • Erdbestattung
  • Feuerbestattung
  • Gruftbestattung

Mittlerweile sind in Deutschland viele verschiedene Bestattungsarten erlaubt. Allerdings sind die Regelungen zu den zugelassenen Formen der Bestattung nicht einheitlich. Unterschiede bestehen nicht nur zwischen den Bundesländern, teilweise sehen die einzelnen Friedhöfe einer Gemeinde unterschiedliche Regelungen vor.

Bei einer Erdbestattung bieten sich nur wenige Auswahlmöglichkeiten. Der Sarg muss in jedem Fall auf einem Friedhof beigesetzt werden, die Unterschiede bestehen in der Art der Grabstätte.

Nach einer Feuerbestattung haben die Angehörigen viele verschiedene Möglichkeiten, die Asche würdevoll beizusetzen. Neben den typischen Urnengräbern oder einem Kolumbarium auf einem Friedhof, besteht auch die Möglichkeit, die Asche zu verstreuen oder der See zu übergeben.

Bei einer Gruftbestattung wird der Sarg nicht direkt der Erde übergeben. Eine Gruft ist ein ausgemauertes Grab, dass mit einer Platte verschlossen wird. Oft bietet die Gruft Platz für mehrere Verstorbene und stellt eine besondere Form der Familiengrabstätte dar. Die hohen Kosten für eine Beerdigung werden von einer Sterbegeldversicherung aufgefangen.

Bestattungsformen West
Quelle: Statista

Bestattungsvorsorge

Vielen Menschen ist es wichtig, den Rahmen der eigenen Bestattung selbst festzulegen. Sie wünschen sich, dass ihre Beisetzung auf eine bestimmte Art erfolgt. Oft möchten sie ihre Hinterbliebenen in der ersten Zeit der Trauer nicht zusätzlich mit diesen Aufgaben belasten. Oder sie haben keine Angehörigen und möchten im Tod nicht zum Sozialfall werden. Wenn Menschen ihre eigene Beisetzung planen und über alle Abläufe bestimmen möchten, bietet ihnen die Bestattungsvorsorge die Möglichkeit.

Die einfachste Variante ist der Bestattungsvorsorgevertrag. In diesem Fall wird bereits zu Lebzeiten ein Vertrag mit einem selbst ausgewählten Bestattungsinstitut geschlossen. Im Vertrag wird genau festgehalten, wie die Beisetzung gestaltet werden soll. Vom Sarg über den Blumenschmuck bis zur Auswahl der Musik und der gewünschten Grabstelle reichen die möglichen Regelungen. Die entstehenden Kosten sind – soweit möglich – fest vereinbart. Für die Angehörigen ist das Wissen, dass die Bestattung ganz nach den Wünschen des Verstorbenen abläuft, besonders tröstlich.

Eine zweite Möglichkeit ist eine sogenannte Bestattungsverfügung. In ihr formuliert ein Mensch zu Lebzeiten, wie mit seiner Leiche verfahren werden soll. Die Bestattungsverfügung kann mithilfe eines Bestatters oder Notars abgefasst werden. Sie ist an keine Formvorschriften gebunden, allerdings sollten nicht handschriftlich verfasste Dokumente von einem Notar oder dem Hausarzt bestätigt werden. Damit wird sichergestellt, dass es sich tatsächlich um eine Willenserklärung des Verstorbenen handelt.

Alle Dokumente sollten im Todesfall schnell aufzufinden sein, damit die Wünsche auch umgesetzt werden können. In jedem Fall ist es sinnvoll, mit den Angehörigen über die Bestattungsvorsorge zu reden. Das gilt in besonderem Maße dann, wenn keine Grabstelle gewünscht ist. Viele Hinterbliebene benötigen ein Grab, um den Tod des geliebten Menschen verarbeiten zu können.

Wer seine eigene Beisetzung plant, wird zwangsläufig mit den entstehenden Kosten für die Beisetzung konfrontiert. Bestatter bestehen aus verständlichen Gründen darauf, dass die Begleichung der Bestattungskosten im Vertrag geregelt wird. Sie vorab zu bezahlen, ist wenig sinnvoll. Bei einer Insolvenz wäre das Geld unter Umständen verloren. Eine Sterbegeldversicherung ist ideal dazu geeignet, mit einem Bestattungsvorsorgevertrag verknüpft zu werden. Viele Bestatter bieten zum Vorsorgevertrag gleich die passende Sterbegeldversicherung mit an. In diesem Fall tritt der Bestatter als Versicherungsvermittler auf.

Verbraucher müssen wissen, dass es sich dabei um zwei voneinander unabhängige Verträge handelt. Sie sind nicht gezwungen, die Sterbegeldversicherung bei ihrem Bestatter abzuschließen. Bestattungsinstitute bieten in der Regel nur einen Tarif an, ein Vergleich oder die Auswahl eines günstigeren Anbieters ist so nicht möglich. Verbraucher haben das Recht, die Sterbegeld Versicherung zur Bestattungsvorsorge unabhängig vom Bestatter abzuschließen. Diese Möglichkeit sollte nicht ungenutzt bleiben, um einen leistungsstarken Tarif mit günstigen Prämien zu erhalten.


Das Finanzamt und die Sterbegeldversicherung

Die steuerliche Behandlung einer Sterbegeldversicherung ist sehr einfach. Die Versicherungssteuer in Höhe von zurzeit 19 % ist bereits in den Beiträgen enthalten. In der Steuererklärung dürfen die Beiträge für die Versicherung im Rahmen der vorgegebenen Höchstbeiträge als Vorsorgeaufwendung steuermindernd geltend gemacht werden. Die entsprechende Regelung findet sich in §10 Abs. 4 EStG.

Die Auszahlung der Sterbegeldversicherung im Leistungsfall unterliegt nicht der Einkommenssteuer. In besonderen Fällen kann die Versicherung die Pflicht zur Abgabe von Erbschafts- oder Schenkungssteuer auslösen. Dazu müssen aber erst die hohen Freibeträge ausgeschöpft worden sein, die jedem Erben zustehen. In der Mehrzahl der Fälle ist die Auszahlung der Sterbegeldversicherung für die Hinterbliebenen steuerfrei.

Besonders für Menschen, die weder ihre Angehörigen noch den Staat mit Bestattungskosten belasten möchten, hat Sicherheit einen hohen Stellenwert. Einige Verbraucher geraten im Laufe ihres Lebens in die Schuldenfalle und haben es deshalb schwer, Vorsorgemaßnahmen zu treffen. Bei der Sterbegeldversicherung handelt es sich um eine besondere Form der kapitalbildenden Lebensversicherung. Ähnlich dem Sparbuch sind Lebensversicherungen normalerweise durch einen Gläubiger pfändbar. Die Sterbegeld Versicherung nimmt hier allerdings eine Sonderstellung ein und erlaubt auch Verbrauchern in angespannter finanzieller Situation eine sichere Möglichkeit, für die Beerdigungskosten vorzusorgen. Sie unterliegt nur einem bedingten Zugriff durch mögliche Gläubiger.

Der Bundesgerichtshof hat bereits im Jahr 2009 in einem Urteil (BGH AZ: VII ZB 47/07) festgestellt, dass eine Sterbegeldversicherung erst pfändbar ist, wenn der Rückkaufswert 3.579 Euro übersteigt. Liegt er über diesem Wert, bleibt dem Versicherungsnehmer in jedem Fall dieser Betrag für die Begleichung der Bestattungskosten. Damit bietet die Sterbegeldversicherung auch in schwierigen finanziellen Situationen die Sicherheit, die andere Anlageformen nicht gewährleisten können.

Sterbegeldversicherung Infografik
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In vielen Situationen ist die Sterbegeldversicherung sinnvoll

Häufig stoßen Verbraucher auf die pauschale Aussage, eine Sterbegeldversicherung sei nicht sinnvoll. Diese Einschätzung ohne weitere Differenzierung ist viel zu vereinfachend dargestellt.

Natürlich sind für eine Sterbegeldversicherung Gebühren zu zahlen und die Verzinsung fällt im Vergleich zu anderen Anlageformen eher niedrig aus.

Doch gerade für Verbraucher, die eben nicht genügend finanzielle Rücklagen aufbauen können, um die Bestattungskosten zu tragen, ist die Sterbegeldversicherung eine sinnvolle Alternative.

Diese Sonderform der kapitalbildenden Lebensversicherung punktet zusätzlich mit einigen unschlagbaren Vorteilen:

Vorteile der Sterbegeldversicherung

  • Das Geld ist sicher angelegt und wird in jedem Fall ausbezahlt
  • Die Sterbegeldversicherung kann auch noch im hohen Lebensalter abgeschlossen werden
  • Der Betrag ist zweckgebunden angelegt
  • Die Sterbegeldversicherung ist weitgehend vor dem Zugriff durch Gläubiger geschützt
  • Die Angehörigen werden entlastet
  • Für den Betroffenen selbst ist es ein beruhigendes Gefühl, seine Angelegenheiten geregelt zu haben
  • Zur Finanzierung eines Bestattungsvorsorgevertrages ist die Sterbegeldversicherung das ideale Mittel
  • Sterbegeldversicherungen sind auch ohne Gesundheitsfragen erhältlich

Für alle, die die Kosten für die Bestattung nicht aus Rücklagen finanzieren können, ist die Sterbegeldversicherung eine gute Lösung. In jungen Jahren verfügen die meisten nicht über größere finanzielle Polster. Die Karriere steht noch am Anfang, Kinder oder der Hausbau verbrauchen die Mittel. In diesem Lebensabschnitt denkt kaum jemand an mögliche Bestattungskosten.

Eine Sterbegeldversicherung belastet in dieser Situation dank der günstigen Beiträge kaum und bietet spätestens nach Ablauf der Wartezeit den nötigen Schutz. Zusätzlich kann die Zahldauer der Beiträge frei vereinbart werden und beispielsweise mit dem Renteneintritt enden.

Ältere Verbraucher, die erst spät den Wunsch verspüren vorzusorgen, haben nur wenig andere Möglichkeiten. Ihnen fehlt die Zeit, den nötigen Betrag in kleinen Raten anzusparen und klassische Lebensversicherungen oder Risikolebensversicherungen lehnen den Antrag in der Regel ab.

Besonders für Menschen in höherem Alter und für Verbraucher mit Vorerkrankungen ist die Sterbegeldversicherung eine sichere Alternative.


Selbstbestimmt das Leben genießen

Haben Sie sich schon Gedanken darüber gemacht, welche Versorgung Sie sich bei lebensbedrohlichen Erkrankungen wünschen? Was passiert, wenn Sie keine Entscheidungen mehr treffen können? Wer kümmert sich dann um Ihre Angelegenheiten? Wird Ihr Wille dabei berücksichtigt?

Mit steigendem Lebensalter und mit mehr Lebenserfahrung verstärkt sich bei vielen das Bedürfnis, für viele verschiedene Situationen eine Vorsorge zu treffen. Das betrifft nicht nur die spätere Rente oder die Art der gewünschten Bestattung. Hier finden Sie eine Checkliste mit Maßnahmen, die Sie ergreifen sollten, um jederzeit selbstbestimmt zu leben:

  • Prüfen, wie hoch die gesetzliche Rente ausfällt, und eventuelle Rentenlücken schließen
  • Eine Patientenverfügung formulieren, für Situationen, in denen Sie sich selbst nicht mehr äußern können
  • Angehörigen oder Vertrauten eine Vorsorgevollmacht erteilen, damit diese in Ihrem Namen handeln dürfen
  • Eine Betreuungsverfügung als Alternative zur Vorsorgevollmacht erstellen
  • Mittel für die Bestattung bereithalten, z. B. durch eine Sterbegeldversicherung
  • Die Bestattung durch einen Bestattungsvorsorgevertrag oder eine Bestattungsverfügung regeln
  • Mit Angehörigen oder Vertrauten über die eignen Wünsche reden
  • Alle wichtigen Unterlagen geordnet und leicht auffindbar aufbewahren
  • Den Nachlass durch ein Testament regeln

PDF-Checkliste zum Download

Unser Ratgeber für ein Leben in Selbstbestimmung.

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FAQ zur Sterbegeldversicherung

Die Sterbegeldversicherung soll in erster Linie die Bestattungskosten abdecken. Bereits die einfachste Form der Bestattung kann mehrere Tausend Euro kosten. Für Angehörige ist das eine große zusätzliche Belastung zur schmerzhaften Trauer. Außerdem kann die Sterbegeldversicherung die Kosten für die Grabpflege abdecken.
Leider gehört das früher übliche Sterbegeld nicht mehr zum Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen. Seit dem 01.01.2004 zahlen Krankenkassen kein Sterbegeld mehr aus. Seitdem hat die private Vorsorge einen noch höheren Stellenwert erreicht.
Die Höhe der vereinbarten Versicherungssumme hängt besonders von zwei Faktoren ab. In vielen Regionen machen die Gebühren der Städte und Gemeinden einen Großteil der Bestattungskosten aus. Weiterhin hat die Art der gewünschten Bestattung einen großen Einfluss auf die Kosten. Ein anonymes Urnengrab ist in der Regel kostengünstiger als ein Wahlgrab mit Erdbestattung. Berücksichtigen Sie bei der Auswahl der Versicherungssumme die regionalen Gegebenheiten und die gewünschte Bestattungsform.
Die Sterbegeldversicherung ist eine Sonderform der kapitalbildenden Lebensversicherung. Wie bei einer klassischen Lebensversicherung werden auch hier Beitragsanteile verzinst. Eine garantierte Versicherungssumme gibt Ihnen die Garantie, auch tatsächlich den vereinbarten Versicherungsbeitrag zu erhalten. Überschüsse, die durch die Zinsen erwirtschaftet wurden, erhöhen die vereinbarte Versicherungssumme zusätzlich. Wird die Versicherungssumme dagegen nicht garantiert, ist es möglich, dass später weniger Geld als erwartet zur Verfügung steht. Die Versicherungsunternehmen rechnen bei diesem Modell die erwarteten Zinsen in die Versicherungssumme ein. Fallen die Zinsen unerwartet niedrig aus, wird die vereinbarte Summe unter Umständen nicht erreicht.
Die Wartezeit schützt die Gemeinschaft der Versicherten und hält die Beiträge niedrig. Sie verhindert, dass eine Sterbegeld Versicherung abgeschlossen wird, wenn das Lebensende bereits abzusehen ist. Eine Möglichkeit zur Umgehung der Wartezeit ist eine Sterbegeldversicherung mit Gesundheitsfragen. Nach Annahme des Vertrags durch den Versicherer genießen Sie sofort den kompletten Schutz der Sterbegeldversicherung. Diese Tarifvariante eignet sich besonders für gesunde Menschen ohne Vorerkrankungen.
Verstirbt die versicherte Person bereits während der Wartezeit, dann zahlt die Sterbegeldversicherung nicht die vereinbarte Versicherungssumme aus. Je nach Tarif erhalten die Angehörigen die bisher eingezahlten Beiträge zurück oder die Versicherung leistet einen Teil der Versicherungssumme.
Ein Unfalltod ist für die Angehörigen eine besonders belastende Situation, die sie völlig unerwartet trifft. Oft befindet sich der Verstorbene weit weg von Zuhause, manchmal sogar im Ausland. Die höhere Versicherungssumme deckt zusätzliche Kosten wie Reisen zum Unfallort und die möglichen Überführungskosten ab. Außerdem erhalten Angehörige auf diesem Weg die finanziellen Mittel, einen möglichen Unfallverursacher zu verklagen.
Ansprüche aus Leistungen der Sterbegeld Versicherung haben grundsätzlich der Versicherungsnehmer sowie die gesetzlichen Erben des Verstorbenen. Generell steht es Ihnen frei, einer von Ihnen gewählten Person das Bezugsecht zu erteilen. Sie dürfen dieses jederzeit ändern, eine schriftliche Mitteilung an den Versicherer ist dazu ausreichend.
Ist in einer Sterbegeldversicherung eine sogenannte Leistungsbindung vereinbart, darf nur das im Vertrag genannte Bestattungsunternehmen die Beerdigung durchführen. Die Sondervereinbarungen sind oft Teil von Verträgen, die in einem Bestattungsinstitut geschlossen werden. Verzichten Sie auf diesen Punkt, wenn Sie nicht selbst im Rahmen einer Bestattungsvorsoge die Bestattung mit einem bestimmten Institut vereinbart haben.
Wie lange für eine Sterbegeldversicherung Beiträge gezahlt werden, kann frei zwischen Versicherungsnehmer und Versicherung vereinbart werden. Viele Tarife erlauben die Zahlung eines Einmalbeitrags. Das ist sinnvoll, wenn eine größere Summe zur Verfügung steht und als Vorsorge für die Bestattung angelegt werden soll. Ebenfalls günstig sind Verträge, bei denen die Beitragszahlung mit Eintritt des Rentenalters oder spätestens mit Erreichen des 85. Lebensjahres endet. Tarife, die eine lebenslange Beitragszahlung vorsehen, sind nachteilig, wenn der Versicherte ein hohes Lebensalter erreicht.

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