Wohngebäudeversicherung


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Wohngebäudeversicherung Vergleich

Wohngebäude Vergleich

Feuer, Sturm, Unwetter oder eine kaputte Wasserleitung – derartige Katastrophen geschehen meist urplötzlich. Eine private Wohngebäudeversicherung ist deshalb für Immobilienbesitzerinnen und Immobilienbesitzer unverzichtbar. Sie zahlt bei Schäden an der Immobilie und deren Festinstallationen wie sanitären Anlagen oder Einbauküchen. Jedes Haus ist anders, dementsprechend flexibel ist auch die Gebäudeversicherung, die man genau auf die Anforderungen der Immobilie zuschneiden kann. Sehr gute Tarife gibt es bereits für Beiträge im jährlich niedrigen, dreistelligen Bereich.

Der Wohngebäudeversicherungsrechner von Tarifcheck.de ist kostenlos, unverbindlich und spart Ihnen sehr viel Zeit. Im Gegensatz zu vielen anderen Online-Vergleichen können Sie bei unserem Rechner zudem gezielt nach speziellen Zusatzbausteinen suchen und Ihre Immobilie so bestmöglich versichern. Viele Determinanten werden zur Kalkulation des Tarifs herangezogen, so etwa Standort, Alter, Zustand und Wert der Immobilie, der Umfang bisheriger Sanierungen und die gewünschten Versicherungsbausteine. Geben Sie einfach diese Eckdaten in unseren Vergleich ein. Dieser ermittelt Ihnen dann sekundenschnell passende Angebote entsprechend Ihrer Vorgaben.

Haben Sie ein passendes Angebot gefunden, können Sie bei Tarifcheck.de direkt einen Antrag stellen, ohne dass Ihnen dadurch Kosten entstehen.


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Wer braucht eine Wohngebäudeversicherung?

Reihenhaus oder Doppelhaus(-Hälfte), Ein- oder Mehrfamilienhaus, Bauernhaus oder Villa –eine Wohngebäudeversicherung schützt Sie im Ernstfall vor unvorhersehbaren Schäden. Dabei ist es egal, ob Sie das Gebäude selber bewohnen, ob es leer steht, ein Feriendomizil ist oder ob Sie es vermieten. Im Ernstfall zahlt die Versicherung für die Reparatur, Instandsetzungs- oder Wiederaufbaukosten von versicherten Risiken.

Als Hauseigentümerin oder Hauseigentümer sind Sie selbst für den Abschluss der Gebäudeversicherung verantwortlich.


Eigentumswohnung und Wohngebäudeversicherung

Sind Sie Wohnungseigentümerin oder Eigentümer, besteht in der Regel eine gemeinsame Wohngebäudeversicherung von allen Parteien des Hauses. Sie zahlen diese dann anteilig zusammen mit dem Verbund der Eigentümergemeinschaft oder der Gesellschaft, die die Immobilie verwaltet. Haben Sie die Immobilie gerade erst gekauft, steigen Sie in den bestehenden Vertrag ein.

Sie haben rechtlich keine Möglichkeit, nur für sich als Einzelperson eine Wohngebäudeversicherung allein für Ihre Wohnung abzuschließen, auch gelten für alle Parteien des Vertrags die gleichen Klauseln. Sind Sie mit den Vertragsdetails nicht einverstanden, können Sie dies in den Treffen der Eigentümergemeinschaft oder Gesellschaft zur Diskussion stellen und bessere Alternativen vorschlagen.


Wie setzen sich die Beiträge der Wohngebäudeversicherung zusammen?

Neu- oder Altbau, Denkmalschutz oder nicht? Verschiedene Bauweisen bergen verschiedene Risiken. So hat ein hochwertig saniertes Fachwerkhaus unter Denkmalschutz ein höheres Brandrisiko als ein Beton-Neubau und ist oftmals wertvoller.
Je mehr Quadratmeter Fläche eine Immobilie hat, desto höher ist auch das Schadenrisiko. Nebengebäude, Garagen oder Gartenhäuser haben ebenfalls Einfluss auf die Beitragshöhe.
Wann wurde das Haus zuletzt saniert? In welchem Zustand sind Dach und Dachstuhl, Strom-, Wasser- und / oder Gasleitungen? Gibt es Risiken durch marode Bausubstanz oder Schimmel? Wie wahrscheinlich sind dementsprechend Defekte in naher Zukunft, und wie wertvoll ist die Immobilie?
Welche Festinstallationen hat das Gebäude? Wie hoch ist deren Wert? Handelt es sich bei dem Fußboden um Marmor, Parkett, Teppich oder Linoleum? Gibt es teure Einbauküchen, einen Pool oder eine Sauna?
Wird das Haus privat oder gewerblich genutzt? Welche Risiken entstehen durch die Art der Nutzung? Wird dort mit gefährlichen Chemikalien hantiert? Was wird in den gewerblich genutzten Räumen gelagert? Besteht dadurch ein erhöhtes Einbruch- oder Schadenrisiko?
Die Lage einer Immobilie birgt unterschiedliche Risiken. Sind Hagel, Sturm, Starkregen und Fluten wahrscheinlich? Besteht Lawinengefahr?
Was ist der Wert des Hauses? Wie hoch ist die Deckungssumme? Je teurer diese ist, desto höher werden die Versicherungsbeiträge veranschlagt.
Welche Risiken sollen genau versichert werden?
Eine Selbstbeteiligung senkt die Beiträge, sollte aber genau überlegt werden. Sinnvoll ist sie nur bei sehr teuren Gebäudeversicherungen.
Unter Umständen fließen auch vorherige Schadenregulierungen in den Vertrag ein. Diese verteuern möglicherweise die Prämie.
Binden Sie sich für mehr als ein Jahr, sinkt der Gesamtversicherungsbetrag bei einigen Anbietern um einige Prozentpunkte.
Zahlen Sie den Beitrag in Jahresraten statt in kürzeren Abständen, ist der Beitrag bei einigen Versicherungen etwas günstiger.

Der Wert 1914 zur Berechnung des gleitenden Neuwerts

Der Wert Ihrer Immobilie bleibt nicht konstant. Je nach Lage, Bauweise oder Sanierungsgrad kann der derzeitige Wert viel höher oder niedriger sein als noch vor zehn Jahren. Auch in den kommenden Jahren wird sich der Wert Ihres Gebäudes verändern.

Zu Ihrer Absicherung sollten Sie den Gebäudewert zu jedem 1. Januar neu berechnen lassen. Mit dieser Kalkulation wird nicht nur der Gebäudewert neu ermittelt, sondern auch die Versicherungssumme angepasst und damit auch die Beitragszahlung. Man nennt diese jährlich durchgeführte Berechnung "gleitende Neuwertversicherung", sie ist bei Gebäudeversicherungen gängig.

Um den gleitenden Neuwert für die Versicherung zu ermitteln, nutzt man den "Wert 1914": Diesen finden Sie bei einer Immobilie meist im Gebäudeversicherungsdokument. Falls nicht, kann er ebenfalls neu berechnet werden.

Der Hintergrund: Im Jahr 1914 waren die Baupreise stabil. Man berechnet deswegen, wie viel eine Immobilie in jenem Jahr wert gewesen wäre. Die dafür genutzte Währung ist die ebenfalls stabile Goldmark. Vom Ausgangspunkt 1914 kalkuliert man dann den heutigen Wert des Gebäudes. Der Wert 1914 ist somit ein fiktiver Rechenwert, der eine einheitliche Basis zur Kalkulation eines Immobilienwerts oder einer Versicherungssumme schafft.

Der Wert 1914 erschließt sich aus dem gleitenden Neuwertfaktor (auch Anpassungsfaktor oder Prämienfaktor). Letzterer wird vom Verband der Deutschen Versicherungswirtschaft e. V. (GDV) jedes Jahr neu berechnet. Dieser Wert wird allerdings nur den GDV-Mitgliedsversicherungsunternehmen mitgeteilt, für welche dieser nicht verbindlich ist. Ein allgemeingültiger gleitender Neuwertfaktor existiert nicht. Auch deshalb lohnt sich ein Vergleich verschiedener Versicherungsanbieter, denn die Prämienkalkulation wird bei einzelnen Unternehmen variieren.

Formel zur Berechnung des gleitenden Neuwerts

Die Formel zur Berechnung des gleitenden Neuwerts lautet: Wert 1914 = Neubauwert in Euro / Baupreisindex

Der Baupreisindex für Wohngebäude sowie der Tariflohnindex für Baugewerbe werden jedes Jahr vom Statistischen Bundesamt (Destatis) neu veröffentlicht.


Was man beim Abschluss einer Wohngebäudeversicherung beachten muss

Vor dem Abschluss haben Sie idealerweise schon eine genaue Vorstellung davon, wie Ihr Tarif aussehen soll. Auch ist es hilfreich, die entscheidenden Gebäudedaten zur Hand zu haben – so beispielsweise die Daten des Baus oder einer Vollsanierung.

Keine Unterversicherung / gleitende Neuwertversicherung: Stellen Sie sicher, dass die Versicherungssumme für die Immobilie auch deren tatsächlichen Verkehrswert oder Marktwert entspricht, damit Sie im Schadenfall nicht auf mehr Kosten sitzenbleiben als nötig. Idealerweise lassen Sie Ihre Versicherungssumme jedes Jahr entsprechend des gleitenden Neuwertfaktors anpassen. Mit einem steigenden Wert der Immobilie wird sich dabei auch der Versicherungsbeitrag erhöhen.

Absicherung aller relevanten Risiken: Zahlreiche Bausteine können Teil der Wohngebäudeversicherung sein. Wichtig ist, alle relevanten Risiken abzudecken, damit Sie die Kosten im Ernstfall nicht selbst tragen müssen.

Elementarversicherung ist essentiell: Sogenannte Elementarschäden durch beispielsweise eine Überschwemmung können ein Gebäude komplett zerstören und ungeahnte Ausmaße nehmen. Wichtig ist deshalb, diese Risiken so gut wie möglich abzudecken.

Allgemein gilt: Keinesfalls sollte man in den Angaben zur Immobilie bestehende Risikofaktoren verschweigen. Diese sind im Ernstfall meist nachprüfbar und gefährden vielleicht sogar den Versicherungsschutz.

Achtung

Änderungen müssen der Wohngebäudeversicherung umgehend mitgeteilt werden. Dazu gehören etwa bauliche Veränderungen am Haus oder ein temporär aufgestelltes Baugerüst an der Fassade. Auch Änderungen im Umfeld können Tarifänderungen zur Folge haben: Eine Tankstelle auf dem Nachbargrundstück oder der Bau eines Industriegebiets können Risiken bergen. Versäumen Sie, die Versicherung diesbezüglich zu informieren, kann Ihr Versicherungsschutz gefährdet sein.

Mögliche Bausteine des Vertrags

Bei der privaten Wohngebäudeversicherung handelt es sich um eine sogenannte verbundene Sachversicherung, Das heißt, dass die Prämien für einzelne Risiken in verschiedenen Policen gesondert berechnet werden. Entsprechend Ihrer Wünsche sind deshalb zahlreiche Kombinationen möglich. Im Folgenden finden Sie mögliche Bausteine:

Diese Versicherung beinhaltet alle Risiken, die nicht explizit ausgeklammert werden.
Dazu gehören je nach Versicherung verschiedene Gefahren durch Naturgewalten wie Überschwemmung, Sturm, Blitzschlag, Hagel, Schneedruck und Lawinen, Erdrutsch, Erdbeben, Seebeben und Erdsenkung, Kälte, Hitze oder Frost. In der letzten Zeit haben Extremwetterlagen zugenommen. Man sollte sich deshalb gegen möglichst viele Elementarschäden absichern. Je nach Versicherung und Lage der Immobilie werden einige Versicherer jedoch einige Risiken nur in bedingtem Maße versichern oder ganz ausklammern. Auch deshalb lohnt sich ein Vergleich verschiedener Anbieter.
Dieser Baustein sollte Teil Ihres Vertrags sein, da ein Brand leicht einen Totalschaden anrichten kann.
Auch Schäden durch Leitungswasser sind Standard, da die Kosten im Ernstfall sehr hoch sein können. Sie sollten diesen Schutz deshalb nicht ausklammern.
Mit dieser Klausel wird die Außenverglasung eines Hauses abgesichert.
Nimmt Ihre Heizung als Folge eines Blitzeinschlages Schaden, springt die Wohngebäudeversicherung mit diesem Baustein ein.
Reicht die Versicherungssumme nicht aus, weil behördliche Auflagen – wie beispielsweise bei einem denkmalgeschützten Gebäude – besonders teure Reparaturmaßnahmen fordern, kann man diese Mehrkosten mit diesem Baustein in einem gewissen Rahmen mitversichern.
Dazu können beispielsweise die Mitversicherung von Schäden gehören, die durch ein Kaminfeuer verursacht werden, das außer Kontrolle gerät.
Im Zweifelsfall benötigt man nach einem Einbruch eine neue Haustür oder muss andere Gebäudeteile reparieren oder austauschen. Dieser Baustein bietet entsprechenden Schutz.
Auch an Carport und Garage, an Gartenschuppen, Gewächshaus, Außenpools oder Grundstücksbeleuchtung können durch verschiedene Einflüsse Schäden entstehen. Einzelne Anbieter versichern diese in je unterschiedlichem Maße.
Gerät beispielsweise die Kleidung im Wäschetrockner in Brand, sind etwaige (Folge-)Schäden abgesichert.
Auch Gasleitungen bergen Risikopotential, das man versichert kann.
Steigt eine Wasserrechnung durch einen Rohrbruch stark an, übernimmt die Versicherung dafür die Kosten.
Auch dadurch entstehende Kosten können mit einem Zusatzbaustein abgedeckt werden.
Dieser Baustein ist meist nur wählbar, wenn Sie ein funktionsfähiges Rückstauventil haben. Bei Starkregen kann es dennoch beispielsweise zu überfluteten Kellern kommen.
Rohre auf dem Grundstück, die nicht der eigenen Immobilienversorgung dienen, sowie Rohre außerhalb des Grundstücks zur Versorgung des eigenen Wohngebäudes können über verschiedene Bausteine mitversichert werden.
Auch Ableitungsrohre außerhalb des Gebäudes oder zugehörige Rohre außerhalb des Versicherungsgrundstücks können Sie absichern.
Wird Ihre Photovoltaikanlage durch einen direkten oder indirekten Blitzschlag oder einen Kurzschluss beschädigt, kommt die Versicherung für dadurch entstehende Kosten auf.
Fährt ein Kfz in Ihr Gebäude, springt die Versicherung mit diesem Baustein ein.
Beschädigen Unbekannte Ihre Immobilie, werden die Kosten für die Beseitigung oder Reparatur übernommen.
Dazu gehört beispielsweise die Kostenübernahme des Abtransports von Schutt nach Bränden.
Mit dieser Klausel werden die Kosten für die Entfernung von umgestürzten Bäumen übernommen.
Muss nach einem Schaden der Erdboden gereinigt oder entsorgt werden, übernimmt die Versicherung mit diesem Bestandteil dafür die Kosten.
Befinden Sie sich gerade im Ausland, wenn Sie von einem Schaden an Ihrem Haus erfahren, der Ihre unverzügliche Anwesenheit erfordert, können Sie sich die Rückreisekosten mit diesem Baustein in der Regel ersetzen lassen.
Sollte die Immobilie aufgrund eines Schadens unbewohnbar sein, übernimmt die Versicherung mit diesem Zusatzbaustein die Kosten für die Unterbringung in einem Hotel.

So melden Sie einen Wohngebäudeschaden

Ist es bei Ihnen auf dem Grundstück zu einem Schaden gekommen, sollten Sie die Versicherung umgehend benachrichtigen. Rechtlich gesehen haben Sie dazu maximal eine Woche Zeit. Empfehlenswert ist aber eine umgehende Meldung bei Ihrer Versicherung. Der schnellste Weg ist der telefonische. Geben Sie einen detaillierten Schadenbericht. Was genau ist wann unter welchen Umständen geschehen? Was wurde beschädigt? Gibt es Zeugen? Lassen Sie sich eine Schadenbearbeitungsnummer geben, sowie den Namen des Sachbearbeiters, der den Schaden für Sie aufgenommen hat.

Machen Sie Fotos von dem Schäden und reichen Sie schadenrelevante Dokumente ein – behalten Sie zu Ihrer eigenen Absicherung dabei stets eine Kopie aller Unterlagen. Wird die Versicherungsleistung teuer, wird das Gebäudeversicherungsunternehmen einen Gutachter entsenden, der sich bei Ihnen ein Bild machen wird. Beschädigte Dinge sollten zudem erst entsorgt werden, wenn Sie eine Entscheidung des Versicherers vorliegen haben.

Sie sind dazu verpflichtet, den Schaden möglichst gering zu halten, solange das für Sie kein gesundheitliches Risiko oder eine Gefährdung bedeutet. Teilweise geben die Ansprechpartner der Versicherung auch diesbezügliche Vorgaben. Bei einem Rohrbruch sollte man beispielsweise umgehend den Hauptwasserhahn abdrehen, um weitere Wasserschäden zu vermeiden. Bereits ausgelaufenes Wasser sollte aufgewischt oder abgepumpt werden – wenn keine Gefahr eines elektrischen Schocks besteht.

Je nach Art des Schadens müssen natürlich auch unverzüglich Feuerwehr oder Polizei hinzugezogen werden. Unter Umständen sind zudem weitere Versicherungen für die Schadenregulierung zuständig, so etwa die Hausratversicherung bei entwendeten Wertgegenständen, die sich vorab im Wohngebäude befunden haben.


Wohngebäudeversicherung kündigen oder wechseln

Allgemein gilt: Kündigen Sie Ihre Wohngebäudeversicherung erst, wenn Sie eine verbindliche Zusage eines anderen Anbieters haben. Keinesfalls sollten Sie eine Versicherungslücke riskieren, denn im Ernstfall erhalten Sie dann keinen Schadenausgleich.

Besteht Ihre Versicherung bereits für mehrere Jahrzehnte, so kann es sein, dass dort noch Risiken versichert werden, die nach heutigem Stand gar nicht mehr oder nur noch mit sehr hohen Risikozuschlägen versichert werden. So werden beispielsweise in alten DDR-Verträgen, die nach der Wende von westdeutschen Gebäudeversicherungen übernommen wurden, immer noch Grundwasserschäden versichert. Dieses Risiko wird heute ausgeschlossen. Bevor Sie Ihre Versicherung kündigen, vergleichen Sie also Ihren alten Tarif mit derzeitigen Angeboten.

Umgekehrt können Sie bei einem Wechsel jedoch auch mehrere hundert Euro sparen, denn laut test.de bieten gerade neuere Tarife oftmals trotz guter Leistungen großes Sparpotenzial.

Auch für Wohngebäudeversicherungen gelten Kündigungsfristen entsprechend des Versicherungsvertragsgesetzes (VVG): Diese liegt bei drei Monaten vor Ende des Versicherungsjahres – es sei denn, Sie haben eine mehrjährige Laufzeit vereinbart, die noch nicht verstrichen ist. Details dazu finden Sie in Ihrem Vertrag. Die Kündigung sollte in jedem Fall per Einschreiben erfolgen, damit Sie einen Beleg über die fristgerechte Kündigung haben.

Ein Sonderkündigungsrecht haben Sie direkt nach dem Kauf einer Immobilie und nach einer Beitragserhöhung, wenn Sie keine gleitende Neuwertversicherung abgeschlossen haben. Entsprechend Abschnitt B, § 15 der Allgemeinen Wohngebäudeversicherungsbedingungen (VGB) können zudem sowohl der Versicherer als auch Sie als Kundin oder Kunde nach einen Schadenfall kündigen. Das diesbezügliche Sonderkündigungsrecht gilt für vier Wochen, nachdem die Schadenregulierung abgeschlossen worden ist. Ihr Anbieter hat zudem oftmals ein Kündigungsrecht, wenn er binnen eines Jahres mindestens zwei Schäden für Sie reguliert hat.

Achtung

Haben Sie noch eine laufende Baufinanzierung oder einen Kredit abzubezahlen, so benötigen Sie bei der privaten Wohngebäudeversicherungskündigung eine Einverständniserklärung des Kreditinstituts und eventuell auch die Kopie des Grundbuchauszugs. Diese Dokumente müssen dem alten Versicherer einen Monat vor dem Kündigungstermin vorliegen.

Immobilienkauf und Gebäudeversicherung

Die Wohngebäudeversicherung einer von Ihnen gekauften Immobilie geht automatisch auf Sie über. Dabei gilt das Datum, an dem die Immobilie durch einen Grundbucheintrag offiziell Ihnen gehört. Binnen vier Wochen nach diesem Datum haben Sie die Möglichkeit der Kündigung. Der Gebäudeversicherer hat das gleiche Recht. Diese Sonderkündigung muss schriftlich erfolgen und eine Kopie des Grundbucheintrags beinhalten. Sie haben zwei Möglichkeiten: eine Kündigung mit sofortiger und rückwirkender Wirkung für das Datum des Grundbucheintrags oder eine Kündigung zum Ende des laufenden Versicherungsjahres.

Sie sollten das Vertragsverhältnis jedoch erst beenden, wenn Sie ein verbindliches und besseres Angebot einer anderen Gebäudeversicherung vorliegen haben, damit Sie zu keiner Zeit ohne Versicherungsschutz dastehen.

Bevor Sie sich zu einer Kündigung entscheiden, sollten Sie zudem die Bausteine der aktuellen Versicherung ansehen und überprüfen, ob diese alle von Ihnen gewünschten Bausteine abdeckt. Ebenfalls relevant ist, ob und in welchem Umfang die Wohngebäudeversicherung in der Vergangenheit Schadenfälle reguliert hat. Ist mit der Immobilie noch ein laufender Kredit verbunden, so hat auch das dazugehörige Kreditinstitut bei einer Kündigung ein Mitspracherecht. Eine entsprechende Einverständniserklärung der Bank muss vier Wochen vor Versicherungswechsel vorliegen.

Wichtig

Setzen Sie die Wohngebäudeversicherung unbedingt binnen vier Wochen nach dem Kauf über den Besitzerwechsel in Kenntnis, andernfalls muss die Versicherung bei einem Schadenfall nach Ablauf dieser vier Wochen keine Leistungen erbringen!

Wohngebäudeversicherung bei einer geerbten Immobilie

Im Falle einer Erbschaft haben Sie kein Sonderkündigungsrecht. Die bestehende private Gebäudeversicherung geht dann auf Sie über. Sie können Sie bei Bedarf regulär drei Monate vor Ende des Versicherungsjahres – beziehungsweise drei Monate vor Ende der Vertragslaufzeit – kündigen. Diesen Schritt sollten Sie jedoch erst unternehmen, wenn Sie eine verbindliche Zusage einer anderen Gebäudeversicherung haben. Informieren Sie bei einer Erbschaft in jedem Fall den Versicherer schnellstmöglich über den Eigentümerwechsel.


Wohngebäudeversicherung und Verkauf einer versicherten Immobilie

Verkaufen Sie eine Immobilie, geht Ihr Gebäudeversicherungsvertrag automatisch auf die Käuferin oder den Käufer über. Als Datum zählt dabei nicht das Verkaufsdatum, sondern der Tag, an dem die neue Eigentümerin oder der neue Eigentümer ins Grundbuch eingetragen wird.

Haben Sie bereits die komplette Jahresprämie für die Wohngebäudeversicherung gezahlt, besprechen Sie am besten direkt mit der Käuferin oder dem Käufer etwaige Rückzahlungen. Die Versicherung selbst ist dafür nicht zuständig.


Immobilienbesitz & sinnvolle Versicherungen

Der Abschluss einer Wohngebäudeversicherung ist für Immobilienbesitzerinnen und Immobilienbesitzer essentiell. Aber auch einige andere Versicherungen sind von Bedeutung – abhängig davon, wofür das Eigentum genutzt wird.

Schützt die Wohngebäudeversicherung vor Eigenschäden, sind auch private Versicherungen wichtig, die potentiellen Schaden absichern, die bei Dritten entstehen könnten:

Privathaftpflichtversicherung

Dieser Schutz hat oberste Priorität – nicht nur für Immobilienbesitzer, denn verursacht man bei Dritten versehentlich einen Schaden, haftet man mit seinem gesamten derzeitigen und / oder zukünftigen Vermögen. Wer seine Immobilie selbst bewohnt, kann über Zusatzbausteine der Haftpflichtversicherung Schäden durch selbstbewohntes Wohneigentum, Photovoltaikanlagen, Öltanks, bei Rohrbruch und Wasserschäden versichern. Dazu zählen je nach Tarif auch Leistungen bei umgestürzten Bäumen auf fremde Autos, Dächer oder gar Personen.

Auch kann man eingeschränkt Schäden von vermietetem Wohneigentum oder vermieteten Einliegerwohnungen absichern. Verletzt sich beispielsweise ein Besucher im vermieteten Eigentum beim Sturz über eine lose Treppenstufe, kommt dieser Baustein der Privathaftpflicht für Schaden und Folgeschadenzahlungen auf. Wer Immobilien vermietet, benötigt allerdings noch weiteren Schutz.

Grundbesitzerhaftpflichtversicherung

Insbesondere, wenn Ihre Immobilie nicht exklusiv von Ihnen bewohnt wird, sie gewerblich genutzt wird oder Ihr Grundstück unbewohnt ist, benötigen Sie neben dem regulären Haftpflichtschutz auch eine Grundbesitzerhaftpflichtversicherung. Diese sichert Schäden ab, die Mietern, Arbeitenden und Privatpersonen auf Ihrem Eigentum passieren könnten.

Bauherrenhaftpflichtversicherung

Diesen Schutz benötigen Sie nur, wenn auf Ihrem Grundstück größere Bauarbeiten, An- oder Umbaumaßnahmen geplant sind, denn gerade an Baustellen besteht Gefahrenpotenzial für Unfälle und Verletzungen – auch für Passanten, die etwa unter einem Baugerüst vorbeigehen.

Zum eigenen Schutz sollte der Abschluss folgender weiterer privater Versicherungen zumindest in Erwägung gezogen werden:

Die Hausratversicherung

Diese schützt alle beweglichen Möbel, Geräte, Gegenstände und Bekleidungsstücke innerhalb der Immobilie und auf dem Grundstück. Haben Sie einen Wasser- oder Sturmschaden, dann ersetzt diese Versicherung die vom Wasser oder Sturm zerstörten Dinge.

Wurde bei Ihnen eingebrochen, zahlt die Hausratversicherung den Sachwert von gestohlenen und beschädigten Gegenständen. Verantwortlich ist diese Versicherung zudem für Festinstallationen wie Einbauküchen, die von Mietern und nicht von Ihnen als Eigentümerin oder Eigentümer angebracht wurden.

Rechtsschutzversicherung

Ein Streit mit Nachbarn, Mietern oder auch einer Versicherung kann sich hinziehen und teuer werden. Eine Rechtsschutzversicherung hilft Ihnen dabei, Ihr Recht professionell durchzusetzen und zwar auch in anderen Lebensbereichen.

Risikolebensversicherung / Restschuldversicherung

Ist Ihre Immobilie noch nicht komplett abbezahlt, macht eine Risikolebensversicherung Sinn. Diese ist trotz hoher Deckungssummen bereits für einen zweistelligen jährlichen Bereich erhältlich und dient dem finanziellen Schutz der Hinterbliebenen im eigenen Todesfall.

Diese Restschuldversicherung zahlt im Ernstfall die noch ausstehende Summe Ihrer Baufinanzierung oder Ihres Kredits an das Finanzinstitut aus, so dass die Hinterbliebenen zusätzlich zur Trauer nicht auch noch auf einem hohen Schuldenberg sitzen und vielleicht sogar ihr Heim verlieren.


Wohngebäudeversicherung für Immobilien im Ausland

Immer mehr Menschen besitzen Immobilien im Ausland. Da aber das Recht in jedem Staat anders ist, bedeutet die Versicherung von Immobilien außerhalb Deutschlands für inländische Unternehmen einen großen Aufwand. Nur wenige Gebäudeversicherungen bieten deshalb auch Tarife für Wohneigentum im Ausland an. Und nicht immer decken diese alle Risiken ab – denn je nach Region und Land gibt es auch andere Faktoren, die zu Schaden führen könnten, darunter etwa Waldbrände, Terrorismus oder Erdbeben.

Bevor Sie sich also entscheiden, sollten Sie sowohl inländische als auch aus ausländische Versicherungsoptionen genau überprüfen – bei Bedarf auch mit einem Dolmetscher Ihres Vertrauens.


FAQ zur Wohngebäude

Eine private Wohngebäudeversicherung schützt Sie als Immobilieneigentümerin oder Immobilieneigentümer vor verschiedensten finanziellen Schäden an der Immobilie, die die eigenen Mittel schnell übersteigen können. Die Versicherung leistet im Ernstfall Instandsetzungs-, Reparatur- und Wiederaufbaukosten für alle versicherten Risiken. Bei Totalschäden wie etwa durch Feuer erhalten Sie gegebenenfalls die im Vertrag vereinbarte Versicherungssumme ausgezahlt.
Der Wohngebäudeversicherungsvergleich spart Ihnen viel Zeit, ist unverbindlich und kostenfrei. Im Gegensatz zu vielen anderen Online-Rechnern können Sie bei Tarifcheck.de auf Wunsch sehr viel mehr Bausteine gezielt auswählen und dadurch den Versicherungsschutz genau auf Ihre Immobilie abstimmen. Geben Sie einfach die relevanten Eckdaten zu Ihrer Immobilie in das Formular ein und tragen Sie ein, welche Risiken Sie versichern möchten. Sie erhalten sekundenschnell eine detaillierte Auflistung passender Tarife. Haben Sie einen gutes Angebot gefunden, können Sie direkt online einen Antrag stellen – selbstverständlich ebenfalls kostenfrei.
Wichtig ist, dass die Versicherungssumme oder Deckungssumme auch den tatsächlichen Wert der Immobilie widerspiegelt und keine Unterversicherung vorliegt, denn sollte der Schaden höher sein als diese Summe, müssen Sie das restliche Geld selbst erbringen. Empfehlenswert ist deshalb die gleitende Neuwertversicherung, mittels derer die Versicherungssumme und die Prämie jedes Jahr angepasst wird.

Auch sollten Sie alle relevanten Risiken absichern. Haben Sie in Ihrem Vertrag beispielsweise keinen Schutz bezüglich Rohrschäden vereinbart, dann wird die Versicherung für dadurch verursachte Schäden und notwendige Reparaturmaßnahmen nicht aufkommen. Auch Feuer- und Elementarversicherungen werden angesichts zunehmender Extremwetterereignisse wie Sturm und Überschwemmung immer wichtiger und sollten idealerweise Teil des Tarifs sein.

Insgesamt sollte man die eigenen Angaben zum Wohneigentum doppelt überprüfen, denn schleichen sich Fehler ein, ist der Versicherungsschutz womöglich dauerhaft gefährdet.
Eine private Wohngebäudeversicherung kostet pro Jahr oftmals einen Betrag im niedrigen oder mittleren dreistelligen Bereich. Wichtig zur Berechnung der Prämie sind Größe, Alter, Bauweise, Zustand und Ausstattung der Immobilie. Relevant ist zudem, ob sich durch den Standort bestimmte Risiken ergeben (zum Beispiel Erdrutsch oder Überschwemmung) und ob die Immobilie gewerblich oder privat genutzt wird. Maßgeblich sind natürlich auch die Höhe der Versicherungssumme sowie die Bausteine des Tarifs. Einen Einfluss haben zudem etwaige bisherige Versicherungsleistungen bei Vorschäden, die Vertragslaufzeit und die Zahlweise (zahlt man jährlich statt in kürzeren Abständen, gibt es meist Rabatte).
Jedes Haus ist anders, dementsprechend können Sie die Wohngebäudeversicherung genau auf die Anforderungen Ihrer Immobilie zuschneiden. Unterschiedliche Versicherer bieten verschiedene Bausteine an und unterscheiden sich bezüglich Qualität und Leistung. Auch deshalb lohnt sich ein Vergleich.

Zu den wichtigsten Bausteinen gehört die Versicherung von Elementarschäden und Feuer, Schäden durch Leitungswasser, defekte Rohre und Leitungen. Aber auch viele andere Risiken können relevant sein, so etwa die Mitversicherung von Gebäudeschäden durch einen Einbruch oder eine Glasversicherung für die Außenverglasung eines Hauses. Eine Allgefahrenversicherung ist ebenfalls eine Option, nur explizit ausgeklammerte Risiken sind damit nicht versichert. Auch hier gibt es jedoch bei den einzelnen Unternehmen große Unterschiede bezüglich des Umfangs und der Qualität.
Der Wert 1914 ist eine fiktive Rechengröße, mit dem der derzeitige Wert verschiedenster Gebäude einheitlich bestimmt werden soll. Dafür wird berechnet, wieviel eine Immobilie im Jahr 1914 wert gewesen wäre – denn damals waren die Baupreise zum letzten Mal konstant und stabil. Als Währung wird die ebenfalls stabile Goldmark genutzt. Der entsprechende Wert 1914 wird mit Hilfe einer Formel auf den heutigen Gebäudewert in Euro umgerechnet.
Der Wert eines Hauses bleibt mit den Jahren nicht konstant, sondern kann sich verringern oder steigern. Die Versicherungssumme sollte deshalb jedes Jahr neu berechnet werden, damit man im Ernstfall nicht weniger Geld ausgeschüttet bekommt, als die Immobilie wert ist. Haben Sie eine gleitende Neuwertversicherung, werden Gebäudewert, Versicherungssumme und damit auch die Versicherungsprämie jedes Jahr neu angepasst.
Eine Unterversicherung liegt vor, wenn die Versicherungssumme unter dem tatsächlichen (Markt-)Wert einer Immobilie liegt. Man sollte eine Unterversicherung vermeiden, damit man bei einem Totalschaden nicht auch noch finanzielle Verluste verzeichnen muss.
Besitzen Sie eine denkmalgeschützte Immobilie, müssen Sie das der Wohngebäudeversicherung vor Vertragsabschluss mitteilen. Das ist wichtig, da bei der Kalkulation der Versicherungssumme noch weitere Kriterien eine Rolle spielen als nur der Wert 1914. Eine Unterversicherung kann insbesondere bei denkmalgeschützten Häusern schlimme finanzielle Konsequenzen haben. Bei der Reparatur oder Sanierung unterliegen Sie gewissen Auflagen, die in der Umsetzung meist sehr teuer sind. Vergewissern Sie sich also, dass die von der Versicherung errechnete Versicherungssumme auch dem tatsächlichen Wert Ihrer denkmalgeschützten Immobilie entspricht.

Mit dem Baustein "Mehrkosten als Folge behördlicher Auflagen / Wiederherstellungsbeschränkungen" kann man Mehrkosten, die über die Versicherungssumme hinausgehen, bis zu einem gewissen Maße mitversichern.
Im Schadenfall sollten Sie umgehend mit Ihrer Versicherung in Kontakt treten. Die schnellste Option ist ein Anruf. Teilen Sie dem Unternehmen mit, welcher Schaden, wie, wann und unter welchen Umständen entstanden ist und ob es Zeugen gibt. Lassen Sie sich den Namen des Sachbearbeiters sowie eine Schadenbearbeitungsnummer geben und halten Sie die Gebäudeversicherung auf dem Laufenden.

Machen Sie Fotos von dem Schaden und reichen Sie diese zusammen mit anderen relevanten Dokumenten bei Ihrer Versicherung ein – zu Ihrer Absicherung sollten Sie stets eine Kopie aller Unterlagen behalten.

Sie sind dazu verpflichtet, den Schaden möglichst gering zu halten – wenn das für Sie ohne Gefahren möglich ist. So wird niemand verlangen, dass Sie ein brennendes Haus betreten; bei einem Rohrbruch sollten Sie allerdings den Wasserhaupthahn abstellen und Wasser soweit möglich aus den Wohnräumen entfernen, wenn dabei nicht die Gefahr besteht, dass Sie dabei einen elektrischen Schock erleiden könnten.

Handelt es sich um einen großen Schaden, entsendet der Versicherer in der Regel einen Gutachter, der den Schaden prüft. Auch deshalb ist es wichtig, dass Sie den Schaden oder beschädigte Dinge und Gebäudeteile erst entsorgen, wenn der Versicherer den Schaden reguliert hat.

Unter Umständen müssen bei gewissen Ereignissen natürlich sofort Feuerwehr und / oder die Polizei alarmiert werden – etwa bei einem Brand oder einem Einbruch. Je nach Schaden könnten zudem auch andere Versicherungen zuständig sein – so etwa die Privathaftpflicht- oder Hausratversicherung.
Im Ernstfall kommt die private Wohngebäudeversicherung für die Instandsetzungs-, Reparatur oder Wiederaufbaukosten von allen versicherten Risiken an / in / bei der eigenen Immobilie auf. Je nach dem gewählten Tarif sind einzelne Gebäudeversicherungen unterschiedlich umfangreich.
Abgesichert sind nur die vertraglich vereinbarten Risiken. Einige Unternehmen schließen einige Risiken – oft abhängig vom Standort der Immobilie – generell aus. Auch deshalb lohnt sich ein Vergleich verschiedener Wohngebäudeversicherungen.

Allgemein wird kein Anbieter im Fall der vorsätzlichen Schadenverursachung durch Versicherte leisten. Auch Grundwasserrisiken werden in der Regel heutzutage nicht mehr versichert.
Das ist möglich. Generell sollten Sie Ihre alte Versicherung jedoch erst kündigen, wenn Sie ein verbindliches Angebot haben, damit Sie im Ernstfall nicht auf einem Schaden sitzen bleiben. Haben Sie zudem bereits seit mehreren Jahrzehnten einen Vertrag, so kann es sein, dass einige Schäden dort versichert werden, die heute nur mit hohen Risikozulagen oder gar nicht mehr versichert werden, beispielsweise solche durch Grundwasser. Ein Wechsel sollte dann wohlüberlegt sein.

Wird Ihre Immobilie mittels eines Kredits finanziert, benötigen Sie für einen Wohngebäudeversicherungswechsel zudem das Einverständnis der zuständigen Bank. Das schriftliche Einverständnis – und unter Umständen auch ein Grundbuchauszug – muss dem Versicherer mindestens vier Wochen vor dem Kündigungstermin vorliegen.
Eine ordentliche Kündigung kann man schriftlich je drei Monate vor Ende des Versicherungsjahres vornehmen. Eine Ausnahme besteht, wenn Sie eine Versicherung mit einer Mindestlaufzeit von mehreren Jahren gewählt haben, welche bis dato nicht verstrichen ist.

Damit Sie gegebenenfalls nachweisen können, dass Sie die Fristen eingehalten haben, sollten Sie die Kündigung als Einschreiben versenden. Ist Ihre Immobilie kreditfinanziert, muss zudem auch der Kreditgeber der Kündigung schriftlich und offiziell zustimmen. Unter Umständen müssen Sie der Versicherung zudem dann auch einen Auszug des Grundbucheintrags vorlegen.
Es gibt mehrere Varianten des Sonderkündigungsrechts. In jedem Fall sollten Sie nur davon Gebrauch machen, wenn Sie bereits ein verbindliches Angebot einer anderen Wohngebäudeversicherung gefunden haben. Auch sollte die Kündigung stets schriftlich und per Einschreiben erfolgen. Ist die Immobilie kreditfinanziert, benötigen Sie bei einer Sonderkündigung das Einverständnis der zuständigen Bank.

Ein Sonderkündigungsrecht haben Sie, wenn Ihr Anbieter die Beiträge erhöht und Sie keine gleitende Neuwertversicherung abgeschlossen haben. Auch nach der Regulierung eines Schadenfalls haben Sie ein vierwöchiges Kündigungsrecht.

Kaufen Sie ein Haus, geht dessen Versicherung automatisch auf Sie über, und zwar an dem Tag, an dem die Grundbuchänderung erfolgt. Sie haben anschließend ein vierwöchiges Kündigungsrecht. Möchten Sie davon Gebrauch machen, müssen Sie dem Kündigungsschreiben auch eine Kopie des Grundbucheintrags beilegen.
Auch die Wohngebäudeversicherung hat bei unterschiedlichen Anlässen das Recht, den Vertrag zu kündigen. Nach einem regulierten Schadenfall kann das Unternehmen binnen vier Wochen nach der Regulierung kündigen. Auch wenn binnen eines Jahres mehr als zwei Schadenleistungen erfolgt sind, hat die Versicherung vielfach ein Kündigungsrecht.

Haben Sie die Immobilie neu erworben, übernehmen Sie automatisch die Wohngebäudeversicherung des Vorbesitzers. Der Versicherer kann den Vertrag jedoch binnen vier Wochen nach der Änderung des Grundbucheintrags kündigen – ebenso wie Sie selbst.
Ist Ihre immobile noch nicht komplett abbezahlt, beziehungsweise sind noch Kredite oder Baufinanzierungen offen, hat auch das Kreditinstitut bei einem Wechsel oder einer Kündigung der Wohngebäudeversicherung ein Mitspracherecht.

Die schriftliche Einverständniserklärung muss dem Versicherer einen Monat vor der Kündigung vorliegen. Zuweilen wird zusätzlich eine Kopie des Grundbuchauszugs gefordert.
Kaufen Sie ein Gebäude, wird die Wohngebäudeversicherung der Vorbesitzerin oder des Vorbesitzers automatisch auf Sie übertragen. Und zwar ab dem Tag des geänderten Grundbucheintrags. Wichtig ist, dass Sie die Gebäudeversicherung binnen vier Wochen nach dem Wechsel direkt informieren, denn versäumen Sie das, dann muss die Wohngebäudeversicherung nach Ablauf dieser Frist im Schadenfall keine Leistungen erbringen. Binnen dieser ersten vier Wochen haben zudem sowohl Sie als auch die Versicherung ein Sonderkündigungsrecht. Ihre Kündigung muss dabei nicht nur schriftlich und per Einschreiben erfolgen, sondern auch eine Kopie des Grundbucheintrags beinhalten.

Sie können dann entweder rückwirkend zum Tag des Grundbucheintrags oder regulär zum Ende des Versicherungsjahres kündigen. Kündigen sollten Sie auch in diesem Fall erst, wenn Sie ein verbindliches Angebot einer anderen Versicherung vorliegen haben. Besteht eine Kreditfinanzierung, hat die Bank auch bei dieser Kündigung ein Mitspracherecht.
Wenn Sie eine Immobilie erben, geht die Wohngebäudeversicherung auf Sie über. Sie haben in diesem Fall kein Sonderkündigungsrecht, sondern nur die Option, den Vertrag durch eine ordentliche Kündigung drei Monate vor Ende des Versicherungsjahres beziehungsweise der Vertragslaufzeit zu kündigen. In jedem Fall sollten Sie aber die Versicherung binnen vier Wochen nach Antritt der Erbschaft über den Eigentümerwechsel informieren, damit die Versicherung auch nach diesen vier Wochen in jedem Fall für etwaige Schäden aufkommt.
Wenn Sie eine Immobilie verkaufen, geht Ihre Versicherung automatisch an die Käuferin oder den Käufer über. Sie selbst haben kein Recht, die Versicherung zu kündigen, sollten die Versicherung aber zu Ihrer Absicherung bezüglich des Eigentümerwechsels informieren. Dieser tritt an dem Tag in Kraft, an dem die Änderung im Grundbuch vorgenommen wird.

Haben Sie bereits die Prämie für die kommenden Monate gezahlt, müssen Sie sich mit der Käuferin oder dem Käufer einigen. Die Wohngebäudeversicherung ist für eine Rückzahlung nicht zuständig.
Nur wenige Anbieter versichern Ferienhäuser oder Immobilien von Bundesbürgern, die sich im Ausland befinden. Das Recht variiert in verschiedenen Staaten, auch bestehen je nach Standort sehr unterschiedliche Risiken – etwa durch Waldbrände oder Erdbeben. Für deutsche Versicherer sind derartige Tarife mit sehr viel Aufwand verbunden. Deswegen haben nur wenige Gebäudeversicherungen entsprechende Angebote, und nicht immer sind diese auch umfassend. Sie sollten etwaige Angebote also akribisch untersuchen. Finden Sie in Deutschland keine passenden Tarife, sollten Sie gegebenenfalls einen Dolmetscher hinzuziehen, der Ihnen einzelne Vertragsdetails genau erklärt.
Besitzen Sie eine Immobilie ist eine Wohngebäudeversicherung für Sie unverzichtbar. Aber auch andere private Versicherungen sollten je nach Art und Nutzung der Immobilie nicht fehlen. Dazu gehört die Privathaftpflichtversicherung. Diese leistet im Fall von Schäden, die Sie bei Dritten verursachen. Verschiedene Zusatzbausteine sind dabei explizit auf Immobilienrisiken ausgerichtet. Vermieten Sie Ihr Gebäude, steht Ihr Grundstück leer oder nutzen Sie es gewerblich, benötigen Sie zudem eine Grundbesitzerhaftpflichtversicherung, die ebenfalls für Schäden aufkommt, die Dritten auf Ihrem Grund und Boden zustoßen. Planen Sie größere An- oder Umbauten oder bebauen eine leere Fläche, schützt Sie die Bauherrenhaftpflicht, wenn Dritten dadurch Schäden entstehen – gerade auf Baustellen besteht eine erhöhte Unfallgefahr.

Eine Hausratversicherung kommt für den Verlust, die Beschädigung oder den Diebstahl der beweglichen (Wert-)Gegenstände in Ihrem Haus auf. Eine Rechtsschutzversicherung bietet Ihnen bei einem Streit professionellen Beistand – auch in anderen Lebenssituationen.