Motorradversicherung


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Motorradversicherung Vergleich

Wer sich auf dem Motorrad den Wind um die Nase wehen lässt, weiß, was Freiheit ist. Damit man das Gefühl auch richtig auskosten kann, braucht man nicht nur eine sichere Motorradausrüstung, sondern auch die passende Kraftradversicherung. Nicht alle Anbieter sind gleich gut. Und nicht alle sind günstig. Durch einen Vergleich sparen Sie im Idealfall mehrere hundert Euro jährlich.

Unser Online-Vergleich ist unverbindlich und kostenfrei und ermittelt Ihnen sekundenschnell die besten Motorradversicherungsangebote entsprechend Ihrer Vorgaben. Geben Sie einfach Ihre Eckdaten in unseren Rechner ein. Relevante Ergebnisse werden Ihnen übersichtlich aufgelistet und enthalten alle wichtigen Details zu Tarif, Deckungssumme und Versicherungsbedingungen. Haben Sie ein passendes Angebot gefunden, können Sie über unsere Webseite gleich bequem einen Vertrag abschließen, ohne dass dadurch für Sie zusätzliche Kosten entstehen.


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Haftpflicht- und Kaskoversicherungen

Genau wie die Autohaftpflichtversicherung ist auch Motorradhaftpflichtversicherung für Fahrzeughalter gesetzliche Pflicht. Sie begleicht im Ernstfall die Forderungen dritter Verkehrsteilnehmer. Im Detail kommt die Kraftradversicherung für Personen-, Sach- und Vermögensschäden auf – und zwar in Höhe der jeweils vereinbarten Deckungssumme.

Diese Deckungssummen müssen entsprechend des "Gesetzes über die Pflichtversicherung für Kraftfahrzeughalter" (Pflichtversicherungsgesetz) mindestens folgende Höhen haben:

Kfz Icon Personenschäden

Personenschäden

Icon Motorrad Sachschäden

Sachschäden

Kfz Icon Vermögensschäden

Vermögensschäden

Der Hintergrund ist, dass derartige Vorfälle schnell persönliche Mittel übersteigen können. Die Haftpflichtversicherung dient also dazu, gegebenenfalls dritten Verkehrsteilnehmern zu ihrem Recht zu verhelfen und angemessen zu versorgen. Übersteigt ein Schaden die Höhe der vereinbarten Versicherungssumme, muss er aus eigener Tasche beglichen werden. Bei den Deckungssummen sollte man deshalb nicht sparen.

Schäden am eigenen Motorrad zahlt die Kfz-Haftpflichtversicherung nicht. Hat man keine Kaskoversicherung, ist man dafür selbst zuständig; bei Fremdverschulden leistet die Versicherung der gegnerischen Partei.

Motoradhaftpflichtversicherung und Schadenfreiheitsklasse

Je länger Sie unfallfrei gefahren sind, desto günstiger ist Ihre Schadenfreiheitsklasse (SF-Klasse). Dieser Schadenfreiheitsrabatt (SF-Rabatt) wirkt sich auf die Höhe der Versicherungsbeiträge aus. Kurz: Ein sicherer Fahrstil wird belohnt. Müssen Sie Ihre Motorradhaftpflichtversicherung in Anspruch nehmen, werden Sie in der SF-Klasse der Haftpflichtversicherung in eine schlechtere SF-Klasse zurückgestuft. Ihre SF-Klasse in der Vollkaskoversicherung verändert sich nicht, solange Sie die Vollkaskoversicherung nicht benötigen.

Teil- und Vollkaskoversicherungen sind freiwillig, sie schützen das eigene Fahrzeug

Kaskoversicherungen sind freiwillig, aber sinnvoll. Insbesondere dann, wenn der Wert des eigenen Kraftrads besonders hoch ist. Hier finden Sie eine Übersicht über Standardleistungen dieses Zusatzschutzes. Diese Leistungen decken sich mit denen der Autoversicherung.


Motorrad: Teilkasko- und Vollkaskoversicherung im Vergleich

Die Teilkaskoversicherung zahlt bei folgenden Schäden:

  • Kurzschluss- und Kabeldefekte
  • Hagel, Sturm, Flut, Blitzschlag
  • Explosionen und Brand
  • Motorraddiebstahl (oder Teile davon)
  • Zusammenstöße mit Haarwild, wenn das Motorrad in Bewegung ist

Je nach Anbieter variieren einzelne Tarifbausteine. Nicht immer sind notwendigerweise auch Sonderzubehör und Ausstattung versichert, diese kann man dann separat versichern.

Schäden durch Tiere sind in der Regel nur gedeckt, sofern sich Ihr Motorrad zum Schadenzeitpunkt in Bewegung befand und wenn es sich um gesetzlich genau definiertes Haarwild handelt. Auch Folgeschäden durch Mader unter der Motorhaube zählen in der Regel nicht zum Teilkaskoschutz.

Weitere Informationen dazu finden Sie in unserem Magazin-Ratgeber:
Wildunfall: Diese 5 Dinge sollten Sie beachten »

Die Vollkaskoversicherung zahlt bei folgenden Schäden:

  • allen Teilkaskoschäden
  • Schäden, bei denen Täter unbekannt sind oder Fahrerflucht begangen haben
  • durch nicht versicherte oder zahlungsunfähige Dritte
  • Vandalismus
  • durch Tiere, die nicht unter den Teilkaskoschutz fallen

Nicht alle Versicherer sind gleich gut, beispielsweise gibt es Unterschiede bezüglich der Bewertung eines Kraftrades als neu. Bei einigen gilt sie für einige Monate bei anderen ein Jahr.

In Ausnahmefällen muss auch eine Vollkaskoversicherung nicht leisten, beispielsweise dann, wenn die oder der Vollkaskoversicherte zum Schadenzeitpunkt unter Drogen- oder Alkoholeinfluss stand oder der berechtigte Vorwurf der groben Fahrlässigkeit besteht.

Weitere Informationen dazu finden Sie in unserem Magazin-Ratgeber:
5 Gründe für die Vollkaskoversicherung »

Teilkasko- und Vollkaskoversicherungen übernehmen oftmals keine Abschleppkosten. Diese Leistungen bietet ein Schutzbrief. Auch hier gibt es bei einzelnen Anbietern große Qualitätsunterschiede.

Kaskoversicherungen und Schadenfreiheitsklasse: In der Teilkaskoversicherung gibt es keinen SF-Rabatt, dort abgedeckte Schäden haben in der Regel nichts mit der Umsicht des Fahrers zu tun, sondern unterliegen externen Einflüssen. In der Vollkaskoversicherung wird der SF-Rabatt angewendet, da man dortige Vorfälle oftmals selbst beeinflussen kann.

Haben Sie eine sehr gute SF-Klasse, kann die Vollkaskoversicherung deshalb vielleicht sogar preisgünstiger sein als eine Teilkaskoversicherung. Müssen Sie den Service der Vollkaskoversicherung in Anspruch nehmen, werden Sie in der SF-Klasse zurückgestuft. Die SF-Klasse der Haftpflichtversicherung bleibt davon jedoch unberührt, sofern Sie sie nicht ebenfalls in Anspruch genommen haben.

Was man beim Abschluss beachten muss

Nicht alle Motorradversicherungen sind gleich gut, zwischen einzelnen Anbietern gibt es große Qualitäts- und Preisunterschiede. Wichtig ist deshalb, vorab einzelne Tarife zu vergleichen. Im Idealfall haben Sie schon eine Vorstellung, welche Tarifbausteine Sie sich wünschen und wie Sie die Versicherung gestalten möchten. Nutzen Sie Ihr Kraftrad das ganze Jahr über oder reicht Ihnen ein Saisonkennzeichen? Benötigen Sie einen Schutzbrief oder eine Kaskoversicherung? Wichtig sind auch folgende Punkte:

Die Höhe der Deckungssumme

Zusammenstöße können teuer werden. Auch wenn dabei hoffentlich kein Mensch zu Schaden kommt, können die Kosten schnell in die Millionen gehen. Eine ausreichend hohe Deckungssumme ist deshalb essentiell. Im Idealfall liegt sie im zweistelligen Millionenbereich.

Vollkaskoversicherung bei Kreditfinanzierung

Ist Ihr Kraftrad noch nicht abbezahlt, sollten Sie den Abschluss einer Vollkaskoversicherung erwägen. Sie übernimmt bei Totalschaden oder Verlust des Fahrzeugs die Kreditkosten.

Verzicht auf Einwand der groben Fahrlässigkeit

Eine kleine Unachtsamkeit im Straßenverkehr kann große Folgen haben – Handynutzung am Steuer oder Geschwindigkeitsüberschreitungen können dazu führen, dass Motorradversicherungen im Schadenfall die Leistungen verweigern.

Mit der Klausel "Verzicht auf Einwand der groben Fahrlässigkeit" können Sie sich dagegen absichern. Auch mit dieser Klausel wird der Versicherer allerdings keine Zahlungen erbringen, wenn man zum Schadenzeitpunkt unter Drogen- und Alkoholeinfluss stand.


So setzen sich die Beiträge zusammen

Eine Vielzahl von Faktoren bestimmt die Höhe des Versicherungsbeitrags – die meisten davon ähneln denen der Autoversicherung. Zentral ist auch dort der Schadenfreiheitsrabatt. Im Unterschied zur Autoversicherung kommt der Typklasse jedoch weniger Bedeutung zu. Hier finden Sie eine Auflistung wichtiger Determinanten für die Berechnung der Versicherungsprämie:

Je länger sie unfallfrei gefahren sind, desto besser ist Ihre Schadenfreiheitsklasse. Und diese bringt saftige Preiserlasse bei allen Anbietern – auch hier unterscheiden sich jedoch einzelne Unternehmen. Denn ob Sie bei zehn schadenfreien Jahren 45 % der Beiträge zahlen müssen oder 50 %, hängt auch vom Anbieter ab. Der SF-Rabatt wird bei der Haftpflicht- und der Vollkaskoversicherung gewährt. Bei der Teilkaskoversicherung kommt er nicht zum Tragen. Da Fahranfänger keinen SF-Rabatt haben, ist die Versicherung für junge oder unerfahrene Verkehrsteilnehmer dementsprechend teurer. Sparen kann man, wenn das Motorrad über die Versicherung von beispielsweise Eltern angemeldet wird oder diese dem Fahranfänger den eigenen SF-Rabatt übertragen. Letzteres ist allerdings nicht rückgängig zu machen, und Eltern können den angesparten SF-Rabatt dann nicht mehr für sich selbst nutzen.

Achtung: Die Schadenfreiheitsklassen bei der Autoversicherung und der Motorradversicherung sind nicht gleichzusetzen. SF-Rabatte von Motorradfahrern können jedoch bei der Versicherung eines Pkw angerechnet werden und umgekehrt.

Eine SF-Klasse bei Motorrädern wird Ihnen zudem nur angerechnet, wenn Ihr Kraftrad bestimmte Voraussetzungen bezüglich der Leistung erfüllt und es sich nicht um ein Leichtkraftrad handelt.
In Deutschland gibt es 415 Zulassungsbezirke. Aus welchem Bezirk eine Motorradfahrerin oder ein Motorradfahrer stammt, können Sie anhand der ersten oder des ersten Buchstaben des Nummernschilds erkennen.

Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e. V. (GDV) errechnet jedes Jahr neu, wie viele Schäden die jeweils in einem Bezirk gemeldeten Kraftfahrzeughalter(innen) den Kfz-Versicherungen gemeldet haben. Berücksichtigt werden dabei nicht nur Unfälle, sondern auch Kaskoleistungen bei Sturm oder Hagel, die Häufigkeit von Kfz-Diebstählen sowie der Ausbau der Straßeninfrastruktur.

Dementsprechend gibt es je verschiedene Regionalklassen für die Kfz-Haftpflichtversicherung, für die Teilkasko und Vollkasko (diese Regionalklassen decken sich mit denen für Autos). Je weniger Vorfälle ein Bezirk vermeldet, desto besser die Einstufung in der Regionalklasse. Zwar sind Versicherungsunternehmen nicht verpflichtet, die Regionalklasse bei der Prämienkalkulation zu berücksichtigen, in der Praxis scheinen sie jedoch zumindest bedingten Einfluss zu haben.
Üblich ist diese in den Kaskoversicherungen. Bei der Teilkaskoversicherung liegt sie oftmals bei 150 Euro, in der Vollkasko bei 300 Euro. Entscheidet man sich dafür, wird der Tarif günstiger, bei einigen Anbietern ist sie Vorbedingung für die Verfügbarkeit der Kaskopolice. Übersteigt ein Vollkaskoschaden die Selbstbeteiligung nicht, dann werden Sie in der SF-Klasse auch nicht zurückgestuft, müssen aber komplett selbst für die Reparaturkosten aufkommen.
Je weniger Personen das Fahrzeug nutzen, desto günstiger wirkt sich dies auf den zu zahlenden Beitrag aus. Können diese Personen auch noch namentlich benannt werden, hat das ebenfalls positive Auswirkungen. Besonders preiswert ist es natürlich, wenn nur eine Person das Bike benutzt.
Nutzen Sie Ihr Motorrad auch gewerblich, hat das Auswirkungen auf die Prämienkalkulation, der Arbeitsweg zählt dabei zur privaten Nutzung dazu.
Je weniger Sie das Motorrad benutzen, desto geringer die Unfallgefahr. Auch die jährliche Kilometerleistung hat deshalb Einfluss auf die Beitragshöhe. Entsprechend des Kraftfahrt-Bundesamts (KBA) entspricht die durchschnittliche, jährliche Fahrleistung jährlich 2.349 Kilometer, sie liegt also weit unter denen von Autos (Stand 2015).
Nutzen Sie die Partnerwerkstätten des Anbieters, wird der Tarif günstiger. Ob das für Sie eine Option ist oder ob Sie sich lieber an den Mechaniker Ihres Vertrauens wenden, müssen Sie selbst entscheiden.
Ist Ihr Kraftrad sicher geparkt und hat Diebstahlschutz, hat das positive Auswirkungen auf die Beitragskalkulation: Dazu gehört das Abstellen auf einem Privatgrundstück, in einer Garage oder an einem witterungsgeschützten Ort, sowie die Nutzung von Alarmanlagen, Wegfahrsperren und / oder Bremsscheibenschlösser mit Alarm.
Verheiratete und Personen, die in einer eheähnlichen Partnerschaft leben, sind statistisch betrachtet besonders umsichtige Fahrer und erhalten oftmals Rabatte. Das gleiche gilt für Individuen, die im selbstgenutzten Wohneigentum wohnen. Einige Berufsgruppen erhalten ebenfalls Preisvergünstigungen (beispielsweise Beschäftigte im öffentlichen Dienst).
Langjährige Treue gegenüber dem einstigen Versicherer wirkt sich beim neuen Anbieter oftmals positiv auf den Beitrag aus. Der Grund: Sie haben die Hoffnung, dass Sie auch Ihrem neuen Anbieter langfristig treu bleiben.
Zahlen Sie den Jahresbeitrag als Einmalbetrag – statt beispielsweise vierteljährlich – gewähren manche Versicherungen bis zu 20 % Rabatt.
Typklassen wie bei Autos gibt es bei der Kraftradversicherung zwar nicht, aber das Modell kann dennoch Einfluss auf die Prämienkalkulation haben. So wird eine Kawasaki Ninja H2, eine Harley-Davidson Fat Boy Special oder Bimota Tesi 3/D höher gelistet als eine Kreidler CR 125 Caferacer, dementsprechend wird auch die Kaskoversicherung wohl höher ausfallen.

Hat Ihr Kraftrad ABS, gilt es als sicherer im Straßenverkehr, da Sie einen kürzeren Bremsweg haben und trotz Vollbremsung das Lenkrad bedienen können. Aufgrund der geminderten Unfallgefahr vergünstigt sich oftmals der Tarif.

Spartipps: Wann lohnt sich ein Wechsel der Kraftradversicherung?

In Deutschland gibt es laut Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) mehr als 4,2 Millionen Krafträder (Stand 2016). Dementsprechend groß ist die Auswahl an Versicherern für Sie als Motorradfahrerin oder Motorradfahrer. Die einzelnen Unternehmen unterscheiden sich bezüglich Tarifen und Preisen. Vergleichen Sie verschiedene Motorradversicherungsanbieter, können Sie binnen Sekunden herausfinden, ob Sie bei Ihrem Versicherer eventuell zu viel zahlen.

Je länger Sie unfallfrei fahren, desto besser wird auch Ihre SF-Klasse. Bei einem Anbietervergleich sollten Sie deshalb auch prüfen, ob ein Vollkaskotarif günstiger ist als ein Teilkaskovertrag, da der SF-Rabatt Ihnen bei der Vollkaskoversicherung angerechnet wird, bei der Teilkaskoversicherung aber nicht.

Kündigen sollten Sie jedoch erst, wenn Sie eine verbindliche Zusage eines anderen Anbieters haben. Zwar sind die Unternehmen verpflichtet, Ihnen ein Haftpflichtversicherungsangebot zu machen, das gilt jedoch nicht für den Kaskotarif. Zudem müssen Sie natürlich darauf achten, dass Sie zum Zeitpunkt des Wechsels auch gerade ein Kündigungsrecht haben.


Kündigungsfristen bei der Motorradversicherung

Reguläre oder ordentliche Kündigung

Wie bei der Autoversicherung können Sie Ihre Motorradversicherung stets regulär zum Ende eines Versicherungsjahres kündigen. Entsprechende Fristen finden Sie in Ihrem Vertrag.

Generell wichtig bei der Kündigung

Sowohl die reguläre als auch die Sonderkündigung sollte stets schriftlich und per Einschreiben erfolgen, damit Sie bei Bedarf nachweisen können, dass Sie sich an die Fristen gehalten haben. Als Datum der Kündigung gilt dabei nicht das Versanddatum, sondern das Eingangsdatum.

Sonderkündigung oder außerordentliche Kündigung

Zuweilen können Sie auch von einem einmonatigen Sonderkündigungsrecht Gebrauch machen. Dieses haben Sie in folgenden Fällen:

  • Preiserhöhung trotz gleichbleibender Leistungen (Ausnahmen: Regionalklassenänderung aufgrund eines Umzugs in einen anderen Zulassungsbezirk, SF-Rückstufung nach Schäden).
  • Ihr Anbieter senkt die Prämie nicht proportional zu der sich verbessernden SF-Klasse.
  • Nach der Regulierung eines Schadens haben sowohl Sie selbst als auch das Versicherungsunternehmen ein Sonderkündigungsrecht.

Beitragskalkulation - herausfinden, ob die Versicherung wirklich günstiger geworden ist:

Nicht immer sinkt die Versicherungsprämie proportional zur verbesserten SF-Klasse. Mit dieser einfachen Rechnung können Sie herausfinden, ob der Betrag angemessen gesunken ist. Test.de empfiehlt die Formel "Preis mal 100 geteilt durch den Rabattsatz".

Ein Beispiel:

2016 betrug der Beitragssatz 280 Euro und der SF-Rabatt 50 %.
Die Rechnung: 280 x 100 : 50 = 560 Euro Grundbeitrag

2017 beträgt der Beitragssatz 250 Euro und der SF-Rabatt 55 %.
Die Rechnung: 265 x 100 : 45 = 588,89 Euro Grundbetrag.

Obwohl die Prämie gesunken ist, ist der Grundbetrag höher als im Vorjahr (588,89 Euro - 560 Euro = 28,89 Euro). In diesem Fall hätten Sie ein einmonatiges Sonderkündigungsrecht.

Motorradversicherung und Saisonkennzeichen: beitragsfreie Ruheversicherung außerhalb der Saison

Viele Motorradfahrerinnen und Motorradfahrer nutzen ihr Fahrzeug nicht ganzjährig, denn im Winter ist es auf dem Bike besonders kalt, die Unfallgefahr ist vergleichsweise viel höher und Winterreifen kosten Geld.

Wenn Ihr Kraftrad einige Monate ungenutzt in der Garage steht, lohnt sich für Sie vielleicht ein Saisonkennzeichen. Dadurch verringern sich nicht nur die Versicherungsbeiträge, auch die Kfz-Steuer sinkt.

Das Saisonkennzeichen ist für viele Motorrad-Afficionados eine beliebte Alternative. Laut den Daten des Kraftfahrt-Bundesamts gab es 2016 rund 1,29 Millionen Saisonkennzeichen für Krafträder.

Vorab sollten Sie überlegen, in welchen Monaten Sie Ihr Kraftrad benötigen. Fahren dürfen Sie das Motorrad nämlich nur in jenen Monaten, in denen das Kennzeichen Gültigkeit hat (also beispielsweise vom 1. März bis 30. September eines Jahres). Während der übrigen Monate ruht die Versicherung. Sie dürfen das Fahrzeug in diesem Zeitraum folglich nicht auf öffentlichen Straßen bewegen oder parken. Untergestellt werden sollte es auf einem Privatgrundstück, im Idealfall ist es der Witterung nicht ausgesetzt.

Haben Sie eine Teil- oder Vollkaskoversicherung abgeschlossen, hat diese auch während dieser Ruhezeit Gültigkeit, sofern Sie das Fahrzeug nicht komplett abgemeldet haben. Wird Ihnen dann beispielsweise das Motorrad aus der Garage gestohlen, haben Sie Anrecht auf Kaskoleistungen.

Ihr Saisonkennzeichen muss pro Jahr mindestens sechs Monate gültig sein, damit Sie am Ende des schadenfreien Versicherungsjahres in eine bessere SF-Klasse gestuft werden. Im Gegensatz zu der Autoversicherung unterscheiden einige Motorradversicherer zwischen Wintersaison und Sommersaison mit je festgelegten Zeitspannen und unterschiedlichen Rahmenbedingungen.


Historienkennzeichen: Motorräder als Oldtimer

Wenn Sie Ihr Kraftrad als Oldtimer anmelden möchten, muss Ihr Fahrzeug gewisse Voraussetzungen entsprechend § 23 der Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVZO) erfüllen. Damit Ihr Kfz als sogenanntes "historisches Kulturgut" gilt, muss es mindestens 30 Jahre alt sein, in einem guten Originalzustand oder originalgetreu restauriert worden sein. Alle Voraussetzungen werden von einem Gutachter überprüft.

Vorteile bietet ein Historienkennzeichen (H-Kennzeichen) insbesondere für Motorräder ab 600 ccm, die ganzjährig zugelassen sind, da die Eingangssteuersätze für Oldtimer-Motorräder bei 46 Euro liegen. Trotz der Einstufung als Oldtimer können Sie Ihr Kraftrad wie ein reguläres Fahrzeug nutzen – bei Bedarf auch gewerblich. Darüber hinaus haben Sie auch in besonders ausgewiesenen Umweltzonen freie Fahrt.


Sicher unterwegs: der Motorradschutzbrief

Schutzbriefe sind freiwillige Zusatzbausteine der Kfz-Versicherungen und alternativ auch über Automobil- und Motorradclubs erhältlich. Obwohl das Dokument schon für niedrige zweistellige Beträge pro Jahr erhältlich ist, ist der Schutz sehr umfassend. Versichert werden nicht nur das Fahrzeug, sondern auch alle Fahrer und Mitfahrer. Der Service beinhaltet je nach Anbieter beispielsweise Hilfestellung bei Pannen, Unfällen und im Krankheitsfall – sowohl im Inland als auch im Ausland. Einige Leistungen, etwa der Ersatzteilversand oder Krankenrücktransport sind explizit auf Auslandsaufenthalte zugeschnitten.

Auch im Inland profitiert man im Ernstfall von dem Dokument: Im Gegensatz zu Kaskoversicherungen beinhaltet es nämlich oft auch Abschleppdienste. Insgesamt gibt es auch zwischen einzelnen Schutzbriefen große Unterschiede, etwa bei dem Leistungsumfang oder den Ländern, in denen der Schutz jeweils gilt. Bei Interesse an dem Schutzbrief sollten Sie sich also erkundigen, welchen Service er im Detail beinhaltet. Müssen Sie das Dokument in Anspruch nehmen, informieren Sie Ihren Versicherer, damit dieser die notwendige Assistenz in die Wege leiten kann.


Motorrad und Rechtsschutzversicherung

Nicht immer ist die Lage bei Streitereien im Verkehr eindeutig. Eine Rechtsschutzversicherung vertritt in derartigen Fällen Ihre Interessen. Sie ist als Zusatzbaustein der Motorradversicherung und als separate Versicherung erhältlich. Schließen Sie sie über einen Zusatzbaustein ab, wird der Rechtsschutzversicherer Sie allerdings nicht bei Streitigkeiten mit der der Motorradversicherung selbst vertreten. Schließen Sie sie separat ab, können Sie auch gegenüber der Kraftradversicherung Ihr Recht einfordern.

Allgemein bietet die Rechtsschutzversicherung im Bereich Verkehrsrecht die Kostenübernahme von Anwaltsgebühren, Zeugengeldern, Sachverständigenurteilen oder Gerichtskosten. Bei Bedarf ist sie auch für andere Lebensbereiche erhältlich.

Motorrad und Unfallversicherung

Motorradfahren macht Spaß, birgt aber auch Risiken. Leicht kann es zu Unfällen kommen, die langfristige Konsequenzen haben.

Die Wartung des eigenen Kraftrads und der Schutzkleidung sowie umsichtiges Fahren ist deshalb umso wichtiger. Der Abschluss einer Unfallversicherung könnte eine Überlegung wert sein. Diese schüttet Ihnen im Ernstfall eine vorab vereinbarte Summe aus, damit Sie trotz etwaiger Einkommensverluste nicht vor dem Nichts stehen.

Eine Unfallversicherung ist nicht nur für den Bereich der Verkehrsunfälle erhältlich, sondern kann bei Bedarf auch andere Risiken abdecken.


Kfz-Steuer und Motorrad

Im Gegensatz zu Haltern von Autos und Lkw kommen Motorradbesitzer bei der Kfz-Steuer ziemlich gut weg. Das entsprechende Kraftfahrzeugsteuergesetz (KraftStG) hat sich seit den 1950ern nicht geändert. Der jährliche Satz beträgt pro angefangenen 25 Kubikzentimeter Hubraum (ccm) 1,84 Euro. Fahren Sie ein Zweirad, das weniger als 125 ccm vorweist, müssen Sie gar keine Kfz-Steuer zahlen. Auch mit einem Saisonkennzeichen können Sie zusätzlich sparen. Die Steuer wird Ihnen dann nämlich nur für die Monate anteilig angerechnet, in denen auch Ihr Kennzeichen Gültigkeit hat.

Eins allerdings ist seit dem 1. Januar 2016 neu: Neue Zweiräder mit über 50 ccm Hubraum und einer Höchstgeschwindigkeit von mehr als 45 km/h bekommen mittlerweile nur noch eine Typgenehmigung, wenn sie die Abgasvorschriften der Norm Euro 4 erfüllen, ABS oder ein Kombi-Bremssystem haben. Alte Krafträder müssen jedoch nicht nachgerüstet werden.

Ab dem Jahr 2020 gelten dann auch für Motorräder die Bestimmungen der Abgasnorm Euro 5. Haben Sie ein H-Kennzeichen für Oldtimer, beträgt der jährliche Eingangssteuersatz 46 Euro. Das lohnt sich für Sie also dann, wenn Ihr Motorrad mehr als 600 ccm auf die Räder bringt.


Sonderfall Quad oder ATV

  • Der Name Quad stammt aus dem Latein quattuor (vier) und quadruplex (vierfach). Das Fahrzeug wird auch als All Terrain Vehicle (ATV) bezeichnet.
  • Quads bis 50 ccm müssen Sie nicht zulassen, benötigen aber ein Versicherungskennzeichen. Des Weiteren gibt es vier Kategorien von zulassungspflichtigen Quads, unter Umständen benötigen Sie sogar eine PKW-Erlaubnis.
  • Generell besteht Helmpflicht, wenn keine Gurte verwendet werden.
  • Auch müssen Sie im Quad in Deutschland Warndreieck, Warnweste und Verbandskasten mit sich führen.

Sonderfall Trike

  • Der Begriff Trike stammt aus dem Englischen, ist eine Abkürzung von Tricycle (Dreirad) und bezeichnet demnach ein Motorrad mit zwei Hinterrädern. Man unterscheidet zwischen Chopper-Trikes und Offroad-Trikes.
  • Seit dem 19. Januar 2013 benötigt man für ein Trike einen Motorradführerschein, beziehungsweise spielt die Leistung und der Hubraum des Trikes eine Rolle. Wurde der Führerschein B oder 3 vor diesem Datum gemacht, reicht dieser für die Bedienung jeglicher Trikes und man darf einen Anhänger mit sich führen.
  • In Deutschland besteht Helmpflicht, es sei denn, die vorgeschriebenen Sicherheitsgurte wurden angelegt.

Definitionen: Mofa – Mokick – Moped – Motorrad – Motorroller

Die Gemeinsamkeiten: Alle haben einen Motor, es handelt sich also bei allen Varianten um Krafträder, sie können deswegen theoretisch auch als Motorrad bezeichnet werden. Im Ausland weichen Definitionen und Bezeichnungen einzelner Krafträder von den hier aufgeführten ab.

Die Abkürzung steht für Motorfahrrad und hat dementsprechend eine Pedale, die man bedienen kann, wenn der Motor nicht funktioniert. Nach der gängigen Definition ist es ein einsitziges Fahrrad mit Hilfsmotor und einer Maximalgeschwindigkeit von 25 km/h und 50 ccm (auch Elektrobikes können definitionsgemäß Mofas sein, dürfen aber ohne Zulassung dann nur 20 km/h schnell sein). Im Ausland können die Definitionen variieren – beispielsweise in der Schweiz. Den Mofaführerschein kann man bereits mit 15 Jahren machen. Die Prüfung kann man schon mit 14 Jahren ablegen.

Zum Fahren des Mofas auf öffentlichen Straßen benötigt man ein Versicherungskennzeichen und eine Betriebserlaubnis. Zudem besteht Helmpflicht, es sei denn, es handelt es sich um ein Leichtmofa mit einer Maximalgeschwindigkeit von 20 km/h.
Die Abkürzung steht für Motorrad und Pedale. Es hat ein bis zwei Sitze, 50 ccm Hubraum und fährt maximal 40 km/h. Es ist etwas größer als das Mofa.

Auch für das Moped benötigt man eine Betriebserlaubnis, ein Versicherungskennzeichen und einen geeigneten Helm.
Eine Ausnahme stellen Mopeds und Mofas aus DDR-Produktion dar: Für sie gilt eine Höchstgeschwindigkeit von 60 km/h, wenn sie bereits vor dem 1. März 1992 versichert waren.
Es ähnelt bezüglich Leistung und Vorgaben dem Moped, hat allerdings Fußrasten anstatt Pedalen, der Motor wird also per 'Kick' gestartet.
Dieses Zweirad ist ebenfalls eine Unterart des Motorrads und trägt seinen Namen aufgrund der Ähnlichkeit zu einem Roller. Es hat meist zwischen 50 ccm und 500 ccm. Den Führerschein kann man im Alter von 16 Jahren machen.
Bei mehr als 50 ccm Hubraum spricht man nicht mehr von einem Kleinkraftrad, sondern von einem Kraftrad oder Motorrad. Zwar zählen auch Leicht- und Kleinkrafträder zu den Motorrädern, gemeint sind allerdings meist Fahrzeuge mit einem größeren Hubraum und höherer Leistung, für die man spezielle Führerscheinprüfungen ablegen muss.

Motorradführerscheine – die einzelnen Klassen

Seit 2013 gelten in Deutschland neue Bestimmungen für den Erwerb eines Führerscheins. Diese lauten wie folgt:

Mofa-Prüfbescheinigung

Diese kann man mit 15 Jahren ausgehändigt bekommen und gilt für einsitzige Kleinkrafträder, deren maximales Tempo 25 km/h beträgt. Führerschein Klasse AM: Diese Roller-Führerscheinprüfung kann man mit 16 Jahren machen.

Führerschein Klasse A1

Er gilt für Krafträder mit maximal 125 ccm Hubraum und 11 kW (15 PS) Leistung. Erhältlich ist er ab dem Alter von 16 Jahren. Seit dem 19. März 2013 darf man Maschinen fahren, die das Tempo 80 km/h überschreiten, bevor man den 18. Geburtstag feiert.

Führerschein Klasse A2

Dieser Führerschein gilt ab dem 18. Lebensjahr für kleine Motorräder, die maximal 35 kW (48 PS), sowie ein Leistung-zu-Leermasse-Verhältnis von höchstens 0,2 kW/kg haben.

Führerschein Klasse A

Nach zwei Jahren mit der Führerscheinklasse A2 können Sie die praktische Prüfung zur Führerscheinklasse A machen, mit der Sie alle Krafträder fahren dürfen. Möchten Sie direkt den Führerschein der Klasse A machen, müssen Sie mindestens 24 Jahre alt sein. Dreirädrige Krafträder der Klasse A dürfen erst ab dem 21. Lebensjahr gefahren werden.

FAQ zur Motorradversicherung

Wie bei der Autoversicherung unterscheidet man zwischen der gesetzlich vorgeschriebenen Haftpflichtversicherung, die für die Forderungen von Dritten aufkommt und der freiwilligen Kaskoversicherung, die Schäden am eigenen Kraftrad reguliert. Auch bei der Kraftradversicherung unterscheidet man zwischen Teilkasko- und Vollkaskoversicherungen, wobei der Vollkaskotarif entsprechend des Namens sehr viel umfassender ist.
Mithilfe unseres kostenlosen, unverbindlichen Online-Rechners können Sie binnen Sekunden ermitteln, ob Sie für Ihre Motorradversicherung zu viel zahlen. Geben Sie einfach die Eckdaten zu Ihrem Fahrzeug in unseren Vergleich ein und suchen Sie bei Bedarf gezielt nach Teil- oder Vollkaskoversicherungen. Relevante Ergebnisse werden Ihnen mit allen wichtigen Informationen rund um den Tarif angezeigt. Haben Sie ein passendes Angebot gefunden, können Sie über Tarifcheck.de gleich einen Vertrag abschließen, ohne dass dafür für Sie zusätzliche Kosten entstehen.
Die zahlreichen Motorradversicherungsanbieter unterscheiden sich bezüglich Preis und Leistung, wichtig ist deshalb, vorab verschiedene Tarife zu vergleichen. Wenn Sie eine gute SF-Klasse haben, ist eine Vollkaskoversicherung für Sie eventuell günstiger als eine Teilkaskoversicherung, da Ihnen bei letzterer der SF-Rabatt nicht angerechnet wird.

Weitere Sparmöglichkeiten bestehen durch die Nutzung eines Saisonkennzeichens. Sie zahlen dann die Versicherungsbeiträge nur für die Monate, in denen Sie Ihr Kraftrad auch wirklich nutzen. Damit Sie am Ende eines schadenfreien Versicherungsjahrs in eine bessere SF-Klasse eingestuft werden, muss das Kennzeichen für mindestens sechs Monate Gültigkeit haben.
Idealerweise haben Sie im Vorfeld eine Vorstellung von den gewünschten Leistungen des Tarifs. Zentral ist die Höhe der Deckungssumme, diese liegt idealerweise im zweistelligen Millionenbereich. Ist die Deckungssumme im Schadenfall nicht ausreichend, muss man den restlichen Betrag allein aufbringen und dafür auch zukünftige Einkommen verwenden.

Wichtig ist auch die Klausel "Verzicht auf Einwand der groben Fahrlässigkeit", dadurch garantieren Sie, dass die Versicherung den Schutz nicht kürzen kann, wenn Sie zum Schadenzeitpunkt beispielsweise ein Handy genutzt oder das vorgeschriebene Tempo überschritten haben.

Ist Ihr Kraftrad kreditfinanziert und noch nicht abbezahlt, lohnt sich für Sie vielleicht eine Vollkaskoversicherung, denn im Fall eines Totalschadens oder Diebstahls übernimmt die Versicherung dann die Zahlung des Restkredits.
In Deutschland gibt es zahlreiche Anbieter, die sich bezüglich Tarifbausteinen und Preisen signifikant unterscheiden. Bei einem Wechsel können Sie so im Idealfall mehrere hundert Euro sparen. Wenn Sie herausfinden möchten, ob Sie Ihr Motorrad auch günstiger versichern können, vergleichen Sie einfach kostenlos und unverbindlich die Angebote auf unserer Webseite.

Wichtig ist, dass Sie erst wechseln, wenn Sie eine verbindliche Zusage eines neuen Anbieters haben. Zwar muss der Versicherer Ihnen einen Haftpflichtversicherungsvertrag anbieten, das gilt jedoch nicht für die Teil- oder Vollkaskoversicherung.
Die ordentliche Kündigung ist stets vor Ende eines Versicherungsjahrs möglich, die diesbezügliche Frist gilt für einen Monat. Wann genau Sie die Kündigung Ihrer Versicherung vorlegen müssen, steht in Ihrem Vertrag.

Wichtig ist, dass Sie die Kündigung schriftlich per Einschreiben verschicken, damit Sie bei Bedarf nachweisen können, dass Sie sich an die Fristen gehalten haben. Auch können Sie die Aufgabe der Kündigung nicht auf Ihren neuen Anbieter übertragen.
Ein Sonderkündigungsrecht haben Sie für je einen Monat, wenn Ihr Versicherer trotz gleichbleibender Leistungen die Beitragszahlungen anhebt, die Beiträge nicht proportional zu einer besseren SF-Klasse senkt oder nach der Regulierung eines Schadens. In letzterem Fall hat auch der Motorradversicherer ein Sonderkündigungsrecht.
Zahlreiche Faktoren haben Einfluss auf die Prämienbildung. Der Wichtigste ist der Schadenfreiheitsrabatt oder SF-Rabatt. Je länger Sie schadenfrei gefahren sind, desto günstiger werden die Beiträge. Von Bedeutung ist natürlich auch, um was für ein Fahrzeug und was für einen Tarif es sich handelt. Zahlreiche weitere Faktoren sind ebenfalls relevant, beispielsweise die Regionalklasse, die Zahlweise (eine Einmalzahlung jedes Jahr spart Kosten) oder ob Sie das Kraftrad auch gewerblich nutzen. Eine ausführliche Auflistung finden Sie weiter oben im Text.
Nein, Typklassen für einzelne Kraftradmodelle wie bei der Autoversicherung gibt es nicht. Von Bedeutung ist jedoch die Zuordnung eines Bikes als Leichtkraftrad oder Kraftrad oder das Vorhandensein von ABS, da das als sicherer eingestuft wird. Entscheiden Sie sich für eine Kaskoversicherung, spielt natürlich auch der objektive Wert Ihres Fahrzeugs eine Rolle.
Ja, die Regionalklasse ist identisch mit der für Autos und wird jedes Jahr neu ermittelt. Sie ist ein freiwilliges Kriterium bei der Prämienkalkulation, wird aber in der Regel trotzdem berücksichtigt.

Worum es sich handelt: Jeder der 415 Kfz-Zulassungsbezirke in Deutschland wird vom Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e. V. (GDV) jedes Jahr erneut einer Regionalklasse zugeordnet. Kriterien sind die Schäden, die die Fahrzeughalter eines Bezirks den Versicherungen gemeldet haben, die Schadenhäufigkeit durch Diebstahl oder der Zustand der öffentlichen Straßen. Je höher die Regionalklasse, desto schlechter hat der Bezirk abgeschlossen, und desto höher wird unter Umständen die Versicherungsprämie.
Ein Saisonkennzeichen ist nicht für das ganze Versicherungsjahr gültig, sondern nur für eine Saison (zum Beispiel die Sommersaison) beziehungsweise eine bestimmte Anzahl von Monaten. Nur für den Zeitraum, in dem Gültigkeit besteht, dürfen Sie das Motorrad auch auf öffentlichen Straßen parken und nutzen. Für die Monate außerhalb der Saison ruht die Versicherung. Es besteht dann zwar kein Haftpflicht- aber Kaskoschutz. Der Vorteil: Der Motorradversicherungstarif wird günstiger, auch müssen Sie die Kfz-Steuer nur für die Monate zahlen, in denen Sie Ihr Kraftrad nutzen.

Damit Sie nach einem schadenfreien Jahr in eine bessere SF-Klasse eingestuft werden, muss das Saisonkennzeichen mindestens sechs Monate pro Jahr gültig sein.
Ein Kurzzeitkennzeichen ist je nach Bedarf nur für einige Tage oder Wochen gültig. Nur für diesen Zeitraum besteht Versicherungsschutz. Es ist beispielsweise dann sinnvoll, wenn Sie im Inland ein Fahrzeug erwerben, dies exportieren und dann im Ausland anmelden und versichern möchten.
Ein H-Kennzeichen oder Historienkennzeichen erhalten Sie, wenn Ihr Kraftrad offiziell als Oldtimer zertifiziert wird. Auch mit einem H-Kennzeichen können Sie Ihr Motorrad nach Belieben privat oder gewerblich nutzen. Auch haben Sie in bestimmten Umweltzonen quasi einen Freifahrschein. Für Historienkennzeichen bei Motorrädern gilt ein Kfz-Eingangssteuersatz von 46 Euro.
Damit Ihr Kraftrad als Oldtimer eingestuft wird, muss es mindestens 30 Jahre alt sein und entweder in einem guten Originalzustand oder originalgetreu restauriert worden sein. Entsprechend gesetzlicher Vorgaben wird Ihr Motorrad einer kostenpflichtigen Begutachtung unterzogen, um zu ermitteln, ob es sich als Oldtimer qualifiziert. Bei einem positiven Entscheid erhalten Sie ein Historien- oder H-Kennzeichen ausgehändigt.
Hat Ihr Kraftrad weniger als 125 ccm Hubraum, müssen Sie gar keine Kfz-Steuer zahlen. Ansonsten beträgt der jährliche Steuersatz pro angefangene 25 ccm je 1,84 Euro.

Hat man ein Saisonkennzeichen, muss man nur für die Monate Steuern zahlen, für die das dieses Kennzeichen gilt. Wird Ihr Motorrad offiziell als Oldtimer anerkannt, müssen Sie pro Jahr 46 Euro Steuern zahlen. Das lohnt sich beispielsweise rein rechnerisch erst dann, wenn Sie eine Maschine mit mindestens 600 ccm Hubraum ganzjährig fahren.
In der Bundesrepublik besteht – im Gegensatz zu vielen anderen europäischen Ländern – für Motorradfahrerinnen und Motorradfahrer noch keine Pflicht, einen Verbandskasten oder Ähnliches mit sich zu führen. Inzwischen werden allerdings auch schon kleine, kompakte Kästen angeboten, deren Anschaffung definitiv eine Überlegung wert ist. Auch eine Warnweste nimmt nicht viel Platz weg und kann im Ernstfall sehr hilfreich sein.
Helmpflicht gilt allerorts in Europa. In Österreich muss man auch auf dem Motorrad einen Verbandskasten mit sich führen; ist man mit Motorradgespannen oder Trikes unterwegs, benötigt man dort zudem ein Warndreieck. Eine Warnweste braucht man als Motorradfahrerin oder Motorradfahrer in Belgien, Kroatien, Luxemburg, Norwegen, Slowakei, Ungarn – und seit dem 1. Januar 2016 auch in Frankreich.

In Belgien müssen Sie Handschuhe, Stiefel und Kleidung tragen, die Ihre Arme und Beine vollständig bedecken. In Luxemburg wird die Mitnahme eines Verbandskastens empfohlen. In Tschechien müssen Sie auch tagsüber mit Licht fahren. (Stand 2016)
In Deutschland dürfen Kinder auf dem Motorrad mitgenommen werden, sofern für Kinder unter sieben Jahren Fußrasten, Fußhalter, Griffe, ein Kindersitz und Schutz der Füße vor den Speichen vorhanden ist. Insgesamt gilt natürlich Helmpflicht, Kinder müssen so gekleidet sein, dass vollständiger Schutz besteht. Auch sollte man eine Warnweste für das Kind mitführen.

Insgesamt sollte man natürlich überlegen, ob man das Kind wirklich dem erhöhten Risiko auf dem Motorrad aussetzen möchte und es, wenn denn wirklich notwendig, nur mitnehmen, nachdem man dem Kind genau und ausführlich erklärt hat, wie man sich auf dem Motorrad verhalten sollte.

Essentiell ist die richtige Schutzkleidung und der richtige, genormte Helm für Kinder. Keinesfalls sollte das Kind mit kunststoffhaltigen Textilien bekleidet sein, da diese sich bei einem Sturz in die Haut einbrennen können. Das gleiche gilt natürlich auch für volljährige Motorradfahrer. (Stand 2016)
Bevor man mit dem Kind durch die Landen zieht, sollte man sich genau überlegen, ob es notwendig ist, dem Kind dem erhöhten Unfallrisiko auf dem Motorrad auszusetzen. Gute Schutzkleidung und Helme sind essentiell. Generell sollte man für Kinder eine Warnweste mit sich führen.

In den einzelnen Staaten gibt es unterschiedliche Bestimmungen bezüglich der Mitnahme von Kindern auf dem Motorrad. Bevor Sie einen Auslandsaufenthalt planen, sollten Sie sich deshalb genau informieren. Gibt es beispielsweise in den Niederlanden keine besonderen Regelungen, müssen Kinder in Kroatien, Slowenien und Tschechien mindestens 12 Jahre alt sein, bevor sie auf dem Motorrad mitfahren dürfen. (Stand 2016)
Ja, die Winterreifenpflicht gilt auch für Krafträder. Sie ist umso wichtiger, da Sie der Witterung und den Straßenverhältnissen auf dem Motorrad viel stärker ausgesetzt sind als in einem Auto. Auch im Sommer sollten die Reifen deshalb regelmäßig auf Risse, Schnitte und andere Defekte überprüft werden. Generell sind ausreichender Reifendruck und eine Profiltiefe von mindestens 1,6 mm wichtig.