Hausratversicherung


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Nach einem Rohrbruch sind Stereoanlage und Sofagarnitur nicht mehr zu retten? Einbrecher haben sich an Ihrem Hab und Gut vergriffen? Oder noch schlimmer: Nach einem Brand wurde Ihr gesamter Hausrat zerstört? In diesen Fällen greift eine Hausratversicherung. Dieser Klassiker unter den privaten Sachversicherungen ist zwar keine Pflicht, hat aber für viele Menschen hierzulande große Bedeutung. Knapp drei Viertel aller inländischen Haushalte haben laut Statista-Umfragen eine Hausratversicherung, 34 % halten sie für die wichtigste Versicherung überhaupt (Stand 2015).

Der Tarifcheck.de-Vergleich ist unverbindlich, kostenfrei und listet Ihnen binnen Sekunden verschiedene Angebote übersichtlich auf. Geben Sie einfach die Größe Ihrer Wohnfläche, sowie die Höhe der Versicherungssumme in unseren Rechner ein. Auf Wunsch können Sie auch gezielt nach Zusatzbausteinen suchen. Passende Tarife entsprechend Ihrer Vorgaben werden Ihnen mit allen relevanten Daten und Informationen angezeigt. Haben Sie einen Anbieter gefunden, der Ihren Wünschen entspricht, können Sie über unsere Webseite gleich einen Vertrag abschließen, selbstverständlich ohne dass Ihnen dadurch Kosten entstehen.


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Was die Hausratversicherung absichert

Versichert ist das gesamte bewegliche Inventar eines Haushalts, das durch Brand, Blitzschlag, Explosion, Leitungswasser, Sturm, Hagel, Rohr- und Frostschäden, durch Einbruch, Vandalismus und Raub beschädigt, zerstört oder entwendet werden. Die Hausratversicherung zahlt den Wiederbeschaffungswert beziehungsweise den Neuwert von komplett zerstörten oder entwendeten Dingen, die Reparaturkosten von beschädigten Gegenständen sowie eine Wertminderung für noch eingeschränkt nutzbare Dinge.

Zum versicherten Inventar gehören:

  • Möbel, Einrichtungs- und Dekorationsgegenstände (Sessel, Bilder oder Leuchten)
  • Haushaltsgeräte (Waschmaschine, Geschirr oder Toaster)
  • elektronische Geräte (Fernseher, Spielekonsole, Smartphone oder Tablet)
  • Musikinstrumente und Zubehör (Klavier, Cello oder Gitarrenverstärker)
  • Spielzeug, Bücher, DVDs, CDs, Schallplatten
  • Schmuck, Geld, Antiquitäten, Wertpapiere und andere Wertgegenstände
  • Bekleidung, Schuhe und Accessoires (Handtaschen und Manschettenknöpfe)
  • Werkzeuge, Gartengeräte und Fahrräder aus Keller, Dachboden und Garage

Die Hausratversicherung leistet:

  • den Wiederbeschaffungswert oder Neuwert für zerstörte oder entwendete Dinge
  • die Reparaturkosten von beschädigten Dingen
  • eine Wertminderung für noch eingeschränkt funktionsfähige Dinge

Zu den versicherten Risiken gehören:

  • Schäden durch Brand, Explosion oder Blitzschlag
  • Schäden durch Hagel und Sturm
  • Schäden durch Leitungswasser, defekte Rohre und Frost
  • Schäden durch Diebstahl und Raub
  • Schäden durch Vandalismus

Andere Risiken, wie etwa Schäden durch Überspannung oder Naturkatastrophen können über Sonderbausteine versichert werden.

Zu den versicherten Orten gehören:

  • Ihr Zuhause (Haus oder Wohnung)
  • abschließbare Keller, Dachböden, Garagen, Hobbyräume
  • Nebengebäude auf dem Grundstück
  • nahe gelegene, privat genutzte Garagen
  • Gemeinschaftsräume (zum Beispiel ein Waschkeller)

Separat abgesichert werden müssen Räume, die beruflich genutzt werden und Dinge, die sich dauerhaft in Ihrem Ferienhaus befinden.

Wer eine Hausratversicherung abschließen sollte

Eine private Hausratversicherung ist zwar keine Pflichtversicherung, sollte aber zumindest überdacht werden. Den ideellen Wert des eigenen Hab und Guts kann sie zwar nicht ersetzen, aber zumindest hat man die Gewissheit, dass man nach einem Brand, Diebstahl oder Totalschaden nicht auch noch in finanzielle Not gerät.

Der Abschluss einer Hausratversicherung könnte nicht nur sinnvoll sein, wenn sich besonders teure Wertgegenstände im Haus befinden, sondern insbesondere auch dann, wenn man über keine großen, finanziellen Rücklagen verfügt. Gerade dann kann der Verlust oder Raub von Einrichtungs- und Funktionsgegenständen, wichtigen Arbeitsgeräten, Möbeln oder dem Smartphone ein großes Loch in das Budget reißen.


Was kostet die Hausratversicherung?

Eine gute Hausratversicherung ist bereits für weniger als hundert Euro pro Jahr erhältlich. Die Beitragszahlungen hängen primär von der Höhe der Versicherungssumme ab. Diese Summe ist der Maximalbetrag, der im Schadenfall ausgeschüttet wird und sollte folglich so hoch sein, dass der Verlust des gesamten Inventars und aller Wertgegenstände dadurch gedeckt werden können. Obwohl die Leistungen verschiedener Hausratversicherungen ähnlich sind, gibt es gravierende Preisunterschiede, wie Untersuchungen von test.de belegen. Auch deshalb lohnt sich ein Vergleich verschiedener Anbieter.

Einfluss auf die Prämienkalkulation haben auch regulierte Vorschäden, die Vertragslaufzeit, eine etwaige Selbstbeteiligung sowie Lage und Zustand des Domizils und etwaige Sicherheitsinstallationen wie Safes oder Alarmanlagen.


Was man beim Abschluss einer Hausratversicherung beachten sollte

Mehr als hundert Unternehmen bieten Hausratversicherungstarife an. Inhaltlich sind sie sich oft ähnlich, aber bezüglich der Preise gibt es große Unterschiede. Bevor Sie sich entscheiden, sollten Sie deshalb unbedingt einen Anbietervergleich machen. Das Sparpotenzial beträgt mehrere hundert Euro pro Jahr.
Die Deckungssumme sollte ausreichend hoch sein, dass Sie damit im Ernstfall alle Verluste decken können. Experten empfehlen eine Summe von mindestens 600 Euro bis 700 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche (bei 50 Quadratmeter beispielsweise 30.000 bis 35.000 Euro). Es handelt sich dabei um einen Richtwert der Anbieter. Wurde dieser Wert eingehalten, geht der Hausratversicherer davon aus, dass es sich nicht um eine Unterversicherung handelt und ersetzt Ihnen den vollen Schaden. Haben Sie aber beispielsweise nur 300 Euro pro Quadratmeter versichert (bei 50 Quadratmeter beispielsweise 15.000 Euro, wird Ihnen Ihr Versicherer einen Schaden nur zu 50 % ersetzen.
Natürlich ist das Inventar in verschiedenen Behausungen unterschiedlich wertvoll. Es ist deshalb vorab ratsam, eine Auflistung aller Gegenstände zu machen, um den Wert des eigenen Hausrats genau benennen zu können. Haben Sie Ihre 50m²-Wohnung mit 700 Euro pro Quadratmeter versichert und der Totalschaden beträgt 50.000 Euro, erhalten Sie nämlich höchstens Leistungen in Höhe der Versicherungssumme von 35.000 Euro.
Besitzen Sie kostbare Antiquitäten, Gemälde oder andere Schätze, müssen diese unter Umständen mit einem Sonderbaustein separat versichert werden, auch müssen Sie dann den Wert dieser Gegenstände durch Gutachten belegen können.
Haben Sie Ihren Besitz mit einer ausreichend hohen Deckungssumme abgesichert, wird Ihr Versicherer nicht prüfen, ob es sich um eine Unterversicherung handelt und ersetzt den Schaden im vollen Umfang der Deckungssumme. Es handelt sich dann um die Gewährung von einem sogenannten Unterversicherungsverzicht der Hausratversicherung.
Als Wohnfläche zählen alle Räume Ihrer Unterkunft entsprechend des Miet- oder Bauvertrags.
Besonders wertvolle Gegenstände, Bargeld, Wertpapiere und Ähnliches sind in der Regel nur mit 20 % der Versicherungssumme abgesichert (bei einer Versicherungssumme von 35.000 Euro erhalten Sie für zerstörte oder entwendete Wertgegenstände folglich insgesamt nur maximal 7.000 Euro). Erweitern Sie deshalb bei Bedarf derartige Schätze über einen Sonderbaustein.

Liste der Wertsachen, die im Basistarif nur mit 20 % der Versicherungssumme geschützt sind:
  • Schmuck, Perlen, Edelsteine, Dinge aus Edelmetallen (Gold, Weißgold, Silber, Platin)
  • Wertpapiere, Sparbücher, Bargeld und Urkunden
  • Kunst wie Skulpturen, Gemälde, Zeichnungen
  • Antiquitäten (außer Möbeln)
  • handgeknüpfte Teppiche, Wandbehänge
Falls Sie eine Selbstbeteiligung vereinbaren, wird der Tarif zwar etwas günstiger, allerdings müssen Sie diese Summe im Ernstfall dann selbst erbringen. Haben Sie beispielsweise eine Selbstbeteiligung von 800 Euro vereinbart und der Schaden beträgt 700 Euro, leistet der Versicherer nicht. Beträgt der Schaden 1.000 Euro, erhalten Sie bei einer Selbstbeteiligung von 800 Euro nur 200 Euro.
Je nach Art des Schadens besteht für bestimmten Hausrat Grenzen bezüglich der geleisteten Geldsumme. Wird beispielsweise der Schmuck nicht im Safe aufbewahrt, kann es sein, dass die Versicherungssumme bei einem Diebstahl niedriger ausfällt, als wenn der Schmuck möglichst diebstahlsicher verstaut worden ist. Prüfen Sie deshalb unbedingt auch die Vertragsdetails.
Standardtarife decken nicht notwendigerweise alle Risiken ab, die eine Versicherung wunschweise beinhalten soll. Fahrraddiebstahl auf der Straße muss beispielsweise als Extra-Baustein versichert werden. Auch kaputte Fensterscheiben sind nicht automatischer Vertragsbestandteil. Haben Sie beispielsweise ein häusliches Arbeitszimmer, muss dessen Inventar gesondert abgesichert werden. In unserem kostenlosen Vergleich können Sie die gewünschten Extras bequem und zeitsparend auswählen.

Zusatzbausteine der Hausratversicherung

Je nach individueller Situation können verschiedene Zusatzbausteine von Bedeutung sein. Sie sind in der Regel keine Bestandteile des Regeltarifs. Im Folgenden werden einige wichtige aufgelistet:

Dieser Zusatz ist empfehlenswert, denn es gilt beispielsweise schon als grob fahrlässig, wenn Einbrecher über ein gekipptes Fenster eindringen. Bei grober Fahrlässigkeit ist der Versicherungsschutz gefährdet.
Der Regeltarif beinhaltet keine Schäden durch Regenwasser, Fluten, Lawinen, Schneedruck, Erdrutsche oder Erdbeben. Möglich ist dies je nach Anbieter mit diesem Baustein.
Gehen elektronische Geräte durch einen Blitzschlag kaputt, wird Ihr Wert nur mit diesem Zusatz ersetzt. Der Blitzeinschlag im Regeltarif deckt nur Brandfolgeschäden.
Falls Sie von zuhause aus beruflich tätig sind, muss dafür notwendiges Material und Werkzeug separat versichert werden – insbesondere dann, wenn Sie einen Raum komplett oder größtenteils als Arbeitszimmer nutzen. Achten Sie bei Ihrem Anbieter unbedingt auch darauf, in welcher Höhe Gegenstände aus dem häuslichen Arbeitszimmer versichert werden.
Schutz für Ihr Fahrrad gilt im Regeltarif nur, wenn sich das Gefährt innerhalb des Gebäudes befunden hat. Mit dieser Zusatzklausel können Sie es auch gegen Diebstahl auf der Straße absichern. Wichtig ist, dass der Vertrag keine Nachtzeitklausel beinhaltet, denn dann ist das Fahrrad in der Zeit zwischen 22 Uhr und 6 Uhr nicht geschützt.
Mit diesem Baustein können Sie auch Eigentum versichern, dass sich in Ihrem Auto befindet, aber Vorsicht: Nicht immer gelten die Leistungen auch für gestohlene Elektronikgeräte wie Notebooks et cetera.
Besitzen Sie noch weitere Immobilien im In- oder Ausland, die Sie selbst bewohnen oder vermieten, müssen Sie dortigen Hausrat separat versichern. Einige Anbieter bieten auch hierfür Zusatzbausteine an.
Wird Ihr Hausrat im Urlaub zerstört oder wird gestohlen, können Sie ihn mit diesem Baustein absichern. Allerdings gilt der Schutz nur, wenn sich Ihr Hab und Gut maximal drei Monate außerhalb der eigenen vier Wände befindet und es Ihnen selbst oder einem Mitglied Ihres Haushalts gehört. Zu beachten ist auch, dass viele Anbieter die Zahlungen auf einen bestimmten Prozentsatz der Gesamtversicherungssumme beschränken (beispielsweise auf 10 % der Deckungssumme) und zusätzlich eine Maximalsumme festlegen, die bei Verlust auf Reisen ausgeschüttet wird.
Wenn Sie aufgrund eines Vorfalls während Ihrer Abwesenheit umgehend die Rückreise aus dem Urlaub antreten müssen, übernimmt Ihr Versicherer mit diesem Bestandteil die Kosten.
Ist Ihr Heim aufgrund eines Schadens (beispielsweise durch Leitungswasser) nicht bewohnbar, erstattet die Versicherung mit diesem Zusatz für einen gewissen Zeitraum die Hotelunterbringungskosten. Glasbruch: Fensterscheiben und Verglasungen am Inventar müssen separat über diesen Baustein versichert werden.
Fensterscheiben und Verglasungen am Inventar müssen separat über diesen Baustein versichert werden.
Ist nicht ein Feuer, sondern nur Hitzeeinwirkung – wie etwa bei einem heißen Bügeleisen – die Schadenursache, sind Sie mit dieser Klausel abgedeckt.
Auch derartige Wasseraustritte sind meist nicht automatisch Teil des Vertrags und können zusätzlich abgesichert werden.

Präventionsmaßnahmen – damit die Versicherung im Ernstfall zahlt

Damit die Hausratversicherung im Ernstfall zahlt, müssen Sie den Schaden nachweisen können. Wurde Ihnen beispielsweise eine teure Uhr entwendet, müssen Sie belegen können, dass Sie diesen Wertgegenstand wirklich besessen haben und wieviel er wert gewesen ist. Sinnvoll ist deshalb, präventiv eine Liste von allen Wertgegenständen im Haushalt anzufertigen und den Wert von Möbeln, Elektrogeräten, Schmuck und Co. durch Kauf- und Reparaturbelege, Quittungen, Garantiescheine, Gutachten und Fotos zu dokumentieren.

Damit diese Liste bei einem Feuer nicht zerstört wird oder Dieben in die Hände fällt, sollten Sie sie außerhalb der eigenen vier Wände aufbewahren – etwa bei Angehörigen, Freunden oder in einem Bankschließfach. Besonders wertvolle Gegenstände sollten besonders gesichert werden – etwa in Safes oder durch Alarmanlagen.

Damit Ihnen im Ernstfall keine Fahrlässigkeit vorgeworfen werden kann, sollten Sie Einbrüchen, Bränden und Wasserschäden soweit möglich vorbeugen. Verschließen Sie in Abwesenheit und nachts Haus-, Keller-, Balkon- und Garagentüren sowie Fenster und Luken. Hilfreich sind zudem Sicherheitsketten an Türen, Alarmanlagen und – je nach Art Ihres Heims – Bewegungsmelder an Gebäude oder Garten. Sinnvoll sind auch Brandmelder oder die ausreichende Beheizung im Winter, um Feuchtigkeit und Rohrschäden durch Frost zu vermeiden. Weitere Tipps zur Brand- und Einbruchprävention finden Sie weiter unten.


Der Hausratversicherung einen Schaden melden

Damit die Hausratversicherung die Leistungen zu Ihrer Zufriedenheit erbringt, gilt es einiges zu beachten. Wichtig ist, dass Sie den Schaden möglichst gering halten – natürlich nur, ohne dabei persönliche Risiken einzugehen. Informieren Sie bei einem Brand beispielsweise umgehend die Feuerwehr. Haben Sie einen Leitungswasserschaden, wischen Sie das ausgetretene Wasser so gut wie möglich auf, um Folgeschäden an Hausrat und Boden zu vermeiden – natürlich aber nur, wenn keine Gefahr eines Stromschlags besteht. Nach einem Einbruch sollten Sie kaputte Scheiben und Türen abdichten, um Folgeschäden durch Sturm zu vermeiden. Bei einem Diebstahl sollten Sie zudem umgehend die Polizei informieren – auch damit Sie den Einbruch bei der Versicherung nachweisen können.

Achtung: Wurden Schlüssel gestohlen, sollten Sie alle betroffenen Schlösser umgehend austauschen.

Informieren Sie anschließend sofort Ihren Hausratversicherer. Sie haben dazu in der Regel zwar maximal eine Woche Zeit, dennoch ist eine zeitnahe Kontaktaufnahme wichtig, insbesondere auch, da sich die Versicherer oftmals einen Gutachter entsenden, der den Schaden begutachtet. Dies sollte geschehen, bevor Sie selbst mit den Aufräumarbeiten beginnen.

Tarifcheck.de-Tipp

Verwischen Sie keine Einbruchspuren und nehmen Sie keine Aufräumarbeiten vor, bevor die Polizei alles untersucht hat, Sie Bilder und Fotos gemacht haben und sich bei Ihrer Hausratversicherung vergewissert haben, dass diese keinen Gutachter entsenden wollen.

Der erste unverzügliche Kontakt mit der Hausratversicherung

Sinnvoll ist eine erste, umgehende Kontaktaufnahme. Schildern Sie den Vorfall möglichst detailliert, fragen Sie den Sachbearbeiter, welche Dokumente er von Ihnen benötigt und lassen Sie sich eine Sachbearbeitungsnummer sowie den Namen Ihres Gesprächspartners geben.

Die detaillierte Schadenmeldung

In einem zweiten Schritt sollten Sie dem Versicherer alle wichtigen Dokumente und Informationen bezüglich des Schadens zukommen lassen. Die Übermittlung sollte schriftlich und per Einschreiben erfolgen, damit Sie bei Bedarf einen Dokumentationsbeleg haben.

So dokumentieren Sie den Schaden

  • Notieren Sie sich Namen und Kontaktdaten von Zeugen. Bitten Sie Freunde oder Nachbarn, sich den Schaden anzusehen, damit diese ihn bezeugen können.
  • Machen Sie Fotos oder Videos von allen Schäden.
  • Lassen Sie sich gegebenenfalls eine Kopie des Polizeireports geben.
  • Machen Sie eine Bestandsaufnahme von allen Schäden. Listen Sie alle beschädigten, zerstörten und / oder entwendeten Gegenstände mit dem entstandenen finanziellen Einbußen auf. Dokumentieren Sie den Wert der Gegenstände durch Kaufbelege.
  • Im Fall eines Diebstahls sollten Sie gestohlene Gegenstände der Polizei zu Protokoll geben.
  • Ein Einbruch muss nachgewiesen werden können. Dokumentieren Sie deshalb auch kaputte Schlösser, Fenster oder Türen durch Fotos und Videos.
  • Behalten Sie selbst stets eine Kopie aller Dokumente, damit Sie bei Bedarf auch selbst noch den Nachweis über das Schadenausmaß erbringen können.
  • Findet sich im Nachhinein ein als gestohlen gemeldeter Gegenstand wider Erwarten an, informieren Sie Ihre Versicherung umgehend, um Vorwürfe des Betrugs zu vermeiden.

Achtung bei gestohlenen Smartphones, Kreditkarten und Co: Lassen Sie die Konten und Handys umgehend sperren, um Missbrauch Ihrer Daten und Dinge zu vermeiden.

Die Aufräumarbeiten

Bevor Sie mit den Aufräumarbeiten beginnen, vergewissern Sie sich, dass Sie alle Schäden durch Bilder und Videos erfasst haben und dass die Hausratversicherung sich den Schaden nicht persönlich ansehen möchte.

Lassen Sie es sich schriftlich geben, falls Ihr Versicherer auf ein Gutachten verzichtet. Falls ein Gutachter entsendet wird, bestehen Sie auf einen baldigen, verbindlichen Termin. Seien Sie persönlich zur Stelle, um den Gutachter herumzuführen und widersprüchliche Aussagen im Nachhinein zu vermeiden.

Vergewissern Sie sich vorab, ob Sie nicht Anspruch auf Erstattung der Aufräumkosten haben – beispielsweise auf die Trocknung der Wände bei einem Leitungswasserschaden. Falls dies der Fall ist, müssen Sie Rechnungen vorweisen können – falls Sie, Ihre Familie oder Freunde selbst aufräumen, verfällt der Anspruch oftmals.

Klären Sie deshalb vorab mit Ihrer Versicherung, in welcher Höhe welche Aufräumarbeiten übernommen werden.

Sonderfall Fahrraddiebstahl

Wurde Ihr Fahrrad entwendet, müssen Sie einen Polizeireport vorlegen. Wichtig ist, dass Sie Informationen zu Hersteller, Modell und der Rahmennummer Ihres Rades vorweisen können. Wird das Fahrrad außerhalb der eigenen vier Wände gestohlen, besteht in der Regel nur dann Anspruch auf Schadenersatz, sofern Sie das Rad über einen Zusatzbaustein mitversichert haben.


Die Hausratversicherung wechseln

Selbstverständlich können Sie Ihre Hausratversicherung auch wechseln, sofern Sie dabei die regulären oder außerordentlichen Kündigungsfristen beachten. Vorab sollten Sie jedoch unbedingt einen Anbietervergleich machen, um sicherzustellen, dass sich der Wechsel auch rentiert. Damit Sie zu keinem Zeitpunkt ohne Schutz dastehen, sollte der Wechsel so koordiniert werden, dass keine Lücke in Ihrem Versicherungsschutz entsteht, damit Sie nicht etwa auf einem Schaden sitzenbleiben.


Kündigungsfristen und Sonderkündigungsrecht bei der Hausratversicherung

Die regulären Kündigungsfristen betragen bis zu drei Monate vor Ende des Versicherungsjahres. Machen Sie davon keinen Gebrauch, wird der Vertrag automatisch um ein weiteres Jahr verlängert. Haben Sie vertraglich eine Mindestlaufzeit von mehreren Jahren (beispielsweise drei Jahren) vereinbart, können Sie nicht schon nach einem Jahr, sondern erst zum Ende dieser Laufzeit ordentlich kündigen. Anschließend verlängert sich die Laufzeit dann automatisch um zwölf Monate, wenn Sie von Ihrem fristgemäßen Kündigungsrecht keinen Gebrauch machen.

Ein einmonatiges Sonderkündigungsrecht haben Sie, wenn Ihr Anbieter die Versicherungsbeiträge trotz gleichbleibender Leistungen erhöht oder wenn Ihr Hausratversicherer nach einem Umzug die Versicherungssumme anhebt.

Auch nach der Regulierung eines Schadenfalls können Sie binnen vier Wochen außerordentlich kündigen, unabhängig davon, ob die Regulierung zu Ihrer Zufriedenheit verlaufen ist oder nicht. Auch die Versicherung hat nach der Regulierung allerdings ein Sonderkündigungsrecht.

Wichtig

(Sonder-)Kündigungen sollten stets schriftlich und per Einschreiben erfolgen, damit Sie bei Bedarf nachweisen können, dass Sie sich an die Fristen gehalten haben.


Hausratversicherung und Umzug

Sobald sich Ihre Umzugspläne konkretisieren, sollten Sie dies Ihrer Hausratversicherung mitteilen. Während der Umzugsphase besteht sowohl in Ihrer alten Wohnung, als auch in Ihrem neuen Daheim Versicherungsschutz. Der Schutz für die alte Wohnung ist für maximal zwei Monate nach dem Umzug gültig.

Unter Umständen muss bei einem Umzug auch die Versicherungssumme neu kalkuliert werden – etwa wenn sich Ihr Hausstand verkleinert oder vergrößert. Auch dies sollten Sie mit Ihrem Versicherer besprechen. Erhöht Ihr Anbieter nach einem Umzug die Deckungssumme, haben Sie bei Bedarf ein einmonatiges Sonderkündigungsrecht.


Hausratversicherung im Ausland

Längere Auslandsaufenthalte

Fahren Sie in Urlaub, besteht auch in Ihrer Abwesenheit Schutz, sofern Sie Fenster und Türen ordentlich verschlossen haben und Ihr Zuhause in einem angemessenen Zustand hinterlassen haben.

Planen Sie allerdings, länger als 60 Tage zu verreisen, sollten Sie Ihren Hausratversicherer darüber in Kenntnis setzen, damit dieser im Ernstfall auch leistet. In der Regel verlangt die Versicherung für diesen Zeitraum einen Tarifaufschlag.

Ferienwohnung und Zweitwohnsitz

Besitzen Sie im In- oder Ausland ein Ferienhaus, eine Ferienwohnung oder einen Zweitwohnsitz, können Sie das dortige Inventar über Zusatzbausteine absichern. Ein Bestandteil des regulären Tarifs ist dieser Schutz jedoch in der Regel nicht.

Möchten Sie Ihr Eigentum auch im Urlaub gegen Schäden versichern, greift ebenfalls ein Zusatzbaustein: die sogenannte Außenversicherung. Oftmals sind einzelne Gegenstände außerhalb Ihres Heims jedoch nur anteilig und bis zu einer gewissen Höhe versichert.


Wann andere Versicherungen zuständig sind

Nicht immer ist die Hausratversicherung zuständig. In manchen Fällen greifen andere Versicherungen:

Werden Kraftfahrzeuge wie Autos, Motorräder, Mofas oder Kleinbusse aus der Garage entwendet, leistet die Teilkaskoversicherung. Diese ist nicht automatisch Teil der Kfz-Versicherung, sondern ein freiwilliger Zusatzbaustein. In den meisten Fällen wird die Autoversicherung dadurch nur unwesentlich teurer.

Wird versehentlich das Eigentum Dritter beschädigt, zerstört oder entwendet, ist die Haftpflichtversicherung zuständig. Eventuell zahlt die Hausratversicherung für zerstörte oder entwendete geliehene Gegenstände, die sich zum Schadenzeitpunkt nachweislich in Ihrem Haushalt befunden haben.

Die Gebäudeversicherung zahlt, wenn nicht das Inventar eines Haushalts, sondern der Gebäudekern aufgrund von Feuer, Sturm oder Leitungswasser beschädigt wurde oder unbewohnbar geworden ist. Mit Zusatzbausteinen können auch Gebäudeschäden durch Einbrecher versichert werden.

Macht man versehentlich eigenes Inventar kaputt, lässt beispielsweise eine teure Vase fallen, ist keine Versicherung zuständig, denn weder handelt es sich um externe Ursachen, noch hat man versehentlich das Eigentum Dritter beschädigt.

Vorsorge

Wie man sein Heim vor Diebstahl schützt

Je länger ein Einbrecher benötigt, um in ein Gebäude einzudringen, desto höher die Gefahr, entdeckt zu werden. Schon einfache Maßnahmen können Diebe deshalb abschrecken. Erste Barrieren bieten Einzäunungen des Grundstücks. Auch Bewegungsmelder und Beleuchtung des Gebäudes erschweren Dieben ihre Machenschaften. Fenster, Luken und Türen sollten nachts und in Abwesenheit abgeschlossen werden. Zugezogene Türen und auf Kipp gestellte Fenster sind für Einbrecher keine gravierenden Hindernisse. Zusätzlich können Sie natürlich auch noch spezielle Schlösser und Alarmanlagen verwenden.

Haben Sie noch einen Festnetzanschluss, ist eine unterirdische Kabelverlegung sinnvoll, da diese von Einbrechern weniger leicht gekappt werden kann. Generell empfiehlt es sich, immer ein Smartphone greifbar zu haben, um im Ernstfall schnell Hilfe anfordern zu können.

Wertsachen sollten idealerweise in einem Safe verstaut werden oder zumindest so verwahrt werden, dass Sie für Diebe nicht sofort zugänglich und leicht zu sehen sind. Weitere Informationen zum Einbruchschutz finden Sie hier.


Brandprävention in den eigenen vier Wänden

Eine häufige Brandursache sind Überspannungs- und Überhitzungsschäden an elektronischen Geräten und Anlagen. Elektrische Installationen sollte man deswegen dem Fachmann überlassen. Steckdosen sollten regelmäßig auf Funktionsfähigkeit überprüft werden. Wichtig ist, einzelne Steckdosen nicht zu überlasten, etwa durch zu viele Steckdosenleisten und Geräte. Geräte mit hohem Stromverbrauch – wie zum Beispiel Klimaanlagen – sollten keinesfalls mit Verlängerungskabeln kombiniert werden, da sie dafür nicht ausgelegt sind. Dadurch vermeiden Sie Überhitzung der Kabel und Geräte. Auch der Verzicht auf die dauerhafte Stand-by-Funktion verschiedener Geräte mindert das Risiko der Überhitzung. Glühbirnen sollten zudem keine höhere Wattzahl haben, als auf den Leuchten vorgegeben. Insgesamt lohnt sich die Nutzung von qualitätsgeprüften Steckdosenleisten mit dem GS-Zeichen.

Brennbares Material wie Bücher, Plastik oder Bekleidung sollte stets einen ausreichend großen Sicherheitsabstand zu Geräten haben, die sich beim Gebrauch erhitzen – so etwa zu Leuchten oder Heizgeräten. Auch sollte die Lüftung von elektronischen Geräten – wie etwa einem Notebook – nicht blockiert werden und nie auf brennbaren Unterlagen deponiert werden.

Auch beim Kochen, Grillen, Rauchen, der Nutzung von Räucherstäbchen und Kerzen ist natürlich Vorsicht geboten. Nie sollte man etwaige Feuer- und Hitzequellen unbeobachtet lassen. Beim Heimwerken – wie etwa Schweißen, Schleifen und Arbeiten mit Chemikalien – ist der ausreichende Abstand zu elektronischen Kabeln und anderen brennbaren Materialien essentiell.

Auch Rauchmelder als Frühwarnsysteme können nachweislich Leben retten. Hilfreiche Baumaßnahmen sind Brand- und Rauchschutztüren. Im Haushalt nicht fehlen sollten natürlich auch Löschdecken und Feuerlöscher.


FAQ zur Hausrat

Die Hausratversicherung ersetzt Ihnen bei Brand, Sturm, Leitungswasserschäden und Einbruch den finanziellen Wert von beschädigtem, zerstörtem oder entwendetem Hausrat.
Versichert ist das gesamte Inventar Ihres Haushalts, dazu gehören Möbel, Einrichtungsgegenstände und Dekorationsartikel, Haushaltsgeräte, Unterhaltungselektronik, Bekleidung, Schuhe, Accessoires, Musikinstrumente, Spielzeug, Bücher, CDs & Co., Schmuck, Wertpapiere, Antiquitäten, Geld und andere Wertgegenstände. Auch im Keller, Dachboden oder Garage gelagerte Gartengeräte, Werkzeuge und Fahrräder zählen dazu.
Zu den Standardtarifen gehören die Risiken von Brand, Explosion, Blitzschlag, Sturm, Hagel, Schäden durch Leitungswasser, defekte Rohre und Frost, Diebstahl, Raub und Vandalismus. Über Zusatzbausteine können auch noch weitere Risiken, wie Elementarschäden oder Überspannung abgedeckt werden.
Eine gute Hausratversicherung bekommt man bereits ab unter 100 Euro jährlich. Einzelne Anbieter haben trotz ähnlicher Leistungen stark variierende Preise, auch deshalb lohnt sich ein Vergleich.
Wichtigstes Merkmal ist die Höhe der Versicherungssumme, die sich nach der Größe der Wohnfläche und natürlich dem Wert der Einrichtung richtet. Der Richtwert liegt bei 600 Euro bis 700 Euro pro Quadratmeter. Auch die Tarifwahl ist relevant. Andere Faktoren haben ebenfalls (geringeren) Einfluss auf den Preis. So etwa die Vertragslaufzeit, etwaige regulierte Vorschäden, eine potentielle Selbstbeteiligung, sowie die Lage und der Zustand der Unterkunft.
Der kostenlose, unverbindliche Vergleich auf Tarifcheck.de gibt Ihnen binnen Sekunden einen Überblick über verschiedene Angebote, Tarife und Preise. Geben Sie einfach die Eckdaten Ihrer Wohnung oder Ihres Hauses in den Rechner ein und wählen Sie auf Wunsch weitere Zusatzbausteine aus. Unser Online-Rechner listet Ihnen verschiedene Optionen entsprechend Ihrer Vorgaben und beinhaltet die wichtigen Informationen zu Vertragsdetails und Versicherungsunternehmen. Haben Sie ein passendes Angebot gefunden, können Sie über unsere Webseite direkt einen Vertrag abschließen, ohne dass Ihnen dadurch Zusatzkosten entstehen.
Diese Sachversicherung ist freiwillig. Entsprechend Statista-Umfragen haben jedoch fast drei Viertel der inländischen Haushalte eine Hausratversicherung, mehr als ein Drittel der Bevölkerung hält es für die wichtigste Versicherung. Sinnvoll ist sie nicht nur, wenn Sie besonders wertvolle Dinge besitzen, sondern auch, wenn der Verlust einiger Geräte ein großes Loch in Ihr Budget reißen würde. Auch nach einem Totalschaden – etwa durch ein Feuer – ist man mit einer Hausratversicherung abgesichert und steht nicht vor dem finanziellen Ruin.
Bei einzelnen Anbietern gibt es große Preisunterschiede. Vor der Wahl eines Unternehmens sollte man deshalb unbedingt verschiedene Optionen vergleichen. Essentiell ist die Höhe der Deckungssumme, sie sollte so hoch sein, dass Sie bei einem Totalschaden den finanziellen Wert Ihres Hausrats bekommen, mindestens aber bei 600 € bis 700 € pro m² Wohnfläche liegen. Wichtig ist die Vereinbarung eines Unterversicherungsverzichts. Entsteht dann ein Schaden, wird dieser im vollen Umfang und nicht nur anteilig erstattet.

Besonders wertvolle Gegenstände und Wertsachen sollten ausreichend versichert werden – eventuell auch über Zusatzbausteine. Achten Sie bei Ihrem Wahltarif auf die Entschädigungsgrenzen für bestimmte Gegenstände, je nach Art des Schadens wird für bestimmte Dinge – wie etwa teuren Schmuck – nur ein gewisser Prozentsatz der Versicherungssumme ausgeschüttet, insbesondere wenn dieser nicht besonders gesichert worden ist – beispielsweise durch Safes oder Alarmanlagen.

Auch bestimmte Zusatzbausteine können je nach Ihrer individuellen Situation große Bedeutung haben. So beispielsweise die Absicherung von Gegenständen und Arbeitsgeräten des häuslichen Arbeitszimmers oder die von Fahrraddiebstahl außerhalb der eigenen vier Wände.
Eine Vielzahl von Risiken und Gegenständen können separat abgesichert werden. Relevant könnten beispielsweise die Mitversicherung der groben Fahrlässigkeit oder Glasbruch, von Elementarschäden (wie Flut, Schneedruck oder Lawinen) oder Überspannungsschäden durch Blitzschlag sein. Nutzen Sie einen Wohnraum überwiegend oder häufig als Arbeitszimmer, müssen dortige Gegenstände ebenfalls separat versichert werden. Möchten Sie Fahrraddiebstahl von der Straße mitversichern, benötigen Sie ebenfalls einen Zusatz – dabei sollten Sie darauf achten, dass keine Nachtzeitklausel angewendet wird, denn dann gilt der Schutz nur zwischen 6 Uhr morgens und 22 Uhr abends. Auch Leistungen bei Diebstahl von Hausrat aus dem Auto müssen separat vereinbart werden. Dabei zu beachten sind auch die genauen Summen für jeweiligen Hausrat, nicht immer gelten diese auch für Tablets und ähnliche Dinge.

Damit Ihr Hab und Gut auf Reisen versichert ist, benötigen Sie eine sogenannte Außenversicherung. Besitzen Sie noch weiteres Wohneigentum oder Ferienhäuser, muss deren Inventar ebenfalls gesondert abgesichert werden. Darüber hinaus gibt es zahlreiche weitere Zusatzbausteine, die Ihnen bei Bedarf auch in unserem Vergleichsrechner aufgezeigt werden.
Melden Sie Ihrer Versicherung den Schaden so schnell wie möglich. Je nach Fall natürlich erst, wenn beispielsweise nach einem Einbruch die Polizei verständigt wurde oder bei einem Brand die Feuerwehr. Schildern Sie den Fall in einem ersten Gespräch möglichst genau und lassen Sie sich den Namen des zuständigen Sachbearbeiters geben. In einem zweiten Schritt sollten relevante Daten so schnell wie möglich nachgereicht werden. Dazu gehören Fotos und Bilder des Schadens, die Namen von Zeugen, gegebenenfalls der Polizeireport, eine Bestandaufnahme aller zerstörten, gestohlenen oder defekten Gegenstände inklusive Belege über deren Wert (beispielsweise Kaufbelege, Garantie- oder Reparaturscheine). Behalten Sie dabei stets eine Kopie aller Informationen und lassen Sie sich eine Empfangsbestätigung der Dokumente geben – beziehungsweise versenden Sie sie per Einschreiben.

Rechtlich gesehen haben Sie eine Woche Zeit, den Schaden zu melden, es sollte allerdings möglichst noch am gleichen Tag geschehen – und insbesondere auch, bevor Sie gegebenenfalls mit den notwendigen Aufräumarbeiten beginnen, denn oftmals entsendet die Versicherung einen Gutachter zur Schadenevaluierung.
Wichtig ist, dass Sie den Schaden erstens belegen können, zweitens möglichst gering halten und drittens Präventionsmaßnahmen treffen, um potentielle Risiken gering zu halten.

Punkt 1: Damit die Hausratversicherung für einen Schaden aufkommt, müssen Sie diesen nachweisen können, genauso wie den Besitz und Wert des Hausrats. Ratsam ist deshalb, präventiv eine Liste aller Wertgegenstände zu erstellen und Fotos, Kauf- und Reparaturbelege, Garantiescheine und Gutachten beizulegen. Diese Aufstellung sollte nicht im eigenen Heim, sondern bei Freunden oder in einem Bankschließfach aufbewahrt werden, damit Sie im Ernstfall nicht zerstört wird oder Dieben in die Hände fällt. Auch der Schaden selbst muss nachweisbar sein. Beginnen Sie Aufräumarbeiten deshalb erst nach Absprache mit Ihrem Versicherer und dokumentieren sie ihn vorab unbedingt durch Fotos und / oder Videos. Wurde bei Ihnen eingebrochen, müssen Einbruchspuren vorhanden sein.

Punkt 2: Sie sind verpflichtet, Schäden möglichst gering zu halten, solange dies für Sie keine Gefährdung bedeutet. So wird beispielsweise keiner erwarten, dass Sie Wertgegenstände aus einem brennenden Raum retten, wohl aber, dass Sie die Feuerwehr alarmieren. Auch sollten Sie ausgetretenes Leitungswasser aufwischen, um Schaden an Böden, Inventar und Wänden zu minimieren, solange dadurch beispielsweise keine Gefahr durch einen elektrischen Schlag entsteht.

Punkt 3: Um Einbruchrisiken zu minimieren, sollten Sie Türen und Fenster in Abwesenheit stets abschließen, um den Zugang zu erschweren. Idealerweise haben Sie auch weitere Sicherheitsvorkehrungen getroffen, beispielsweise Alarmanlagen installiert. Mit Feuer und Hitze (zum Beispiel beim Kochen), Arbeitsgeräten (etwa Schweißgeräten) sollte verantwortungsbewusst umgegangen werden. Im Idealfall haben Sie Rauchmelder und Feuerlöscher im Haushalt. Auch sollte die Wohnung oder das Haus im Winter ausreichend geheizt werden, um Wasser- und Feuchtigkeitsschäden und Frost in den Rohren zu vermeiden. Mit dem Zusatzbaustein von Leistungen bei grober Fahrlässigkeit können Sie sich zusätzlich absichern.
Das ist selbstverständlich möglich. Vorab sollte jedoch ein Anbietervergleich vorgenommen werden. Haben Sie kein Sonderkündigungsrecht, müssen die regulären Kündigungsfristen eingehalten werden. Idealerweise werden Kündigung und Neuversicherung so koordiniert, dass dadurch keine Lücke im Versicherungsschutz entsteht, so dass Sie bei einem größeren oder Totalschaden nicht auf eigene Finanzreserven zurückgreifen müssen oder finanziell in Not geraten.
Haben Sie eine Laufzeit von mehreren Jahren vereinbart, können Sie regulär erst zum Ende dieser Laufzeit kündigen, andernfalls wird der Vertrag dann automatisch immer wieder um je ein weiteres Jahr verlängert. Kündigen kann man ansonsten stets vor Ablauf des Jahres, in der Regel beträgt die Frist drei Monate. Ein einmonatiges Sonderkündigungsrecht haben Sie, wenn Ihr Anbieter bei gleichbleibenden Leistungen oder nach einem Umzug die Versicherungsbeiträge anhebt. Auch nach der Regulierung eines Schadens können Sie außerordentlich kündigen, die Hausratversicherung hat in diesem Fall das gleiche Recht. (Sonder-)Kündigungen sollten stets schriftlich und per Einschreiben eingereicht werden, damit Sie bei Bedarf nachweisen können, dass Sie die Fristen eingehalten haben.
Ja, im Voraus gezahlte Beiträge erhalten Sie in diesem Fall zurückerstattet.
Ja, dass sollten Sie in jedem Fall tun. Für eine Übergangsphase von maximal zwei Monaten haben Sie dann in beiden Behausungen (der neuen und der alten) Versicherungsschutz. Zu beachten ist auch, dass bei einem Umzug eventuell die Deckungssumme neu berechnet werden muss, weil sich Ihr Hausstand verkleinert oder vergrößert.
Nennen Sie mehr als eine Wohnung Ihr Eigen, brauchen Sie für jede davon eigenen Schutz. Das Inventar von Ferienwohnungen und Ferienhäusern im In- und Ausland können Sie dabei oftmals über Zusatzbausteine der Hausratversicherung absichern – unabhängig davon, ob Sie es selbst bewohnen oder zeitweise oder permanent vermieten.
Nehmen Sie Ihren Hausrat mit auf Reisen, können Sie ihn dort durch eine sogenannte Außenversicherung absichern. Bei einzelnen Anbietern variiert dabei, in welchem Umfang die Leistungen erfolgen.
Ja, auch während Ihrer Abwesenheit ist Ihr Inventar daheim versichert, solange Sie alles in einem angemessenen Zustand hinterlassen, Fenster und Türen richtig abgeschlossen haben. Währt Ihre Abwesenheit länger als 60 Tage, sollten Sie Ihre Hausratversicherung informieren, vielfach wird dann eine Preiserhöhung fällig.
Inwiefern auch Gegenstände versichert sind, die sich frei zugänglich auf Ihrem Grundstück befinden, hängt von den Vertragsbedingungen ab. Informieren Sie sich bei Bedarf, ob diesbezüglich ausreichend Schutz besteht.
Wird Ihr Kraftfahrzeug aus der Garage entwendet, ist nicht die Hausrat- sondern die Kfz-Kaskoversicherung zuständig. Haben Sie nur eine Kfz-Haftpflichtversicherung abgeschlossen, bleiben Sie unter Umständen auf den Unkosten sitzen.

Wird durch Brand, Vandalismus oder Wasser das Gebäude selbst beschädigt, ist das ein Fall für die Gebäudeversicherung. Haben Sie sich von Dritten Gegenstände ausgeliehen, und werden diese von in Ihrem Haushalt gestohlen oder von Ihnen versehentlich beschädigt, ist Ihre Haftpflichtversicherung zuständig.
Wichtig ist, dass Sie die Kommunikation und Ihre Forderungen genau dokumentieren und als Nachweis stets eine Kopie aller Unterlagen behalten. Hilfreich bei Unstimmigkeiten ist eine Rechtsschutzversicherung. Haben Sie keine, können Sie auch den zuständigen Ombudsmann kontaktieren.

In jedem Fall sollten Sie Brand, Wasserschäden und Diebstahl im Rahmen des Möglichen vorbeugen und eine Liste all Ihrer Wertgegenstände anlegen, damit Ihnen im Schadenfall keine Fahrlässigkeit vorgeworfen werden kann und der Verlust des Hausrats nachvollziehbar ist. Auch sollten Sie eine Unterversicherung vermeiden, damit Sie im Ernstfall auch den vollen Wert Ihres Hausrats erstattet bekommen.