Zahnzusatz


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Zahnzusatzversicherung Vergleich

Zahnzusatz Vergleich

Gesunde Zähne sind für das allgemeine Wohlbefinden sehr wichtig. Doch trotz bester Pflege kommt man ohne Zahnärzte nicht aus – und die Behandlungskosten werden von der gesetzlichen Krankenkasse nur anteilig im Rahmen der Regelversorgung übernommen. Eigenanteil und Maßnahmen außerhalb der Regelversorgung liegen oft im drei- bis fünfstelligen Bereich.

Damit man bei der Zahngesundheit trotzdem keine Abstriche machen muss, lohnt sich eine Zahnzusatzversicherung. Diese ist schon ab wenigen Euro pro Monat erhältlich und deckt je nach Tarif auch Kosten für optisch schönere Zahnsanierungen wie Inlays oder Keramikfüllungen.

Geben Sie einfach Ihre Eckdaten in unser Formular ein. Entsprechend Ihrer Wünsche erarbeiten wir für Sie dann einen individuellen, unverbindlichen und kostenlosen Vergleich. Einer unserer Experten wird Sie diesbezüglich binnen eines Werktages kontaktieren.


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Die Leistungen der Zahnzusatzversicherung

Je nach Tarif und Anbieter können Sie verschiedene Leistungen vereinbaren, dazu können kieferorthopädische Leistungen gehören, aber auch Kostenerstattung für Implantate, Inlays, Kronen und Füllungen. Die Zusatzversicherung übernimmt anteilig oder vollständig die Kosten, für welche die gesetzliche Krankenversicherung nicht aufkommt. Insbesondere werden je nach Tarif auch Kosten für ästhetischere Lösungen übernommen, so etwa für Komposit-, Kunststoff- und Keramikfüllungen. Auch die Prophylaxe als Form des Gesundheitsschutzes ist verhandelbar, beispielsweise die professionelle Zahnreinigung oder Fluoridierung.

Einmal vertraglich vereinbarte Leistungen dürfen im Nachhinein von der privaten Zahnversicherung nicht gestrichen werden – es sei denn, vor Vertragsbeginn wurden seitens der Versicherungsnehmerin oder des Versicherungsnehmers falsche Angaben bezüglich der Zahngesundheit gemacht.

Schon gewusst?

Wer eine Zahnzusatzversicherung abschließt, hat weiterhin Anrecht auf alle Zahnarztleistungen der gesetzlichen Krankenkassen (die sogenannte GKV-Regelversorgung).

Modelle der Zahnzusatzversicherung

Vor Vertragsabschluss sollte man verschiedene Tarife der privaten Krankenversicherungen vergleichen, denn es gibt große Unterschiede zwischen Preisen und Leistungen. Generell gibt es zwei Modelle der Kalkulation und zwar 1) Zahntarife nach Art der Lebensversicherung und 2) Zahntarife nach Art der Schadenversicherung.

Zahntarife nach Art der Lebensversicherung

Bei diesem Modell werden Altersrückstellungen gebildet. Das heißt, Sie zahlen schon in jüngeren Jahren meist einen verhältnismäßig höheren Beitrag, damit dieser auch in späteren Jahren konstant bleibt, obwohl eine höhere Beanspruchung teurer Leistungen dann wahrscheinlich wird. Altersrückstellungen können nicht zu einem anderen Zahnversicherer mitgenommen werden und werden bei einer Kündigung auch nicht ausgezahlt.

Beitragsanpassungen sind dennoch möglich – beispielsweise aufgrund von Inflation. Allerdings sind diese allgemeinen Anpassungen des gesamten Tarifs dann nicht altersabhängig.

Zahntarife nach Art der Schadenversicherung

Hier werden keine Altersrückstellungen gebildet. Die Beiträge können dementsprechend mit zunehmendem Alter und Inanspruchnahme der Versicherung steigen, dies geschieht in der Regel in einer vorab festgelegten Staffelung, die Interessierte bereits bei Vertragsabschluss einsehen können. Tarife entsprechend der Schadenversicherung sind etwas weiter verbreitet als die nach Art der Lebensversicherung, dementsprechend gibt es hier mehr Policen zur Auswahl. Beide Modelle sind in Deutschland gängig. Neben der altersabhängigen Beitragserhöhung sind zusätzlich noch allgemeine, altersunabhängige Beitragsanpassungen möglich.

Basis-, Komfort- und Premiumtarife

Abhängig von Ihren persönlichen Wünschen können Sie verschiedene Zahnzusatzleistungen versichern. Zusatzversicherungen können beispielsweise Kosten für die Eigenbeteiligung an der GKV-Regelversorgung übernehmen oder auch zusätzlich ästhetischere Zahnsanierungen abdecken. Dazu können umfangreiche Leistungen gehören, so die Nutzung von optisch schöneren Materialien wie Keramikfüllungen statt Nicht-Edelmetallfüllungen.

Auch hochwertiger Zahnersatz kann im Schutz inbegriffen sein, so etwa die teilweise oder vollständige Erstattung von Implantaten, die nicht zur GKV-Regelversorgung gehören.

Ergänzungstarife

Ergänzungstarife gelten in Kombination mit anderen Zusatzleistungen privater Krankenversicherungen wie beispielsweise ein Einzelzimmer bei stationären Krankenhausaufenthalten.

Derartige Ergänzungstarife bestehen dementsprechend aus bereichsübergreifendem Schutz, sind allerdings meist nicht ganz so umfangreich – decken also einzelne Bereiche nicht im gleichen Maße ab, wie spezielle Versicherungen nur für die Zähne. Derartige Kompakttarife sind folglich günstiger als die individuelle Versicherung einzelner Bausteine.


Welche Behandlungen von der GKV bezahlt werden

Die gesetzlichen Krankenkassen legen mit der Regelversorgung genau fest, welche zahnärztlichen Leistungen im welchen Umfang getragen werden. Das Prinzip dahinter ist die in § 12 des Fünften Sozialgesetzbuches (SGB V) festgeschriebene Wirtschaftlichkeit und Zweckmäßigkeit einer Behandlung. Selbst zweckmäßige zahnärztliche Maßnahmen werden dabei nur zu festgelegten Beträgen übernommen, oft ist eine Eigenbeteiligung von Patientinnen oder Patienten notwendig. Ästhetische Aspekte spielen dabei generell eine untergeordnete Rolle.

Im Rahmen der Regelversorgung werden so nur Zähne behandelt, die als "erhaltungswürdig" eingestuft werden, andernfalls übernimmt die GKV nur deren Entfernung. In einigen Fällen ist der Zahn aber noch zu retten – allerdings nur durch kostspielige Maßnahmen, die privat bezahlt werden müssen oder von einer Zahnversicherung übernommen werden könnten.

Das sind die Zahnleistungen der GKV im Einzelnen:

Der halbjährliche Kontrollbesuch beim Zahnarztbesuch wird von den gesetzlichen Krankenkassen erstattet und gefördert, denn dadurch können potentiell notwendige Maßnahmen so früh wie möglich erkannt werden und die notwendigen Behandlungskosten bleiben dementsprechend vergleichbar gering. Können Sie mithilfe Ihres Bonushefts den regelmäßigen Kontrollbesuch beim Zahnmediziner nachweisen, übernimmt die GKV höhere Kostenanteile, falls Zahnersatz fällig werden sollte. Kinder haben bis zum sechsten Jahr Anspruch auf insgesamt drei Vorsorgebehandlungen. Im Alter zwischen sechs und 18 Jahren können sie, wie Erwachsene auch, zweimal jährlich die von der GKV bezahlte Untersuchung vornehmen lassen. Das Bonusheft ist für Kinder ab dem 12. Lebensjahr gültig.
Die professionelle Zahnreinigung muss die oder der Versicherte aus eigener Tasche zahlen, allerdings besteht Anspruch auf eine jährliche, von der Kasse übernommene Zahnsteinentfernung. Einige GKV beteiligen sich freiwillig an den Kosten für diese Maßnahme. Die Reinigung kostet je nach Zahnarzt zwischen 50 Euro und 200 Euro. Bei Patientinnen und Patienten bis zum 18. Lebensjahr übernimmt die GKV – wenn dies medizinisch notwendig erscheint – die Fluoridierung der Zähne. Dabei werden Kauflächen versiegelt und mit einer fluoridhaltigen Paste bestrichen, um die Kariesgefahr zu mindern.
Die Krankenkasse übernimmt im vollen Umfang die Entfernung von Karies, das Füllen der Löcher, das Ziehen von Zähnen, sowie Wurzelkanalbehandlungen, wenn gute Erfolgsaussichten bestehen – andernfalls kann der Eigenanteil für letzteren Zahnschutz im vierstelligen Bereich liegen. In jedem Fall wird bei der GKV-Regelversorgung das günstigste Material genutzt – Kunststofffüllungen werden nur im sichtbaren Zahnbereich von der Kasse übernommen, beziehungsweise die Nicht-Edelmetalle werden bei Kronen auf der sichtbaren Seite verblendet. Keramik-, Kunststoff- und Kompositfüllungen sowie Inlays müssen von Patientinnen und Patienten (mit-)finanziert werden, die Kosten dafür liegen oft im mittleren dreistelligen Bereich.
Wer diesen benötigt, erhält von der GKV einen Kostenzuschuss von 50 % für die einfache Regelversorgung – also nur für die günstigste Variante von Brücken, Kronen und Co. Mindestens 50 % der der Rechnung trägt also die Patientin oder der Patient. Es gibt allerdings auch Vergünstigungen. Wer regelmäßig beim Zahnarzt war, ohne einen Vorsorgetermin zu überspringen, der erhält Prozente: Waren Sie fünf Jahre in Folge regelmäßig zur Vorsorge, haben Sie ab dem sechsten Jahr Anspruch auf 60 % Zuschuss. Im elften Jahr erhalten Sie die Maximalbezuschussung von 65 %. Besondere Vereinbarungen gelten für GKV-Versicherte, die Hartz IV oder Bafög beziehen oder deren Bruttoverdienst nicht höher liegt als 1.162 Euro pro Monat (Stand 2016). In diesen Fällen übernimmt die gesetzliche Krankenkasse die kompletten Kosten für Zahnersatz und Zahnprothesen entsprechend der Regelversorgung. Implantate werden von den gesetzlichen Kassen beispielsweise nicht übernommen – beziehungsweise nur der Festzuschuss für die Lücke oder Brücke, dieser Anteil liegt meist im unteren bis mittleren dreistelligen Bereich. Kosten für Implantate hingegen liegen zwischen 1.600 Euro und 3.500 Euro.
Inwiefern die GKV die Rechnung übernimmt, hängt von dem Schweregrad der Kiefer- oder Zahnfehlstellung ab. Diesbezüglich werden individuelle Befunde anhand der kieferorthopädischen Indikationsgruppe (KIG) einem Schweregrad zugeordnet. Bei KIG 1 und KIG 2 sind die Fehlstellungen verhältnismäßig unauffällig, entsprechende Behandlungen werden deshalb nicht von der GKV übernommen. Erst bei KIG 3 bis KIG 5 übernimmt die Krankenkasse die Kosten – allerdings wiederum nur im wirtschaftlich sinnvollen und zweckmäßigen Umfang. Bei Kindern werden entsprechende kieferorthopädische Maßnahmen öfter von der GKV übernommen als bei Erwachsenen. Zahnspangen liegen preislich zwischen 3.000 Euro und 10.000 Euro. Die sogenannten Clear Aligner zwischen 5.000 Euro und 7.000 Euro – es handelt sich dabei um eine transparente Schiene, die die Zähne umschließt und deswegen kaum sichtbar ist. Der Behandlungszeitraum kann entsprechend des Bedarfs wenige Monate oder auch bis zu vier Jahren dauern.

Die privatzahnärztliche Gebührenordnung (GOZ)

2012 wurde die neue privatzahnärztliche Gebührenordnung (GOZ) eingeführt. Seitdem muss man mit höheren Kosten rechnen. Die GOZ legt zwar die Kosten für die Regelversorgung genau fest, wieviel allerdings für Zusatzmaßnahmen berechnet wird, ist den Zahnmedizinern überlassen. Auch Material wie Kunststoff oder Keramik ist in den einzelnen Laboren unterschiedlich teuer. Dementsprechend stark variieren auch die Preise einzelner Mediziner. So berechnen einige Ärzte für eine Zahnreinigung beispielsweise nur 75 Euro, andere 200 Euro. Bei teureren Zahnsanierungen wie Implantaten klafft die Lücke noch weiter auseinander, die Differenzen können dort im vierstelligen Bereich liegen.

Bevor Sie also einer kostenintensiven Zahnsanierung zustimmen, sollten Sie vergleichen, ob andere Anbieter den gleichen Schutz vielleicht günstiger anbieten. In jedem Fall sollte der Heilplan bei teuren Behandlungen vorab bei der gesetzlichen Krankenkasse und der Zahnversicherung eingereicht werden, damit Sie wissen, welche Kosten genau übernommen werden.

Auch dürfen Zusatzversicherungen die Rechnungserstattung verweigern, wenn Sie den Heilplan nicht vor Behandlungsbeginn eingesehen haben.

Tarifcheck.de-Tipp

Oftmals beinhalten Heilpläne Maßnahmen, die die Regelversorgung bei weitem übersteigt. Auch preislich gibt es zwischen einzelnen Zahnärzten große Unterschiede. Hinterfragen Sie kostenintensive Behandlungen, die Ihnen nicht sinnig erscheinen, und holen Sie im Zweifel die Meinung eines zweiten Arztes ein.

So werden die Beiträge der Zahnzusatzversicherung berechnet

Maßgebliche Faktoren bei der Berechnung des monatlichen Beitrags sind das Alter bei Versicherungsbeitritt, die gewünschten Leistungen und die Zahngesundheit. Je jünger Sie sind, desto wahrscheinlicher ist auch ein guter Zustand der Zähne. Liegen bereits Diagnosen vor – beispielsweise bezüglich einer Kieferfehlstellung – dann kann der Zahnzusatzversicherer diesbezügliche Leistungen aus dem Vertrag ausklammern oder die Antragstellerin oder den Antragssteller abweisen. Allgemein gilt: Je jünger und gesünder Sie sind, desto günstiger sind auch die monatlichen Beiträge.

Vor Vertragsabschluss erkundigt sich die private Krankenversicherung in einem Fragebogen über die Gesundheit Ihrer Zähne. Wichtig ist, diesbezügliche Angaben doppelt auf Richtigkeit zu überprüfen, denn schleichen sich Fehler ein, dann ist der Versicherungsschutz auch noch Jahre später gefährdet.

Wenn Sie als neu Versicherte oder Versicherter den ersten Erstattungsantrag einreichen, hat die private Zusatzversicherung so das Recht, den Zahnarzt zu fragen, ob Ihre Angaben zu Ihrer Zahngesundheit korrekt waren.

Nicht immer bietet der teuerste Tarif auch den besten Schutz. Vergleichen Sie deshalb vor Vertragsabschluss unbedingt einzelne Anbieter und Preise!


Was beim Abschluss einer Zahnzusatzversicherung wichtig ist

Abschluss ehe Handlungsbedarf besteht:

Je jünger Sie bei Vertragsabschluss sind und je gesünder Ihre Zähne, desto günstiger fallen auch die Beiträge aus. Es ist daher empfehlenswert, eine Zahnversicherung abzuschließen, bevor notwendige Behandlungen absehbar sind. Abhängig von der individuellen Zahngesundheit ist ein Versicherungsbeitritt sinnvoll, wenn man zwischen dreißig Jahren und Anfang Vierzig ist. Möchten Sie auch Ihren Nachwuchs versichern, so sollten Sie dies tun, bevor etwaige notwendige kieferorthopädische Maßnahmen attestiert werden, da die Beiträge dann steigen oder kieferorthopädische Maßnahmen sogar ganz vom Versicherungsschutz ausgeklammert werden können.

Wartezeiten:

Bei der Wartezeit handelt es sich um den Zeitraum, während der Sie schon Beiträge zahlen, aber noch keinen Anspruch auf Versicherungsschutz haben. Dies ist bei privaten Krankenversicherungen üblich, je nach Leistung variiert aber der Zeitraum; bei Zahnbehandlungen beträgt diese Wartezeit in der Regel acht Monate. Auf diese Weise soll verhindert werden, dass Kundinnen und Kunden bereits mit dem Wissen einer bevorstehenden teuren Maßnahme eine Zahnzusatzversicherung abschließen. Durch die Wartezeiten allgemein können auch die monatlichen Beiträge geringer gehalten werden. Es gibt private Versicherungen, die die Wartezeiten ausklammern oder verkürzen, allerdings sind diese dann meist auch teurer.

Wenn der Zahnarztbesuch aufgrund eines Unfalls während der Wartezeit unvermeidlich wird, kann die private Versicherung vielfach schon vorzeitig in Anspruch genommen werden.

Möglichst keine Zahnstaffel:

Viele Zusatzversicherungen beinhalten eine Zahnstaffel. Das heißt, dass dann in den ersten Jahren nur eine bestimmte Maximalsumme im drei oder vierstelligen Bereich in Anspruch genommen werden kann. Diese reicht für die Zahnsanierung oftmals nicht aus. Sinnvoll ist deswegen, genau zu überprüfen, welchen Schutz ein Tarif im Detail beinhaltet. Allgemein garantieren fast alle Anbieter in den ersten Jahren nur eine begrenzte Erstattung der Rechnungen. Auch deswegen sollte die Versicherung bereits abgeschlossen werden, wenn noch kein Handlungsbedarf besteht.

Kein Kündigungsrecht der Versicherer:

Einige Verträge beinhalten Klauseln, die der Versicherung binnen der ersten drei Jahre ohne Angabe von Gründen ein Kündigungsrecht einräumen. Damit Ihr persönlicher Schutz auch bei intensiver Inanspruchnahme der Versicherung nicht gestrichen werden kann, ist es empfehlenswert, vom gewünschten Anbieter eine schriftliche Bestätigung einzufordern, dass eine derartige Kündigung außer Frage steht.

Überprüfung der Vertragsbedingungen:

Bevor Sie einen entsprechenden Vertrag unterzeichnen, überprüfen Sie genau die einzelnen Klauseln. Je nach Tarif und Anbieter gelten einzelne Leistungen – wie beispielsweise Inlays – nur für eine gewisse Anzahl Zähne, sind auf eine bestimmte Summe begrenzt oder werden gar ausgeklammert. Bevor Sie den Vertrag unterschreiben, sollten Sie folglich sicher sein, dass die Police Ihren Vorstellungen entspricht. Die Zusatzversicherung sollte zudem Behandlungskosten übernehmen, die den maximalen Erstattungssatz der privatzahnärztlichen Gebührenordnung (GOZ) aufweisen.

Sie sind für Krankenzusatzleistungen nicht an einen Versicherer gebunden:

Haben Sie bereits eine Krankenzusatzversicherung bei einem privaten Anbieter, heißt das nicht, das Sie auch für Ihre Zähne den gleichen Versicherer nutzen müssen. Sie können beispielsweise bei Unternehmen A eine Auslandskrankenversicherung abschließen und mit Anbieter B den Schutz für Ihre Zähne vereinbaren. Das hat den Vorteil, dass Sie trotz bestehender privater Krankenversicherung die besten Tarife und Angebote einzelner Zahnversicherungen vergleichen können.


So nehmen Sie die Leistungen in Anspruch

Bei der Regelversorgung übernimmt die private Krankenversicherung je nach Tarif die Kosten, die von der gesetzlichen Kasse nicht getragen werden. Haben Sie allerdings besondere Wünsche bezüglich der Vorgehensweise und des Materials, sollten Sie vor einer Behandlung den Heilplan bei Ihrer GKV einreichen, damit diese Ihnen aufschlüsseln kann, welche Kosten im Einzelnen übernommen werden. Diese Informationen leiten Sie anschließend schriftlich an Ihren Zahnzusatzversicherer weiter. Dieser wird Ihnen ebenfalls schriftlich mitteilen, welche Bestandteile der Rechnung im Detail übernommen werden.

Wie auch bei anderen privaten Krankenversicherungen müssen Sie sich selbst darum kümmern, dass Sie die Leistungen Ihrer Zusatzpolice auch erhalten: Diese werden nicht direkt automatisch an den Zahnmediziner überwiesen, sondern auf Ihr eigenes Konto, nachdem Sie der Zusatzversicherung die entsprechende Rechnung zukommen haben lassen. Sie selber müssen den ausstehenden Betrag dann an den Arzt weiterleiten. Sobald Sie vom Zahnarzt eine Rechnung erhalten haben, sollten Sie deren Kopie deswegen umgehend an Ihren privaten Versicherer schicken, um das Ihnen zustehende Geld schnellstmöglich zu erhalten.

Achtung

Wird die Behandlung teuer, dann erwarten viele Zusatzversicherungen, dass die Patientin oder der Patient vorab den Heilplan einreicht. Geschieht das nicht, dann muss die Verbraucherin oder der Verbraucher die Rechnung unter Umständen in einem höheren Umfang selber tragen.

Ein entsprechendes Urteil zugunsten der privaten Zusatzversicherung fällte so auch das Landgericht Köln am 19. Februar 2014 (Az. 23 O 197/13).

So reduzieren Sie Zahnbehandlungskosten

Abschluss einer Zahnzusatzversicherung:

Die private Versicherung übernimmt je nach gewähltem Tarif den Eigenanteil, den Sie als Patientin oder Patient für die Regelversorgung zahlen oder wahlweise auch Kosten für ästhetischere Zahnsanierung, die von der GKV nicht übernommen werden.

Das Bonusheft:

Regelmäßige Zahnarztbesuche lohnen sich, selbst wenn man keine Beschwerden hat. Können Sie in Ihrem Bonusheft nachweisen, dass Sie regelmäßig zur Kontrolle waren, dann verringert sich die Eigenbeteiligung an Zahnersatz. Wer fünf Jahre regelmäßig beim Zahnmediziner war, erhält im sechsten Jahr statt 50 % der Regelversorgung für Zahnersatz nun 60 % erstattet. Schon ein einziger fehlender Besuch macht diese Vergünstigungen allerdings wieder zunichte.

Absolviert man zehn Jahre regelmäßig alle Zahnarztbesuche, erhält man im elften Jahr den Maximalzuschuss von 65 %. Bei einem lückenlosen Bonusheft gibt es GKV-abhängig zuweilen auch in anderen Bereichen Vergünstigungen – so etwa bei der professionellen Zahnreinigung.

Der Kosten- und Heilplan:

Die Erstellung eines Heilplans ist umsonst – auch wenn Sie sich einen zweiten Plan erstellen lassen, um etwaige Posten miteinander abzugleichen. Lassen Sie sich einzelne Behandlungsschritte also genau erklären. Haben Sie Zweifel bezüglich Preisen und / oder Therapie, lassen Sie sich von einem weiteren Zahnmediziner zum Vergleich einen Plan erstellen.

Ihre GKV kann auf Ihren Wunsch hin einen Gutachter beauftragen, um den Plan zu prüfen. Die Unabhängige Patientenberatung Deutschland (UPF) kann Ihnen ebenfalls bei der Einschätzung des Heilplans helfen. Eine weitere Alternative sind die Gesundheitsexperten der Verbraucherzentralen, die einschätzen können, ob ein bestimmter Voranschlag oder eine Rechnung überteuert ist.

Ihre GKV kann Ihnen zudem mitteilen, welche zahntechnischen Labore die günstigsten Preise haben – fragen Sie Ihren Zahnarzt gegebenenfalls, ob er bezüglich Ihrer Behandlung ein günstigeres Labor nutzen kann.

Wer Hartz IV, Bafög oder Grundversorgung bezieht oder ein monatliches Bruttoeinkommen unter 1.162 Euro hat (Stand 2016), der erhält für Zahnersatz die kompletten Kosten der Regelversorgung erstattet. Auch kann entsprechend der Härtefallregelung beantragt werden, dass die Eigenbeteiligung an der Regelversorgung generell ausgesetzt wird. Wer geringfügig mehr Einkommen hat, als oben angegeben, hat unter Umständen Anspruch auf höhere GKV-Zuschüsse.


Wer wann eine Zahnzusatzversicherung abschließen sollte

Zahnpflege ist aufwendig und die Vorsorge umfangreich – nicht umsonst soll man die Gesundheit im Mund alle sechs Monate durch einen Mediziner überprüfen lassen.

Wem die Regelversorgung der gesetzlichen Krankenversicherung nicht reicht, und wer eine optisch schöne Zahnsanierung bevorzugt – mit beispielsweise Keramik- oder Edelmetalllösungen, Implantaten und Inlays, der sollte über eine Zusatzversicherung nachdenken. Wichtig ist, die Versicherung nicht erst abzuschließen, wenn die Zähne in einem schlechten Zustand sind, denn bestehende Mängel vor Vertragsabschluss werden vom Versicherungsschutz ausgeschlossen.

In jungen Jahren sind umfangreiche Zahnsanierungen in den meisten Fällen noch unwahrscheinlich, eine Zahnzusatzversicherung hat deswegen weniger Priorität. Ist man in den Dreißigern oder Anfang Vierzig, ist der Abschluss einer entsprechenden Police folglich empfehlenswerter, da in den kommenden Jahren aufwendigere Maßnahmen wahrscheinlich werden, aber die Zähne vielfach noch in einem guten Zustand sind.

Auch in späteren Jahren kann eine Versicherung noch sinnvoll sein, wenn die Zähne gut erhalten sind. Wurden vor Vertragsabschluss Behandlungen bezüglich Kronen, Implantaten oder Brücken bereits abgeschlossen, dann kann es je nach Anbieter oder Tarif auch sein, dass selbst für die Sanierung dieser behandelten Zähne anschließend Versicherungsschutz besteht.

Schon gewusst?

Jeder achte Mensch in der BRD hat Zahnlücken, weil er sich den Zahnersatz nicht leisten kann, und mehr als 40 % hat kein Geld für teure Zahnprothesen – das berichtet test.de im Verweis auf eine GfK-Umfrage für das Magazin Apotheken Umschau.

Kieferorthopädie – Zahnzusatzversicherung für den Nachwuchs

Wurden am Zahn vor Abschluss einer Zusatzversicherung Mängel festgestellt, dann werden diesbezügliche Behandlungskosten in der Regel vom Versicherungsschutz ausgeklammert. Dies wird bei Kindern nur äußerst selten der Fall sein. Allerdings gehört auch die Kieferorthopädie zur Zahnversorgung. Und nur schwerwiegendere Kiefer- und Zahnfehlstellungen werden von der gesetzlichen Krankenkasse im Rahmen der Regelversorgung übernommen.

Wer möchte, das für die Kinder gegebenenfalls anfallende, ästhetische Korrekturen bestmöglich und umfangreich ausgeführt werden, der sollte darüber nachdenken, auch für den Nachwuchs eine entsprechende Zahnversicherung abschließen – und zwar schon im Kindergartenalter, wenn noch keine etwaigen Fehlstellungen festgestellt worden sind, denn dann sind diese vom Versicherungsschutz ausgeschlossen.


Kündigung der Zahnzusatzversicherung

Da es sich um eine private Versicherung handelt, können Sie die Zahnzusatzpolice natürlich auch wieder kündigen. Allerdings sollte dieser Schritt genau überlegt werden. Selbst wenn Sie Ihre Versicherung derzeit nicht in Anspruch nehmen, sollte auch für die Zukunft vorgesorgt werden. Rechnet man die Beiträge auf die Jahre hoch und stellt sie potentiell notwendigen Maßnahmen gegenüber, so sind diese monatlichen Beiträge – je nach Tarif – in den meisten Fällen noch um ein Vielfaches günstiger als etwaige Ausgaben für die Zahnversorgung.

Oft wird das Vertragsverhältnis auf ein Jahr festgelegt und automatisch um ein Jahr verlängert, wenn die Kündigung nicht zeitig eingereicht wird. Die diesbezügliche Frist liegt in der Regel drei Monate vor Ablauf des Versicherungsjahres – Details finden sich in Ihrem Vertrag.

Ein außerordentliches Kündigungsrecht oder Sonderkündigungsrecht haben Sie, wenn der Versicherer die Leistungen kürzt oder die Beiträge erhöht, ohne die Leistungen entsprechend anzupassen. Entsprechend Paragraph § 205 des Versicherungsvertragsgesetzes (VVG) haben Sie dann ein zweimonatiges Kündigungsrecht. Dieses ist gültig für "Krankheitskosten- und bei der Krankenhaustagegeldversicherungen" – worunter auch Zahnzusatzversicherungen fallen.

Die Kündigung sollte schriftlich per Einschreiben an die private Krankenversicherung übermittelt werden, damit Sie bei Bedarf nachweisen können, dass sie fristgemäß übersendet wurde.

Wechsel der Zahnzusatzversicherung

Ein Wechsel ist selbstverständlich möglich, sollte aber – genau wie eine Kündigung – genau überlegt werden. Denn mit zunehmendem Alter und abnehmender Zahngesundheit müssen Sie bei einem neuen Anbieter mit höheren Einstiegsbeiträgen rechnen. Auch können Sie etwaige gebildete Altersrückstellungen nicht zu einem anderen Anbieter mitnehmen und erhalten sie auch nicht ausgezahlt.

Entschließen Sie sich trotzdem zu einem Wechsel, dann sollte dieser so koordiniert werden, dass Sie zu allen Zeiten Schutz haben und dabei auch die Wartezeit bei einem neuen Anbieter mit einberechnet wird.

Wechseln Sie innerhalb desselben Versicherungsunternehmens in einen besseren Tarif, dann haben Sie weiterhin Anspruch auf die bisherigen Leistungen. Nur für den erweiterten Schutz wird Ihnen bezüglich der Betragshöhe Ihr aktuelles Alter angerechnet, und Sie müssen die Wartezeiten in Kauf nehmen.

Mithilfe unseres Zahnzusatzversicherungs-Rechners können Sie verschiedenste Optionen vergleichen.


FAQ zur Zahnzusatz

Gesetzlich Krankenversicherte erhalten bei Zahnbehandlungen nur Kosten(-Zuschüsse) entsprechend der Regelversorgung erstattet. Mit den Eigenanteilen der Regelversorgung oder notwendigen Geldern für optisch schönere Zahnsanierung könnte man – je nach Maßnahme – schon ein neues Smartphone oder gar einen Kleinwagen finanzieren. Die Zusatzversicherung setzt bei diesem Manko an und übernimmt anfallende Rechnungen anteilig oder vollständig. Auch wenn Sie eine Zahnzusatzversicherung haben, haben Sie weiterhin vollen Anspruch auf Ihre GKV-Regelversorgung.
Geben Sie einfach Ihre Eckdaten in unser Formular ein. Einer unserer Experten wird für Sie einen kostenlosen, unverbindlichen Vergleich erarbeiten und Sie diesbezüglich binnen eines Werktages kontaktieren.
Potentiell sinnvoll ist eine entsprechende Police für gesetzlich Krankenversicherte, die eine volle Deckung der zahnärztlichen Behandlungen im Rahmen der Regelversorgung wünschen und / oder ästhetische Zahnsanierungen bevorzugen.
In jungen Jahren ist die Notwendigkeit der Zahnsanierung unwahrscheinlicher als in späteren Lebensjahren. Sinnvoll ist der Abschluss deswegen vielfach, wenn man in den Dreißigern oder frühen Vierzigern ist, da zu diesem Zeitpunkt meist noch kein akuter Handlungsbedarf besteht und dementsprechend viele Risiken versichert werden können. Gleichzeitig werden teure Maßnahmen in naher Zukunft aber wahrscheinlich. Auch für Kinder im Kindergartenalter könnte eine derartige Versicherung Sinn machen, werden dann später Kiefer- oder Zahnfehlstellungen attestiert, dann übernimmt die Zusatzversicherung je nach Tarif dafür auch Rechnungen, die weit über die Regelversorgung der gesetzlichen Krankenkassen hinaus gehen.
Das hängt vom individuellen Zustand der Zähne ab. Sind die Zähne gut erhalten, kann das Sinn machen, selbst wenn man sich dem Rentenalter nähert, da in Zukunft weitere Behandlungen wahrscheinlich werden. Besteht aber bereits großer Sanierungsbedarf, so werden diesbezügliche Maßnahmen vom Versicherungsschutz ausgeklammert, so dass der potentielle Nutzen der Zusatzversicherung genau hinterfragt werden muss.
Die Beiträge sind abhängig von Alter und Zahngesundheitszustand bei Versicherungsbeitritt sowie natürlich dem gewünschten Tarif.
Ein Vorteil ist, dass Sie nicht an eine Zusatzversicherung gebunden sind. Haben Sie beispielsweise bereits eine private Krankenhaustagegeldversicherung, heißt das nicht, dass Sie auch die Zusatzversicherung beim gleichen Anbieter abschließen müssen. Sie können also bequem verschiedene Tarife und Anbieter vergleichen, ohne Rücksicht auf bestehende Versicherungsverhältnisse nehmen zu müssen. Allgemein sollte eine Versicherung abgeschlossen werden, bevor gravierende zahngesundheitliche Probleme bestehen, da bereits diagnostizierte Befunde in der Regel vom Versicherungsschutz ausgeklammert werden.
Auch haben alle Anbieter eine Wartezeit von acht Monaten, während der man schon Beiträge zahlt, aber keinen Anspruch auf Versicherungsschutz hat – aufgehoben wird diese nur bei Unfällen, die umgehende Maßnahmen erfordern. In den ersten Jahren können die Leistungen vielfach nur bis zu einem gewissen Maximalbetrag in Anspruch genommen werden. Auch aus diesem Grund ist es sinnvoll, die Versicherung abzuschließen, bevor teure Zahnbehandlungen absehbar werden.
Bevor Sie den Vertrag unterzeichnen, überprüfen Sie die einzelnen Klauseln, damit sichergestellt ist, dass die Police auch im Detail Ihren Wünschen entspricht. So sollte die private Krankenversicherung beispielsweise auch Rechnungen entsprechend des Höchstsatzes der privatärztlichen Gebührenordnung (GOZ) übernehmen. Auch sollte der Vertrag keine Klausel beinhalten, die dem Versicherer binnen der ersten Jahre ein grundloses Kündigungsrecht einräumt. Wichtig ist auch, dass man die Fragen bezüglich der Zahngesundheit gewissenhaft beantwortet, denn bei Unstimmigkeiten ist der Versicherungsschutz noch Jahre später gefährdet.
Durch die Regelversorgung ist genau festgelegt, welcher Zahnschutz in welchem Umfang von den gesetzlichen Krankenkassen finanziert werden. Preise für einzelne Maßnahmen im Rahmen der Regelversorgung sind gesetzlich definiert. Auch welcher Anteil bei den jeweiligen Behandlungen übernommen wird, ist genau bestimmt. Allgemein muss die Gesundheitsversorgung entsprechend § 12 des Fünften Sozialgesetzbuches (SGB V) "wirtschaftlich und zweckmäßig" sein, soll aber das Notwendige nicht übersteigen. Ästhetische Aspekte stehen bei der Zehnbehandlung folglich im Hintergrund. So fallen Füllungen beispielsweise unter den GKV-Gesundheitsschutz, allerdings wird dabei das günstigste Material genutzt – etwa Nicht-Edelmetalle statt Kunststoff oder Edelmetall.
Durch die Regelversorgung ist genau bestimmt, welche Leistungen in welchem Umfang von der GKV übernommen werden. Fokus liegt dabei auf der Wirtschaftlichkeit und Zweckmäßigkeit der Maßnahme. Die GKV kommt vollständig für den halbjährlichen Kontrollbesuch beim Zahnarzt auf, sowie für Kariesentfernung, Füllungen und Wurzelkanalbehandlungen – wenn die Erfolgsaussichten gut sind. Andernfalls werden die Zähne gezogen, auch wenn sie durch kostspielige Maßnahmen eventuell noch zu retten wären. Bei Behandlungen wird das je günstigste Material genutzt – Keramik- oder Kunststofffüllungen gehören nicht dazu.
Auch Implantate gehören nicht zur Regelversorgung, gezahlt wird nur der Festkostenzuschuss für die Lücke oder Brücke. Die Höhe des Zuschusses ist dabei abhängig davon, wie oft Sie in den letzten Jahren beim Zahnarzt waren. Generell beträgt er 50 %. Können Sie durch Ihr Bonusheft nachweisen, dass Sie fünf Jahre lang alle Vorsorgetermine wahrgenommen haben, erhalten Sie im sechsten Jahr 60 % Zuschuss. Nach zehn Jahren beträgt der Zahnersatzzuschuss im elften Jahr dann 65 % – den diesbezüglichen Maximalprozentsatz. Einige Krankenkassen beteiligen sich auch freiwillig an Leistungen, die sie nicht bezahlen müssten – so etwa an der professionellen Zahnreinigung. Entsprechend der Regelversorgung haben einzig Kinder zwischen sechs und 18 Jahren Anspruch auf eine Fluoridierung der Zähne, wenn es medizinisch notwendig erscheint. Alle GK-Versicherten haben Anspruch auf eine jährliche Zahnsteinentfernung.
Wer Hartz IV oder Bafög bezieht oder ein monatliches Bruttoeinkommen hat, das nicht mehr als 1.162 Euro beträgt (Stand 2016), hat Anspruch auf 100 % Erstattung von Zahnersatz entsprechend der Regelversorgung.
Kinder erhalten kieferorthopädische Leistungen öfter erstattet als Erwachsene. Inwiefern Kosten von der GKV getragen werden, hängt davon ab, wie gravierend die Kiefer- oder Zahnfehlstellungen sind. Aufschluss darüber gibt die kieferorthopädische Indikationsgruppe (KIG). Fehlstellungen entsprechend der Kategorisierungen KIG 1 und 2 gelten als minimal und werden nicht auf Kosten der GKV korrigiert. Anders ist es bei Fehlstellungen entsprechend KIG 3 bis KIG 5, die GKV übernimmt diesbezügliche Behandlungen im Rahmen der Regelversorgung.
Die Private Gebührenordnung für Zahnärzte (GOZ) ist seit 2012 das Abrechnungsmodell für Zahnärzte. Alle Behandlungen entsprechend der Regelversorgung sind genau definiert, alle anderen Kosten für luxuriösere Zahnarztleistungen können die Zahnmediziner bis zu einem gewissen Höchstsatz entsprechend eigenen Ermessens abrechnen. Auch Materialpreise variieren in den einzelnen zahnmedizinischen Laboren.
Bei privaten Gesundheitsleistungen erhalten Sie von dem behandelnden Mediziner eine Rechnung, eine Kopie davon reichen Sie bei Ihrer Zahnversicherung ein. Diese überweist dann den vorab vereinbarten Betrag auf Ihr Konto. Sie selber begleichen anschließend die Rechnung beim Arzt. In der Regel wird das Geld zügig auf Ihr Konto überwiesen. Sie selbst tragen jedoch die Verantwortung dafür, dass der Zahnarzt sein Geld zeitig erhält. Bei kostspieligeren Maßnahmen erwarten Zusatzversicherer, dass ihnen der Heilplan vor Behandlungsbeginn vorgelegt wird. Geschieht das nicht, kann die Erstattung seitens der Zusatzversicherung stark eingeschränkt oder gar verweigert werden. Reichen Sie den Plan vorher ein, wissen Sie zudem genau, welche Rechnungsbestandteile durch Ihren Zusatzschutz übernommen werden und welche nicht.
Das Vertragsverhältnis ist häufig auf zwölf Monate angelegt und verlängert sich automatisch um ein weiteres Jahr, wenn es nicht rechtzeitig gekündigt wird. Die Frist liegt meist bei drei Monaten. Details finden sich in Ihrem Vertrag. Ein zweiwöchiges Sonderkündigungsrecht haben Sie, wenn der Versicherer die Leistungen bei gleichbleibenden Beträgen kürzt oder die Beiträge bei gleichbleibenden Leistungen anhebt. Eine Kündigung sollte wohlüberlegt sein. Selbst wenn Sie die Police aktuell nicht brauchen, könnte sie in Zukunft relevant werden. Treten Sie in einigen Jahren erneut bei und haben dann bereits spezifische Beschwerden, wird deren Behandlung vom Zahnversicherungsschutz ausgeklammert, auch steigen mit zunehmendem Alter die Einstiegsbeiträge.
Das hängt ganz von Ihrem Tarif und Ihren persönlichen Umständen ab. Mit zunehmendem Alter werden auch die Einstiegsbeiträge in einer neuen Versicherung teurer. Zudem können etwaige Altersrückstellungen nicht zu einem anderen Unternehmen mitgenommen werden. Will man den Schutz ausbauen, sollte man deshalb zunächst bei der eigenen Versicherung nachsehen, ob es dort Möglichkeiten gibt, den derzeitigen Tarif aktuellen Vorstellungen anzupassen. Für den bisherigen Schutz gelten dann die bisherigen Vertragsbedingungen, die abgegoltene Wartezeit sowie etwaige Altersrückstellungen. Wartezeiten und die potentiell höhere Beitragsberechnung entsprechend des aktuellen Alters werden nur für den neu vereinbarten Zusatzschutz angerechnet. In jedem Fall sollte man den Wechsel so legen, dass zwischendurch keine Lücke bezüglich des Schutzes und etwaiger Wartezeiten entsteht. Ein Vergleich kann Ihnen dabei helfen zu entscheiden, ob sich ein Wechsel für Sie lohnt.
Wurde vom Zahnarzt bereits vermerkt, dass ein Zahn in Zukunft besondere Aufmerksamkeit benötigen wird, dann gilt die Behandlung als begonnen, auch wenn derzeit noch keine Maßnahmen vonnöten sind. In Fragebögen bezüglich der Zahngesundheit sollten entsprechende Angaben gemacht werden.
Eine Möglichkeit, die Zahnarztkosten zu senken, ist selbstverständlich der Abschluss einer Zusatzversicherung, denn diese übernimmt je nach Tarif den Eigenanteil der GKV-Regelversorgung und / oder auch Rechnungen für eine optisch schönere Zahnsanierung.
Auch durch ein lückenlos gefülltes Bonusheft verringern Sie die Ausgaben für Ihre Zahngesundheit. Wer mithilfe des Bonusheftes nachweisen kann, dass er in den letzten fünf Jahren keinen Zahnarztvorsorgetermin verpasst hat, der erhält im sechsten Jahr 60 % statt 50 % Zahnersatzfestkostenzuschuss entsprechend der Regelversorgung. Wer zehn Jahre regelmäßig zur Vorsorge war, der erhält im elften Jahr 65 % Zuschuss. Einige gesetzliche Krankenkassen beteiligen sich zudem freiwillig an der Rechnung für die professionelle Zahnreinigung – auch dabei hilft ein lückenlos gefülltes Bonusheft.
Als Patientin oder Patient haben Sie zudem Anspruch darauf, dass der Zahnmediziner Ihnen einzelne Maßnahmen und Kosten im Heilplan detailliert aufschlüsselt und bei Bedarf erklärt. Haben Sie Zweifel bezüglich einzelner Schritte oder erscheint Ihnen die Rechnung zu hoch zu sein, können sich von einem weiteren Zahnarzt umsonst einen Heilplan erstellen lassen. Ihre GKV oder die Verbraucherzentralen können Ihnen dabei helfen, günstige und gute Zahnärzte zu finden und Ihnen zahnmedizinische Labore empfehlen, die hochwertigen Zahnersatz und Füllungen günstiger herstellen.