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Stromvergleich

Handy, Herd und Licht – ein Haushalt ohne Strom ist heutzutage nicht mehr denkbar. Doch Strom ist nicht gleich Strom – zwischen den Arten der Energieerzeugung und den einzelnen Tarifen der mehr als tausend Stromanbieter liegen Welten. Unser kostenloser Strompreisvergleich verschafft Ihnen einen schnellen Überblick. Auf Wunsch können Sie auch gezielt nach Ökostromanbietern suchen.


So funktioniert unser kostenfreier und unverbindlicher Stromrechner

Geben Sie einfach ein, wo und mit wie vielen Personen Sie in einem Haushalt wohnen und welche Vertragslaufzeit und Tarifkonditionen Sie sich wünschen. Wir liefern Ihnen umgehend, unverbindlich und kostenfrei passende Ergebnisse. Sollten Sie Gewerbekunde sein, wird auch das bei unserem Stromvergleich berücksichtigt. Mit unserem Energierechner können Sie so sehr viel Geld sparen!


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Wann Sie Ihren Stromanbieter wechseln können

Jeder Zehnte wechselte in Deutschland 2016 den Stromanbieter, so die Ergebnisse einer Statista-Umfrage. Informationen dazu, wann genau Sie zu einem günstigen Stromanbieter wechseln können, finden Sie in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) Ihres Stromvertrags.

Beim Grundversorger binnen zwei Wochen kündigen

Jeder Ort hat einen Grundversorger, welcher in einem bestimmten Netzgebiet die meisten Menschen mit Strom beliefert. Bemüht man sich bei einem Umzug nicht selber um einen Stromanbieter, wird man diesem Grundversorger zugeordnet. Auch Kundinnen und Kunden, deren Stromanbieter insolvent ist, werden zunächst dem Grundversorger zugeteilt.

Einen derartigen Grundvertrag oder Grundversorgungsvertrag können Sie mit zweiwöchiger Frist kündigen – es sei denn, Sie haben mit Ihrem Grundversorger einen Sondervertrag abgeschlossen. Die Kündigung kann sich lohnen, denn meist hat der Grundversorger nicht die günstigsten Stromtarife. Mit unserem Stromvergleich können Sie sekundenschnell herausfinden, ob Sie bei Ihrem Grundversorger zu viel zahlen.

Stromverträge von privaten Haushalten (Stand 2016)

  • Vertrag mit dem Grundversorger: 30,6 %
  • Sondervertrag mit dem Grundversorger: 40,9 %
  • Vertrag mit einem anderen Stromanbieter: 28,6 %

Quelle: Monitoringbericht 2017 von Bundesnetzagentur und Bundeskartellamt

Reguläre Kündigung

Haben Sie einen Sondervertrag mit dem Grundversorger oder einen regulären Vertrag mit einem anderen Stromanbieter, so beträgt die Vertrags-Erstlaufzeit maximal zwei Jahre, manchmal auch nur ein Jahr. Am Ende der Vertragslaufzeit haben Sie ein reguläres Kündigungsrecht, die Kündigungsfrist darf nicht mehr als drei Monate vor Ablauf der Laufzeit betragen.

Nehmen Sie Ihr Kündigungsrecht nicht wahr, wird das Vertragsverhältnis stillschweigend um weitere zwölf Monate verlängert.

Wann Sie ein Sonderkündigungsrecht haben

Sie haben ein Sonderkündigungsrecht, wenn Ihr Stromanbieter "die Vertragsbedingungen einseitig" ändert – das besagt § 41 Absatz 3 des Energiewirtschaftsgesetzes (EnWG). Wenn also Ihr Anbieter den Strompreis erhöht, können Sie fristlos kündigen. Nach der Erhöhung haben Sie in der Regel zwei Wochen Zeit, die Kündigung vorzunehmen.

Damit das Unternehmen Ihre Sonderkündigung zeitig erhält, ist es ratsam, sie als Einschreiben zu versenden und sich auf die Preiserhöhung und das Sonderkündigungsrecht zu berufen.


Kann ich einen anderen Stromanbieter haben als der Vermieter?

Manchmal ist man mit dem Stromversorger des Vermieters nicht zufrieden, weil er einem zu teuer erscheint. Doch nicht immer hat der Vermieter einen Anreiz, einen günstigeren Stromanbieter zu suchen, insbesondere wenn er nicht an den Stromkosten beteiligt ist, weil er nicht vor Ort wohnt. Sie können jedoch selber etwas tun, wenn Ihnen die Nebenkosten zu hoch erscheinen.

  • Anbieterwechsel bei eigenem Stromzähler möglich: Haben Sie in Ihrer Wohnung einen eigenen Stromzähler, dann können Sie zu einem Unternehmen mit einem Tarif Ihrer Wahl wechseln.
  • Betriebskostenspiegel-Vergleich bei gemeinschaftlichen Anschlüssen: Hat Ihre Wohnung keinen eigenen Stromzähler, empfiehlt es sich, den lokalen Betriebskostenspiegel einzusehen. Dieser wird von den jeweiligen Städten veröffentlicht und gibt Auskunft über durchschnittliche Stromkosten vor Ort und andere Nebenkosten wie Abwasserentsorgung, Wohngebäudeversicherung oder Haftpflichtversicherung. Ist die eigene Stromrechnung höher als im Ortsdurchschnitt, könnte man verschiedene Stromtarife vergleichen und dem Vermieter günstige Angebote vorlegen.
  • Bei Nebenkosten gilt das Wirtschaftlichkeitsprinzip: Das heißt, der Vermieter ist dazu verpflichtet, einen günstigen, jedoch nicht den billigsten, Stromversorger zu wählen. Entscheidet sich der Vermieter für ein besonders teures Unternehmen, muss er die Angemessenheit des Preises nachweisen. "Teuer" und "günstig" sind allerdings nicht genau definiert. Keinesfalls sollte man die Zahlung der Stromrechnung verweigern, da sonst die Kündigung der Wohnung droht.

Daraus setzt sich der Strompreis zusammen

Nicht nur die Energie selber muss bezahlt werden. Auch Steuern und staatliche Abgaben sind im Preis enthalten. Insgesamt unterscheiden sich dabei die Prozentsätze für einzelne Abgaben von Privatverbrauchern und Gewerbekunden.

Die Grafik zeigt die Zusammensetzung des Strompreises für Privatkunden (Stand 2017) und greift auf die Daten des Bundesverbands für Energie- und Wasserwirtschaft e. V. (BDEW) zurück. Schaut man sich die Zusammensetzung des Strompreises an, wird deutlich, dass mehr als die Hälfte der Kosten aus Steuern und Abgaben zusammengesetzt sind. Diese Abgaben werden in regelmäßigen Abständen angepasst und erhöht.

Doch obwohl der Strompreis für Haushaltskunden in den vergangenen Jahren kontinuierlich gestiegen ist, sind die Beschaffungs- und Vertriebskosten der Energie laut BDEW bereits im fünften Jahr in Folge abgefallen. Dieser billigere Preis des Stroms kommt beim Endverbraucher allerdings nicht an. Alleine die Netzentgelte wurden seit 2016 um beinahe 7 Prozent erhöht. Hintergrund ist der geplante Netzausbau, dessen Kosten im Milliardenbereich liegen.

Strompreiszusammensetzung
Infografik: Zum Vergrößern auf die Grafik klicken.

Stromlieferanten

Der Strompreis setzt sich aus verschiedenen Bestandteilen zusammen. Gängig sind Verträge, in denen alle Bestandteile des Strompreises bereits berücksichtigt werden – also die Kosten für Strom, Abgaben und Steuern sowie die Nutzung des Stromnetzes. Diese Art des Vertrags nennt man auch einen All-Inklusive-Vertrag.

Alternativ kann man einen Vertrag abschließen, bei dem die Netznutzungskosten nicht berücksichtigt werden, wenn etwa Stromlieferant und Netzanbieter nicht identisch sind. Man vereinbart also mit einem Stromanbieter einen Stromliefervertrag und zahlt alle Kosten und Abgaben für den elektrischen Strom. In diesem Fall muss mit dem Netzanbieter ein Zusatzvertrag vereinbart werden, nämlich einen Netznutzungsvertrag, damit man das Stromnetz für die Übertragung nutzen darf. Selbst wenn Netzanbieter und Stromlieferant nicht identisch sind, ist Ihr Vertrag häufig ein All-Inklusive-Vertrag, da die Stromlieferanten ein entsprechendes Nutzungsentgelt an den Netzbetreiber zahlen.


Unterschiedliche Tarifarten

Auch beim Tarif können Sie unter mehreren Varianten wählen. Wie beispielsweise bei etwa Kfz-Versicherungen oder Krediten nehmen dabei Online-Verträge einen immer größeren Raum ein. Bei Online-Tarifen werden Anmeldung, Stromzählermeldungen und Abschlagsrechnungen über das Internet abgewickelt. Rechnungen werden nur per E-Mail und nicht per Post geschickt.

Tarife mit Preisgarantie: Wählen Sie diese Variante, können Sie sich gegen steigende Strompreise absichern. Der Stromanbieter verpflichtet sich, während eines bestimmten Zeitraums – meist einem Jahr – die Strompreise konstant zu halten. Die Preisgarantie umfasst dabei alle Bestandteile des Strompreises. Ähnlich ist der Tarif mit Preisfixierung, allerdings sind dort Erhöhungen aufgrund von Steuern und Abgaben möglich. Ein Tarif mit Preisgarantie ist dementsprechend empfehlenswerter als ein Tarif mit Preisfixierung.

Bei kWh-Pakettarifen kaufen Sie über einen bestimmten Zeitraum eine bestimmte Energiemenge. Verbrauchen Sie weniger, dann erhalten Sie kein Geld zurück, verbrauchen Sie mehr, zahlen Sie dafür mehr als den regulären Preis. Empfehlenswert ist ein derartiger Pakettarif nur, wenn Sie Ihren eigenen Stromverbrauch sehr genau berechnen können.

Bei Tarifen mit Mehr- / Minderbrauchsaufschlag werden Strommindest- verbrauchsgrenzen und Stromhöchstverbrauchsgrenzen definiert. Liegt der tatsächliche Verbrauch außerhalb dieser Grenzen, muss man Preisaufschläge zahlen.

Auch dieser Stromtarif lohnt sich nur, wenn Sie einen sehr guten Überblick über die Energiewirtschaft Ihres Haushalts haben.

Wählen Sie einen Ökostromtarif, dann erhalten Sie Ihren Strom aus erneuerbaren Energien beziehungsweise aus Kraft-Wärme-Kopplung. Alternativ kann ein Ökostromtarifanbieter den CO²-Ausstoß auch durch bestimmte Klimaschutzprojekte ausgleichen. Der Lieferant produziert dann zwar keinen Ökostrom, aber investiert in Umweltschutzprojekte wie beispielsweise Aufforstung. Diese Form des Ökostromtarifs nennt man auch Klimatarif.

Jeder Haushalt, der sich nicht eigenständig für einen Stromversorger entscheidet, wird automatisch einem Grundversorger zugeordnet und hat dann einen Grundversorgungstarif oder Grundtarif. Der Grundversorger ist der Netzanbieter, der je vor Ort die meisten Stromkunden hat. Nicht immer ist der Grundversorger auch der günstigste Anbieter. Vielfach lohnt sich der Wechsel, denn einen Grundversorgungstarif kann man binnen zwei Wochen kündigen. Wählen Sie einen Tarif bei einem Anbieter Ihrer Wahl, und ist dieser nicht der Grundversorger, dann haben Sie einen Liefervertrag außerhalb der Grundversorgung.

Unser Stromvergleich listet Ihnen einzelne Tarife dabei entsprechend Ihrer Angaben auf und klammert einzelne Tarifarten auf Wunsch aus.


Der durchschnittliche Preis für eine Kilowattstunde

Der Strompreis für eine Kilowattstunde ist also in den letzten Jahren gestiegen. In der Bundesrepublik betrug er im Mai 2017 durchschnittlich 29,23 Eurocent – inklusive Steuern und Abgaben. Das berechnete der Bundesverband für Energie und Wasserwirtschaft (BDEW) in einer Strompreisanalyse (Stand 05/2017). Diese Strompreisangabe ist allerdings nur ein Richtwert. Zwischen den einzelnen Anbietern und den verschiedenen Arten der Stromversorgung liegen große Preisunterschiede. Ein Stromvergleich mit unserem Rechner lohnt sich also.


Wattstunden und Kilowattstunden

Der Strom wird meist in Kilowattstunden (kWh) gemessen und in dieser Einheit von Strom- oder Wärmezählern abgelesen und erfasst. Die Kilowattstunde ist das Tausendfache einer Wattstunde (Wh). Eine Wattstunde bezeichnet dabei die Energie, die ein technisches Gerät binnen einer Stunde benötigt.

Auf vielen Ihrer elektronischen Geräte finden Sie Angaben über deren individuellen Wattverbrauch pro Stunde. Die Energieklasse gibt zudem Auskunft über die Energieeffizienz von Elektrogeräten. Besonders stromsparend sind dabei nur die Geräte der Klassen A+ bis A+++.

Beispiele: Produktangaben zum Wattverbrauch

Laptop: Benötigt ein Laptop pro Stunde durchschnittlich 25 Watt, so könnten Sie ihn mit einer Kilowattstunde 40 Stunden lang nutzen.

Herd: Benötigt Ihr Herd 4.000 Watt, dann können Sie ihn mit einer Kilowattstunde 15 Minuten lang betreiben.

Wattverbrauch elektronischer Geräte

  • Technische Geräte haben Angaben zur benötigten Wattzahl.
  • Mit dieser Wattzahl können sie eine Stunde operieren.
  • Die Energieklasse eines Geräts klassifiziert die Energieeffizienz.
  • Stromsparend sind die Energieeffizienzklassen A+++, A++ und A+.

Der durchschnittliche Stromverbrauch pro Jahr

Für die meisten Alltagsaktivitäten benötigt man Strom, vom morgendlichen Kaffeekochen bis hin zur Beleuchtung des Zuhauses am Abend. Doch wieviel kommt dabei zusammen? Angaben darüber finden Sie auf Ihrer Jahresabrechnung. Dort ist verzeichnet, wieviel Sie verbraucht haben.

Richtwerte besagen, dass man in einem Single-Haushalt jährlich rund 2.000 kWh verbraucht. Für einen Zwei-Personen-Haushalt liegen die Werte bei 3.500 kWh, bei einem Vier-Personen-Haushalt bei 5.000 kWh und einer Großfamilie bei 8.000 kWh pro Jahr. Allerdings besteht bei diesen Richtwerten noch Einsparpotential.


Stromverbrauch in der BRD

Als das bevölkerungsreichste Land Europas hat Deutschland einen hohen Stromverbrauch, der 2016 mit 598,6 Milliarden kWh sogar höher liegt als lag als 2014 (578,5 Mrd. kWh) oder gar 1990 (550,7 Mrd. kWh). Vergleiche mit anderen Ländern sind schwierig, da Fläche, Bevölkerung, Industrie und Handel sich in den einzelnen Staaten prozentual unterscheiden. Weltweit lag Deutschland entsprechend einer Statista-Studie 2013 auf Platz 6 der Staaten, die am meisten Strom verbrauchen (Platz 1: China, Platz 2: USA, Platz 3: Russland, Platz 4: Japan, Platz 5: Indien).

Laut einer Statista-Studie waren private Verbraucherinnen und Verbraucher in der BRD 2016 für ein Viertel des Stromverbrauchs verantwortlich (24,5 %), die Industrie mit 47 % für fast die Hälfte. Auf Handel und Gewerbe fallen 26,4 % % und auf öffentliche Einrichtungen 9 %. Der Energieverbrauch für Verkehr ist mit 2 % angesetzt.

Bruttoinlandstromverbrauch in Mrd. kWh / Terrawattstunden – inklusive Netzverlust und Eigenverbrauch

Jahr 1990 1995 2000 2005 2010 2014 2016
Verbrauch in Mrd. kWh 550,7 541,6 579,6 614,1 615,4 578,5 598,6
Quellen: Statistisches Bundesamt; Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie; BDEW Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft e.V.; Statistik der Kohlenwirtschaft e.V.; Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW); AG Energiebilanzen e.V. (Stand 27.2.2015)

Energiequellen in Deutschland – Kernkraft, Kohle, Erdgas, fossile Energieträger und erneuerbare Energien

Kundinnen und Kunden in der BRD beziehen ihren Strom aus verschiedenen Quellen. Prozentual dominieren dabei immer noch Kohleerzeugung und Kernkraftenergie, doch umweltschonendere Alternativen kommt durch die Bedrohung des Klimawandels immer mehr Bedeutung zu. Wurde vor 1995 nicht einmal 5 % des Stroms durch erneuerbare Energien erzeugt, so waren es 2016 29% – allerdings wird beispielsweise auch die Stromerzeugung durch Biomasse dazu gerechnet.

Bruttostromerzeugung in der BRD nach Jahr und Energieträgern in Prozent

Jahr 1990 1995 2000 2005 2010 2014 2016
Fossile Energieträger
Braunkohle 31,1 26,6 25,7 24,8 23,0 25,4 23,0
Kernenergie 27,7 28,7 29,5 26,2 22,2 15,8 13,0
Steinkohle 25,6 27,4 24,8 21,5 18,5 17,8 17,3
Erdgas 6,5 7,7 8,5 11,7 14,1 9,5 12,5
Mineralölprodukte 2,0 1,7 1,0 1,9 1,4 1,0 0,9
Anteil fossiler Energien insgesamt 92,9 92,1 89,5 86,1 79,2 69,5 66,7
Erneuerbare Energien
Windkraft k.A. 0,3 1,6 4,4 6,0 9,1 12,1
Wasserkraft 3,6 4,0 4,3 3,1 3,3 3,3 3,2
Biomasse k.A. 0,1 0,3 1,8 4,7 7,0 6,9
Solarenergie k.A. 0,0 0,0 0,2 1,8 5,7 5,9
Hausmüll k.A. 0,3 0,3 0,5 0,7 1,0 0,9
Anteil erneuerbarer Energien insgesamt k.A. 4,7 6,5 10,0 16,5 26,1 29,0
Sonstige Energiegewinnung 3,5 3,2 3,9 3,9 4,2 4,3 4,3
Quellen: Statistisches Bundesamt; Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie; BDEW Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft e.V.; Statistik der Kohlenwirtschaft e.V.; Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW); AG Energiebilanzen e.V.

Deutschland: Stromexport und Import

Deutschland gehört zu den wichtigsten Stromerzeugern Europas. Das heißt aber nicht automatisch, dass die Energie in Ihrer Steckdose auch aus der BRD stammt. Je nach Standort und Art der gewählten Energiequelle kann der Strom auch aus anderen Ländern importiert worden sein. Umgekehrt exportiert Deutschland zudem Strom in die Nachbarländer – etwa nach Österreich, Dänemark, in die Tschechische Republik oder nach Polen.

In jüngster Zeit sind dabei die Ausfuhrmengen so hoch wie nie. Dies liegt laut Experten auch daran, dass die Strompreise an der Börse durch die Mehrerzeugung an erneuerbaren Energien gesunken sind. Dementsprechend ist es für Nachbarländer wie beispielsweise die Niederlande zuweilen günstiger, den Strom aus der BRD zu beziehen, anstatt ihn in eigenen Anlagen zu produzieren.

Trotz dieser Bilanz ist Deutschland auch weiterhin Stromimporteur. Im Winter beispielsweise benötigt die BRD zuweilen sogenannte "Kaltreserven" aus dem Ausland, um die Stromversorgung allerorts aufrecht zu erhalten. Hintergrund ist die im Winter abnehmende Stromerzeugung durch Solarenergie.


Stromexport und Stromimport der BRD in Mrd. kWh – inklusive Netzverlust und Eigenverbrauch

Jahr 1990 1995 2000 2005 2010 2014
Stromimport 31,9 39,7 45,1 53,4 42,2 38,9
Stromexport 31,1 34,9 42,1 61,9 59,9 74,4
Quellen: Statistisches Bundesamt; Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie; BDEW Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft e.V.; Statistik der Kohlenwirtschaft e.V.; Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW); AG Energiebilanzen e.V.

Energiemix – die Herkunft Ihres Stroms

Stromanbieter sind gesetzlich verpflichtet, auf Stromrechnungen, Rechnungsanlagen und Werbematerial genau anzugeben, woher ihre Energie kommt. Entsprechend § 42 des Energiewirtschaftsgesetzes (EnWG) muss genau aufgelistet werden, wieviel Prozent bei individuellen Tarifen aus je welcher Quelle stammt, und wo dieser Prozentsatz im Bundesdurchschnitt liegt.

Strom, der an der Börse oder nicht in der Europäischen Union gekauft worden ist, muss dabei gekennzeichnet werden. Auch muss für jeden Energiemix verzeichnet werden, welche Umweltfolgen bezüglich CO²-Ausstoß und etwaigem radioaktiven Abfall entstehen. Diese Auswirkungen müssen ins Verhältnis zum Bundesdurchschnitt gesetzt werden.


Strom sparen und Anbieterwechsel – mit geringem Aufwand die Stromkosten senken

Bei einem Stromanbieterwechsel können Sie im Idealfall mehrere hundert Euro sparen. Auch durch einen Neukunden- oder Sofortbonus können Verbraucherinnen und Verbraucher zusätzlich bis zu mehrere hundert Euro sparen.

Wechseln Sie das Unternehmen, bieten Ihnen viele Stromanbieter im ersten Jahr diesen Bonus an. Er wird direkt von den Stromkosten abgezogen und mit Ihrem Stromtarif verrechnet. Mit unserem Stromrechner können Sie einzelne Tarife und Boni sekundenschnell, kostenfrei und ohne großen Aufwand vergleichen.

Nicht nur der Anbieter- und Tarifwechsel, auch die effiziente Energienutzung hilft beim Sparen. Dadurch schont man gleichzeitig den Geldbeutel und die Umwelt.

Entsprechend Berechnungen des Umweltbundesamtes können Verbraucherinnen und Verbraucher eines EU-Durchschnitthaushalts pro Jahr rund 1.000 kWh sparen. Geht man von einem kWh-Preis von 29,23 Cent aus, so wären das 292,30 € jährlich.

Stromverbrauch in Deutschland
Infografik Stromverbrauch: Zum Vergrößern auf die Grafik klicken.

Umgerechnet auf die durchschnittliche CO²-Emission von 550 Gramm CO² pro kWh, können Sie so 550 Kilogramm CO²-Ausstoß jährlich vermeiden. Der CO²-Ausstoß pro kWh ist dabei ein Mittelwert. Erneuerbare Energien setzen pro kWh meist CO²-Emissionen im zweistelligen Gramm-Bereich frei. Kohlekraftwerke hingegen haben teilweise sogar einen CO²-Ausstoß im vierstelligen Gramm-Bereich.

Im eigenen Haushalt Strom sparen

PC, Fernseher oder Musikanlage: Auch im Standby-Modus verbrauchen viele Geräte rund zehn Watt – und das läppert sich, wenn man die Energiekosten auf zwölf Monate hochrechnet. Besser ist es deswegen, nicht genutzte Geräte ganz auszuschalten. Am besten gleich mit einer manuell abschaltbaren Steckdosenleiste, denn selbst ausgeschaltete Geräte entziehen den Steckdosen Strom im einstelligen Wattbereich; einige Spielekonsolen verbrauchen ausgeschaltet sogar 13 Watt pro Stunde.

Nutzen Sie ein Gerät nur selten oder fahren Sie in Urlaub, lohnt es sich, dieses von der Steckdose zu trennen. Auch Ladegeräte, an denen kein Smartphone oder Tablet angeschlossen ist, benötigen Strom – ziehen Sie also einfach den Stecker aus der Steckdose. Insgesamt kann man dadurch nicht nur viel Strom sparen, sondern schont zusätzlich die Geräte.

Ein Herd hat mit rund 4.000 Wh eine sehr hohe Energieleistung. Nutzen Sie beim Kochen passende Deckel für Töpfe und Pfannen, dann sparen Sie etwa ein Drittel an Energie. Auch wenn Sie Wasser für Tee, Reis, Pasta oder Kartoffeln im Wasserkocher erhitzen, macht das einen Unterschied: Ein Wasserkocher ist schneller und benötigt nur etwa 2.000 Wh statt der rund 4.000 Wh eines Herdes. Backen Sie mit Umluft, wird die Speise trotz weniger Hitze zudem schneller fertig, als wenn Sie Ober- oder Unterhitze nutzen.

Vereiste Kühlschränke ziehen überdurchschnittlich viel Strom, regelmäßiges Abtauen senkt den Energieverbrauch. Allgemein gilt: Je größer der Kühlraum, desto höher der Energieverbrauch. Der Kühlschrank oder die Kühltruhe sollte deswegen gut beladen sein. Beim Öffnen von Kühlschrank oder Gefrierfach kommt zudem warme Luft in den Kühlraum. Dadurch muss das Kälteverhältnis im Gerät wieder neu angepasst werden, und das kostet Energie. Man sollte die Geräte deswegen nur so kurz wie nötig öffnen. Auch der Standort ist wichtig, je kälter desto besser. Steht eine Gefriertruhe im Keller, müssen die Aggregate nicht gegen geheizte Räume arbeiten. Steht der Kühlschrank beispielsweise neben dem Herd, dann erhöhen sich auch die Kühlkosten.

Nicht alle Geräte benötigen gleichviel Strom. Was die Geräte im Einzelnen verbrauchen, ist auf den Geräten selber oder auf der Gebrauchsanweisung verzeichnet. Wichtig ist dabei natürlich auch das Alter eines Geräts und wie oft Sie es nutzen. Auch wenn energiesparende Varianten teurer sind, rentiert sich der Mehrpreis langfristig in vielen Fällen durch eine niedrigere Stromrechnung – insbesondere bei energieintensiven Geräten im Dauereinsatz wie etwa ein Kühlschrank oder eine Gefriertruhe.

Die Effizienzklassenangabe ist dabei eine Richtlinie für den Energieverbrauch eines Geräts. Experten raten, nur Geräte mit den sehr guten Effizienzklassen A+++, A++ und A+ zu kaufen. Geräte mit den Klassen A bis G sind zu vermeiden.

Hohes Einsparpotential bei Waschmaschinen besteht durch volle Beladung sowie der Nutzung von kürzeren Waschprogrammen mit niedrigen Temperaturen. Wäschetrockner sind zwar schnell, aber Watt-intensiv. Im Idealfall wird die Wäsche deswegen an der Luft getrocknet.


Den jährlichen Energieverbrauch eines Geräts berechnen

Wieviel Strom verbrauchen Sie pro Jahr für Ihren PC, Kühlschrank oder Fön? Mit einer einfachen Formel können Sie dies ganz einfach berechnen – und damit auch die Kosten und den CO²-Ausstoß, den ein Gerät verursacht.

Manchmal ist man sich gar nicht bewusst, wie viel Strom ein einzelnes Gerät im Laufe eines Jahres frisst und welche Kosten dadurch entstehen können. Ein gutes Beispiel dafür ist der dauerhaft betriebene Gefrierschrank (Beispielrechnung in der Grafik).

Die Formel lautet: Watt x h/Tag x 365 Tage = jährlicher Stromverbrauch. Geht man davon aus, dass der Gefrierschrank 150 Watt verbraucht und rund um die Uhr Strom benötigt, wäre die Rechnung wie folgt: 150 Watt x 24 h/Tag x 365 Tage = 1.314 kWh.

Diesen Jahresverbrauch von 1.314 kWh multipliziert man mit dem Strompreis. Beträgt dieser 29,13 Cent pro kWh, kostet der Gefrierschrank 382,77 € an Energie (1.314 kWh x 29,23 Cent = 384,09 €). Liegt der CO²-Ausstoß durchschnittlich bei 550 g pro kWh, verursacht das Gerät jedes Jahr 722,7 kg CO² (550g x 1314 kWh = 722,7 kg).

Stromkosten
Infografik: Zum Vergrößern auf die Grafik klicken.

Klimapolitik – Energieeinsparverordnung und EU-Richtlinien

Erderwärmung und CO²-Ausstoß sind internationale Themen, die insbesondere auch für die Stromindustrie eine große Bedeutung haben. Zwischen 1990 und 2020 sollen die CO²-Emissionen der BRD um 40 % verringert werden. Es ist mehr als fraglich, ob dieses Ziel eingehalten werden kann. Nicht nur Gesetze der Bundesregierung, auch EU-Richtlinien sollen dabei helfen, Stromverbrauch und CO²-Ausstoß zu reduzieren.

Entsprechend der novellierten Energieeinsparverordnung (EnEV) der Bundesregierung muss bei Immobilienanzeigen so zum Beispiel Auskunft über die Energieeffizienz eines Objekts gegeben werden. Der entsprechende Energieausweis definiert unter anderem auch die Energieeffizienz mittels einer Skala: Die Effizienzklassen reichen dabei von A+ (sehr gut) bis H (schlecht).

2016 trat zudem die "Verschärfung der Effizienzstandards für Neubauten um durchschnittlich 25 Prozent" des EnEV in Kraft. Neue Immobilien müssen folglich so gebaut werden, dass der Energieverbrauch möglichst niedrig liegt. Auch EU-Richtlinien befassen sich mit dem Thema: Ab 2021 müssen alle Immobilien als "Niedrigstenergiegebäude" gebaut werden, neu gebaute Behörden müssen bereits 2019 diese Vorgabe erfüllen. Der Standard des Niedriegstenergiegebäude entspricht dabei der Effizienzklasse A+ oder A des Energieausweises.


Klimabewusstsein in der BRD

Das Klimabewusstsein zu. Immer mehr Verbraucherinnen und Verbraucher in der BRD nutzen Strom aus erneuerbaren Energien oder eigener Produktion – etwa aus einer Solaranlage auf dem Dach. Eine Statista-Studie fragte im September 2017 danach, wie wichtig der Bevölkerung "die Nutzung und der Ausbau Erneuerbarer Energien" sind. 95 % der Befragten halten das Thema für "sehr oder außerordentlich wichtig" (65 %) oder "wichtig" (30 %).


Eingeschränkter Wettbewerb und komplexer Strommarkt

Im europäischen Vergleich erzeugt und verbraucht Deutschland verhältnismäßig am meisten Strom. In Deutschland gibt es mehr als 1.000 Stromversorger, die die Energie von verschiedenen Netzanbietern beziehen und die unterschiedlichsten Stromtarife anbieten.

Jeder Ort hat dabei einen Netzanbieter beziehungsweise Grundversorger, der in diesem Netzgebiet die meisten Haushalte mit Strom oder Gas versorgt. Sucht man sich bei einem Umzug nicht selber einen Stromanbieter oder wird der eigene Stromversorger insolvent, wird man automatisch diesem Grundversorger zugeordnet.

Diese Grundversorger sind häufig anteilig oder komplett im Besitz der öffentlichen Hand in Form von kommunalen oder Stadtwerken.

Die Grundversorger haben vor Ort häufig eine Monopolstellung, deswegen werden die von ihnen erhobenen Gebühren staatlich kontrolliert. Nicht immer ist der Grundversorger auch der günstigste Stromanbieter. Hat man bei ihm einen Vertrag, kann man jedoch binnen zwei Wochen zu einem Anbieter und Tarif der eigenen Wahl wechseln.

Die Monopolstellung der Netzbetreiber bezieht sich dementsprechend auf Transport und Verteilung. Der Wettbewerb findet hingegen in den Bereichen Energieerzeugung, Handel und Vertrieb statt. Der Energiemarkt ist folglich ein äußerst komplexes Konstrukt mit vielen Beteiligten. Abhängig von Ihrem Wohnort haben Sie so unterschiedlich viele Wechseloptionen, denn der Vertrieb einzelner Stromanbieter ist nicht notwendigerweise bundesweit.


Energiewende durch Atomausstieg und neue Marktspieler

Derzeit gibt es wenige große Netzbetreiber, die den deutschen Strommarkt dominieren und je vor Ort auch Grundversorger sind. Durch den für Ende 2022 vereinbarten Atomausstieg und den zunehmenden Marktanteil an erneuerbaren Energien geht deren Einfluss im Inland allerdings zurück. Insbesondere kleine, lokale Unternehmen bieten Verbrauchern zunehmend attraktive Tarife und Strompreise. So finden sich regional häufig Anbieter, die günstiger sind als die lokalen Grundversorger – und zwar teilweise mehr als 5 Cent pro kWh. Hausbesitzer setzen zudem verstärkt auf die eigene Stromproduktion und eine Solaranlage auf dem Dach.

Einige der großen Netzbetreiber konzentrieren sich mittlerweile mehr und mehr aufs Ausland – Investitionen in Offshore-Windparks in Großbritannien sind beispielsweise günstiger als in der BRD, da die Anlagen in Großbritannien näher an der Küstenlinie errichtet werden können.

Auch der Strombedarf hat sich geändert, denn durch Wind- und Sonnenenergie ist nun zu anderen Tageszeiten besonders viel Strom vorhanden als bei der traditionellen Stromproduktion in Kraftwerken. Insbesondere mittags war der Strom einst teuer, nun ist er durch Solarenergie zu dieser Zeit günstiger. Der Strompreis unterliegt also Schwankungen, und die BRD exportiert mehr Strom ins Ausland als je zuvor – der Strombezug aus Deutschland ist für manche Nachbarländer so günstiger als die Produktion im eigenen Land.


Ausbau des Stromnetzes und Strompreiserhöhungen

Um die Energieversorgung in Zukunft flächendeckend zu garantieren, ist ein Ausbau des Stromnetzes geplant – Windparks etwa sind hierzulande insbesondere im Norden, Osten und auf dem Meer angesiedelt, von wo aus der Strom in das ganze Land verteilt werden muss. Die Entscheidungsträger geht davon aus, dass bis 2022 – also dem Zeitpunkt des Atomausstiegs Deutschlands – etwa 20 Milliarden Euro in die Infrastruktur des Stromnetzes investiert werden müssen. Das schlägt sich auch auf den Strompreis nieder. Stromkunden finanzieren Betrieb und Ausbau der Stromnetze durch das im Strompreis enthaltene Netznutzungsgeld, das derzeit 26 % des Strompreises ausmacht (Stand Mai 2017).

Doch das ist noch nicht alles, so müssen zum Beispiel auch Technologien her, die erneuerbare Energie für wind- und sonnenarme Tage speichern und bedarfsgerecht abgeben. Bis dato ist die Stromspeicherung noch nicht effizient geglückt, die Energie wird direkt ins Netz eingespeist. Das kann je nach Wetterlage zu Versorgungslücken führen. Derzeit werden diese noch von traditionellen Kraftwerken gefüllt, die eine notwendige Netzfrequenz von 50 Hertz (Hz) aufrechterhalten. So ist der Strompreis in den letzten Jahren um mehrere Cent gestiegen.

Laut einer Statista-Studie lag der Strompreis für Privathaushalte 2008 bei 21,48 Cent. Inzwischen liegt er bei 29,23 Cent (BDEW, Stand Mai 2017). Die Preise für die Industrie hingegen sind weiterhin verhältnismäßig günstig. Laut Statista betrugen die Preise (inklusive Verbrauchssteuern, exklusive Mehrwertsteuer) für die Industrie 2008 9,59 Cent. In einer weiteren Statista-Grafik werden Strompreise für Industriekunden aus Deutschland nach dem Verbrauch gestaffelt. Die Daten von 2016 zeigen dabei: Industriekunden zahlen für Strom weniger als die Hälfte als private Haushalte: Bei einem Verbrauch zwischen 500 MWh und 2.000 MWh liegt der Strompreis für Industriekunden bei 14,99 Cent, bei einem Stromverbrauch zwischen 20.000 und 70.000 MWh sogar nur bei 9,93 Cent.


FAQ zum Stromvergleich

Unser Stromvergleich ist kostenfrei und unverbindlich und listet Ihnen sekundenschnell passende Ergebnisse entsprechend Ihrer Angaben auf. Auf Wunsch können Sie über unsere Seite auch sofort gebührenfrei einen Vertrag abschließen. Möchten Sie Ökostrom beziehen, oder sind Sie Gewerbekunde, wird auch das bei unserem Stromanbietervergleich berücksichtigt.

Mit einem Anbieterwechsel kann man häufig pro Jahr mehrere hundert Euro sparen. Auf dem deutschen Strommarkt konkurrieren mehr als 1.000 Stromanbieter miteinander, die sich in der Art der Stromerzeugung und dementsprechend auch in ihren Strompreisen gravierend unterscheiden. Auch bieten viele Unternehmen einen einmaligen Neukunden- oder Sofortbonus an, wodurch zusätzliche Einsparungen im dreistelligen Bereich möglich werden.

Nein, der Wechsel ist kostenfrei. Es ist nicht zulässig, dafür Gebühren zu erheben.

Nein. Der Übergang geht nahtlos vonstatten, so dass Sie zu allen Zeiten mit Energie versorgt werden. Laut gesetzlichen Bestimmungen darf es keine Versorgungsunterbrechung geben.

Viele Unternehmen bieten an, die Kündigung in Ihrem Namen zu übernehmen – wenn Sie ihm eine entsprechende Vollmacht geben. Dadurch fallen keine weiteren Gebühren an. Vorab sollten Sie jedoch überprüfen, ob Sie derzeit ein reguläres Kündigungsrecht haben. Sie müssen Ihrem neuen Anbieter dann gegebenenfalls die Stromzählernummer, den Verbrauch des vergangenen Jahres und Ihre Kundennummer bei dem alten Stromanbieter mitteilen – all diese Daten befinden sich auf Ihrer Stromrechnung. Möchten Sie allerdings von Ihrem Sonderkündigungsrecht Gebrauch machen, dann empfiehlt es sich, den Vertrag selber zu kündigen.

Ja, wenn Sie kündigen, erhalten Sie von Ihrem ehemaligen Stromversorger eine Endabrechnung, im Voraus geleistete Abschlagszahlungen werden dort verrechnet und zurückerstattet. Meldet Ihr Stromanbieter allerdings Insolvenz an, dann erhalten Sie Vorauszahlungen unabhängig vom Stromtarif meist nicht zurück.

Das hängt ganz von Ihrem Stromvertrag ab. Die Details finden sich in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB). In jedem Fall darf die Vertragserstlaufzeit nicht länger als 24 Monate dauern. Wird der Vertrag nach Ablauf der Frist nicht gekündigt, darf er nur je um ein Jahr verlängert werden. Die Kündigungsfrist darf dabei maximal drei Monate betragen.

Haben Sie einen Grundversorgungsvertrag, dann können Sie diesen stets mit zweiwöchiger Frist kündigen und zu einem Tarif Ihrer Wahl wechseln.

Ändert Ihr Stromanbieter die "die Vertragsbedingungen einseitig", können Sie entsprechend § 41 Absatz 3 des Energiewirtschaftsgesetzes (EnWG) fristlos kündigen. Für diese Kündigung haben Sie zwei Wochen Zeit. Damit die Frist eingehalten werden kann, ist es ratsam, diese per Einschreiben zu senden und sich dabei auf die Preiserhöhung und das Sonderkündigungsrecht zu beziehen.

Ja, Sie können einen eigenen Vertag abschließen, vorausgesetzt, Sie haben für Ihre Wohnung einen eigenen Stromzähler.

Haben Sie keinen eigenen Stromzähler, können Sie nicht einfach wechseln. In diesem Fall ist es ratsam, den Dialog mit dem Vermieter zu suchen und ihm alternative Vorschläge zu unterbreiten. Auch dafür lohnt sich ein Stromvergleich mit unserem Stromrechner.

Viele Stromrechnungen beinhalten Fehler. An Abrechnungstagen und bei einem Wechsel können Sie deswegen auch selber den Zählerstand ablesen und dem jeweiligen Unternehmen mitteilen. Einige Stromlieferanten bitten Sie sogar darum, selber den Stromzählerstand abzulesen und dem Stromanbieter das Ergebnis mitzuteilen.

Befindet sich der Stromzähler nicht direkt in Ihrer Wohnung oder Ihrem Haus, dann ist er bei Mehrfamilienhäusern meist im Treppenhaus oder Keller installiert. Sie können auch den Hauswart oder die Hausverwaltung fragen, wo er sich genau befindet.

Zuständig ist in diesen Fällen der lokale Netzbetreiber. Diesen können Sie meist über eine spezielle Hotline erreichen. Der Netzbetreiber ist verpflichtet, entsprechende Störungen schnellstmöglich zu beheben.

Wenn Sie umziehen, wird in Ihrem alten Zuhause der Stromzählerstand abgelesen. Auch Sie selber können den Stand beim Auszug aus dem alten und beim Einzug in das neue Heim ablesen – am besten mit Zeugen, so dass Sie nicht irrtümlich für die Personen zahlen, die ihr altes Domizil beziehen oder vor Ihnen in Ihrer neuen Immobilie gewohnt haben.

Wenn Sie umziehen, werden Sie am neuen Standort automatisch dem Grundversorger zugeordnet – es sei denn, Sie haben sich im Vorfeld aktiv um einen Stromanbieter Ihrer Wahl bemüht. In der Regel empfiehlt es sich, mit der Suche bis zu zwei Monate vor dem Umzug zu beginnen. Melden Sie sich bei einem Lieferanten Ihrer Wahl an, benötigen Sie Angaben zu Einzugsdatum, Zählernummer und Zählerstand des neuen Heims. Die Hausverwaltung wäre für die Beschaffung dieser Informationen ein Ansprechpartner.

Planen Sie, nach dem Umzug zur Miete zu wohnen und haben keinen eigenen Stromzähler, dann werden Sie nach dem Umzug den gleichen Stromanbieter haben, wie Ihr Vermieter. Bevor Sie sich einen eigenen Stromversorger suchen, sollte dieses Detail deshalb geklärt sein.

Auch wenn Ihr Energieversorger Insolvenz beantragt, stehen Sie nicht plötzlich ohne Strom da. Sobald ein Netzbetreiber einem Stromlieferanten das Recht der Netznutzung entzieht, ist der Stromlieferant dazu verpflichtet, die Kundinnen und Kunden und den Grundversorger schriftlich zu informieren. Der Grundversorger eines Ortes muss dann die sogenannte Ersatzversorgung übernehmen und Sie mit Strom beliefern.

Der Strompreis besteht aus diversen Posten, darunter auch Steuern und Abgaben. Für private und gewerbliche Kunden gelten dabei unterschiedliche Bestimmungen.

Im Folgenden finden Sie eine Aufstellung der Bestandteile für Privatkunden (Stand Mai 2017, Quelle BDEW): Netznutzungsgebühr inklusive Messung, Abrechnung und Messstellenbetrieb (26 %, kann lokal variieren), Stromerzeugung und Vertrieb (19 %), Stromsteuer (7,0 %), Umsatzsteuer (16 %), Konzessionsabgabe (5,7 %, kann nach Gemeindegröße variieren), Umlage nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (23,5 %), Umlage nach dem Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz (1,5 %), Umlage nach § 19 der Strom-Netzentgeltverordnung (1,3 %), eine Umlage für die Offshore-Haftung (unter 0,1 %), sowie eine Umlage für abschaltbare Altlasten (0,02 %).

Strom- und Wärmezähler erfassen den Strom meist in Kilowattstunden (kWh). Eine kWh ist das Tausendfache einer Wattstunde (Wh). Eine Wh ist dabei die Energie, die ein Elektrogerät innerhalb einer Stunde benötigt. Auf elektronischen Geräten gibt es konkrete Angaben über den Wattverbrauch. Geräte wie ein Herd (rund 4.000 Wh) verbrauchen dabei weitaus mehr als etwa ein Laptop (rund 25 Wh).

Experten gehen davon aus, dass private Haushalte ihren Verbrauch jährlich um 1.000 kWh senken können, ohne dabei an Komfort einzubüßen. Abgeschaltete Geräte verbrauchen beispielsweise Strom – einzelne Spielekonsolen sogar bis zu 13 Watt pro Stunde. Trennen Sie Geräte, die Sie gerade nicht nutzen vom Stromnetz, lohnt sich das langfristig. Auch das Vermeiden der Standby-Funktion von Fernseher, PC & Co. hilft ohne Aufwand beim Sparen.

Sinnvoll ist es zudem, Wasser im Wasserkocher (rund 2.000 Wh) und nicht auf dem Herd (etwa 4.000 Wh) zu erhitzen, das geht schneller und benötigt nur halb so viel Energie. Daneben gibt es noch zahlreiche weitere Möglichkeiten – beispielsweise, sich beim Neukauf eines Elektrogeräts für eine teurere Variante mit der Energieeffizienzklasse A+++ bis A+ zu entscheiden, denn auf Dauer kann sich der Preis durch einen geringeren Energieverbrauch rentieren.

Stromanbieter müssen auf Rechnungen, Rechnungsanlagen und / oder Werbematerial angeben, aus welchen Quellen wieviel Prozent des Stromes stammt, welche Konsequenzen der jeweilige Energiemix für die Umwelt hat, ob und was für Abfall entsteht. Auch müssen die Daten ins Verhältnis zum Bundesdurchschnitt gesetzt werden. Das besagt § 42 des Energiewirtschaftsgesetzes (EnWG).

Ökostrom wird umweltschonender und mit weniger CO²-Emissionen erzeugt als etwa Strom durch Kohlekraftwerke und birgt weniger Risiken als Atomkraft. Ökostrom wird mittels Solarenergie (auch Photovoltaik genannt) oder Windenergie erzeugt. In der BRD zählen auch Biomasse, Wasserenergie oder Erzeugung durch Hausmüll dazu.

Klimatarife fallen ebenfalls in die Kategorie Ökostromtarife: In diesem Fall stammt der Ökostrom nicht aus erneuerbaren Energien, aber der Stromanbieter unterstützt als Ausgleich für die CO²-Emissionen finanziell Umweltschutzprojekte wie etwa zur Waldaufforstung.

In jedem Ort gibt es einen Grundversorger beziehungsweise Netzbetreiber, der in einem bestimmten Netzgebiet die meisten Menschen mit Energie beliefert. Kümmert man sich bei einem Umzug nicht selber um einen Anschluss, wird man dem Grundversorger zugeordnet – es sei denn man hat keinen eigenen Zähler und dann automatisch den gleichen Stromanbieter wie der Vermieter. Auch Kundinnen und Kunden, deren Anbieter insolvent ist, werden zunächst dem Grundversorger zugeteilt. Einen Grundversorgungsvertrag kann man binnen zwei Wochen kündigen.

Die von den Netzbetreibern oder Grundversorgern erhobenen Gebühren werden staatlich kontrolliert. Manchmal sind Grundversorger privat, häufig aber auch anteilig oder komplett im Besitz von kommunalen oder Stadtwerken.