Rechtsschutz


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Rechtsschutzversicherung Vergleich

Rechtsschutz Vergleich

Eine Rechtsschutzversicherung übernimmt im Ernstfall die Kosten für Gerichtsverfahren und Anwaltskosten und gilt je nach dem gewählten Tarif in den verschiedensten Lebensbereichen. Die private Versicherung ist zwar freiwillig, jedoch kommt ihr zuweilen große Bedeutung zu, denn Gerichtsverfahren sind teuer und können das eigene Budget leicht sprengen. 40 % der Bundesbürger sind so laut dem Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e. V. (GDV) rechtsschutzversichert (Stand 2013). Gute Produkte sind dabei schon für unter 100 Euro im Jahr erhältlich.

Der Rechtsschutzversicherungsvergleich von Tarifcheck.de ist kostenlos, unverbindlich und liefert Ihnen sekundenschnell eine Auflistung der günstigsten Tarife entsprechend Ihrer Vorgaben. Geben Sie einfach ein, welchen Bereich Ihr Rechtsschutz abdecken soll. Auf Wunsch können Sie die Suche in unserem Rechtsschutzversicherungsrechner verfeinern und gezielt nach bestimmten Bausteinen suchen. Haben Sie ein passendes Angebot gefunden, können Sie auf unserer Webseite direkt einen Antrag stellen – selbstverständlich ebenfalls, ohne dass Tarifcheck.de dafür Kosten erhebt.

Insbesondere Privatpersonen sind häufig von rechtlichen Auseinandersetzungen betroffen und benötigen daher immer öfter die Beratung von Rechtsanwälten. Jedoch kommt es im Zuge von rechtlichen Auseinandersetzungen nicht nur zu Beratungskosten, sondern oftmals auch zu hohen Kosten für Rechtsstreitigkeiten und eventuellen Kosten für Gerichtsverfahren. Viele Privatpersonen könnten die oftmals hohen Anwalts- und Gerichtskosten nicht ohne weiteres finanzieren, so dass ohne eine entsprechende Versicherung das Einklagen des Rechts nicht immer möglich wäre.


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Das leistet die Deckungssumme der Rechtschutzversicherung

Jährlich werden in Deutschland laut GDV rund 3 Millionen neue Gerichtsverfahren eröffnet, mehr als die Hälfte davon sind sogenannte Zivilprozesse (Stand 2013). Da die Verfahren teuer werden können, ist einer der zentralen Punkte bei einer Rechtschutzversicherung die Höhe der Deckungssumme, in deren Rahmen Leistungen in Anspruch genommen werden können. Die Versicherungssumme sollte ausreichen, um mindestens zwei gerichtliche Instanzen zu durchlaufen und mindestens 300.000 Euro betragen.

Mithilfe der Deckungssumme können folgende Kosten übernommen werden:

  • Gesetzliche Anwaltsgebühren
  • Zeugengelder / Sachverständigenhonorare
  • Außergerichtliche Lösungen (Mediation)
  • Gerichtskosten / Vollstreckungskosten
  • Falls notwendig, auch die Gerichtskosten für den Gegner
  • Strafkautionen bis zu einer gewissen Höhe oder zinsfreie Darlehen für Strafkautionen
  • Im Ausland auch die Kosten für die Übersetzung notwendiger Dokumente

Die Deckungssumme kann nicht dafür genutzt werden, Bußgelder und Geldstrafen zu begleichen.


Mitversicherung von Angehörigen

Man unterscheidet zwischen Single- und Familientarifen. Bei Bedarf können Sie mit letzterem auch Ihre Lieben mitversichern, beispielsweise Ihre Lebensgefährtin oder Ihren Lebensgefährten, Ihre Gattin oder Ihren Ehemann.

Ihr Nachwuchs, Ihre Stiefkinder, Pflege- und / oder Adoptivkinder werden im Familientarif automatisch mitversichert. Der Schutz gilt in der Regel, bis die Kinder das 25. Lebensjahr vollendet haben und / oder selbst in einer eingetragenen Partnerschaft leben und / oder die erste Ausbildung beendet haben. Erwarten Sie ein Kind, sollten Sie dies Ihrer Rechtsschutzversicherung folglich mitteilen, damit auch dieses beitragsfrei mitversichert werden kann.

Eine Ausnahme ist das Verkehrsrecht. Informieren Sie sich deshalb genau, in welchem Umfang Ihr Tarif auch Ihre Angehörigen absichert.


Verschiedene Bereiche des Rechtsschutzes

Auch wenn Sie bereits im Rahmen einer anderen Versicherung rechtsschutzversichert sind (zum Beispiel bei einer Kfz-Versicherung), können Sie für andere Rechtsbereiche separate Tarife abschließen. Auch können Sie bei Bedarf bei einem Anbieter den Bereich Wohnrecht versichern, bei einem anderen Privatrecht.

Rechtsschutzversicherungen werden in vier große Blöcke unterteilt, die wiederum je nach Versicherer verschiedene Rechtsbereiche umfassen können. So kann der Block Verkehrsrecht beispielsweise Schadenersatzrecht und Unstimmigkeiten mit der Verkehrsbehörde umfassen, das Arbeitsrecht Vertragsrecht und / oder Schadenersatz. Einige Bausteine sind nur in Kombination mit anderen abschließbar. Arbeitsrechtsschutz kann man meist nur in Verbindung mit Privatrechtsschutz abschließen.

Bevor Sie sich für einen Versicherer entscheiden, sollten Sie deshalb einzelne Anbieter und Tarife miteinander vergleichen, denn es gibt gravierende Unterschiede bezüglich Preis, Leistung und Umfang.

Privatrecht

Eine Privatrechtsschutzversicherung greift in Ihrem Alltag – beispielsweise dann, wenn Sie eskalierenden Auseinandersetzungen mit Ihrem Nachbarn haben, mit einer Dienstleistung nicht zufrieden sind oder bei einem Streit um eine Geldanlage (Kapitalanlagerecht). Je nach Anbieter gibt es große Unterschiede, was der Tarif umfassen kann. So stellt beispielsweise auch das Kaufrecht eine große Sparte innerhalb des Rechtschutzes dar, es greift, wenn Sie beispielsweise ein teures Produkt erwerben, das bereits nach kurzer Zeit defekt ist, Sie aber dennoch kein Recht auf Umtausch oder Rückgabe haben.

Familien- und Eherecht sind ebenfalls Teil des Privatrechts und können Teil des Tarifs sein: Nach einer Trennung stehen Gütertrennung und Unterhaltsregelungen an. Bezüglich des Eherechts leisten viele Versicherer allerdings erst nach einer Wartezeit von mehreren Jahren. Dadurch soll vermieden werden, dass man sich nur versichert, um kurzfristig eine Scheidung bestmöglich abwickeln zu können.

Verkehrsrecht

Ob Sie zu Fuß, mit dem Rad, öffentlichen Verkehrsmitteln oder dem eigenen Kraftfahrzeug unterwegs sind – Sie gelten dabei als Verkehrsteilnehmerin oder Verkehrsteilnehmer. Unfälle passieren plötzlich und schnell. Dieser Baustein hilft dabei, das eigene Recht durchzusetzen, beispielsweise auch dann, wenn einem unrechtmäßig der Führerschein entzogen wird. Dementsprechend weit verbreitet ist auch der Verkehrsrechtsschutz. 20,22 Millionen Menschen hatten 2015 laut einer Statista-Umfrage diesen Schutz im Haushalt.

Zu beachten ist, dass der Familienrechtsschutz im Bereich Verkehr für die Kinder nur so lange uneingeschränkt gilt, als wie sie nicht selbst ein Kfz lenken. Dann sollte Ihr Nachwuchs sich diesbezüglich eigenständig versichern.

(Miet-)Wohnrecht und Vermieterrecht

Pachten oder mieten Sie eine Wohnung, ein Haus oder ein Gelände, können Sie mit diesem Baustein Ihre Ansprüche als Mieterin oder Mieter festigen. Vermieten Sie umgekehrt eine oder mehrere Immobilien, sind Sie damit ebenfalls gut beraten, denn Streitigkeiten können leicht entstehen, etwa wenn Mieter Ihr Eigentum beschädigt hinterlassen, die Miete nicht zahlen, gegen Mieterhöhungen oder Eigenbedarfskündigungen klagen. Bestandteile dieses Bausteins können beispielsweise Wohnungsrechtsschutz und Grundstücksrechtsschutz sein, Steuerrechtsschutz, aber auch Schadenersatzrechts- oder Strafrechtsschutz.

Berufsrecht / Arbeitsrecht

Dieser Baustein lohnt sich vielfach sowohl für Selbstständige als auch für Angestellte. Er kann verschiedenartigste Bereiche abdecken, so etwa bezüglich beruflichem Vertragsrecht, Schadenersatz, Sozialgerichten, Disziplinarverfahren, Strafrecht und Ordnungswidrigkeitsrecht. Der Arbeitsrechtsschutz kann hilfreich sein, wenn Sie etwa nicht das verdiente Arbeitszeugnis ausgestellt bekommen, nicht wie vereinbart befördert, ungerechtfertigt abgemahnt oder gekündigt werden oder wenn ein Disziplinarverfahren ins Haus steht. Bei Auseinandersetzungen mit dem Arbeit- oder Auftraggeber hat man ohne Rechtsschutzversicherung als Privatperson oftmals nicht die rechtliche Handhabe, sein Recht durchzusetzen und verzagt, weil man keinen Rechtsstreit riskieren möchte.

Dementsprechend hoch ist auch der Stellenwert von privaten Rechtsschutzversicherungen bei einem Schadenfall im Betrieb. Für Unternehmer und Selbstständige einer Statista-Umfrage war es mit 41 % die wichtigste Versicherung direkt nach der Betriebshaftpflichtversicherung (48 %, Stand 2013). Vor Abschluss sollten Sie sich genau erkundigen, welcher Schutz Ihrer persönlichen Arbeitssituation gerecht wird, denn auch hier gibt es große Unterschiede. Allgemein besteht bei Selbständigen oftmals ein höheres Risiko, in Gerichtsverfahren verwickelt zu werden, deshalb könnte der Tarif für Selbstständige entsprechend teurer ausfallen.


Was man beim Abschluss einer Rechtsschutzversicherung beachten sollte

Nicht alle Angebote sind gleich gut. Bevor Sie sich entscheiden, sollten Sie einen Preis- und Leistungsvergleich machen und einzelne Vertragsklauseln genau prüfen. Idealerweise haben Sie vor Abschluss zudem schon eine Vorstellung davon, welchen Rechtsschutz Ihre Police enthalten soll. Folgende Details sind je nach den persönlichen Lebensumständen von Bedeutung:

Mit der Deckungssumme werden sämtliche Ausgaben finanziert, die im Rahmen eines Rechtsstreit entstehen. Der Betrag sollte folglich hoch genug sein, dass Sie damit im Ernstfall mindestens zwei Gerichtsinstanzen durchlaufen können und auch die Kosten des Gegners übernehmen können. Experten empfehlen eine Versicherungssumme von mindestens 300.000 Euro.
Manchmal ist einfach nur eine Expertenmeinung notwendig, um eine Angelegenheit zu klären oder ad acta zu legen. Auch das Anrecht auf Beratungsgespräche zur Einschätzung der Lage oder für Hinweise zu alternativen Lösungsvorschlägen sollte deshalb Bestandteil Ihres Vertrags sein.
Ein Anwalt vertritt die eigenen Interessen und fungiert als professionelle Vertrauensperson, gerade deshalb ist es wichtig, dass man sich bei seinem Rechtsbeistand gut aufgehoben fühlt. Idealerweise vereinbaren Sie mit Ihrem Anbieter deshalb die Option, Ihren Advokaten frei zu wählen. Die meisten Unternehmen werden allerdings nur Anwaltshonorare entsprechend der gesetzlichen Gebührenordnung abrechnen. Informieren Sie sich deshalb vorab, ob der Jurist Ihrer Wahl höhere Sätze veranschlagt, denn dann müssen Sie die Differenz selbst zahlen.
Mediationen oder außergerichtliche Lösungen sind meist günstiger, schonen Nerven und Geldbeutel und sind insbesondere auch schneller, denn wegen der Überlastung der Gerichte ziehen sich Prozesse meist über Jahre hin. Mithilfe dieses Vertragsbestandteils unterstützt Ihre Rechtsschutzversicherung Sie auch bei einer außergerichtlichen Einigung.
Auch dieser Baustein kann relevant sein. Im Gegensatz zur Schadenregulierung nach Kausalereignistheorie ist der Rechtsschutz sehr viel umfassender. Ein Beispiel: Der Rechtsschutzversicherungsvertrag wurde zum 1. Januar 2016 abgeschlossen. Eine Woche vorher, zu Weihnachten 2015 erwarb der Versicherte ein neues Auto, das aufgrund eines Produktionsfehlers am 15. April 2016 einen Unfall verursachte. In diesem Fall besteht nur Rechtsschutz, wenn ein Tarif entsprechend der Folgeereignistheorie abgeschlossen wurde. Der Unfall wird in diesem Fall als Folge des ersten Ereignisses (Tag der Fehlproduktion) gewertet, das bereits vor Vertragsabschluss stattfand. Wird das Ereignis entsprechend der Kausalereignistheorie eingestuft, so liegt das Kausalereignis (Tag der Fehlproduktion) vor Versicherungsbeginn, folglich besteht kein Anspruch auf Leistungen der Rechtsschutzversicherung.
Dieser Baustein schützt Sie gegen ungerechtfertigte Beschuldigungen. Liegt eine Anzeige gegen Sie vor, müssen die Behörden dieser nachgehen – und Sie selbst Ihre Unschuld beweisen können. Wenn Sie beispielsweise des Diebstahls beschuldigt werden, weil Ihr Kleinkind Ihnen beim Einkauf unbezahlte Süßigkeiten in die Tasche geschoben hat oder Sie des Meineids verdächtigt werden, ist der Spezial-Strafrechtsschutz hilfreich.
Falls Sie mal schnell und dringend eine Fachmeinung benötigen, erhalten Sie mit einer Anwaltshotline kompetente Hilfe. Auch dieser Vertragsbestandteil könnte folglich relevant sein.
An welchen Orten der Erde Ihr Tarif Ihnen rechtlichen Beistand bietet, ist genau definiert. Befinden Sie sich beruflich oder privat häufig im Ausland, sollten Sie sich vergewissern, dass der Rechtsschutz auch in den von Ihnen bereisten Staaten für den von Ihnen benötigten Zeitraum gilt und gegebenenfalls auch für Dolmetscherkosten aufkommt. Verlegen Sie Ihren Erstwohnsitz allerdings ins Ausland, haben Sie keinen umfassenden Rechtsschutz mehr und haben ein Sonderkündigungsrecht.

Wie sich die Beiträge der Rechtschutzversicherung zusammensetzen

Die Beiträge kosten jährlich meist eine Summe im niedrigen dreistelligen Bereich. Gute Angebote findet man bereits unter 100 Euro. Einfluss auf den Betrag haben folgende Faktoren:

Tarifwahl

Preisliche Unterschiede bestehen zwischen Single- und Familientarifen. Schließen Sie einen Familientarif ab, können auch Partnerinnen, Partner und Kinder beitragsfrei versichert werden – sogar auch noch zu einem späteren Zeitpunkt.

Nutzung einer Rechtschutzversicherung in der Vergangenheit

Hat man in der Vergangenheit bereits eine Rechtschutzversicherung in Anspruch genommen, verteuert sich unter Umständen auch der Einstiegsbeitrag bei einem neuen Anbieter.

Die Höhe der Deckungssumme

Je höher Ihre Deckungssumme, desto teurer werden die Beiträge. Die Deckungssumme sollte dabei aber ausreichen, um mindestens zwei gerichtliche Instanzen problemlos zu durchlaufen.

Der Umfang der Versicherung

Je mehr Bausteine Ihr Tarif hat, desto mehr steigt der Betrag.

Etwaige Selbstbeteiligung

Viele Rechtschutzversicherer haben bei den meisten Tarifen eine Selbstbeteiligung veranschlagt. Diese liegt oftmals bei 150 Euro bis 250 Euro pro Fall. Wünscht man keine Selbstbeteiligung, verteuert sich der Tarif enorm. Bei einer Erstberatung wird jedoch oftmals keine Selbstbeteiligung veranschlagt.

Zahlungsmodi

Zahlen Sie die Beiträge einmalig zu Beginn eines Versicherungsjahres, ist sie meist ein wenig günstiger als bei häufigeren und kleineren Zahlungen binnen eines Jahres.

Vertragslaufzeit

Schließen Sie den Tarif für mehr als ein Jahr ab, erhalten Sie meist Rabatt, allerdings sind Sie für diesen Zeitraum dann auch an diesen Anbieter gebunden. Eine lange Laufzeit sollte deshalb reiflich überlegt werden.


Wie man im Schadenfall vorgeht

Möchten Sie Ihre Rechtsschutzversicherung in Anspruch nehmen, sollten Sie sich vorab erkundigen, ob der entsprechende Fall auch tatsächlich von Ihrer Police abgedeckt wird. Kontaktieren Sie deshalb umgehend Ihren Anbieter und schildern Sie Ihr Anliegen. Dieser prüft dann, ob entsprechende Leistungen mit Ihrem Tarif abgedeckt werden, ob die diesbezügliche Wartezeit verstrichen ist und ob die Beiträge entsprechend der Fristen gezahlt worden sind. Lassen Sie sich das Einverständnis Ihres Versicherers gegebenenfalls schriftlich geben und notieren Sie sich den Namen Ihres Sachbearbeiters.

Damit der Fall zeitnah bearbeitet wird, sollten Sie nach der Rücksprache mit Ihrer Rechtsschutzversicherung umgehend einen Anwalt suchen, beziehungsweise sich mit Ihrem bisherigen Juristen in Verbindung setzen. Sind Sie ratlos, an wen Sie sich wenden können, kann Ihnen auch Ihr Versicherer einen Juristen empfehlen. Haben Sie keine freie Anwaltswahl vereinbart, müssen Sie sogar den Empfehlungen Ihres Anbieters folgen.

Nachdem Sie Ihrem Anwalt den Fall geschildert haben, entscheidet dieser, ob Erfolgsaussichten bestehen. Die Versicherung muss die Empfehlung des Juristen berücksichtigen. Der Advokat setzt sich deshalb anschließend mit Ihrem Anbieter in Verbindung. Ihr Versicherer prüft nun erneut das Anliegen und erteilt gegebenenfalls eine Kostendeckungszusage. Diese Summe sollte nicht überschritten werden.

Lehnt die Versicherung das Anliegen ab, können Sie gerichtlich gegen diesen Leistungsausschluss vorgehen, allerdings übernimmt die Rechtschutzversicherung die Kosten dafür nicht.

Den richtigen Anwalt finden

Anwalt ist nicht gleich Anwalt. Nicht nur sollte man dem Juristen genug vertrauen, um ihm private Details anzuvertrauen, insbesondere sollte er auch Kompetenz beweisen. Wichtig ist deswegen natürlich auch der Fachbereich Ihres Anwalts. Im bundesweiten amtlichen Anwaltsverzeichnis der Bundesrechtsanwaltskammer (BRAK) kann man im Zweifelsfall überprüfen, ob ein bestimmter Jurist in Deutschland auch wirklich offiziell zugelassen ist; bei den regionalen Anwaltskammern kann man oft gezielt nach bestimmten Fachanwälten suchen.

Bezahlt die Rechtsschutzversicherung den Advokaten, sollte dessen Gehalt nicht über der Gebührenordnung liegen, denn dann müssen Sie die Extrakosten oberhalb der Gebührengrenze höchstwahrscheinlich im vollen Umfang selbst tragen.

Insgesamt ist die Zahl der Fachanwälte laut Bundesrechtsanwaltskammer so hoch wie nie zuvor (Stand 2015). Insgesamt 163.515 Fachanwälte wurden verzeichnet, die meisten davon im Bereich Arbeitsrecht (10.010) und Familienrecht (9.367).

Welche Daten man vor einem Anwaltsbesuch zusammentragen sollte

Die Bundesrechtsanwaltskammer gibt Tipps, wie man sich am besten auf ein Beratungsgespräch vorbereitet. Befinden Sie sich in einer kniffligen Rechtsituation, sollten Sie nicht zu lange zögern, bis Sie sich an einen Fachmann wenden, denn möglichweise müssen Sie bestimmte Fristen einhalten oder die Lage verschlimmert sich, wenn Sie nicht umgehend handeln.

Haben Sie einen Anwalt gefunden, bereiten Sie sich auf das Gespräch gut vor, denn Ihnen steht während des Termins nur eine begrenzte Zeitspanne zur Verfügung. Im Idealfall machen Sie sich vorab Notizen zu allen wichtigen Punkten, damit Sie Ihr Anliegen strukturiert vortragen können. Wichtig ist auch eine Sammlung aller wichtigen Unterlagen wie Schreiben, Gutachten oder Fotos – am besten in chronologischer Reihenfolge. Wichtig können dabei auch Briefumschläge sein, da der Poststempel nicht immer mit dem Datum der Anschreiben übereinstimmt. Drucken Sie relevante E-Mails aus. Im Zweifelsfall gilt: Bringen Sie lieber zu viel als zu wenig Dokumente mit zu dem Gespräch.

Gibt es Zeugen, haben Sie im Idealfall auch deren persönliche Daten notiert, so dass Sie sie im Notfall erreichen können. Ihr Anwalt sollte eine Liste von den Adressen dieser Zeugen erhalten.

Stellen Sie sicher, dass Sie zu Ihrer eigenen Absicherung stets eine Kopie aller wichtigen Dokumente behalten. Sind Sie bereits rechtsschutzversichert, benötigt der Jurist Namen und Adresse des Versicherers sowie Ihre Mitgliedsnummer und die Allgemeinen Geschäftsbedingungen Ihres Vertrages.


Rechtsschutz im In- und Ausland

Der Geltungsbereich einzelner Rechtsschutzversicherungstarife ist genau definiert. Dort ist festgelegt, welche Leistungen (Bausteine) über welchen Zeitraum (Tage pro Jahr) in welchen Ländern (innerhalb und außerhalb der EU) im welchem Umfang (Deckungssumme und Selbstbeteiligung) unter welchen Umständen (Privaturlaub oder Dienstreise) gelten. Befinden Sie sich beruflich oder privat häufig im Ausland, sollten Sie deshalb abklären, ob Ihr Rechtsschutz auch in Ihrem Reiseland uneingeschränkt gültig ist.

Besitzen Sie Immobilien im Ausland, sollten Sie sich erkundigen, ob der Wohnrechtsschutz auch bezüglich Ihres dortigen Eigentums Bestand hat. Wichtig ist generell nicht der Ort des Rechtsvorfalls, sondern der Standort des zuständigen Gerichts.


Wann die Rechtsschutzversicherung nicht zuständig ist

Nicht immer ist die Rechtsschutzversicherung zuständig. Kein Anspruch auf Unterstützung besteht beispielsweise meist in folgenden Fällen:

  • Wenn keiner Ihrer Tarifbausteine den betroffenen Rechtsbereich abdeckt.
  • Wenn eine Streitsache bereits vor Abschluss der Versicherung bestand.
  • Wenn eine Straftat oder Ordnungswidrigkeit vorsätzlich begangen wurde.
  • Wenn Sie gegen Ihren eigenen Rechtsschutzversicherer klagen möchten.
  • Wenn es sich um Klagen vor Verfassungsgerichten oder internationalen Gerichtshöfen handelt.
  • Wenn es sich um eine vorbeugende Rechtsberatung handelt.

Wartezeiten bei der Rechtsschutzversicherung

Schließen Sie eine Rechtsschutzversicherung ab, können Sie diese in der Regel nicht umgehend in Anspruch nehmen. Sie zahlen dann zwar schon Beiträge, dürfen den Rechtsschutz aber erst nach Ablauf eines genau festgelegten Zeitraums von häufig drei Monaten nutzen. Wartezeiten sind im Versicherungswesen häufig. Man will damit vermeiden, dass eine Kundin oder ein Kunde einen Vertrag nur abschließt, weil sie / er davon ausgeht, die Versicherung binnen Kürze zu benötigen. In einigen Leistungsbereichen kann man Rechtsschutzversicherungen auch erst nach einem längeren Zeitraum in Anspruch nehmen, so beispielsweise im Gebiet Eherecht. Eine Ausnahme besteht bei Unfällen. In diesem Fall besteht auch schon während der Wartezeit oft Leistungsanspruch.


Anpassung der Bausteine der bestehenden Rechtsschutzversicherung

Möchten Sie den Schutz Ihres bestehenden Tarifs erweitern, haben Sie drei Möglichkeiten:

Szenario 1

Sie kündigen bei Ihrem derzeitigen Versicherer im Rahmen der Fristen und suchen sich einen neuen Anbieter, der alle Rechtsbereiche zu Ihrer Zufriedenheit abdeckt.

Szenario 2

Sie behalten Ihre derzeitige Versicherung und suchen sich für den noch zu versichernden Rechtsbereich eine zweite Versicherung.

Szenario 3

Sie behalten Ihre derzeitige Versicherung und erweitern den dortigen Rechtsschutz um die gewünschten Bausteine.

Bleiben Sie bei Ihrem aktuellen Versicherer, so gilt der Rechtsschutz für bestehende Rechtsbereiche wie gehabt. Bevor Sie aber die neuen Bausteine in Anspruch nehmen können, fällt auch dort wiederum eine Wartezeit an. Bevor Sie sich entscheiden, empfiehlt sich ein Vergleich verschiedener Angebote und Tarife.


Wechsel der Rechtsschutzversicherung

Es gibt mehrere Gründe für einen Wechsel, etwa wenn der Markt bessere und günstigere Tarife anbietet.

Möchten Sie wechseln, sollten Sie das so koordinieren, dass Sie zu keiner Zeit ohne Schutz dastehen. Dabei sollte auch die Wartezeit berücksichtigt werden, die beim neuen Versicherer wieder anfallen würde. Auch müssen die Kündigungsfristen eingehalten werden.

Kündigung der Rechtschutzversicherung

Wie bei anderen Versicherungen haben Sie auch hier ein ordentliches Kündigungsrecht und mehrere Möglichkeiten der Sonderkündigung. Ein ordentliches Kündigungsrecht besteht je drei Monate vor Ende des Versicherungsjahres. Nutzen Sie Ihr Kündigungsrecht nicht, wird der Vertrag automatisch um ein Jahr verlängert.

Haben Sie einen Vertrag über mehr als ein Jahr abgeschlossen, liegt die Kündigungsfrist drei Monate vor Ende der Laufzeit, anschließend drei Monate vor jedem folgenden Jahr.

Achtung

Reguläre und Sonderkündigungen sollten stets schriftlich und per Einschreiben erfolgen, damit Sie bei Bedarf nachweisen können, dass Sie sich an die Frist gehalten haben.

Sonderkündigungsrecht bei der Rechtsschutzversicherung

In mehreren Fällen haben Sie ein außerordentliches Kündigungsrecht. Dieses besteht beispielsweise für vier Wochen nach einer Schadenregulierung – selbst wenn der Fall zu Ihrer Zufriedenheit gelöst wurde. Auch bei einer Beitragserhöhung bei gleichbleibenden Leistungen haben Sie ein vierwöchiges Sonderkündigungsrecht. Verlegen Sie Ihren Hauptwohnsitz ins Ausland, können Sie Ihre Rechtsschutzversicherung ebenfalls kündigen. Eine weitere Kündigungsmöglichkeit besteht meist bei einer Doppelversicherung. Das wäre der Fall, wenn Sie und Ihre Partnerin oder Ihr Partner je separaten Rechtsschutz haben, nun zusammenziehen und sich gemeinsam versichern möchten. In der Regel kann man dann die Versicherung kündigen, die zuletzt abgeschlossen wurde.

Auch die Rechtsschutzversicherer haben in mehreren Fällen ein Kündigungsrecht, so beispielsweise ein einmonatiges Kündigungsrecht nach einem Schadenfall. In den meisten Fällen machen sie davon aber keinen Gebrauch. Auch wenn die Beitragsleistungen trotz schriftlicher Aufforderung nicht erfolgen, kann der Rechtsschutzversicherer den Vertrag kündigen.


Rechtsschutz als Baustein anderer Versicherungen

Rechtsschutz kann als Baustein verschiedenster anderer Versicherungen abgeschlossen werden, so beispielsweise im Bereich Verkehrsrecht im Rahmen einer Kfz-Versicherung. Ob solche Kombinationsverträge sinnvoll sind, muss im Einzelfall geprüft werden.

Auch wenn Sie bereits im Rahmen Ihrer Kfz-Versicherung rechtsschutzversichert sind, können Sie eine eigenständige Rechtschutzversicherung für beispielsweise Privat- und Arbeitsrecht abschließen. Wie auch immer Sie sich jedoch entscheiden, vorab ist es ratsam, verschiedene Angebote miteinander zu vergleichen.


FAQ zur Rechtsschutz

Gerichtsverfahren sind teuer und übersteigen meist bei weitem das Budget von Durchschnittsverbraucherinnen und Verbrauchern. Eine Rechtsschutzversicherung hilft Ihnen dabei, Ihr Recht durchzusetzen und übernimmt – je nach dem gewählten Tarif – alle Kosten für das Verfahren.
Tragen Sie einfach Ihre Eckdaten in unseren kostenlosen und unverbindlichen Vergleichsrechner ein und geben Sie an, welche Bereiche des Rechtsschutzes Sie abgesichert wissen möchten. Tarifcheck.de ermittelt Ihnen sekundenschnell Ergebnisse entsprechend Ihrer Vorgaben. Auf Wunsch können Sie das Ergebnis verfeinern und gezielt nach bestimmten Zusatzbausteinen suchen. Haben Sie einen Tarif entsprechend Ihrer Wünsche gefunden, können Sie über unseren Rechner direkt eine Anfrage stellen, ohne dass Ihnen dadurch durch unsere Webseite irgendwelche Kosten entstehen.
Der Rechtsschutz unterteilt sich in vier große Bereiche. Diese sind Privatrecht, Arbeitsrecht, Verkehrsrecht und Wohnrecht. Binnen dieser vier Blöcke gibt es zahlreiche weitere Unterpunkte. So kann das Privatrecht beispielsweise auch das Kaufrecht beinhalten, das Arbeitsrecht Strafrechtsschutz oder berufliches Vertragsrecht. Einzelne Anbieter unterscheiden sich dabei wesentlich bezüglich Leistungen, Preisen und Qualität.
Man unterteilt zwischen Single- und Familientarifen. Bei einem Singletarif sind nur Sie selbst versichert. Ein Familientarif gilt für Sie und Ihre Partnerin oder Ihren Partner sowie für alle Kinder. Bedingung ist, dass der Nachwuchs noch nicht auf eigenen Beinen steht, beziehungsweise das 25. Lebensjahr noch nicht vollendet hat, keine abgeschlossene Berufsausbildung hat oder selbst noch nicht in einer eingetragenen Partnerschaft lebt. Ein Sonderfall ist der Verkehrsrechtsschutz. Kinder werden dort nur solange vollständig mitversichert, bis sie selbst ein motorisiertes Fahrzeug führen oder fahren.
Die Deckungssumme einer Rechtsschutzversicherung ist essentiell. Sie kommt für alle Unkosten auf, die im Rahmen eines Rechtsstreits entstehen können. Idealerweise sollte sie so hoch sein, dass Sie damit mindestens zwei gerichtliche Instanzen durchlaufen können. Experten empfehlen deshalb eine Deckungssumme von mindestens 300.000 Euro. Im Einzelnen können damit – je nach Tarif und Vertragsvereinbarungen – folgende Ausgaben gedeckt werden: Anwaltsgebühren, Zeugengelder, Sachverständigenhonorare, außergerichtliche Lösungen, Gerichts- und Vollstreckungskosten, im Ernstfall auch die Gerichtskosten des Gegners, Übersetzung von Dokumenten im Ausland und / oder beziehungsweise zinsfreie Darlehen für Kautionen. Auf keinen Fall können jedoch Bußgelder und Geldstrafen von der Versicherungssumme gezahlt werden.
Idealerweise haben Sie vorab schon eine genaue Vorstellung, welche Risiken im Rahmen Ihrer Rechtschutzversicherung abgedeckt werden sollen. Wichtig ist die Höhe der Deckungssumme, von der alle Kosten im Streitfall beglichen werden müssen. Diese sollte laut Expertenmeinung bei mindestens 300.000 Euro liegen. Relevant könnten zudem auch folgende Vertragsbestandteile sein: Recht auf freie Anwaltswahl, Beratungsgespräche und Anwaltshotline, außergerichtliche Lösungsmöglichkeiten und / oder Rechtsschutz im Ausland. Auch der Spezial-Strafrechtsschutz und die Schadenregulierung nach Folgeereignistheorie könnten wichtig sein. Erstes ist hilfreich, wenn Sie ungerechtfertigt einer Straftat oder einer Ordnungswidrigkeit beschuldigt werden, letzterer bietet umfassendere Leistungen, nämlich auch dann, wenn die Ursache (beispielsweise die Einnahme eines Medikaments) schon vor Vertragsabschluss stattfand, und der Schaden (beispielsweise Folgeschäden durch Nebenwirkungen) als Folge der Ursache nach Vertragsabschluss. Auch sollte man sich darüber im Klaren sein, dass Preise, Leistungen und Qualität bei einzelnen Versicherern variieren und deshalb unbedingt einen Vergleich verschiedener Anbieter und Tarife durchführen.
Mehrere Faktoren sind für die Beitragshöhe relevant. Dazu gehören natürlich Leistungsumfang und Höhe der Deckungssumme, aber auch, ob es sich um einen Familien- oder Single-Tarif handelt, ob Sie eine Selbstbeteiligung akzeptieren oder in der Vergangenheit bereits eine Rechtsschutzversicherung in Anspruch nehmen mussten. Schließen Sie den Vertrag für länger als ein Jahr ab und zahlen die Raten jährlich, gibt es unter Umständen Rabatte. Wie lange Sie sich an einen Anbieter binden möchten, können aber nur Sie selbst entscheiden.
Bevor Sie auf eigene Faust einen Anwalt beauftragen, sollten Sie in jedem Fall Ihre Rechtschutzversicherung konsultieren, damit abgeklärt wird, ob Ihr Anliegen definitiv von Ihrem Tarif abgedeckt wird. Erst wenn Sie das Einverständnis Ihres Anbieters haben, sollten Sie weitere Schritte einleiten. Im Idealfall ist das Einverständnis schriftlich und Sie haben auch den Namen des zuständigen Sachbearbeiters notiert. Haben Sie das OK Ihrer Versicherung, sollten Sie allerdings umgehend handeln, damit keine wichtigen Fristen verstreichen. Erklären Sie Ihrem Fall einem Juristen. Dieser entscheidet dann, ob Erfolgsaussichten bestehen und kontaktiert mit seiner Empfehlung Ihren Anbieter. Dieser prüft nun erneut Ihr Anliegen und stellt Ihnen gegebenenfalls eine Kostendeckungssumme zur Verfügung, die nicht überschritten werden darf. Lehnt die Versicherung Ihren Fall ab, müssen Sie alle folgenden Kosten selbst tragen.
Ein Anwalt ist eine Vertrauensperson und sollte fachlich kompetent sein. Häufig helfen Empfehlungen aus dem Freundeskreis. Im Zweifelsfall kann das Anwaltsverzeichnis der Bundesrechtsanwaltskammer weiterhelfen. Dort kann man überprüfen, ob ein bestimmter Fachanwalt auch wirklich zugelassen ist. Regionale Anwaltskammern können bei der Suche nach gezielten Anwälten für bestimmte Fachgebiete helfen. Auch die Rechtsschutzversicherung selbst kann Ihnen Anwälte empfehlen. Haben Sie vertraglich keine freie Anwaltswahl vereinbart, müssen Sie sogar deren Vorgaben folgen. In den meisten Fällen ist es aber sinnvoller, sich unabhängig von den Versicherungen einen eigenen Juristen zu suchen.
Bei einem Gespräch mit dem Anwalt haben Sie nur eine begrenzte Zeitspanne zur Verfügung, Bereiten Sie das Gespräch deshalb so gut wie möglich vor. Machen Sie sich Notizen zu den wichtigsten Punkten, sammeln Sie alle relevanten Dokumente, Briefe, Gutachten, Fotos, Ausdrucke von relevanten E-Mails oder Briefumschläge (der Poststempel könnte wichtig sein). Machen Sie eine Liste von allen Zeugen und deren Kontaktdetails. Bringen Sie im Zweifelsfall eher zu viele als zu wenig Dokumente mit zu dem Gespräch. Stellen Sie zudem stets sicher, dass Sie eine Kopie aller Dokumente selbst behalten. Auch benötigt der Advokat Namen und Adresse Ihrer Rechtsschutzversicherung, sowie die Vertragsbestimmungen und Ihre Mitgliedsnummer.
Nein, in der Regel zahlt die Versicherung nur für Kosten im Rahmen der Anwaltsgebührenverordnung. Liegen die Kosten darüber, müssen Sie die Zusatzkosten selbst tragen. Bevor Sie einen Juristen beauftragen, vergewissern Sie sich deshalb, ob das Honorar des von Ihnen bevorzugten Anwalts im vollen Umfang übernommen wird.
Der Rechtsschutz greift nicht bei Geldstrafen und Geldbußen und vorsätzlich begangenen Taten. Auch Angelegenheiten, die bereits vor Vertragsabschluss oder in der Wartezeit begonnen haben, sind nicht abgedeckt. Zudem sind einige Verfahrensarten wie etwa die an internationalen Gerichtshöfen nicht abgedeckt. Allgemein besteht nur bei den von Ihnen versicherten Bereichen ein Leistungsanspruch.
Das ist nur bedingt möglich und zwar dann, wenn die Beiträge für den Bereich Arbeitsrechtsschutz gelten. In diesem Fall können Sie die Beiträge als Werbungskosten geltend machen. Ist dies nicht der Fall, gibt es keine steuerlichen Erleichterungen. Ist es anteilig der Fall, können Sie genau diese Anteile geltend machen. Enthält Ihr Vertrag keine genaue Aufschlüsselung, welcher Beitragsanteil dem Arbeitsrechtschutz zuzurechnen ist, können Sie bei Ihrem Versicherer ein entsprechendes Dokument anfordern. Lohnenswert ist dies insgesamt allerdings nur, wenn Ihre beruflichen Ausgaben höher sind als der Werbungskostenpauschbetrag von 1.000 Euro. Andernfalls erhalten Sie diese Pauschale automatisch angerechnet.
Ja, wie bei anderen Versicherungsarten beinhalten die meisten Rechtschutzversicherungsverträge eine Wartezeit. Während dieser Zeit zahlen Sie schon Beiträge, können die Leistungen aber noch nicht in Anspruch nehmen. Die Anbieter wollen damit vermeiden, dass man bereits in Kenntnis eines bevorstehenden Rechtsstreits eine Versicherung abschließt. Die Wartezeiten bei der Rechtsschutzversicherung betragen meist drei Monate, bezüglich des Eherechts können sie sehr viel länger dauern. Im Falle eines Unfalls haben Sie in der Regel sofort und ohne Wartezeiten Anspruch auf Leistungen.
Wie auch bei anderen Versicherungen können Sie zum Ende eines Versicherungsjahres kündigen, die Kündigungsfrist beträgt drei Monate. Kündigt man nicht, verlängert sich der Vertrag stillschweigend um ein weiteres Jahr. Hat Ihr Vertrag eine längere Laufzeit – haben Sie beispielsweise einen Vertrag über 36 Monate abgeschlossen, können Sie erst zu deren Ablauf regulär kündigen. Kündigungen sollten dabei stets schriftlich als Einschreiben versendet werden, damit Sie bei Bedarf einen Nachweis über die Einhaltung der Fristen haben.
Bei Beitragserhöhungen trotz gleichbleibender Leistungen haben Sie ein vierwöchiges, außerordentliches Kündigungsrecht, ebenso nach einer Schadenregulierung, selbst wenn diese zu Ihrer Zufriedenheit abgewickelt wurde. Bei einer Doppelversicherung können Sie den kürzer bestehenden der zwei Verträge meist kündigen. Das wäre dann der Fall, wenn Sie und Ihre Partnerin oder Ihr Partner beide eine Rechtsschutzversicherung haben, nun zusammenziehen und sich gemeinsam versichern möchten. Ziehen Sie ins Ausland und haben dort Ihren Hauptwohnsitz, können Sie kündigen, da der Rechtsschutz dann in der Regel nicht mehr umfassend gilt.
Wie auch bei anderen Versicherungsarten hat der Rechtsschutzversicherer nach einer Schadenregulierung ein Sonderkündigungsrecht. In den meisten Fällen nutzt er dieses jedoch nicht. Auch wenn eine Kundin oder ein Kunde trotz schriftlicher Aufforderung die Beiträge nicht zahlt, kann der Anbieter kündigen.
Sind Sie mit Ihrem Anbieter unzufrieden oder haben das Gefühl, Sie zahlen zu viel, sollten Sie einen Anbietervergleich durchführen, denn einzelne Unternehmen unterscheiden sich bezüglich Leistung und Preis. Haben Sie ein besseres Angebot gefunden und entscheiden sich zum Wechsel, sollten die Kündigungsfristen eingehalten werden. Zu beachten ist auch, dass bei neuen Versicherungen Wartezeiten anfallen werden. Damit Sie im Ernstfall nicht allein dastehen, sollten Sie gegebenenfalls Kündigung und Neuversicherung gut koordinieren.
Das ist möglich. Sie haben dabei drei Möglichkeiten: Sie erweitern den bestehen Schutz bei Ihrem derzeitigen Anbieter oder Sie kündigen die bestehende Versicherung fristgemäß und suchen sich ein anderes Unternehmen, das alle gewünschten Leistungen abdeckt. Als Alternative können Sie auch den bisherigen Tarif behalten und die anderen gewünschten Leistungen und Bausteine separat bei einer anderen Rechtschutzversicherung versichern lassen. Allgemein ist dabei zu beachten, dass für neue Bausteine wiederum neue Wartezeiten veranschlagt werden, auch wenn Sie diese bei Ihrem alten Versicherer abschließen.
Das ist fall- und versicherungsabhängig. Viele Verbraucherinnen und Verbraucher haben beispielsweise im Rahmen Ihrer Kfz-Versicherung Verkehrsrechtsschutz vereinbart. Auch wenn einer oder mehrere Rechtsbereiche bereits im Rahmen einer anderen Versicherung abgedeckt sind, können Sie sich jedoch bei Bedarf woanders mitversichern.
Das ist möglich. Bei Bedarf können Sie verschiedene Rechtsbereiche bei verschiedenen Rechtsschutzversicherern absichern lassen. Das gleiche gilt für Rechtsschutz als Zusatzbausteine von anderen Versicherungen. So können Sie beispielsweise oftmals Arbeitsrechtsschutz im Rahmen der Berufsunfähigkeitsversicherung abschließen und separat eine Versicherung für Privatrechtsschutz.
Wer auf den Rechtsschutz nicht ganz verzichten möchte, aber temporär knapp bei Kasse ist, kann eventuell auch Beitragszahlungen aussetzen. Für diese Zeit besteht dann kein Rechtsschutz, allerdings haben Sie ab der nächsten Zahlung meist wieder vollen Leistungsanspruch. Ob und zu welchen Konditionen eine Aussetzung der Beiträge möglich ist, hängt von Ihren Vertragsbedingungen ab. Bei Bedarf sollten Sie diesbezüglich Ihren Versicherer konsultieren.
Das hängt von Ihrem Tarif und Vertragsbedingungen ab. Dort wird genau definiert, in welchen Ländern in welchem Umfang für wie viele Tage pro Jahr Leistungsansprüche bestehen. Sind Sie beruflich oder privat viel im Ausland unterwegs, sollten Sie sich vergewissern, dass Sie auch dort dauerhaft geschützt sind. Sind Sie wohnrechtsschutzversichert und besitzen Immobilien im Ausland, sollten Sie unbedingt abklären, ob auch dort Leistungsansprüche bestehen.