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Rechtsschutz­versicherung: Wichtig zu wissen
  • Eine private Rechtsschutzversicherung übernimmt im Ernstfall die Kosten für Gerichtsverfahren, Beratungs- sowie Anwaltskosten und gilt je nach dem gewählten Tarif in den verschiedensten Lebensbereichen.
  • Gute Produkte sind schon für unter 100 Euro im Jahr erhältlich.
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Anwaltskosten und Gerichtsverfahren sind teuer und können das eigene Budget leicht sprengen. Laut Statista gab es 2017 in Deutschland rund 22 Millionen Rechtsschutzversicherungsverträge, das sind etwas mehr als die Hälfte aller Haushalte in Deutschland.


Wer braucht eine Rechtsschutzversicherung?

Recht haben und Recht bekommen, kann schwierig werden, sofern man einen Rechtstreit nicht finanzieren kann. Ein Verfahren vor dem Richter kann eine teure Angelegenheit werden, denn nicht nur die Verhandlungskosten und das Honorar für den Anwalt schlagen hoch zu Buche, sondern auch Kosten für Gutachter und Sachverständige.

Wer finanziell vorsorgen möchte, versichert sich und seine Lieben mit einer Rechtsschutzversicherung. Diese gibt es für die verschiedenen Bereiche. Sie übernimmt je nach Tarif und Deckungssumme alle anfallenden Kosten.


Was leistet die Deckungssumme der Rechtsschutz­versicherung?

Laut Datenerhebung vom Statistischen Bundesamt (Destatis) wurden im Jahr 2017 etwas mehr als 3,5 Millionen neue Gerichtsverfahren eröffnet, mehr als ein Drittel davon waren sogenannte Zivilprozesse. Da die Verfahren teuer werden können, ist einer der zentralen Punkte bei einer Rechtschutzversicherung die Höhe der Deckungssumme, in deren Rahmen Leistungen in Anspruch genommen werden können. Die Versicherungssumme beziehungsweise Deckung sollte ausreichen, um mindestens zwei gerichtliche Instanzen zu durchlaufen und mindestens 300.000 Euro betragen.

Die Deckungssumme kann nicht dafür genutzt werden, Bußgelder und Geldstrafen zu begleichen.

Mithilfe der Deckungssumme können folgende Kosten übernommen werden:

  • Gesetzliche Anwaltsgebühren
  • Zeugengelder / Sachverständigenhonorare
  • Außergerichtliche Lösungen (Mediation)
  • Gerichtskosten / Vollstreckungskosten
  • Falls notwendig, auch die Gerichtskosten für den Gegner
  • Strafkautionen bis zu einer gewissen Höhe oder zinsfreie Darlehen für Strafkautionen
  • Im Ausland auch die Kosten für die Übersetzung notwendiger Dokumente

Rechtsschutzversicherung – kann ich Angehörige mitversichern?

Man unterscheidet zwischen Single- und Familientarifen. Bei Bedarf können Sie als Versicherungsnehmer oder -nehmerin bei bestimmten Tarifen Ihre Angehörigen mitversichern, beispielsweise Ihre Lebensgefährtin oder Ihren Lebensgefährten, Ihre Gattin oder Ihren Ehemann. Auch in diesem Fall lohnt sich ein Vergleich der unterschiedlichen Tarife für einen optimalen Versicherungsschutz der ganzen Familie.

Ihr Nachwuchs, Ihre Stiefkinder, Pflege- und / oder Adoptivkinder werden im Familientarif in der Regel automatisch mitversichert. Der Schutz gilt dann meist, bis die Kinder das 25. Lebensjahr vollendet haben und / oder selbst in einer eingetragenen Partnerschaft leben und / oder die erste Ausbildung beendet haben. Erwarten Sie ein Kind, sollten Sie dies Ihrer Rechtsschutzversicherung folglich mitteilen, damit auch dieses beitragsfrei mitversichert werden kann.

Eine Ausnahme ist das Verkehrsrecht. Informieren Sie sich deshalb genau, in welchem Umfang Ihr Tarif auch Ihre Angehörigen und Familienmitglieder absichert.


Rechtsschutz – welche Bereiche gibt es?

Auch wenn Sie bereits im Rahmen einer anderen Versicherung rechtsschutzversichert sind (zum Beispiel bei einer Kfz-Versicherung), können Sie für andere Rechtsbereiche separate Tarife abschließen. Auch können Sie bei Bedarf bei einem Anbieter den Bereich Wohnrecht versichern, bei einer anderen Versicherungsgesellschaft den Bereich Privatrecht.

Rechtsschutzversicherungen werden in vier große Blöcke unterteilt, die wiederum je nach Versicherer verschiedene Rechtsbereiche umfassen können. So kann der Block Verkehrsrecht beispielsweise Schadenersatzrecht und Unstimmigkeiten mit der Verkehrsbehörde umfassen, das Arbeitsrecht Vertragsrecht und / oder Schadenersatz. Einige Bausteine sind nur in Kombination mit anderen abschließbar. Arbeitsrechtsschutz kann man meist nur in Verbindung mit Privatrechtsschutz abschließen.

Bevor Sie sich für einen Versicherer entscheiden, vergleichen Sie deshalb am besten einzelne Anbieter, Tarife und Familientarife miteinander, denn es gibt gravierende Unterschiede bezüglich Jahresbeitrag und Prämie, bezüglich Preis, Leistung und Umfang des Versicherungsschutzes.

Privatrecht

Eine Privatrechtsschutzversicherung greift in Ihrem Alltag – beispielsweise dann, wenn Sie juristische Streitigkeiten mit Ihrem Nachbarn haben, mit einer Dienstleistung nicht zufrieden sind oder bei einem Streit um eine Geldanlage (Kapitalanlagerecht). Je nach Anbieter gibt es große Unterschiede, was der Tarif beim Privatrechtsschutz umfassen kann. So stellt beispielsweise auch das Kaufrecht eine große Sparte innerhalb des Rechtsschutzes dar, es greift, wenn Sie als Versicherungsnehmerin oder Versicherungsnehmer beispielsweise ein teures Produkt erwerben, das bereits nach kurzer Zeit defekt ist, Sie aber dennoch kein Recht auf Umtausch oder Rückgabe haben.

Familien- und Eherecht sind ebenfalls Teil des Privatrechts und können Teil des Tarifs sein: Nach einer Trennung stehen Gütertrennung und Unterhaltsregelungen an. Bezüglich des Eherechts leisten viele Versicherer allerdings erst nach einer Wartezeit von mehreren Jahren. Dadurch soll vermieden werden, dass man sich nur versichert, um kurzfristig eine Scheidung bestmöglich abwickeln zu können.

Verkehrsrecht

Ob Sie zu Fuß, mit dem Rad, öffentlichen Verkehrsmitteln oder dem eigenen Kraftfahrzeug unterwegs sind – Sie gelten dabei als Verkehrsteilnehmerin oder Verkehrsteilnehmer. Unfälle passieren plötzlich und schnell. Dieser Baustein hilft dabei, das eigene Recht durchzusetzen, beispielsweise auch dann, wenn einem unrechtmäßig der Führerschein entzogen wird. Dementsprechend weit verbreitet ist auch der Verkehrsrechtsschutz. 21,33 Millionen Menschen hatten 2018 laut einer Statista-Umfrage diesen Schutz im Haushalt.

Zu beachten ist, dass der Familienrechtsschutz im Bereich Verkehr für Familienmitglieder wie Kinder nur so lange uneingeschränkt gilt, als wie sie nicht selbst ein Kfz lenken. Dann sollte Ihr Nachwuchs sich diesbezüglich eigenständig versichern.

(Miet-)Wohnrecht und Vermieterrecht

Pachten oder mieten Sie eine Wohnung, ein Haus oder ein Gelände, können Sie mit diesem Baustein Ihre Ansprüche als Mieterin oder Mieter festigen. Vermieten Sie umgekehrt eine oder mehrere Immobilien, sind Sie ebenfalls gut beraten, denn Streitigkeiten können leicht entstehen, etwa wenn Mieter Ihr Eigentum beschädigt hinterlassen, die Miete nicht zahlen, gegen Mieterhöhungen oder Eigenbedarfskündigungen klagen. Bestandteile diese Tarifvariante können beispielsweise Mietrechtsschutz, Wohnungsrechtsschutz und Grundstücksrechtsschutz sein, Steuerrechtsschutz, aber auch Schadenersatzrechts- oder Strafrechtsschutz.

Berufsrecht / Arbeitsrecht

Der Berufsrechtsschutz lohnt sich vielfach sowohl für Selbstständige als auch für Angestellte. Er kann verschiedenartigste Bereiche abdecken, so etwa bezüglich beruflichem Vertragsrecht, Schadensersatz, Sozialgerichten, Disziplinarverfahren, Strafrecht und Ordnungswidrigkeitenrecht. Der Arbeitsrechtsschutz kann hilfreich sein, wenn Sie etwa nicht das verdiente Arbeitszeugnis ausgestellt bekommen, nicht wie vereinbart befördert, ungerechtfertigt abgemahnt oder gekündigt werden oder wenn ein Disziplinarverfahren ins Haus steht. Bei Auseinandersetzungen mit dem Arbeit- oder Auftraggeber hat man ohne Rechtsschutzversicherung als Privatperson oftmals nicht die rechtliche Handhabe, sein Recht durchzusetzen und verzagt, weil man keinen Rechtsstreit riskieren möchte.

Dementsprechend hoch ist auch der Stellenwert von privaten Rechtsschutzversicherungen bei einem Schadenfall im Betrieb. Für Unternehmer und Selbstständige einer Statista-Umfrage war es mit 41 % die wichtigste Versicherung direkt nach der Betriebshaftpflichtversicherung (48 %, Stand 2013). Vor Abschluss des Berufsrechtsschutzes oder Arbeitsrechtsschutzes sollten Sie sich genau erkundigen, welcher Schutz Ihrer persönlichen Arbeitssituation gerecht wird, denn auch hier gibt es große Unterschiede. Allgemein besteht bei Selbständigen oftmals ein höheres Risiko, in Gerichtsverfahren verwickelt zu werden, deshalb könnte der Tarif für Selbstständige entsprechend teurer ausfallen.

Rechtsschutz – die verschiedenen Bereiche im Überblick

Art des Rechtsschutzes Beschreibung
Privatrecht Umfasst tarifabhängig z. B. Kaufrecht (z. B. Unzufriedenheit mit einem Produkt oder einer Dienstleistung), Kapitalanlagerecht (z. B. Streit um eine private Geldanlage), Rechtsstreitigkeiten mit Nachbarn (z. B. über Lärm, gefällte Bäume oder falsch gezogene Zäune), Familien- und Eherecht (z. B. Gütertrennung, Unterhaltsregelungen, die Wartezeit ist länger als in anderen Rechtsbereichen).
Verkehrsrecht Umfasst tarifabhängig Zwischenfälle im Rahmen der privaten Verkehrsteilnahme als Fußgänger, Radfahrer, Sportler oder im Kfz etwa bezüglich des Schadensersatzrechts (z. B. bei unrechtmäßigen Forderungen oder eigenen Klagen bei Unfällen), Ordnungswidrigkeitsrechts (z. B. Klagen gegen unrechtmäßig entzogenen Führerschein und Bußgeldverfahren) und Strafrechts (z. B. Verteidigung gegen Vorwürfe von Fahrlässigkeit im Straßenverkehr).
(Miet-)Wohnrecht und Vermieterrecht Umfasst tarifabhängig Mietrechtsschutz, Wohnungsrecht, Grundstücksrecht, Steuerrecht, Schadensersatzrecht und Strafrecht für Mieter und Vermieter (z. B. Räumungsklagen, Mieterhöhungen, Mietminderungen, Beschädigung des Eigentums).
Berufsrecht / Arbeitsrecht Umfasst tarifabhängig für Angestellte, Freiberufler und Selbstständige das berufliche Vertragsrecht, Strafrecht, Schadensersatzrecht und Ordnungswidrigkeitenrecht (z. B. bei Disziplinarverfahren, Arbeitsunfällen, unrechtmäßigen Kündigungen und Abmahnungen).

Allgemein gilt: Je nach Versicherer und Tarif umfassen die einzelnen Hauptrechtsbereiche unterschiedliche Rechtsbereiche. Je nach Versicherer und Tarif können einzelne Rechtsbereiche nur in Kombination mit bestimmten andereren Bereichen abgeschlossen werden.


Was muss ich beim Abschluss einer Rechtsschutzversicherung beachten?

Nicht alle Angebote sind gleich gut. Bevor Sie sich entscheiden, sollten Sie einen Vergleich der Preise und Leistungen vornehmen. Prüfen Sie einzelne Vertragsklauseln genau. Idealerweise haben Sie vor Abschluss zudem schon eine Vorstellung davon, welchen Rechtsschutz Ihre Police enthalten soll. Folgende Details sind je nach den persönlichen Lebensumständen von Bedeutung:


Wie setzen sich die Beiträge der Rechtsschutzversicherung zusammen?

Die Beiträge kosten jährlich meist eine Summe im niedrigen dreistelligen Bereich. Gute Angebote findet man bereits unter 100 Euro. Folgende Faktoren haben Einfluss auf die Prämie:

Tarifwahl

Preisliche Unterschiede bestehen zwischen Single- und Familientarifen. Schließen Sie einen Familientarif ab, können auch Partnerinnen, Partner und Kinder beitragsfrei versichert werden – sogar auch noch zu einem späteren Zeitpunkt.

Nutzung einer Rechtsschutzversicherung in der Vergangenheit

Hat man in der Vergangenheit bereits eine Rechtschutzversicherung in Anspruch genommen, verteuert sich unter Umständen auch der Einstiegsbeitrag bei einem neuen Anbieter.

Die Höhe der Deckungssumme

Je höher Ihre Deckungssumme, desto teurer werden die Versicherungsbeiträge. Die Deckungssumme sollte dabei aber ausreichen, um mindestens zwei gerichtliche Instanzen problemlos zu durchlaufen.

Der Umfang des Versicherungsschutzes

Je mehr Bausteine Ihr Tarif hat, desto höher ist der Jahresbeitrag.

Etwaige Selbstbeteiligung

Viele Rechtsschutzversicherer haben bei den meisten Tarifen eine Selbstbeteiligung der Versicherungsnehmer veranschlagt. Dieser Selbstbehalt liegt oftmals bei 150 Euro bis 250 Euro pro Fall. Damit Sie den passenden Versicherungsschutz finden, überprüfen Sie bei einem Vergleich der Tarife, ob die Höhe der Selbstbeteiligung Ihnen zusagt. Wünschen Sie keine Selbstbeteiligung, verteuert sich der Tarif enorm. Bei einer Erstberatung wird jedoch oftmals keine Selbstbeteiligung beziehungsweise kein Selbstbehalt veranschlagt.

Zahlungsmodi

Zahlen Sie die Beiträge einmalig zu Beginn eines Versicherungsjahres, sind sie meist ein wenig günstiger als bei häufigeren und kleineren Zahlungen binnen eines Jahres.

Vertragslaufzeit

Schließen Sie den Tarif für mehr als ein Jahr ab, erhalten Sie meist Rabatt, allerdings sind Sie für diesen Zeitraum dann auch an diesen Anbieter gebunden. Eine lange Laufzeit sollte deshalb reiflich überlegt werden.


Wie gehe ich im Schadensfall vor?

Möchten Sie Ihre Rechtsschutzversicherung in Anspruch nehmen, sollten Sie sich vorab erkundigen, ob der entsprechende Fall auch tatsächlich von Ihrer Police abgedeckt wird. Kontaktieren Sie deshalb umgehend Ihren Anbieter und schildern Sie Ihr Anliegen. Dieser prüft dann, ob entsprechende Leistungen mit Ihrem Tarif abgedeckt werden, ob die diesbezügliche Wartezeit verstrichen ist und ob die Beiträge entsprechend der Fristen gezahlt worden sind. Lassen Sie sich das Einverständnis Ihres Versicherers gegebenenfalls schriftlich geben und notieren Sie sich den Namen Ihres Sachbearbeiters.

Damit der Fall zeitnah bearbeitet wird, sollten Sie nach der Rücksprache mit Ihrer Rechtsschutzversicherung umgehend einen Anwalt suchen, beziehungsweise sich mit Ihrem bisherigen Juristen in Verbindung setzen. Sind Sie ratlos, an wen Sie sich wenden können, kann Ihnen auch Ihr Versicherer einen Juristen empfehlen. Haben Sie keine freie Anwaltswahl vereinbart, müssen Sie sogar den Empfehlungen Ihres Anbieters folgen.

Nachdem Sie Ihrem Anwalt den Fall geschildert haben, entscheidet dieser, ob Erfolgsaussichten bestehen. Die Versicherung muss die Empfehlung des Juristen berücksichtigen. Der Advokat setzt sich deshalb anschließend mit Ihrem Anbieter in Verbindung. Ihr Versicherer prüft nun erneut das Anliegen und erteilt gegebenenfalls eine Kostendeckungszusage. Diese Summe sollte nicht überschritten werden.

Lehnt die Versicherung das Anliegen ab, können Sie gerichtlich gegen diesen Leistungsausschluss vorgehen, allerdings übernimmt die Rechtschutzversicherung die Kosten dafür nicht.



Welche Daten sollte ich vor einem Anwaltsbesuch zusammentragen?

Die Bundesrechtsanwaltskammer gibt Tipps, wie man sich am besten auf ein Beratungsgespräch vorbereitet. Befinden Sie sich in einer kniffligen Rechtssituation, sollten Sie nicht zu lange zögern, bis Sie sich an einen Fachmann wenden, denn möglicherweise müssen Sie bestimmte Fristen einhalten oder die Lage verschlimmert sich, wenn Sie nicht umgehend handeln.

Haben Sie einen Anwalt gefunden, bereiten Sie sich auf das Gespräch gut vor, denn Ihnen steht während des Termins nur eine begrenzte Zeitspanne zur Verfügung. Im Idealfall machen Sie sich vorab Notizen zu allen wichtigen Punkten, damit Sie Ihr Anliegen strukturiert vortragen können. Wichtig ist auch eine Sammlung aller wichtigen Unterlagen wie Schreiben, Gutachten oder Fotos – am besten in chronologischer Reihenfolge. Wichtig können dabei auch Briefumschläge sein, da der Poststempel nicht immer mit dem Datum der Anschreiben übereinstimmt. Drucken Sie relevante E-Mails aus. Im Zweifelsfall gilt: Bringen Sie lieber zu viel als zu wenig Dokumente mit zu dem Gespräch.

Gibt es Zeugen, haben Sie im Idealfall auch deren persönliche Daten notiert, so dass Sie sie im Notfall erreichen können. Ihr Anwalt sollte eine Liste von den Adressen dieser Zeugen erhalten.

Stellen Sie sicher, dass Sie zu Ihrer eigenen Absicherung stets eine Kopie aller wichtigen Dokumente behalten. Sind Sie bereits rechtsschutzversichert, benötigt der Jurist Namen und Adresse des Versicherers sowie Ihre Mitgliedsnummer und die Allgemeinen Geschäftsbedingungen Ihres Versicherungsvertrages.


Rechtsschutzversicherung – was gilt im In- und Ausland?

Der Geltungsbereich einzelner Rechtsschutzversicherungstarife ist genau definiert. Dort ist festgelegt, welche Leistungen (Bausteine) über welchen Zeitraum (Tage pro Jahr) in welchen Ländern (innerhalb und außerhalb der EU) im welchem Umfang (Deckungssumme und Selbstbeteiligung) unter welchen Umständen (Privaturlaub oder Dienstreise) gelten. Befinden Sie sich beruflich oder privat häufig im Ausland, sollten Sie deshalb abklären, ob Ihr Rechtsschutz auch in Ihrem Reiseland uneingeschränkt gültig ist.

Besitzen Sie Immobilien im Ausland, sollten Sie sich erkundigen, ob der Wohnrechtsschutz auch bezüglich Ihres dortigen Eigentums Bestand hat. Wichtig ist generell nicht der Ort des Rechtsvorfalls, sondern der Standort des zuständigen Gerichts.

Wann ist die Rechtsschutzversicherung nicht zuständig?

Nicht immer ist die Rechtsschutzversicherung zuständig. Kein Anspruch auf Unterstützung besteht beispielsweise meist in folgenden Fällen:

  • Wenn keiner Ihrer Tarifbausteine den betroffenen Rechtsbereich abdeckt.
  • Wenn eine Streitsache bereits vor Abschluss der Versicherung bestand.
  • Wenn eine Straftat oder Ordnungswidrigkeit vorsätzlich begangen wurde.
  • Wenn Sie gegen Ihren eigenen Rechtsschutzversicherer klagen möchten.
  • Wenn es sich um Klagen vor Verfassungsgerichten oder internationalen Gerichtshöfen handelt.
  • Wenn es sich um eine vorbeugende Rechtsberatung handelt.

Welche Wartezeiten gibt es bei der Rechtsschutzversicherung?

Schließen Sie eine Rechtsschutzversicherung ab, können Sie diese in der Regel nicht umgehend in Anspruch nehmen. Sie zahlen dann zwar schon Beiträge, dürfen den Rechtsschutz aber erst nach Ablauf eines genau festgelegten Zeitraums von häufig drei Monaten nutzen. Wartezeiten sind im Versicherungswesen häufig. Man will damit vermeiden, dass eine Kundin oder ein Kunde einen Vertrag nur abschließt, weil sie / er davon ausgeht, die Versicherung binnen Kürze zu benötigen. In einigen Leistungsbereichen laut Versicherungsbedingungen kann man Rechtsschutzversicherungen auch erst nach einem längeren Zeitraum in Anspruch nehmen, so beispielsweise im Gebiet Eherecht. Eine Ausnahme besteht bei Unfällen. In diesem Fall besteht auch schon während der Wartezeit oft Leistungsanspruch.


Rechtsschutzversicherung – kann ich Vertragsbausteine nachträglich anpassen?

Möchten Sie den Schutz Ihres bestehenden Tarifs erweitern, haben Sie drei Möglichkeiten:

Szenario 1

Sie kündigen bei Ihrem derzeitigen Versicherer im Rahmen der Fristen und suchen sich einen neuen Anbieter, der alle Rechtsbereiche zu Ihrer Zufriedenheit abdeckt.

Szenario 2

Sie behalten Ihre derzeitige Versicherung und suchen sich für den noch zu versichernden Rechtsbereich eine zweite Versicherung.

Szenario 3

Sie behalten Ihre derzeitige Versicherung und erweitern den dortigen Rechtsschutz um die gewünschten Bausteine.

Bleiben Sie bei Ihrem aktuellen Versicherer, so gilt der Rechtsschutz für bestehende Rechtsbereiche wie gehabt. Bevor Sie aber die neuen Bausteine in Anspruch nehmen können, fällt auch dort wiederum eine Wartezeit an. Ehe Sie sich entscheiden, empfiehlt sich ein Vergleich verschiedener Angebote und Tarife.


Wann kann ich die Rechtsschutzversicherung wechseln oder kündigen?

Wechsel der Rechtsschutzversicherung

Es gibt mehrere Gründe für einen Wechsel, etwa wenn der Markt bessere und günstigere Tarife anbietet.

Möchten Sie wechseln, sollten Sie das so koordinieren, dass Sie zu keiner Zeit ohne Versicherungsschutz dastehen. Dabei sollte auch die Wartezeit berücksichtigt werden, die beim neuen Versicherer wieder anfallen würde. Auch müssen die Kündigungsfristen des derzeitigen Versicherungsvertrags eingehalten werden.

Kündigung der Rechtsschutzversicherung

Wie bei anderen Versicherungen haben Sie auch hier ein ordentliches Kündigungsrecht und mehrere Möglichkeiten der Sonderkündigung. Ein ordentliches Kündigungsrecht besteht je drei Monate vor Ende des Versicherungsjahres. Nutzen Sie Ihr Kündigungsrecht nicht, wird der Vertrag automatisch um ein Jahr verlängert und der Versicherungsbeitrag wird erneut fällig.

Haben Sie einen Vertrag über mehr als ein Jahr abgeschlossen, liegt die Kündigungsfrist drei Monate vor Ende der Laufzeit, anschließend drei Monate vor jedem folgenden Jahr.

Sonderkündigungsrecht bei der Rechtsschutzversicherung

In mehreren Fällen haben Sie ein außerordentliches Kündigungsrecht. Dieses besteht beispielsweise für vier Wochen nach einer Schadensregulierung – selbst wenn der Fall zu Ihrer Zufriedenheit gelöst wurde. Auch bei einer Beitragserhöhung bei gleichbleibenden Leistungen haben Sie ein vierwöchiges Sonderkündigungsrecht. Verlegen Sie Ihren Hauptwohnsitz ins Ausland, können Sie Ihre Rechtsschutzversicherung ebenfalls kündigen. Eine weitere Kündigungsmöglichkeit besteht meist bei einer Doppelversicherung. Das wäre der Fall, wenn Sie und Ihre Partnerin oder Ihr Partner je separaten Rechtsschutz haben, nun zusammenziehen und sich gemeinsam versichern möchten. In der Regel können Sie dann die Versicherung kündigen, die zuletzt abgeschlossen wurde.

Auch die Rechtsschutzversicherer haben in mehreren Fällen ein Kündigungsrecht, so beispielsweise ein einmonatiges Kündigungsrecht nach einem Schadenfall beziehungsweise Gerichtsprozess. In den meisten Fällen machen sie davon aber keinen Gebrauch. Auch wenn die Beitragsleistungen trotz schriftlicher Aufforderung nicht erfolgen, kann der Rechtsschutzversicherer den Vertrag kündigen.


Exkurs: Rechtsschutz als Baustein anderer Versicherungen

Rechtsschutz kann als Baustein verschiedenster anderer Versicherungen abgeschlossen werden, so beispielsweise im Bereich Verkehrsrecht im Rahmen einer Kfz-Versicherung, einer ADAC-Mitgliedschaft oder des ARAG-Autoschutzbriefes. Ob solche Kombinationsverträge sinnvoll sind und im Ernstfall adäquaten Schadensersatz ermöglicht, muss im Einzelfall geprüft werden.

Auch wenn Sie bereits im Rahmen Ihrer Kfz-Versicherung, über ADAC oder ARAG rechtsschutzversichert sind, können Sie eine eigenständige Rechtsschutzversicherung für beispielsweise Mietrechtsschutz, Privat- und Arbeitsrecht abschließen. Wie auch immer Sie sich jedoch entscheiden, vorab ist es ratsam, verschiedene Angebote miteinander zu vergleichen.


FAQ – häufige Fragen zur Rechtsschutzversicherung