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Tagesgeld im Vergleich
Tagesgeldvergleich: Wichtig zu wissen
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- Ein Tagesgeldkonto ist eine sichere Kapitalanlage ohne Kündigungsfristen, auf die Sie jederzeit zugreifen können.
- Einige Anbieter bieten bis zu fast 4,00 Prozent befristete Sonderzinsen auf das Tagesgeld. Andere Banken zahlen standardmäßig über 3,00 Prozent. (Quelle: Tagesgeldvergleich auf Tarifcheck.de, Stand: 07. September 2026).
- Der Tagesgeldzins ist im Vergleich mit anderen Konten höher, liegt oft aber unterhalb des Zinsniveaus von langfristigen Anlagen wie dem Festgeld.
- Zudem ist der Zinssatz variabel und kann von der Bank jederzeit angepasst werden. Sinkt der Zins, kann ein Tagesgeldvergleich sinnvoll sein.
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Vergleich: in 4 einfachen Schritten zum Tagesgeld
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Vergleich starten.
Anlagebetrag und Anlagedauer angeben.
Zinsen vergleichen und Tagesgeldkonto direkt online eröffnen.
Konto verwalten und Sparbetrag einzahlen – bei den meisten Anbietern per Online-Banking oder App.
Wie läuft die Kontoeröffnung ab?
Haben Sie im Vergleich ein passendes Tagesgeldkonto gefunden, können Sie es einfach online beantragen. Die Bank fragt dazu Daten zu Ihrer Person und zum Referenzkonto ab. Auch müssen Sie Ihre Identität verifizieren. Dies erfolgt in der Regel online mithilfe des Videoident-Verfahrens oder per Postident:
Beim Videoident-Verfahren führen Sie in Echtzeit ein Online-Videotelefonat und bestätigen Ihre Identität mithilfe Ihres Personalausweises oder Reisepasses. Beim Postident-Verfahren erfolgt die Legitimierung über einen Service der Deutschen Post – ebenfalls online oder alternativ in einer Postfiliale. In letzterem Fall erhalten Sie für gewöhnlich von der Bank einen Coupon, den Sie gemeinsam mit einem gültigen Ausweisdokument in der Filiale vorzeigen.
Haben Sie sich legitimiert, wird Ihr Tagesgeldkonto im Normalfall direkt eröffnet. Nun können Sie den gewünschten Sparbetrag anlegen und von den gewährten Zinsen profitieren.
Was genau ist Tagesgeld?
Tagesgeld ist eine zumeist kostenlose, täglich verfügbare Geldanlage ohne feste Vertragslaufzeit. Das Guthaben wird variabel verzinst – oft höher als auf klassischen Sparkonten –, wobei der Zinssatz je nach Marktlage täglich angepasst werden kann. Häufig gewähren die Banken jedoch befristete Zinsgarantien.
Tagesgeldkonten bieten eine hohe Flexibilität, denn Sie können jederzeit Geld ohne Verlustrisiko in beliebiger Höhe einzahlen oder abheben. Für den täglichen Zahlungsverkehr eignen sie sich jedoch nicht, da Abbuchungen nur auf das hinterlegte Referenzkonto möglich sind. Dabei handelt es sich für gewöhnlich um ein Girokonto. Das Guthaben auf Tagesgeldkonten innerhalb der EU ist über die gesetzliche Einlagensicherung bis 100.000 Euro pro Bank und Kundin oder Kunde abgesichert.
Die Vorteile von Tagesgeld auf einen Blick
Ein Tagesgeldkonto bietet unter anderem diese Vorteile:
- Es bietet oft höhere Zinsen als ein Sparkonto.
- Sie können jederzeit kündigen und kostenfrei zu einem Tagesgeldkonto mit höheren Zinssätzen wechseln.
- Ihre Geldanlage ist bei Banken innerhalb der Europäischen Union bis zu 100.000 Euro abgesichert.
- Kontoeröffnung, Kontoführung und Kontoschließung sind zumeist kostenfrei.
- Sie können den Anlagebetrag jederzeit erhöhen.
- Sie können täglich Summen in beliebiger Höhe auf Ihr Referenzkonto überweisen und abheben.
Wie hoch sind die Zinsen auf das Tagesgeld?
Die Höhe des variablen Tagesgeldzinses unterscheidet sich je nach Bank. Einige Geldinstitute bieten befristete Zinsen bis zu 4,00 Prozent und mehr. Aber auch als regulärer, unbefristeter Zinssatz ist ein Zins von über 3,00 Prozent möglich (Quelle: Tagesgeldvergleich auf Tarifcheck.de, Stand: 01. Oktober 2026). Dabei ist nicht nur die Zinshöhe wichtig, sondern auch wie oft die Zinsen gutgeschrieben werden.
Wie wichtig ist der Zinseszinseffekt beim Vergleich des Tagesgeldes?
Der Zinseszins beeinflusst, wie hoch Ihr Zinsertrag nach einer bestimmten Anlagedauer ausfällt. Je früher eine Bank die Zinsen auf das Tagesgeld auszahlt, desto eher werden diese als Teil des Guthabens ebenfalls verzinst. Dann greift der Zinseszinseffekt: Sie erhalten Zinsen auf Ihre Zinsen. Je höher die Anlagesumme und der Zinssatz sind, desto größer ist der Zinseszinseffekt. Legen Sie kleinere Summen an, ist hingegen der Zinssatz häufig ein wichtigeres Kriterium als die Zinsperiode.
| Zinssatz | 3,00 % p. a. | 3,00 % p. a. | 2,50 % p. a. | 2,50 % p. a. |
| Zinsgutschrift | Monatlich | Jährlich | Monatlich | Jährlich |
| Anlagekapital | 30.000 € | 30.000 € | 30.000 € | 30.000 € |
| Zinsertrag | 912,48 € | 900,00 € | 758,65 € | 750,00 € |
| Endkapital nach 12 Monaten | 30.912,48 € | 30.900,00 € | 30.758,65 € | 30.750,00 € |
Warum haben Direktbanken oft besonders attraktive Zinssätze?
Direktbanken sind Kreditinstitute, die ausschließlich online operieren. Das heißt, alle Bankgeschäfte werden bei diesen Anbietern virtuell getätigt. Dadurch fallen weniger Kosten für Personal und Standorte beziehungsweise Filialen an als bei traditionellen Kreditinstituten. Sie können deshalb häufig günstigere Zinssätze anbieten als Filialbanken. Auch traditionelle Banken haben entsprechende Online-Angebote.
Worin unterscheidet sich Tagesgeld vom Festgeld?
Tagesgeld und Festgeld unterscheiden sich primär in der Verfügbarkeit des Geldes und der Verzinsung.
Beim Tagesgeld bleibt das Guthaben ohne feste Laufzeit flexibel verfügbar und lässt sich beliebig auf das Referenzkonto auszahlen. Der Zinssatz ist variabel und kann von der Bank jederzeit angepasst werden. Häufig bieten Banken Neukundinnen und Neukunden zeitlich befristete Sonderzinsen an, die nach einigen Monaten auf das reguläre Niveau sinken. Anlegerinnen und Anleger können bei Zinsänderungen jedoch jederzeit gebührenfrei die Bank wechseln. Eine Mindestanlagesumme gibt es meist nicht.
Beim Festgeld hingegen wird eine bestimmte Summe für eine vereinbarte Laufzeit von beispielsweise mehreren Jahren fest angelegt. Während dieser Zeit ist der Zugriff auf das Geld ausgeschlossen oder nur in Ausnahmefällen möglich – gegebenenfalls gegen Gebühren. Im Gegenzug garantiert die Bank einen festen, unveränderlichen Zinssatz über die gesamte Laufzeit, der in der Regel höher ausfällt als beim Tagesgeld. Bei manchen Festgeldangeboten verlangen die Banken zudem eine Mindestanlagesumme.
Die wichtigsten Unterschiede auf einen Blick
| Kriterium | Tagesgeld | Festgeld |
| Verfügbarkeit des Geldes | Auszahlungen sind jederzeit möglich | während der Laufzeit gesperrt |
| Zinssatz | variabel | fester Zins über die gesamte Laufzeit |
| Zinsniveau | tendenziell niedriger | tendenziell höher |
| Laufzeit | ohne feste Laufzeit (jederzeit kündbar) | feste Anlagedauer |
| Mindestanlage | meist keine Mindestanlage | häufig mit Mindestanlage |
| Sicherheit | zumeist durch die europäische Einlagensicherung bis 100.000 Euro geschützt | zumeist durch die europäische Einlagensicherung bis 100.000 Euro geschützt |
Für wen eignet sich Tagesgeld?
Tagesgeld richtet sich primär an Sparerinnen und Sparer, die flexibel über ihr Geld verfügen möchten und dabei dennoch von Zinsen profitieren wollen. Der Grund: Für gewöhnlich ist der Zinssatz beim Tagesgeld geringer als bei einigen anderen Anlageformen wie Festgeld, Aktien oder Fonds. Tagesgeld kann deshalb eine Alternative zu unverzinsten Konten oder geringer verzinsten Sparkonten sein.
Für Kleinsparerinnen und Kleinsparer sowie private Anlegerinnen und Anleger lohnt es sich dabei, auch die monatlichen Ansparungen des Sparkontos oder Girokontos auf das Tagesgeldkonto zu transferieren – denn dort steigen dann mit der Höhe der Anlage oftmals auch die Zinserträge.
Möchten Sie langfristig Geld anlegen und dabei nicht auf die europäische Einlagensicherung verzichten, kann Festgeld eine geeignete Alternative sein. Behalten Sie dazu die Entwicklung des EZB-Leitzinses im Blick. Steigt der Zins, kann es womöglich ratsam sein, eine kürzere Laufzeit zu wählen, um früher zu einem besser verzinsten Konto zu wechseln. Ist hingegen mit einer Senkung des Leitzinses zu rechnen, könnte eine längere Laufzeit sinnvoll sein.
Was ist bei der Eröffnung eines Tagesgeldkontos wichtig?
Ein Tagesgeldkonto gilt als sichere Geldanlage. Dennoch sollten Sie vor der Kontoeröffnung auf diese Kriterien achten:
- Einlagensicherung: Wählen Sie vorzugsweise eine Bank aus EU-Ländern mit einer hohen Bonität, denn innerhalb der Europäischen Union gilt eine gesetzliche Einlagensicherung von 100.000 Euro pro Bank und Kundin oder Kunde. Bei Gemeinschaftskonten steigt der Betrag also auf 200.000 Euro.
- Zinsbedingungen: Prüfen Sie, ob der Zinssatz nur für ein Teilguthaben oder eine begrenzte Dauer gilt oder ob er an eine bestimmte Einlagesumme gebunden ist. Ein einheitlicher Zins für das gesamte Guthaben sorgt für transparentere Zinserträge.
- Minimale und maximale Anlagebeträge: Der Zinssatz variiert oftmals mit der Höhe des Anlagebetrags. Einzelne Banken haben zuweilen unterschiedliche Vorgaben für Minimal- und Maximaleinlagen. Werden diese unter- beziehungsweise überschritten, dann hat der beworbene Zinssatz keine Gültigkeit.
- Dauer von Aktionszinsen: Bei temporären Sonderzinsen ist eine garantierte Dauer von mindestens drei Monaten ratsam. Prüfen Sie auch, ob der Aktionszins an gebührenpflichtige Zusatzprodukte gebunden ist.
- Zinsintervall & Flexibilität: Häufigere Zinsgutschriften (beispielsweise monatlich) können den Zinseszinseffekt positiv beeinflussen. Überprüfen Sie zudem, ob auch bei einer Kontoleerung vor der regulären Zinsausschüttung Zinsen gewährt werden.
- Kostenfreiheit: Tagesgeldkonten sind in der Regel gebührenfrei. Nebenkosten für Kontoeröffnung, Kontoführung, Kontoschließung oder Porto fallen nicht an. Verlangt ein Anbieter ein Entgelt, ist für gewöhnlich von dem Vertragsabschluss abzuraten.
Was zeichnet ein gutes Tagesgeldkonto aus?
Welches Tagesgeldkonto zu Ihnen passt, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Manche Testinstitute wie die Stiftung Warentest beziehen mitunter nur Konten in Tests ein, die beispielsweise diese Kriterien erfüllen:
- keine Nebenkosten oder Kontoführungsgebühren,
- mindestens durch die gesetzliche Einlagensicherung geschützt,
- Bank mit Sitz in einem Land mit hoher Bonität,
- mindestens jährlich erfolgende Zinsgutschrift,
- möglichst hoher Zins.
Einlagensicherung: Wie sicher ist Tagesgeld?
Die Einlagensicherung schützt das Bankguthaben bei einer Bankinsolvenz. Innerhalb der EU gilt ein gesetzlicher Mindestschutz von 100.000 Euro pro Bank und Anlegerin oder Anleger – unabhängig von der Anzahl der dort geführten Konten. Übersteigt das Gesamtguthaben bei einer Bank diesen Betrag, ist der darüber liegende Teil im Pleitefall nicht gesetzlich geschützt. Sie könnten höhere Summen deshalb auf mehrere voneinander unabhängige Banken verteilen, um Ihr gesamtes Vermögen zu schützen.
Ein Beispiel: Legen Sie 120.000 Euro bei einer einzigen Bank an, erhalten Sie bei deren Insolvenz durch die gesetzliche Einlagensicherung 100.000 Euro zurück. Das gilt auch, wenn die Summe auf zwei Konten zu je 60.000 Euro bei demselben Institut aufgeteilt ist. Werden die 120.000 Euro hingegen auf zwei verschiedene, voneinander unabhängige Banken zu je 60.000 Euro verteilt, ist das Guthaben selbst bei einer Pleite beider Institute vollständig geschützt, da das Schutzlimit von 100.000 Euro für jede Bank separat greift.
Die gesetzlich vorgeschriebene Einlagensicherung wird in Deutschland durch das Einlagensicherungsgesetz (EinSiG) definiert und durch die Entschädigungseinrichtung deutscher Banken GmbH (EdB) garantiert.
Darüber hinaus werben fast alle inländischen Privatbanken mit einer zusätzlichen freiwilligen Einlagensicherung, die teilweise im Millionenbereich liegt. Diese wird über Einlagensicherungsfonds wie etwa den des Bundesverbandes deutscher Banken e. V. (BdB) geleistet. Ein Rechtsanspruch auf diese freiwillige Leistung besteht jedoch nicht. Sie können die Bank im Falle einer Pleite also nicht zur Zahlung dieser Zusatzabsicherung zwingen.
Wonach richten sich die Zinsen von Tagesgeldkonten?
Die Zinshöhe von Tagesgeldkonten kann sich täglich ändern. Bei der Bildung des Zinssatzes und bei der Zinsentwicklung von Tagesgeld spielen mehrere Faktoren eine Rolle:
- Höhe der Anlagesumme: Viele Banken knüpfen ihre Tagesgeldzinsen an die Höhe der Anlagesumme und verzinsen hohe Beträge (beispielsweise 100.000 Euro) oft geringer als kleinere Summen. Zudem gelten beworbene Zinsen teils nur innerhalb bestimmter Mindest- oder Höchstgrenzen. Es lohnt sich daher, diese Limits vorab zu prüfen und größere Summen gegebenenfalls auf mehrere Banken aufzuteilen.
- Entwicklung am Finanzmarkt: Banken passen Tagesgeldzinsen oft ohne Vorankündigung an die Marktlage an. Manche Institute bieten dauerhaft stabile Konditionen für langfristige Spareinlagen. Andere werben mit kurzfristigen Aktionszinsen, die nach einiger Zeit wieder sinken. Sie können solche Sonderkonditionen gezielt nutzen und den Anbieter wechseln, sobald der Zins wieder fällt.
- Bestandskunden oder Neukunden: Neukundinnen und Neukunden wird für einen vorab festgelegten Zeitraum meist ein attraktiver, fester Sonderzinssatz angeboten. Bei Bestandskundinnen und Bestandskunden hingegen ist der Zinssatz variabel und richtet sich nach der Finanzmarktsituation.
- Geplante Anlagedauer: Sie können im Tagesgeldvergleich angeben, wie viele Monate Sie Ihr Geld voraussichtlich anlegen möchten. So erfahren Sie, welcher Zinssatz voraussichtlich für die geplante Anlagedauer gilt.
EZB-Leitzins beeinflusst den Tagesgeldzins
Neben anderen Faktoren ist der Leitzins der Europäischen Zentralbank (EZB) eine wichtige Größe bei der Berechnung von Sparzinsen – steigt dieser, steigen in der Regel auch die Tagesgeldzinsen. Der EZB-Leitzins ist dabei stets nur ein Richtwert für die einzelnen Kreditinstitute. Daher sind die Zinssätze und Angebote einzelner Banken auch nicht identisch, sondern variieren.
Derzeit liegt der Einlagesatz der EZB bei 2,50 Prozent (Quelle: ecb.europa.eu, Stand: Oktober 2026). Einzelne Anbieter geben den Leitzins direkt an Kundinnen und Kunden weiter. Andere gewähren geringere oder sogar höhere Zinsen und passen den Tagesgeldzins nach eigenem Ermessen an.
Mit Tagesgeld-Hopping günstige Zinskonditionen sichern
Wie erwähnt, gibt es bei einem Tagesgeldkonto keine Vertragslaufzeit und keine Kündigungsfristen. Sie können spontan das Kreditinstitut wechseln und Ihr Guthaben auf ein anderes Konto transferieren. Das kann dann sinnvoll sein, wenn eine andere Bank höhere Zinssätze anbietet.
Diese Art des häufigen Wechsels bezeichnet man als Tagesgeld-Hopping. Ein regelmäßiger Vergleich von Tagesgeldkonten kann sich deshalb lohnen. Auf diese Weise können Sie effizient von Zinseinnahmen profitieren.
Muss ich Tagesgeld versteuern?
Die Zinsen von Tagesgeldkonten sind steuerpflichtig. Entsprechend § 32d des Einkommensteuergesetzes fällt eine Abgeltungssteuer an. Kreditinstitute sind verpflichtet, diese bei der Verzinsung direkt an das Finanzamt abzuführen.
Allerdings können Sie Ihrer Bank vorab einen Freistellungsauftrag erteilen. Dieser beträgt für Alleinstehende 1.000 Euro, für gemeinsam Veranlagte 2.000 Euro pro Kalenderjahr. Wurden die Steuern bereits von Ihrer Bank abgeführt, kann dieser Freibetrag in der nächsten Steuererklärung geltend gemacht werden. Der Freibetrag wird dabei auch als Sparer-Pauschbetrag bezeichnet und gilt nicht nur für Tagesgeldkonten, sondern für verschiedene Spareinlagen wie etwa Festgeld.
Tagesgeldzinsen oberhalb des Sparer-Pauschbetrags werden wie folgt versteuert:
- Der Steuersatz beträgt 25 Prozent.
- Hinzu kommt ein Solidaritätszuschlag von 5,5 Prozent auf die Abgeltungssteuer.
- Zusätzlich kann eine Kirchensteuer auf den Abgeltungssteuersatz anfallen.
- Diese liegt bundesweit bei neun Prozent, mit Ausnahme von Bayern und Baden-Württemberg – dort liegt die Kirchensteuer bei acht Prozent.
Stand: 2026
Auch beim Tagesgeld-Wechsel auf Freistellungsauftrag achten
Sie können Ihr Tagesgeldkonto jederzeit unkompliziert wechseln, da zumeist keine Kündigungsfristen oder Laufzeiten zu beachten sind. Ein Wechsel kann etwa dann sinnvoll sein, wenn der Aktionszins Ihres derzeitigen Tagesgeldkontos ausläuft oder andere Banken dauerhaft attraktive Zinssätze bieten.
Achten Sie darauf, auch der neuen Bank nach dem Wechsel einen Freistellungsauftrag zu erteilen, damit Zinsen bis zum Erreichen des Sparer-Pauschbetrags steuerfrei ausgeschüttet werden. Löschen oder reduzieren Sie gegebenenfalls den Auftrag bei der bisherigen Bank. Anschließend können Sie das Kapital vom alten Tagesgeldkonto über Ihr Referenzkonto auf die neue Anlage überweisen und das bisherige Konto wahlweise auflösen oder bestehen lassen.
Keine SCHUFA-Auskunft beim Tagesgeld
Im Gegensatz zu Kreditgeschäften ist bei der Eröffnung eines Tagesgeldkontos keine SCHUFA-Auskunft nötig.
Das liegt daran, dass für die Bank durch die Eröffnung eines Kontos kein Risiko entsteht, denn das Konto kann nicht überzogen werden. Im Gegenteil: Sie vertrauen einer Bank Ihr Kapital an. Da folglich keine Bonitätsnachweise eingefordert werden müssen, erfolgt die Tagesgeldkontoeröffnung entsprechend schnell.
Tagesgeldkonto ohne SCHUFA-Eintrag
Ihr Tagesgeldkonto wird nicht in Ihrer SCHUFA-Akte vermerkt.
Gehören zum Angebotspaket allerdings auch Girokonten oder Kreditkarten, so werden diese bei der SCHUFA eingetragen. Einige Girokonten und Kreditkarten können sich negativ auf den SCHUFA-Score auswirken. Achten Sie daher beim Tagesgeld-Hopping darauf, dass sich keine unnötigen Bankkonten ansammeln.
Welche Alternativen gibt es zum Tagesgeld?
Tagesgeldkonten sind sichere Kapitalanlagen. Alternativen wie Festgeld, Aktien und ETF-Anlagen sind häufig ertragreicher, können jedoch auch Nachteile haben.
- Sparkonto: Sparkonten sind ebenfalls sicher, bringen aber weniger Zinsen als Tagesgeld. Möchten Sie höhere Beträge abheben, ist mitunter eine Kündigung oder die Zahlung von Vorschusszinsen erforderlich.
- Festgeld: Diese Anlage wirft oft höhere Zinsen ab, bindet das Kapital jedoch über eine feste Laufzeit. Während dieser Zeit können Sie nicht auf Ihr Guthaben zugreifen.
- Geldmarkt-ETF: Auch Geldmarktfonds gelten als risikoarm. Anders als beim Tagesgeld gibt es jedoch keine Einlagensicherung. Zudem können Kursschwankungen zu Verlusten führen, wenn die Wertpapiere bei einem niedrigen Kurs wieder verkauft werden. Die Rendite ist also weniger planbar als beim Tagesgeld.
Haben Sie offene Kredite, können Sie vor der Eröffnung eines Tagesgeldkontos prüfen, ob sich stattdessen die Sondertilgung eines Kredits rentiert. In den meisten Fällen liegen die Zinsen von Krediten höher als die Ertragszinsen von Tagesgeldkonten. Dann kann die vollständige Tilgung des Kredits sinnvoller sein als eine Kapitalanlage in Tagesgeld.
FAQ – häufige Fragen zu Tagesgeld
1. Was ist das Besondere am Tagesgeld?
Tagesgeldkonten gehören zu den sicheren Geldanlagen, denn zumeist sind mindestens 100.000 Euro Ihres Kapitals gesetzlich abgesichert. Sie erhalten höhere Zinsen als bei einem Sparbuch, aber umgehen die Risiken des Aktienmarkts. Tagesgeldkonten sind gebührenfrei und können jederzeit fristlos gekündigt werden. Von dem verfügbaren Kapital können stets in beliebiger Höhe Beträge mittels eines Referenzkontos abgehoben werden. Auch kann der Anlagebetrag erhöht werden, wann immer Sie möchten.
2. Wie funktioniert der kostenlose Tagesgeldvergleich auf Tarifcheck.de?
Dieser unverbindliche Vergleich liefert Ihnen sekundenschnell passende Angebote für Ihre Anlage. Alle Ergebnisse enthalten detaillierte Produktinformationen und vielfach auch Testberichte und Kundenmeinungen. Auf Wunsch können Sie auf Tarifcheck direkt einen Antrag für das Tagesgeldkonto Ihrer Wahl ausfüllen, selbstverständlich ebenfalls kostenlos.
3. Für wen ist ein Tagesgeldkonto besonders geeignet?
Das Tagesgeldkonto ist insbesondere für private Anleger, Anlegerinnen sowie Kleinsparerinnen und Kleinsparer eine sichere, risikofreie Geldanlage, auf die im Bedarfsfall jederzeit zugegriffen werden kann. Auch lohnt es sich, monatliche Sparbeträge statt auf dem Girokonto auf einem Tagesgeldkonto zu deponieren, da hier die Zinsbeträge höher liegen.
4. Muss ich bei der Schließung oder dem Wechsel eines Tagesgeldkontos Fristen beachten?
Nein, Sie können Ihr Tagesgeldkonto jederzeit ohne Fristen kostenfrei kündigen und über Ihr Kapital frei verfügen.
5. Wie oft werden mir die Zinsen beim Tagesgeld gutgeschrieben?
Das hängt von dem jeweiligen Kreditinstitut und dessen Angeboten ab. Möglich ist die monatliche, vierteljährliche, halbjährliche oder jährliche Auszahlung. Generell setzen viele Personen auf eine häufige Ausschüttung. Je öfter Ihnen die Tagesgeldzinsen gutgeschrieben werden, desto schneller erhöht sich Ihre Anlage aus Kapital und Zinsen und desto höher ist Ihr Effektivzins dank des Zinseszinseffekts.
6. Erhalte ich den Zinsbetrag auch, wenn ich vor dem Zinszahlungsdatum kündige?
Das hängt von dem jeweiligen Anbieter ab. Details dazu finden sich in Ihrem Vertrag.
7. Was ist Tagesgeld-Hopping?
Darunter versteht man den häufigen Wechsel des Tagesgeldkontos: Die Zinssätze bei Tagesgeldkonten sind variabel – mit Ausnahme von Sonderkonditionen zu Vertragsbeginn. Das heißt, die Banken können sie jederzeit ändern, ohne Kundinnen und Kunden darüber zu informieren.
Bietet ein anderes Kreditinstitut als das aktuell genutzte folglich bessere Zinssätze oder Sonderkonditionen an, dann lassen sich Zinsgewinne durch einen oder mehrere Wechsel maximieren. Mit einem Online-Vergleich erhalten Sie dabei stets aktuelle Informationen über derzeitige Zinssätze verschiedener Kreditinstitute.
8. Wie komme ich an das Geld von meinem Tagesgeldkonto?
Das Tagesgeld ist jederzeit in voller Höhe verfügbar, kann allerdings nur auf ein sogenanntes Referenzkonto überwiesen werden. In der Regel handelt es sich um das eigene Girokonto. Sie selbst bestimmen, welches Konto als Referenzkonto fungieren soll.
9. Kann ich die Abgeltungssteuer auf meine Zinsen umgehen?
Ja, das können Sie: Zwar fallen für die Zinserträge von Spareinlagen wie Tagesgeldkonten Steuern an, und die Banken sind verpflichtet, die Beträge direkt an die Finanzämter weiterzuleiten, Sie haben jedoch Anspruch auf einen Steuerfreibetrag.
Pro Kalenderjahr haben Alleinstehende einen sogenannten Sparer-Pauschbetrag von 1.000 Euro (Stand: August 2026). Dafür erteilen Sie Ihrer Bank einen Freistellungsauftrag. Nachträglich lässt sich der Freibetrag auch in der Steuererklärung geltend machen.
Erzielen Sie höhere Erträge, werden 25 Prozent Abgeltungssteuer abgezogen. Hinzu kommen 5,5 Prozent Solidaritätssteuer und gegebenenfalls Kirchensteuer auf die Abgeltungssteuer. Die Kirchensteuer beträgt in Bayern und Baden-Württemberg acht Prozent, in den restlichen Bundesländern neun Prozent.
Finanzexperte Karol Affeldt
Karol ist seit 2018 Teil des Tarifcheck.de-Teams. Egal ob Kreditkarten, Konten oder Kredite: Karol ist der passende Ansprechpartner sowie Profi der Finanzplanung und Budgetanalyse. Mehr über unser Team.