Gasvergleich

Kochen und heizen – mehr als 800 Gasanbieter beliefern derzeit die Haushalte und Gewerbe der BRD. Ein Vergleich mit unserem Gasrechner lohnt sich, denn die einzelnen Unternehmen haben unterschiedlichste Gastarife, und im Idealfall können Sie jährlich bis zu 750 € sparen.


So funktioniert der kostenlose Gasvergleich auf Tarifcheck

Geben Sie einfach Ihren Standort, Gasverbrauch und individuelle Präferenzen in die Suchmaske unseres Gasvergleichs ein. Unser kostenloser, unverbindlicher Gaspreisvergleich liefert Ihnen binnen Sekunden passende Ergebnisse entsprechend Ihrer Wünsche. Alle aufgelisteten Gastarife sind mit weiterführenden Informationen und Kundenbewertungen versehen. Bei Bedarf können Sie auch gezielt nach Biogastarifen, Klimatarifen oder Gewerbetarifen suchen.

Wenn Sie auf unserer Seite ein passendes Angebot gefunden haben, dann können Sie über unsere Seite direkt einen Vertrag abschließen – natürlich komplett gebührenfrei. Durch unseren Gasvergleich können Sie so im Idealfall jährlich hohe Geldbeträge sparen. Unser Gasvergleichsrechner hilft Ihnen bei der richtigen Entscheidung.


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Gasanbieterwechsel

Ein Wechsel ist für Sie als Verbraucherin oder Verbraucher stets kostenlos, die Erhebung von Gebühren ist rechtlich nicht zulässig. Auch wenn Sie direkt über unsere Seite einen Vertrag abschließen, fallen keine Gebühren an. In den meisten Fällen müssen Sie sich nach einem Vertragsabschluss nicht einmal um die Kündigung Ihres alten Anbieters kümmern, denn das übernimmt Ihr neuer Gasanbieter, wenn Sie ihm eine Vollmacht geben.

Über Versorgungslücken müssen Sie sich ebenfalls keine Gedanken machen, denn der Übergang von einem Gasversorger zu einem anderen geht nahtlos und unabhängig von der Laufzeit vonstatten. Alle Gasanbieter nutzen dabei dieselben Gaszähler, sodass es diesbezüglich nicht zu Verzögerungen der Lieferverträge kommen kann.


Wann Sie Ihren Gasanbieter wechseln können

Knapp 12,4 Millionen Privathaushalte verfügen in der BRD laut "Monitoringbericht 2017" der Bundesnetzagentur über einen Gasanschluss. Ein Anbieterwechsel ist dabei einfacher, als es scheint und vor Ort gibt es oft mehr Alternativen, als man denkt. Gaslieferverträge funktionieren nach dem gleichen Prinzip wie Stromlieferverträge. Die Versorgung auf dem Gasmarkt wird jeweils von der Bundesnetzagentur reguliert.

Die individuellen Kündigungsbedingungen, Vertragslaufzeiten und Zahlungsweisen Ihres Gasanbieters finden Sie in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) Ihres Liefervertrags. Allgemein darf das Vertragsverhältnis nach einem ersten Abschluss nicht länger als zwei Jahre dauern. Wird es nicht gekündigt, kann es nur je um zwölf Monate stillschweigend verlängert werden. Die Kündigungsfristen dürfen nicht länger als drei Monate betragen. Fallabhängig gibt es zusätzlich noch weitere Möglichkeiten der Kündigung.

Tarifcheck.de-Tipp

Nicht immer ist der Grundversorger auch der günstigste Anbieter. Mit unserem Gasvergleich und Gasvergleichsrechner können Sie binnen Sekunden unverbindlich und kostenfrei ermitteln, ob in Ihrer Gegend andere Unternehmen günstigere Gastarife anbieten.


Beim Gasgrundversorger binnen zwei Wochen kündigen

Jedes Einzugsgebiet hat einen Gasgrundversorger, der die meisten Verbraucherinnen und Verbraucher dieser Gegend mit Gas beliefert. Falls Sie umziehen und sich nicht aktiv um einen Gasanbieter bemühen oder das von Ihnen beauftragte Gasunternehmen Insolvenz anmeldet, werden Sie automatisch dem Grundversorger zugeteilt. Sie haben dann einen Grundversorgungsvertrag oder Grundvertrag mit unbegrenzter Vertragslaufzeit. Diesen können Sie mit einer zweiwöchigen Frist kündigen, es sei denn, Sie haben mit dem Grundversorger einen Sondervertrag abgeschlossen.


Wann Sie bei Ihrem Gasanbieter ein Sonderkündigungsrecht haben

Ändert Ihr Gasversorger die "Vertragsbedingungen einseitig", haben Sie – wie auch bei Stromverträgen – entsprechend § 41 Absatz 3 des Energiewirtschaftsgesetztes (EnWG) ein fristloses Sonderkündigungsrecht. Dies wäre der Fall, wenn der Anbieter die Gaspreise erhöht. Ihr Kündigungsrecht besteht nach der Vertragsänderung für zwei Wochen. Es empfiehlt sich deshalb, die Kündigung per Einschreiben zu verschicken und sich auf die Preiserhöhung und Ihr Sonderkündigungsrecht zu beziehen.


Gasanbieterwechsel als Mieterin oder Mieter

Wohnt man zur Miete, laufen Nebenkosten und die Gasabrechnung oft über den Vermieter. Erscheinen einem die Gaskosten zu hoch, gibt es in manchen Fällen Abhilfe:

  • Wenn Sie in Ihrer Wohnung einen eigenen Gaszähler haben, dann können Sie problemlos zu einem Unternehmen und Gastarif Ihrer Wahl wechseln. Einen Gasvergleich bzw. Gaspreisvergleich können Sie bei uns durchführen. Vom Gaslieferanten erfahren Sie mehr über die Mindestlaufzeit und Zahlungsweise.
  • Haben Sie keinen eigenen Zähler und erscheinen Ihnen die Gaskosten und monatlichen Abschläge zu hoch, ist es sinnvoll, den Betriebskostenspiegel des Wohnortes einzusehen. Dieser wird von den einzelnen Gemeinden und Städten veröffentlicht und gibt Auskunft über die durchschnittlichen lokalen Kosten bezüglich Wasser und Energieversorgung, Wohngebäudeversicherung oder Müllabfuhr. Liegen Ihre Ausgaben für Gas ungleich höher als die des Ortsdurchschnitts, dann lohnt es sich, mit einem Gasvergleich die besten Tarife zu vergleichen. Gibt es günstigere Angebote, können Sie Ihrem Vermieter die Ergebnisse des Gasvergleichrechners vorlegen. Ihr Vermieter ist zwar rechtlich nicht verpflichtet, Ihre Vorschläge zu akzeptieren, doch oft ist der direkte Dialog hilfreich. Keinesfalls sollten Sie jedoch die Zahlung der Gasrechnung verweigern, da Ihr Vermieter Ihnen dann den Wohnraum kündigen kann.
Erdgas Statistik
Infografik Gas: Zum Vergrößern auf die Grafik klicken.

Gastarife – was für Sie relevant ist

Empfehlenswert ist ein Tarif mit Preisgarantie, denn damit verpflichtet sich der Gasanbieter, den Gaspreis für einen bestimmten Zeitraum – üblicherweise für ein Jahr Laufzeit – konstant zu halten. Ähnlich ist der Tarif mit Preisfixierung: Während die Preisgarantie alle Bestandteile des Gaspreises umfasst, sind bei der Option mit Preisfixierung Erhöhungen aufgrund von Steuern und Abgaben möglich.

Nicht ratsam sind Vertragsabschlüsse mit kWh-Paketen oder Tarife mit Mehr- / Minderverbrauchsaufschlag – es sei denn, Sie haben einen genauen Überblick über Ihren tatsächlichen Verbrauch. Bei Pakettarifen kaufen Sie für einen vorab definierten Zeitraum eine bestimmte Gasmenge; benötigen Sie weniger, bekommen Sie kein Geld zurück, verbrauchen Sie mehr, fallen für das zusätzliche Gas höhere Kosten an. Auch bei Tarifen mit Verbrauchsaufschlagsgrenzen werden bestimmte Verbrauchsunter- und Obergrenzen festgelegt. Liegt man außerhalb dieser Grenzen, zahlt man ebenfalls einen höheren Preis an den Gasversorger.

Damit Sie nicht allzu lange an einen Gasanbieter gebunden sind, ist es ratsam, den Vertrag nur für zwölf Monate abzuschließen, damit Sie bei Bedarf schnell kündigen können. Beachten Sie daher immer die Vertrags- und Mindestlaufzeiten. Bei einem Wechsel können Sie zudem meist von einem Neukundenbonus profitieren. Dieser wird in der Regel direkt nach einem Gasvergleich und Anbieterwechsel mit Ihrem Tarif verrechnet und liegt meist im dreistelligen Bereich.

Viele Anbieter bieten ihren Kundinnen und Kunden Sonderkonditionen an, wenn sie die Gaskosten für zwölf Monate im Voraus begleichen. Dabei ist zu beachten, dass Sie etwaige Vorschüsse im Insolvenzfall des Gasanbieters wahrscheinlich nicht zurückerstattet bekommen.

Als Kundin oder Kunde können Sie auch sogenannte Biogastarife und Klimatarife wählen. Biogas oder Ökogas ist weitaus umweltfreundlicher und verursacht weniger Kohlenstoffdioxid (CO²). Bei Klimatarifen zahlt der Gasanbieter für die Umweltbelastung durch die Gasförderung einen Betrag, der wiederum in Umweltschutz- und Aufforstungsprojekte fließt.


Die Entwicklung des Gaspreises in der BRD

Bundesnetzagentur und Bundeskartellamt veröffentlichten im Monitoringbericht 2017 die durchschnittlichen Gaspreise von Grundversorger und anderen Anbietern (Stand 1. April 2017) bei einem Jahresverbrauch zwischen 5.556 kWh und 55.556 kWh. Dabei ist der Gaspreis in den letzten Jahren etwas gesunken

Diese zeigen, dass es finanziell rentabel ist, sich einen eigenen Gasanbieter zu suchen, anstatt den Grundversorger in Anspruch zu nehmen:

  • Grundversorgungsvertrag: 6,73 Cent pro kWh (2015: 7,11 Cent)
  • Sondervertrag beim Grundversorger: 6,07 Cent pro kWh (2015: 6,68 Cent)
  • Vertrag bei einem anderen Gasanbieter: 5,78 Cent pro kWh (2015: 6,12 Cent)

Obwohl der Grundversorger oftmals nicht die besten Gaspreise bietet, bezieht die Mehrheit der Privatverbraucher die Energie noch von einem Grundversorger, auch das belegt der Monitoringbericht 2017. So hatten 2016 insgesamt 22 % der Privathaushalte einen Grundversorgungsvertrag, 53 % hatten mit ihrem Grundversorger einen Sondervertrag abgeschlossen. 25,6 % der Privatkunden bezogen das Gas von alternativen Lieferanten. Im Vergleich zu 2014 (18,8 %) haben sich damit einige Haushaltskunden einen günstigeren Anbieter gesucht.

Gaspreiszusammensetzung
Infografik: Zum Vergrößern auf die Grafik klicken.

Kilowattstunden und Kubikmeter

Auf Ihrer Rechnung wird die genutzte Gasmenge üblicherweise in Kilowattstunden (kWh) angegeben. Der Gaszähler – auch Gasmesser oder Gasuhr genannt – erfasst den Verbrauch jedoch in Kubikmetern (m³), denn allgemein werden gasförmige Stoffe in Volumina gemessen. Für Gaskundinnen und Kunden ist dies häufig verwirrend und erschwert die Bestimmung des eigenen Gasverbrauchs.

Die Ergiebigkeit eines Kubikmeters Gases ist zudem nicht immer konstant, denn wieviel kWh Strom ein Kubikmeter ergibt, hängt vom Brennwert des Gases ab. Dabei gilt: Je höher der Methangehalt des Gases, desto höher ist der Brennwert und desto mehr Strom kann mit einem Kubikmeter Gas erzeugt werden. Der Brennwert des Gases ist also ein Qualitätsmerkmal.

Auf Ihrer Gasabrechnung finden Sie Angaben zu Zustandszahl und Brennwert. Die Zustandszahl gibt Auskunft über den Volumenzustand des Gases: Sie benennt das Verhältnis zwischen dem Erdgasvolumen im Idealzustand und dem Volumenzustand des von Ihnen bezogenen Gases.

Laut des Jahresberichts 2017 zu "Erdöl und Erdgas in der Bundesrepublik Deutschland" des Landesamtes für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) wurden im Jahr 2017 bundesweit umgerechnet insgesamt 995 Terrawattstunden (tWh) Erdgas verbraucht.

Formel zur Umrechnung

Mit folgender Formel rechnen Sie den eigenen Gasverbrauch von Kubikmetern in Kilowattstunden um: kWh = m² x Brennwert x Zustandszahl


Wieviel Gas Sie im Haushalt verbrauchen

Ihr Gasverbrauch hängt davon ab, welche Geräte in Ihrem Haushalt mit Gas betrieben werden. Unabhängig davon gibt es Richtwerte entsprechend der Größe des Wohnraums. Diese liegen wie folgt: Haushalte mit 50 m² benötigen jährlich etwa 5.000 kWh, Wohnungen mit 100m² rund 12.000 kWh, ein Reihenhaus circa 20.000 kWh und ein Einfamilienhaus um die 35.000 kWh.

Auf Ihrer Rechnung finden Sie Informationen zu Ihrem genauen Gasverbrauch im Abrechnungszeitraum und Ihrem Verbrauch im gleichen Zeitraum des vorherigen Jahres. Wechseln Sie das Unternehmen, dann muss Ihr alter Gasanbieter dem neuen Unternehmen diese Daten mitteilen. Dieser Wechselservice wird von fast allen Gasversorgern kostenfrei angeboten. Die Rechnungen von Haushaltskunden müssen zudem eine Grafik beinhalten, in welcher der eigene jährliche Gasverbrauch dem von anderen vergleichbaren Verbraucherinnen und Verbrauchern gegenübergestellt wird.


Den Geldbeutel und die Umwelt schonen

Ein Vorteil von Gasheizungen ist die schnelle Aufwärmung eines Raums. Aus diesem Grund muss die Heizung in Ihrer Abwesenheit auch nicht auf Hochtouren laufen, sondern kann auf einer niedrigeren Stufe stehen – das gleiche gilt für die Warmwasserheizung. Die Heizung sollte dabei jedoch nicht komplett abgestellt werden. Entsprechend einer Faustregel sparen Sie pro °C rund 5 % an Heizkosten. Bei Wohnräumen reicht eine durchschnittliche Raumtemperatur von 20 °C, in Küche und Schlafzimmern reichen 18 °C.
Eine einfache Lösung ist die Abdichtung von Türen durch Schaumstoffstreifen, Türvorleger oder Türrollen. Werden abends Vorhänge vor Türen und Fenster gezogen, kann ebenfalls Wärmeentweichung vermieden werden. Wohnen Sie im Eigenheim, ist auch die Überprüfung der Fensterdichtungen empfehlenswert. Generell hilft die Isolierung der Heizung auf Seiten des Mauerwerks, da so weniger Hitze nach Außen entweicht.
Befinden sich Möbel oder Gardinen vor der Heizung, wird die Wärme daran gehindert, sich im ganzen Raum zu verteilen. Die Zimmerbeheizung wird somit bis zu 40 % teurer.
Wird Ihre Heizung regelmäßig entlüftet, arbeitet sie wesentlich effizienter. Bei der Entlüftung sollte die Heizung allerdings ausgestellt sein. Auch die jährliche Wartung der Heizungsanlage spart Kosten und reduziert die monatlichen Abschläge – etwa durch die Vermeidung von verschmutzten Brennkammern oder fehlerhaft eingestellten Anlagen.
Putzen Sie Ihre Zähne, muss währenddessen kein Warmwasser laufen. Rechnen Sie diese drei Minuten auf mindestens zweimal tägliches Zähneputzen hoch, können Sie so gewaltig sparen. Auch verbrauchen Sie bei einem Vollbad etwa dreimal so viel Wasser wie bei einer Dusche. Das Badewasser ist zudem verhältnismäßig wärmer als Duschwasser, für die Erhitzung wird dadurch zusätzliche Energie benötigt und in Folge dessen steigen die Energiekosten. .
Der Gasherd hat bereits den Vorteil, dass man auf das Vorheizen verzichten kann. Weiter sparen kann man, indem man für jede Kochplatte die passenden Töpfe und Pfannen auswählt. Durch die Nutzung passender Deckel beschleunigt sich zudem der Garungsprozess.

Wie Erdgas entsteht

Erdgas ist fossiler Energieträger oder fossiler Brennstoff, der unterirdisch natürlich vorkommt – häufig auch zusammen mit Erdöl. Abhängig davon, wer, wo das Erdöl zu Tage bringt, wird das Erdgas als Beiprodukt abgebrannt oder gefördert.

Erdgas ist über Milliarden Jahren aus Plankton und anderen verwesenden Kleinstlebewesen entstanden. Wurde dieser biologische Abfall auf dem Meeresgrund von Gesteinsschichten bedeckt, bildete sich in diesem warmen, luftleeren und unter Druck stehenden Raum Faulschlamm. Aus dem Faulschlamm wiederum entstand über lange Zeit Erdgas- und Erdölmuttergestein. Durch weitere Gesteinsüberlagerungen wurde dieses Gestein mit hohem Druck in größere Erdtiefen mit hohen Temperaturen gepresst. Dort wurde das Erdöl und Erdgas aus dem Gestein gedrückt und stieg nach oben, bis es im Erdinneren auf eine undurchlässige Gesteinsbarriere – das sogenannte Speichergestein – traf. Wird diese Gesteinsbarriere aufgebohrt, weicht das Gas – und auch das Erdöl – meist von selber nach oben.


Woraus Erdgas besteht

Die chemische Zusammensetzung des Erdgases variiert, dementsprechend schwankt auch der Brennwert als Qualitätsmerkmal des Gases. Hauptsächlich besteht Gas stets aus Methan, andere Bestandteile müssen vor der Nutzbarkeit im Haushalt entfernt werden, so etwa der giftige Schwefelwasserstoff, das Kohlenstoffdioxid oder Wasser, denn letzteres kann die Pipeline durch chemische Reaktionen verstopfen.


Gasförderung

Geortet werden Gasvorkommen mit geophysikalischen und seismischen Messungen. Anhand von Probebohrungen wird dann gegebenenfalls ermittelt, ob die Förderungen Sinn ergeben. Gebohrt wird auf dem Land bis zu acht Kilometer tief, im Wasser bis zu drei Kilometer tief. Der Vergleich: Der Erdmittelpunkt liegt in einer Tiefe von rund 12.742 Kilometern. Politische Entscheidungsträger bestimmten, wo mit welchen Methoden gebohrt oder gefördert werden darf. Mit Ausnahme des Bundeslandes Niedersachsen sind die Fördervolumina in den der Bundesrepublik dabei jedoch relativ gering.

Transportiert wird das Gas über Pipelines und LNG-Tanker, die das Gas in verflüssigter Form zugleich auch als Treibstoff nutzen können. Die Lagerung erfolgt unter Tage in sogenannten Poren- oder Kavernenspeichern.


Konventionelle und unkonventionelle Gasvorkommen (Fracking)

Bei den konventionellen Vorkommen entweicht das Erdgas nach einer Bohrung überwiegend selbstständig aus dem Boden. Bei unkonventionellen Vorkommen werden Gesteinsschichten künstlich aufgebrochen, damit das Gas austreten kann. Dies wird durch die Fracking-Methode erreicht.

"Hydraulic Fractioning" (dt.: hydraulisches Zerbrechen), kurz auch "Fracking", wird international vielfach genutzt, ist allerdings sehr umstritten: Um das Erdgas (oder auch Erdöl) zu fördern, werden unter hohem Druck Wasser, Sand und Chemikalien in das Gestein gepresst. Dadurch wird dieses großflächig aufgebrochen, damit das Gas ausströmen kann. Unter den Chemikalien sind etwa auch Lösungsmittel, Säuren und Biozide. Kritiker mahnen an, die Methode würde die Umwelt und das Grundwasser verschmutzen. Auch legen Forschungen nahe, dass Fracking Erdbeben auslösen kann. Die Bundesregierung entschied 2017, dass kommerzielles Fracking zur Förderung von Schiefergas in Deutschland bis mindestens 2021 verboten bleibt.


Gasförderung in der BRD

Global gesehen, hat Deutschland nur geringe Erdgasvorkommen, und diese schwinden zusehends. Die Rohgasförderung der BRD findet dabei hauptsächlich im Bundesland Niedersachsen statt, das den Großteil des Gasvorkommens zutage bringt. Die Vergleichszahlen der Länder im Überblick:

Erdgasproduktion der BRD in Milliarden Kubikmetern
Jahr 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017
Niedersachsen 12,7 12,08 11,06 10,13 9,48 8,83 8,11 7,43
Sachsen-Anhalt 0,53 0,49 0,45 0,43 0,44 0,4 0,42 0,36
Schleswig-Holstein 0,32 0,28 0,16 0,09 0,12 0,06 0,04 0,05
Thüringen 0,03 0,03 0,03 0,02 0,02 0,02 0,02 0,02
Bayern 0,01 0,01 0,01 0,01 0,01 0,01 0,01 0,01
insgesamt 13,6 12,9 11,7 10,7 10,1 9,3 8,6 7,9
Quelle: Statista

Laut des Jahresberichts 2017 zu „Erdöl und Erdgas in der Bundesrepublik Deutschland“ des Landesamtes für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) sind die Rohgas- und Reingasreserven der BRD ebenfalls zurückgegangen: „Am 1. Januar 2018 betrug die Summe der geschätzten sicheren und wahrscheinlichen Erdgasreserven 63,1Mrd. m³ Rohgas ... Damit verringerten sich die Reserven gegenüber dem Vorjahr um 7 Mrd. m³... oder 10 Prozent.“ Die Reingasreserven betrugen entsprechend des Berichts 58,8 Mrd. m³ – 10 % weniger als im Jahr zuvor.


Woher kommt das Gas in der BRD?

In der Bundesrepublik gibt es keine ausreichend großen Erdgasvorkommen, um damit den Bedarf für die gesamte Bundesrepublik zu decken. Mehr als 90 % wird aus dem Ausland importiert.

Herkunft des in Deutschland verbrauchten Erdgases in Prozent
Jahr Deutschland Niederlande Norwegen Russland Großbritannien,
Dänemark, Sonstige
2012 13 % 25 % 25 % 32 % 5 %
2013 12 % 25 % 20 % 37 % 5 %
Jahr Deutschland Niederlande Norwegen Russland, Dänemark, Großbritannien, Sonstige
2015 9 % 26 % 31 % 34 %
2016 8 % 22 % 30 % 40 %
Quelle: Jahresbericht 2013 und Jahresbericht 2016 zu "Erdöl und Erdgas in der Bundesrepublik Deutschland" des Landesamtes für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG)

Erdgasförderung global

Die USA und Russland sind global gesehen mit Abstand die größten Erdgasförderer. Mittlerweile setzen sie dabei auch mehr und mehr auf das umstrittene Fracking. Einige Länder, die Anteile am Gasmarkt haben, haben in jüngster Zeit die Förderung minimiert, um etwaigen Erdbeben durch Fracking vorzubeugen, die Niederlande zum Beispiel. Dies hat ebenfalls Auswirkungen auf die BRD, da Deutschland auch Gas von diesem europäischen Nachbarn bezieht.

Die größten Erdgasförderer weltweit – Erdgasförderung in Milliarden Kubikmetern 2016
USA Russland Iran Katar Kanada China Norwegen Saudi-Arabien Algerien Australien
755,8 640,7 202,4 165,4 157,1 141,9 121,2 109,4 93,2 88,2
Quelle: "BGR Energiestudie 2017 - Daten und Entwicklungen der deutschen und globalen Energieversorgung" von der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR)

Was genau sind Biogas und Bioerdgas?

Erdgasreserven sind ein endliches Gut, das irgendwann aufgebraucht sein wird. Laut Schätzungen könnte dies in etwa 60 Jahren der Fall sein. Eine Alternative zu den traditionellen Erdgasvorkommen ist deswegen Biogas oder Bioerdgas: Es verursacht wenig CO², ist ganzjährig verfügbar, speicherbar und kann wie Erdgas verwendet werden.

Das Naturprodukt Biogas entsteht in speziellen, eigens dafür errichteten Anlagen: Dort werden für die Herstellung Energiepflanzen (wie Getreide oder Mais) oder Bioabfälle unter Ausschluss von Sauerstoff und Licht vergärt und zersetzt.

Der Methangehalt des Biogases liegt zwischen 40 % und 75 %. Manchmal wird es auch als Ökogas bezeichnet, allerdings ist stammt Ökogas nicht immer aus der gleichen Quellen wie Biogas: Wird dieses in einem Blockheizkraftwerk verbrannt, entstehen so Wärme und Strom. Erhöht man den Methangehalt des Biogases, spricht man auch von Bioerdgas. Bei dieser Verarbeitung und Aufbereitung des Biogases wird das Gas getrocknet; Schwefel, Verunreinigungen und CO² werden vom Gas getrennt. Dieses Bioerdgas kann besser transportiert und gespeichert werden und somit auch Haushalte über eine große Distanz beliefern.

Aussicht

Bioerdgas in der BRD

Bis dato ist die Biogasproduktion noch kein Ersatz für Erdgas oder Erdölgas, allerdings liegt Deutschland im europäischen Vergleich bei der Erzeugung von Bio- beziehungsweise Ökogas weit vorne.

Das Ziel ist, die Einspeisekapazitäten für Biogas in der BRD weiter zu erhöhen. Dem deutschen Bundesverband für Energie und Wasserwirtschaft e.V. (BDEW) zufolge gibt es dabei bereits einige Fortschritte: Betrug die Einspeisung von Biogas in Deutschland 2013 noch 665 Millionen m³ jährlich, so lagen die Zahlen 2017 bereits bei 866 Millionen m³ im Jahr. Das Ziel der Bundesregierung für die Einspeisung von Biogas liegt für 2030 bei rund 10 Mrd. m³.


FAQ zum Gasvergleich

Unser Gasvergleich ist unverbindlich und kostenfrei. Wenn Sie Ihren Standort und Ihre Präferenzen in unseren Gasrechner eingeben, erhalten Sie binnen Sekunden passende Gastarife. Auf Wunsch können Sie über Tarifcheck zudem sofort einen neuen Gasvertrag abschließen – selbstverständlich gebührenfrei. Auch Biogas- und Gewerbetarife werden von unserem Gaspreisvergleichsrechner berücksichtigt.

Wechseln Sie den Anbieter, sind vielfach Einsparungen im dreistelligen Eurobereich möglich. Insbesondere die Gaspreise der Grundversorger liegen dabei häufig über denen von anderen lokalen Anbietern. Bei unserem Gasvergleich nehmen hunderte Gasversorger teil, die sich bezüglich Preisen und Gastarifen wesentlich unterscheiden. Auch die Liefer- und Mindestlaufzeiten unterscheiden sich je nach Gaslieferant. Viele Unternehmen bieten zudem Sofort- oder Neukundenboni an, mit denen Sie nochmals hunderte Euro sparen können.

Nein, keinesfalls. Der Übergang ist nahtlos, so dass Sie zu allen Zeiten versorgt sind.

Nein. Die Kündigung und der Wechsel verursachen keine zusätzlichen Kosten oder zusätzliche Abschläge. Dies ist aus rechtlichen Gründen nicht möglich und bei einem Vertragswechsel nicht zulässig. Unser Gasvergleich ist für Sie selbstverständlich ebenfalls kostenfrei, genauso wie der Vertragsabschluss mit einem Gasanbieter über unsere Webseite.

Wenn Sie Ihrem neuen Unternehmen eine Vollmacht geben, dann übernimmt dieser meist in Ihrem Namen die Kündigung. Dieser Wechselservice wird von fast allen Gaslieferanten angeboten. Ihr neuer Gasanbieter benötigt dafür von Ihnen Angaben zum Gasverbrauch des letzten Jahres, zum aktuellen Gaszählerstand und zu Ihrer Kundennummer bei dem alten Unternehmen – diese Daten befinden sich auf Ihrer Gasrechnung, beziehungsweise können direkt vom Zähler abgelesen werden. Möchten Sie bei Ihrem Liefervertrag allerdings Ihr Sonderkündigungsrecht nutzen, dann ist es ratsam, die Kündigung bei dem Gaslieferanten selber vorzunehmen.

Ja, Sie erhalten von Ihrem alten Gasversorger eine Endabrechnung; etwaige Vorauszahlungen werden zurückerstattet. Eine Ausnahme ist die Insolvenz eines Anbieters. In diesem Fall sind etwaige Vorauszahlungen fast immer verloren.

In der Regel ist ein Wechsel des Gasversorgers relativ unkompliziert. Meist übernimmt das neue Unternehmen sogar in Ihrem Namen die Kündigung, wenn Sie ihm eine Vollmacht geben. Wichtig ist, sich über Ihre Kündigungsfristen und Mindestlaufzeiten zu informieren. Auch ist es empfehlenswert, einen Vertrag für zwölf Monate Laufzeit abzuschließen, damit Sie zeitnah wieder nach günstigen Gastarifen suchen und von einem Neukundenbonus profitieren können.

Generell ist ein Tarif mit Preisgarantie sinnvoll, denn dann darf der Gasanbieter binnen eines vorab vereinbarten Zeitraums den Gaspreis nicht erhöhen. KWh-Pakete oder Gastarife mit Mehrverbrauchs- und Minderverbrauchsaufschlag sollten vermieden werden, da bei der Über- oder Unterschreitung der vertraglich festgelegten Gasverbrauchsmengen Preisverteuerungen auf Sie zukommen. In jedem Fall sollten Sie vor Abschluss eines Gasvertrages einen Gaspreisvergleich durchführen. Zahlen Sie die Gaskosten für ein Jahr im Voraus, erhalten Sie im Insolvenzfall des Unternehmens meist keine Rückerstattung der geleisteten Vorschüsse.

Details zu Ihren Kündigungsfristen und Laufzeiten finden sich in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) Ihres Gasliefervertrags. Keinesfalls darf die Vertragslaufzeit mehr als 24 Monate betragen. Wird der Vertrag nach deren Ablauf nicht gekündigt, darf er nur je um ein Jahr stillschweigend verlängert werden. Die Kündigungsfrist liegt dabei bei maximal drei Monaten. Normale Grundversorgungsverträge können mit zweiwöchiger Frist gekündigt werden.

Wenn Ihr Gasanbieter "einseitig" die Vertragsbedingungen ändert, können Sie laut § 41 Absatz 3 des Energiewirtschaftsgesetzes (EnWG) ohne Frist kündigen und zu einem anderen Unternehmen wechseln. Wenn Ihr Gasversorger beispielsweise die Gaspreise anhebt, haben Sie für eine derartige Sonderkündigung zwei Wochen Zeit. Damit Ihr Schreiben das Unternehmen zeitig erreicht, sollte der Brief per Einschreiben versendet werden, auch sollten Sie sich darin auf Ihr Sonderkündigungsrecht berufen.

Nein, der Zähler bleibt bestehen. Es ist jedoch generell empfehlenswert, den Zählerstand selber zu kontrollieren, denn auch auf Gasrechnungen schleichen sich zuweilen Fehler ein.

Der Gasgrundversorger ist das Unternehmen, das in einem Einzugsgebiet die meisten Kundinnen und Kunden mit Gas beliefert. Nach einem Umzug werden Sie automatisch einem Grundversorger zugeteilt, wenn Sie sich nicht aktiv um einen Gasanbieter bemühen – das gleiche gilt, wenn das von Ihnen beauftragte Gasunternehmen Insolvenz anmeldet. Als Verbraucherin oder Verbraucher erhält man in diesen Fällen einen Grundversorgungsvertrag, den man binnen zwei Wochen kündigen kann. Oft ist das Wechseln des Gasanbieters – oder zumindest ein Gas Preisvergleich – eine Überlegung wert, denn nicht immer hat der Grundversorger im Einzugsgebiet auch die besten Gaspreise. Ratsam ist daher in jedem Fall ein Gasvergleich und ein Preisvergleich.

Schließt man mit dem Grundversorger einen Sondervertrag ab, sind die Kündigungsfristen vertraglich individuell festgelegt. Sie sind dann oft ähnlich denen anderer Anbieter auf dem Gasmarkt.

Bei einem Umzug sollte der Zählerstand abgelesen werden – sowohl im alten, als auch im neuen Domizil, damit Sie nicht irrtümlicherweise die Kosten für Dritte übernehmen.

Haben Sie in Ihrem neuen Heim einen eigenen Gaszähler, dann können Sie unabhängig vom Gasanbieter des Vermieters zu einem Anbieter und Tarif Ihrer Wahl wechseln. Es ist ratsam, dies gegebenenfalls zeitig zu tun, damit der Übergang nahtlos vonstattengeht. Für den Abschluss eines Vertrags müssen Sie dem neuen Unternehmen das Einzugsdatum, sowie Gaszählernummer und Gaszählerstand Ihres neuen Heims mitteilen. Auskunft über letztere Informationen kann die Hausverwaltung geben.

Kümmern Sie sich nicht selber um einen neuen Gasanbieter, so werden Sie automatisch dem Grundversorger zugeteilt. Einen Vertrag mit dem Grundversorger können Sie jedoch in der Regel binnen zwei Wochen kündigen.

Meldet Ihr Unternehmen Insolvenz an, dann übernimmt der Grundversorger nahtlos seine Aufgabe. Sie stehen also zu keiner Zeit ohne Gas da. Haben Sie allerdings Vorauszahlungen geleistet, so ist es wahrscheinlich, dass Sie diese bereits erbrachten Abschläge nicht zurückerstattet bekommen.

Der Gaszähler – auch als Gasmesser oder Gasuhr bezeichnet – befindet sich direkt in Ihrem Haus, Ihrer Wohnung, im (gemeinsamen) Treppenhaus oder im Keller. Im Zweifelsfall können Sie diesbezüglich auch die Hausverwaltung oder den Hausmeister fragen.

Der Gaspreis für Privathaushalte setzt sich aus folgenden Bestandteilen zusammen: 49 % Kosten für die Gasbeschaffung, Gewinnmarge und den Vertrieb, 23% Netznutzungsentgelt oder Nettonetzentgelt, 1% Abrechnungs- und Messungsgebühr, 1% Konzessionsabgabe sowie 25 % Gas- und Umsatzsteuer. Bei den Werten handelt es sich um Durchschnittswerte des Monitoringberichts 2017 der Bundesnetzagentur.

Mit einer Gasheizung erwärmen sich Räume und Wasser schnell. In Ihrer Abwesenheit können Sie deswegen die Heizung auf eine niedrigere Stufe stellen und beim Zähneputzen zwischendurch das Wasser abstellen.

Werden die Heizkörper nicht verstellt und sind zum Mauerwerk hin isoliert, dann kann sich die Wärme besser im Raum verteilen, und die Energie wird nicht nach Außen verschenkt. Durch die gute Isolierung von Türen und Fenstern kann weitere Wärme eingespart werden.

Auch Tür- und Fenstervorhänge helfen dabei, die Wärme im Raum zu halten.

Wird die Heizung regelmäßig entlüftet (nur bei abgeschalteter Heizung) und gewartet, vermeiden Sie die Fehlerhaftigkeit der Anlagen und Verschmutzung der Brennkammern.

Biogas wird in speziellen Anlagen aus Bioabfällen und Energiepflanzen wie Getreide oder Mais hergestellt (es ist nicht unbedingt identisch mit dem oft genutzten Wort "Ökogas"): Dafür werden die Abfälle unter Ausschluss von Sauerstoff und Licht einem Gärungs- beziehungsweise Verwesungsprozess ausgesetzt. Das dabei entstehende Biogas hat einen Methangehalt von zwischen 40 % und 75 %. Bei der Verbrennung in einem Blockheizkraftwerk entstehen Strom und Energie.

Das aufbereitete Biogas nennt man Bioerdgas, da es die gleichen chemischen Bestandteile wie Erdgas hat. Man trocknet dabei das Biogas, trennt Schwefel, Verunreinigungen und CO² ab und erhöht effektiv den Methangehalt. Das entstehende Bioerdgas kann besser transportiert, gespeichert und in weiter entfernte Haushalte transportiert werden.

Im Verhältnis zu Erdgas wird bei der Förderung beziehungsweise Herstellung von Biogas sehr viel weniger CO² produziert. Im Gegensatz zu Erdgas ist Bioerdgas kein endliches Gut, sondern kann bei Bedarf in speziellen Anlagen hergestellt werden.

Bei Biogastarifen kommt die Energie aus Biogasquellen. Bei Klimatarifen ist dies meist nicht der Fall, allerdings zahlt der Gasanbieter als Ausgleich für die Umweltbelastung ein zusätzliches Entgelt, das Klima- oder Umweltschutzprojekten zugutekommt.

Gas aus unterschiedlichen Vorkommen hat unterschiedlich hohe Brennwerte. Dabei gilt: je höher der Brennwert, desto besser die Qualität des Gases und desto höher die Energie eines Kubikmeter Gases.

H-Gas oder "high calorific natural gas" hat einen Methangehalt von 87 % bis 99 %. Der Brennwert ist hoch und ergibt pro Kubikmeter zwischen elf und zwölf kWh Energie.

Das L-Gas oder "low calorific natural gas" hat einen Methangehalt bei zwischen 80 % und 87 %. Der Brennwert ist dementsprechend geringer. Ein Kubikmeter L-Gas ergibt neun bis zehn kWh Strom.

In einigen Teilen Deutschlands müssen in den kommenden Jahren Gasgeräte und Verteilernetze umgerüstet werden, da aufgrund der abnehmenden Gasressourcen statt H-Gas nun zunehmend L-Gas geliefert wird.


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