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Sylvie Meis Sylvie Meis
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Gasvergleich: Was wichtig ist
  • Mehr als 800 Gasanbieter beliefern derzeit die Haushalte und Gewerbe der BRD .
  • Ein Vergleich mit dem Gasrechner zeigt, dass die einzelnen Versorger unterschiedlichste Gastarife haben. Im Idealfall können Sie jährlich bis zu 750,00 € sparen.
  • Suchen Sie sich nicht eigenständig einen Gasanbieter, werden Sie automatisch dem Gasgrundversorger zugeordnet. Dieser ist durchschnittlich teurer. Gasgrundversorgungsverträge haben eine Kündigungsfrist von nur zwei Wochen.
  • Alternative Gasanbieter und Ökogasanbieter konkurrieren um Neukunden und bieten oftmals attraktive Boni an. Auch wenn Sie keinen Gasgrundversorgungsvertrag haben, lohnt sich ein regelmäßiger Gasvergleich, denn das Sparpotenzial bei einem Wechsel ist hoch.
  • Bei einem Gasanbieterwechsel müssen Sie keine Versorgungslücke befürchten, dafür sorgen Gesetze.
  • Der Gasanbietervergleich auf Tarifcheck.de ist kostenfrei und unverbindlich und zeigt Ihnen sekundenschnell das individuelle Sparpotenzial.
  • Geben Sie einfach Ihren Standort, Gasverbrauch und Wünsche (wie z. B. Ökogas) in den Gasvergleich ein. Sie erhalten sofort passende Tarife und können den Wechsel bei Bedarf ohne Zusatzkosten über unsere Webseite vornehmen.
  • Gaspreise steigen 2021/2022 auf Rekordlevel: Erfahren Sie hier, wie Sie sich schützen können.

Wie funktioniert der kostenlose Gasvergleich auf Tarifcheck.de?

Ein Vergleich mit dem Gasrechner zeigt, dass die einzelnen Versorger unterschiedlichste Gastarife haben. Im Idealfall können Sie jährlich bis zu 750,00 € sparen.

Geben Sie einfach Ihren Standort, Gasverbrauch und individuelle Präferenzen in die Eingabemaske des Gasvergleichs ein. Der kostenlose, unverbindliche Gaspreisvergleich von CHECK24 liefert Ihnen binnen Sekunden passende Ergebnisse entsprechend Ihrer Wünsche. Alle aufgelisteten Gastarife sind mit weiterführenden Informationen und Kundenbewertungen versehen. Bei Bedarf können Sie auch gezielt nach Biogastarifen, Klimatarifen oder Gewerbetarifen suchen.

Wenn Sie über unsere Webseite ein passendes Angebot gefunden haben, dann können Sie hier direkt einen Gasvertrag abschließen – natürlich komplett gebührenfrei. Durch den Gasvergleich und einen Wechsel können Sie so im Idealfall jährlich hohe Geldbeträge sparen. Der Gasvergleichsrechner hilft Ihnen bei der Entscheidungsfindung.

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Muss ich beim Gasanbieterwechsel Versorgungslücken befürchten?

Nein, über Versorgungslücken müssen Sie sich keine Gedanken machen, denn der Übergang von einem Gasversorger zu einem anderen geht nahtlos und unabhängig von der Laufzeit vonstatten. Alle Gasanbieter nutzen dabei dieselben Gaszähler, sodass es diesbezüglich nicht zu Verzögerungen der Lieferverträge kommen kann.

Ein Gasanbieterwechsel ist für Sie als Verbraucherin oder Verbraucher zudem stets kostenlos, die Erhebung von Gebühren ist rechtlich nicht zulässig. Auch wenn Sie direkt über unsere Webseite einen Vertrag abschließen, fallen keine Gebühren an. In den meisten Fällen müssen Sie sich nach einem Vertragsabschluss nicht einmal um die Kündigung Ihres alten Anbieters kümmern, denn das übernimmt Ihr neuer Gasanbieter, wenn Sie ihm eine Vollmacht geben.


Wann kann ich den Gasanbieter wechseln?

Laut Monitoringbericht 2019 der Bundesnetzagentur wechselten im Jahr 2018 insgesamt 11,5 % der Haushaltskunden den Gasanbieter.

Die individuellen Kündigungsbedingungen, Vertragslaufzeiten und Zahlungsweisen Ihres Gasanbieters finden Sie in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) Ihres Liefervertrags. Allgemein darf das Vertragsverhältnis nach einem ersten Abschluss nicht länger als zwei Jahre dauern. Wird es nicht gekündigt, kann es nur je um zwölf Monate stillschweigend verlängert werden. Die Kündigungsfristen dürfen nicht länger als drei Monate betragen. Fallabhängig gibt es zusätzlich noch weitere Möglichkeiten der Kündigung.

Übrigens: 12,4 Millionen Privathaushalte verfügen in der BRD über einen Gasanschluss, so die Daten des Monitoringberichts 2019. Ein Anbieterwechsel ist dabei einfacher, als es scheint und vor Ort gibt es oft mehr Alternativen, als man denkt. Gaslieferverträge funktionieren nach dem gleichen Prinzip wie Stromlieferverträge. Die Versorgung auf dem Gasmarkt wird jeweils von der Bundesnetzagentur reguliert.


Wie sind die Kündigungsfristen beim Gasgrundversorger?

Jedes Einzugsgebiet hat einen Gasgrundversorger, der die meisten Verbraucherinnen und Verbraucher dieser Gegend mit Gas beliefert. Falls Sie umziehen und sich nicht aktiv um einen Gasanbieter bemühen oder das von Ihnen beauftragte Gasunternehmen Insolvenz anmeldet, werden Sie automatisch dem Grundversorger zugeteilt. Sie haben dann einen Grundversorgungsvertrag oder Grundvertrag mit unbegrenzter Vertragslaufzeit. Diesen können Sie mit einer zweiwöchigen Frist kündigen, es sei denn, Sie haben mit dem Grundversorger einen Sondervertrag abgeschlossen. In diesem Fall beträgt die reguläre Kündigungsfrist je nach Gasvertrag bis zu drei Monate vor Ablauf der Laufzeit.


Gasanbieter – wann habe ich ein Sonderkündigungsrecht?

Ändert Ihr Gasversorger die "Vertragsbedingungen einseitig", haben Sie – wie auch bei Stromverträgen – entsprechend § 41 Absatz 3 des Energiewirtschaftsgesetztes (EnWG) ein fristloses Sonderkündigungsrecht. Dies wäre der Fall, wenn der Anbieter die Gaspreise erhöht. Ihr Kündigungsrecht besteht nach der Vertragsänderung für zwei Wochen. Es empfiehlt sich deshalb, die Kündigung per Einschreiben zu verschicken und sich auf die Preiserhöhung und Ihr Sonderkündigungsrecht zu beziehen.


Wie funktioniert der Gasanbieterwechsel für Mieterinnen und Mieter?

Wohnt man zur Miete, laufen Nebenkosten und die Gasabrechnung oft über den Vermieter. Erscheinen einem die Gaskosten zu hoch, gibt es in manchen Fällen Abhilfe:

  • Wenn Sie in Ihrer Wohnung einen eigenen Gaszähler haben, dann können Sie problemlos zu einem Unternehmen und Gastarif Ihrer Wahl wechseln. Einen Gasvergleich bzw. Gaspreisvergleich können Sie über Tarifcheck.de durchführen. Vom Gaslieferanten erfahren Sie mehr über die Mindestlaufzeit und Zahlungsweise.
  • Haben Sie keinen eigenen Zähler und erscheinen Ihnen die Gaskosten und monatlichen Abschläge zu hoch, ist es sinnvoll, den Betriebskostenspiegel des Wohnortes einzusehen. Dieser wird von den einzelnen Gemeinden und Städten veröffentlicht und gibt Auskunft über die durchschnittlichen lokalen Kosten bezüglich Wasser und Energieversorgung, Wohngebäudeversicherung oder Müllabfuhr. Liegen Ihre Ausgaben für Gas ungleich höher als die des Ortsdurchschnitts, dann lohnt es sich, mit einem Gasvergleich die besten Tarife zu vergleichen. Gibt es günstigere Angebote, können Sie Ihrem Vermieter die Ergebnisse des Gasvergleichrechners vorlegen. Ihr Vermieter ist zwar rechtlich nicht verpflichtet, Ihre Vorschläge zu akzeptieren, doch oft ist der direkte Dialog hilfreich. Keinesfalls sollten Sie jedoch die Zahlung der Gasrechnung verweigern, da Ihr Vermieter Ihnen dann den Wohnraum kündigen kann.
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Das sollten Sie bei Ihrem Umzug beachten

Gastarifvergleich – was ist wichtig?

Ob Arbeitspreis, Grundgebühr oder Anzahl der Vertragsjahre – den Überblick bei allen Anbietern und Tarifen zu behalten, ist nicht einfach. Wir erklären Ihnen einfach und übersichtlich, wobei es beim Gasvergleich ankommt. Denn zwischen den Anbietern und ihren Tarifen gibt es einige Unterschiede, die man berücksichtigen und vergleichen sollte.

Gasvergleich – Tarife mit Preisgarantie

Beim Gasvergleich ist meist ein Tarif mit Preisgarantie empfehlenswert. Damit verpflichtet sich der Gasanbieter, den Gaspreis bzw. Arbeitspreis für einen bestimmten Zeitraum – üblicherweise für ein Vertragsjahr – konstant zu halten. Ähnlich ist der Tarif mit Preisfixierung: Während die Preisgarantie alle Bestandteile des Gaspreises umfasst, sind bei der Option mit Fixierung Preiserhöhungen aufgrund von Steuern und Abgaben möglich.

Gasvergleich – Tarife mit Mehr- / Minderverbrauchsaufschlag

Nicht ratsam sind Vertragsabschlüsse mit kWh-Paketen oder Tarife mit Mehr- / Minderverbrauchsaufschlag – es sei denn, Sie haben einen genauen Überblick über Ihren tatsächlichen Verbrauch. Bei Pakettarifen kaufen Sie für einen vorab definierten Zeitraum eine bestimmte Gasmenge; benötigen Sie weniger, bekommen Sie kein Geld zurück, verbrauchen Sie mehr, fallen für das zusätzliche Gas höhere Kosten an. Auch bei Tarifen mit Verbrauchsaufschlagsgrenzen werden bestimmte Verbrauchsunter- und Obergrenzen festgelegt. Liegt man außerhalb dieser Grenzen, zahlt man ebenfalls einen höheren Preis an den Gasversorger.

Gasvergleich – Vertragslaufzeiten

Damit Sie nicht allzu lange an einen Gasanbieter und seine Tarife gebunden sind, ist es in vielen Fällen ratsam, den Vertrag nur für zwölf Monate und nicht über ein Vertragsjahr hinaus abzuschließen. Sie können dann bei Bedarf schneller kündigen, falls Sie mittels des Gasvergleichs ein besseres Angebot gefunden haben und Ihr Versorger die Gaspreisentwicklung nicht zu ihren Gunsten berücksichtigt. Beachten Sie daher immer die Vertrags- und Mindestlaufzeiten des Gasvertrags. Bei einem Gasvergleich und einem anschließenden Wechsel können Sie zudem meist von einem Neukundenbonus profitieren. Dieser wird in der Regel direkt nach einem Gasvergleich und Anbieterwechsel mit Ihrem Tarif verrechnet und liegt meist im dreistelligen Bereich.

Viele Anbieter bieten ihren Kundinnen und Kunden Sonderkonditionen an, wenn sie die Gaskosten für zwölf Monate im Voraus begleichen. Dabei ist zu beachten, dass Sie etwaige Vorschüsse im Insolvenzfall des Gasanbieters wahrscheinlich nicht zurückerstattet bekommen.

Gasvergleich – umweltfreundliche Tarife

Als Kundin oder Kunde können Sie auch sogenannte Biogastarife und Klimatarife bzw. Ökogas-Tarife wählen. Biogas oder Ökogas ist weitaus umweltfreundlicher und verursacht weniger Kohlenstoffdioxid (CO2). Bei Klimatarifen zahlt der Gasanbieter für die Umweltbelastung durch die Gasförderung einen Betrag, der wiederum in Umweltschutz- und Aufforstungsprojekte fließt.


Wie hoch sind die Gaspreise in Deutschland?

Bundesnetzagentur und Bundeskartellamt geben im Monitoringbericht Aufschluss über die Gaspreisentwicklung. Der Monitoringbericht 2019 listet unter anderem die durchschnittlichen Gaspreise von Grundversorger und anderen Anbietern (Stand 1. April 2019) bei einem Jahresverbrauch zwischen 5.556 kWh und 55.556 kWh. Dabei ist der Gaspreis im Vergleich zum Vorjahr leicht gestiegen.

Durchschnittliche Gaspreise für Privatverbraucher nach Vertragsart (Quelle: Monitoringbericht 2019, Stand: April 2019):

  • Grundversorgungsvertrag: 7,28 c/kWh (2018: 6,64 c/kWh)
  • Anderer Vertrag mit dem Grundversorger: 6,44 c/kWh (2018: 6,06 c/kWh)
  • Vertrag bei einem anderen Gasanbieter: 6,22 c/kWh (2018: 5,71 c/kWh)

Obwohl der Grundversorger oftmals nicht die besten Gaspreise bietet, bezieht die Mehrheit der Privatverbraucher die Energie noch von einem Grundversorger, auch das belegt der Monitoringbericht 2019.

Gastarif: Vertragsart von Privatverbrauchern in Prozent (Quelle: Monitoringbericht 2019, Stand: 2019)

  • Grundversorgungsvertrag: 18 % der Privatkunden
  • Anderer Vertrag mit dem Grundversorger: 50 % der Privatkunden
  • Vertrag mit einem anderen Gaslieferanten: 32 % der Privatkunden

Zusammensetzung des durchschnittlichen Gaspreises bei einem Jahresverbrauch zwischen 5.556 kWh und 55.556 kWh in c/kWh (Stand: April 2019)

Zusammensetzung Vertrag mit anderem Gaslieferanten Anderer Vertrag mit dem Grundversorger Grundversorgungsvertrag
Beschaffung, Vertrieb, Marge 3,02 3,30 3,74
Messung, Messstellenbetrieb 0,90 0,70 0,90
Nettonetzentgelt 1,54 1,45 1,47
Gassteuer 0,55 0,55 0,55
Umsatzsteuer 0,99 1,03 1,16
Konzessionsabgabe 0,03 0,04 0,27
Preis insgesamt 6,22 c/kWh 6,44 c/kWh 7,28 c/kWh
Quelle: Monitoringbericht 2019 von Bundesnetzagentur und Bundeskartellamt
Nettonetzentgelte

Exkurs: Kilowattstunden und Kubikmeter

Auf Ihrer Rechnung wird die genutzte Gasmenge üblicherweise in Kilowattstunden (kWh) angegeben. Der Gaszähler – auch Gasmesser oder Gasuhr genannt – erfasst den Verbrauch jedoch in Kubikmetern (m³), denn allgemein werden gasförmige Stoffe in Volumina gemessen. Für Gaskundinnen und Kunden ist dies häufig verwirrend und erschwert die Bestimmung des eigenen Gasverbrauchs – und somit die Wahl eines passenden Tarifs.

Die Ergiebigkeit eines Kubikmeters Gases ist zudem nicht immer konstant, denn wieviel kWh Strom ein Kubikmeter ergibt, hängt vom Brennwert des Gases ab. Dabei gilt: Je höher der Methangehalt des Gases, desto höher ist der Brennwert und desto mehr Strom kann mit einem Kubikmeter Gas erzeugt werden. Der Brennwert des Gases ist also ein Qualitätsmerkmal.

Auf Ihrer Gasabrechnung finden Sie Angaben zu Zustandszahl und Brennwert. Die Zustandszahl gibt Auskunft über den Volumenzustand des Gases: Sie benennt das Verhältnis zwischen dem Erdgasvolumen im Idealzustand und dem Volumenzustand des von Ihnen bezogenen Gases.


Wie hoch ist der durchschnittliche Gasverbrauch in privaten Haushalten?

Ihr Gasverbrauch hängt davon ab, welche Geräte in Ihrem Haushalt mit Gas betrieben werden. Unabhängig davon gibt es Richtwerte entsprechend der Größe des Wohnraums. Diese liegen wie folgt: Haushalte mit 50 m² benötigen jährlich etwa 5.000 kWh, Wohnungen mit 100m² rund 12.000 kWh, ein Reihenhaus circa 20.000 kWh und ein Einfamilienhaus um die 35.000 kWh.

Auf Ihrer Rechnung finden Sie Informationen zu Ihrem genauen Gasverbrauch im Abrechnungszeitraum und zu Ihrem Verbrauch im gleichen Zeitraum des vorherigen Jahres. Ein Vergleich lohnt sich. Haben Sie vielleicht mehr oder weniger geheizt? Wurden bestimmte Geräte, die mit Gas betrieben werden, abgeschafft oder gekauft? All diese Faktoren wirken sich auf Ihren Verbrauch im Vertragsjahr aus.

Wechseln Sie das Unternehmen, dann muss Ihr alter Gasanbieter dem neuen Unternehmen diese Daten mitteilen. Dieser Wechselservice wird von fast allen Gasversorgern kostenfrei angeboten. Die Rechnungen von Haushaltskunden müssen zudem eine Grafik beinhalten, in welcher der eigene jährliche Gasverbrauch dem von anderen vergleichbaren Verbraucherinnen und Verbrauchern gegenübergestellt wird.

Erdgas Statistik

Wie kann ich zuhause Gas sparen?


Wie entsteht Erdgas?

Erdgas ist fossiler Energieträger oder fossiler Brennstoff, der unterirdisch natürlich vorkommt – häufig auch zusammen mit Erdöl. Abhängig davon, wer, wo das Erdöl zu Tage bringt, wird das Erdgas als Beiprodukt abgebrannt oder gefördert.

Erdgas ist über Milliarden Jahren aus Plankton und anderen verwesenden Kleinstlebewesen entstanden. Wurde dieser biologische Abfall auf dem Meeresgrund von Gesteinsschichten bedeckt, bildete sich in diesem warmen, luftleeren und unter Druck stehenden Raum Faulschlamm. Aus dem Faulschlamm wiederum entstand über lange Zeit Erdgas- und Erdölmuttergestein. Durch weitere Gesteinsüberlagerungen wurde dieses Gestein mit hohem Druck in größere Erdtiefen mit hohen Temperaturen gepresst. Dort wurde das Erdöl und Erdgas aus dem Gestein gedrückt und stieg nach oben, bis es im Erdinneren auf eine undurchlässige Gesteinsbarriere – das sogenannte Speichergestein – traf. Wird diese Gesteinsbarriere aufgebohrt, weicht das Gas – und auch das Erdöl – meist von selber nach oben.

Woraus besteht Erdgas?

Die chemische Zusammensetzung des Erdgases variiert, dementsprechend schwankt auch der Brennwert als Qualitätsmerkmal des Gases. Hauptsächlich besteht Gas stets aus Methan, andere Bestandteile müssen vor der Nutzbarkeit im Haushalt entfernt werden, so etwa der giftige Schwefelwasserstoff, das Kohlenstoffdioxid oder Wasser, denn letzteres kann die Pipeline durch chemische Reaktionen verstopfen.

Wie wird Gas gefördert?

Geortet werden Gasvorkommen mit geophysikalischen und seismischen Messungen. Anhand von Probebohrungen wird dann gegebenenfalls ermittelt, ob die Förderungen Sinn ergeben. Gebohrt wird auf dem Land bis zu acht Kilometer tief, im Wasser bis zu drei Kilometer tief. Der Vergleich: Der Erdmittelpunkt liegt in einer Tiefe von rund 12.742 Kilometern. Politische Entscheidungsträger bestimmten, wo mit welchen Methoden gebohrt oder gefördert werden darf. Mit Ausnahme des Bundeslandes Niedersachsen sind die Fördervolumina in den der Bundesrepublik dabei jedoch relativ gering.

Transportiert wird das Gas über Pipelines und LNG-Tanker, die das Gas in verflüssigter Form zugleich auch als Treibstoff nutzen können. Die Lagerung erfolgt unter Tage in sogenannten Poren- oder Kavernenspeichern.

Konventionelle und unkonventionelle Gasvorkommen (Fracking)

Bei den konventionellen Vorkommen entweicht das Erdgas nach einer Bohrung überwiegend selbstständig aus dem Boden. Bei unkonventionellen Vorkommen werden Gesteinsschichten künstlich aufgebrochen, damit das Gas austreten kann. Dies wird durch die Fracking-Methode erreicht.

"Hydraulic Fractioning" (dt.: hydraulisches Zerbrechen), kurz auch "Fracking", wird international vielfach genutzt, ist allerdings sehr umstritten: Um das Erdgas (oder auch Erdöl) zu fördern, werden unter hohem Druck Wasser, Sand und Chemikalien in das Gestein gepresst. Dadurch wird dieses großflächig aufgebrochen, damit das Gas ausströmen kann. Unter den Chemikalien sind etwa auch Lösungsmittel, Säuren und Biozide. Kritiker mahnen an, die Methode würde die Umwelt und das Grundwasser verschmutzen. Auch legen Forschungen nahe, dass Fracking Erdbeben auslösen kann. Die Bundesregierung entschied 2017, dass kommerzielles Fracking zur Förderung von Schiefergas in Deutschland bis mindestens 2021 verboten bleibt.


Woher kommt das Gas in Deutschland?

In der Bundesrepublik gibt es keine ausreichend großen Erdgasvorkommen, um damit den Bedarf für die gesamte Bundesrepublik zu decken. Mehr als 90 % wird aus dem Ausland importiert.

Jahr Deutschland Niederlande Norwegen Russland Großbritannien/Dänemark/Sonstige
2012 13 % 25 % 25 % 32 % 5 %
2013 12 % 25 % 20 % 37 % 5 %
Jahr Deutschland Niederlande Norwegen Russland
2015 9 % 26 % 31 % 34 %
2016 8 % 22 % 30 % 40 %

Gasförderung in Deutschland

Global gesehen, hat Deutschland nur geringe Erdgasvorkommen, und diese schwinden zusehends. Die Rohgasförderung der BRD findet dabei hauptsächlich im Bundesland Niedersachsen statt, das den Großteil des Gasvorkommens zutage bringt. Die Vergleichszahlen der Länder im Überblick:

Jahr 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017
Niedersachsen 12,7 12,08 11,06 10,13 9,48 8,83 8,11 7,43
Sachsen-Anhalt 0,53 0,49 0,45 0,43 0,44 0,4 0,42 0,36
Schleswig-Holstein 0,32 0,28 0,16 0,09 0,12 0,06 0,04 0,05
Thüringen 0,03 0,03 0,03 0,02 0,02 0,02 0,02 0,02
Bayern 0,01 0,01 0,01 0,01 0,01 0,01 0,01 0,01
insgesamt 13,6 12,9 11,7 10,7 10,1 9,3 8,6 7,9
Quelle: Statista

Laut des Jahresberichts 2019 zu "Erdöl und Erdgas in der Bundesrepublik Deutschland" des Landesamtes für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) sind die Rohgas- und Reingasreserven der BRD ebenfalls zurückgegangen: Am 1. Januar 2020 betrugen die "geschätzten sicheren und wahrscheinlichen Erdölreserven ... 28Mio. t Erdöl ... 3,5 Prozent unter denen des Vorjahres".

Erdgasförderung global

Die USA und Russland sind global gesehen mit Abstand die größten Erdgasförderer. Mittlerweile setzen sie dabei auch mehr und mehr auf das umstrittene Fracking. Einige Länder, die Anteile am Gasmarkt haben, haben in jüngster Zeit die Förderung minimiert, um etwaigen Erdbeben durch Fracking vorzubeugen, die Niederlande zum Beispiel. Dies hat ebenfalls Auswirkungen auf die BRD, da Deutschland auch Gas von diesem europäischen Nachbarn bezieht.


Was genau sind Biogas und Bioerdgas?

Erdgasreserven sind ein endliches Gut, das irgendwann aufgebraucht sein wird. Laut Schätzungen könnte dies in etwa 50 bis 60 Jahren der Fall sein. Eine Alternative zu den traditionellen Erdgasvorkommen ist deswegen Biogas oder Bioerdgas: Es verursacht wenig CO2, ist ganzjährig verfügbar, speicherbar und kann wie Erdgas verwendet werden.

Das Naturprodukt Biogas entsteht in speziellen, eigens dafür errichteten Anlagen: Dort werden für die Herstellung Energiepflanzen (wie Getreide oder Mais) oder Bioabfälle unter Ausschluss von Sauerstoff und Licht vergärt und zersetzt.

Der Methangehalt des Biogases liegt zwischen 40 % und 75 %. Manchmal wird es auch als Ökogas bezeichnet, allerdings ist stammt Ökogas nicht immer aus der gleichen Quellen wie Biogas: Wird dieses in einem Blockheizkraftwerk verbrannt, entstehen so Wärme und Strom. Erhöht man den Methangehalt des Biogases, spricht man auch von Bioerdgas. Bei dieser Verarbeitung und Aufbereitung des Biogases wird das Gas getrocknet; Schwefel, Verunreinigungen und CO2 werden vom Gas getrennt. Dieses Bioerdgas kann besser transportiert und gespeichert werden und somit auch Haushalte über eine große Distanz beliefern.


FAQ – häufige Fragen zum Gasvergleich