Unfallversicherung


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Wieviele Personen werden versichert?

Unfallversicherung Vergleich

Vor Unfällen ist niemand gefeit. Im Idealfall sind sie abwendbar oder ohne Folgen. Schlimmstenfalls können sie die Lebensqualität dauerhaft beeinträchtigen und ein finanzielles Fiasko nach sich ziehen. Eine private Unfallversicherung setzt hier an und zahlt bei Bedarf eine Kapitalleistung oder auch eine Rente. Gute Versicherungen sind bereits ab 100 Euro jährlich erhältlich.

Der kostenlose, unverbindliche Vergleich bei Tarifcheck.de listet Ihnen sekundenschnell passende Angebote entsprechend Ihrer Angaben. Geben Sie einfach an, wen Sie mit welchen Summen bezüglich welcher Unfallrisiken versichern möchten und suchen Sie bei Bedarf gezielt nach Zusatzbausteinen. Unser Online-Rechner zeigt Ihnen die Tarife inklusive aller wichtigen Vertragsdetails übersichtlich an. Haben Sie ein ansprechendes Angebot gefunden, können Sie über Tarifcheck.de sofort einen Unfallversicherungsvertrag anfordern, ohne dass Ihnen dadurch zusätzliche Kosten entstehen.


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Was die private Unfallversicherung leistet

Die Unfallversicherung zahlt, wenn Versicherte durch einen Unfall derart schwer verletzt werden, dass eine oder mehrere der folgenden Konsequenzen folgen: längere Konvaleszenz, geistige und / oder körperliche Beeinträchtigungen, Tod. Der Tarif beinhaltet eine Einmalleistung und auf Wunsch ab einem gewissen Invaliditätsgrad auch eine Rente.

Zu den möglichen Leistungen gehören medizinische Erstversorgung, Krankenrücktransporte, Bergungskosten, Heilbehandlungen, Rehabilitationsmaßnahmen, Krankenhaustagegeld, Tagegeld, Schmerzensgeld, Betreuungsbedarf, barrierefreier Umbau der Wohnung, Umschulungen bei Berufsunfähigkeit und / oder kosmetische Behandlungen.

Definition von Unfall

Ein plötzlich von außen auf den Körper einwirkendes Ereignis, welches die Leistungsfähigkeit und Gesundheit (dauerhaft) schädigt.

Wer eine Unfallversicherung braucht

Nach einer Statista-Umfrage bewerteten 11 % der Bevölkerung die private Unfallversicherung als die wichtigste Versicherung hierzulande (Stand 2015). In Deutschland gibt es laut dem Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e. V. (GDV) 25,7 Millionen Verträge (Stand 2015). Unfälle mit Invaliditätsfolge sind nicht nur traumatisch für alle Beteiligungen, sondern ziehen weitreichende finanzielle Konsequenzen mit sich. Kosten für Pflege und Rehabilitation bei parallelem Verdienstausfall sind für die meisten schwer zu verkraften. Insbesondere dann, wenn die oder der Unfallgeschädigte vorher Hauptverdiener(in) der Familie war. Ob der Abschluss einer Unfallversicherung für Sie und Ihre Lieben eine Alternative ist oder andere Versicherungen sinnvoller erscheinen, hängt jedoch von Ihren persönlichen Lebensumständen ab.

Eine Option ist sie, wenn Ihre Familie von Ihnen als Hauptverdienerin oder Hauptverdiener finanziell abhängig ist. Auch wenn Sie einen besonderen risikoreichen Beruf ausüben, ist eine Unfallversicherung eine Überlegung wert. So besteht bei Dachdeckerinnen und Dachdecker statistisch betrachtet beispielsweise ein höheres Berufsunfallrisiko als bei Büroangestellten. Arbeiten Sie selbstständig, fallen bei einem Arbeitsunfall mit Folgeschäden zudem auch die (geringen) Leistungsansprüche aus der gesetzlichen Unfallversicherung weg.

Auch riskante Hobbies erhöhen die Unfallgefahr, etwa Extremsportarten wie Motorradsport, Kitesurfen, Skifahren oder Freeclimbing. Generell kann man eine Unfallversicherung auch für den Nachwuchs, für Seniorinnen, Senioren, die ganze Familie oder Gruppen abschließen.


Kosten der Unfallversicherung – wie sich die Beiträge zusammensetzen

Möchten Sie nur sich selbst versichern, ist der Schutz bereits für weniger als 100 Euro jährlich erhältlich, soll der Tarif für ihre ganze Familie gelten, liegen die Beiträge oft im niedrigen oder mittleren dreistelligen Bereich. Wie teuer es genau wird, häng dabei natürlich auch vom Leistungsumfang ab. Folgende Faktoren haben Auswirkungen auf die Prämienbildung.

Der Anbieter

Teure Unfallversicherer sind nicht immer gut, billige nicht immer schlecht. Durch einen Anbietervergleich kann man im Idealfall mehrere hundert Euro jährlich sparen.

Der Tarifumfang

Je mehr Risiken der Tarif beinhaltet und je höher Versicherungssumme und Progression, desto mehr kostet natürlich auch die Unfallversicherung.

Berufsstand

Einige Anbieter gewähren einzelnen Berufsgruppen Rabatte – so beispielsweise Beamtinnen und Beamten.

Versicherte Personen

Versichern Sie nur sich selbst, ist das günstiger, als wenn gleich mehrere Personen versichert werden. Allerdings ist eine Versicherung von mehreren Personen – beispielsweise einer fünfköpfigen Familie – günstiger, als wenn jedes Familienmitglied separat versichert wird.

Zudem gibt es besondere Tarife für Seniorinnen, Senioren und Kinder, die speziell auf die Bedürfnisse der jeweiligen Altersgruppen zugeschnitten sind.

Laufzeit

Wählt man eine Laufzeit von drei oder fünf Jahren, bieten einige Unfallversicherer bis zu 10 % Rabatt an.

Das Alter der Versicherten

Für verschiedene Altersgruppen gelten verschiedene Risiken, die ebenfalls Einfluss auf die Prämienbildung haben.

Kinder können so bestimmte Risiken weniger gut einschätzen als Erwachsene und Senioren verunglücken nur äußerst selten bei Extremsportarten.

Zahlweise

Werden die Beiträge gleich für das ganze Jahr im Voraus gezahlt anstatt monatlich, kann sich das günstig auf die Prämienkalkulation auswirken.


Was man beim Abschluss der Unfallversicherung beachten muss

Die Unfallversicherer gehören mit zu den größten deutschen Versicherungszweigen (Quelle GDV, 2017). Dementsprechend groß ist das Preis-, Leistungs- und Qualitätsspektrum. Einige Unfallversicherer haben beispielsweise für Familien, Paare, Kinder oder Rentner besonders gute Angebote. Vor Vertragsabschluss haben Sie deshalb im Idealfall schon eine Vorstellung, was Ihre Police beinhalten sollte.

Nicht alle Anbieter sind gleich gut, vor Abschluss sollte man deshalb unbedingt verschiedene Tarife vergleichen – tun Sie dies online, sparen Sie sich viel Zeit und erhalten einen Überblick über verschiedene Optionen.
Der Teufel liegt im Detail – Unfallversicherungen sind komplex. Im Zweifelsfall kommt es auf das Kleingedruckte an. Bevor Sie den Vertrag unterzeichnen, sollten Sie mit allen Klauseln einverstanden sein.
Der Kern einer Unfallversicherung ist die Höhe der Grundsumme. Gewisse Prozentsätze dieser Summe werden je nach dem Grad der Beeinträchtigung im Schadenfall ausgezahlt. Nur wenn die Invalidität bei 100 % liegt, erhält man die volle Summe. Einige Experten empfehlen, mindestens das dreifache Bruttojahresgehalt als Grundsumme zu veranschlagen. Andere raten sogar dazu, das fünf- oder sechsfache Bruttojahresgehalt zu wählen. Abhängig ist dies auch von dem persönlichen Lebensalter (für Kinder sollte die Summe höher liegen als für Menschen kurz vor dem Rentenalter) oder dem Familienstand (wer für andere verantwortlich ist, sollte einen höheren Betrag wählen, um Angehörige finanziell zu entlasten).
Nach einem Unfall muss der Grad der dauerhaften Beeinträchtigung festgelegt werden. Unfallversicherer nutzen dazu die sogenannte Gliedertaxe auf der Basis eines ärztlichen Gutachtens. Verliert man beispielsweise eine Zehe, beträgt der Invaliditätsgrad 2 %, handelt es sich um die große Zehe, beträgt er 5 %, verliert man den ganzen Fuß, beträgt der Beeinträchtigungsgrad 40 %. Hat man eine Versicherungssumme von 100.000 Euro vereinbart, erhält man im ersten Fall davon 2 % (2.000 Euro), im zweiten Fall 5 % (5.000 Euro), im dritten Fall 40 % (40.000 Euro.

Nicht immer kann man die Gliedertaxe zu Rate ziehen – sie bezieht sich nämlich hauptsächlich auf den Verlust von bestimmten Extremitäten oder Sinnen. In solchen Fällen ist dann relevant, wie stark die Beeinträchtigung insgesamt ist.
Eine hohe Progression ist nach Meinung mancher Versicherungsexperten noch wichtiger als eine hohe Versicherungssumme. Der Hintergrund: Hat ein Unfall schwere Folgen, dann wird der Grad der Beeinträchtigung in Prozent festgestellt (siehe Gliedertaxe). Je höher der Prozentsatz, desto teurer werden auch die Kosten für Heilbehandlungen, für barrierefreie Umbauten der Wohnung und Verdienstausfall.

Ab einem gewissen Prozentsatz von körperlicher und / oder geistiger Einschränkung (oft bei 25 %) kann man deshalb eine Progression vereinbaren. Das heißt, dass die Versicherungssumme ab einer Beeinträchtigung von (beispielsweise) 25 % proportional oder überproportional wächst. Vereinbart man beispielsweise eine Progression von 350 % bei einer Versicherungssumme von 100.000 €, erhält man bei 100 % Invalidität statt 100.000 Euro dann 350.000 Euro ausgezahlt. Beträgt die Beeinträchtigung 50 %, erhält man allerdings nicht notwendigerweise 175.000 Euro, sondern versicherungsabhängig eventuell nur 100.000 Euro.
Ihre Versicherung sollte bereits ab 1 % Beeinträchtigung zahlen, achten Sie deshalb im Vertrag auf entsprechende Klauseln.
Ihr Tarif sollte rund um die Uhr Gültigkeit haben. Eine reine Freizeitunfallversicherung macht wenig Sinn. Achten Sie deshalb darauf, dass die Versicherung zu allen Tag- und Nachtzeiten Bestand hat und auch während der Arbeitszeiten und im Berufsleben gilt.
Betreiben Sie beispielsweise Freeclimbing oder Kite-Surfing, sollten Sie darauf achten, dass derartige Extremsportarten explizit versichert und nicht ausgeklammert werden.
Nicht alle Anbieter und Tarife bewerten alle Schäden und dadurch verursachte Folgeschäden als Unfall. Folgende Risiken sind im Idealfall abgedeckt: Infektionen, Impfschäden, verordnete Medikamente, Insektenbisse, allergische Reaktionen, Kraftanstrengungen, Bewusstseinsstörungen, Herzinfarkt, Schlaganfall, Erfrierungen, Ertrinken, Ersticken, Lebensmittelvergiftungen und Unfälle unter Alkoholeinfluss. Letztere werden – wenn überhaupt – meist jedoch nur bis zu einem gewissen Promillegehalt versichert.
Sind die Unfallfolgen und der Grad der Beeinträchtigung noch nicht absehbar, sollte Ihr Unfallversicherer bei schweren gesundheitlichen Schäden noch vor Abschluss der Behandlung eine Vorschusszahlung gewährleisten, die gegebenenfalls auch die Progression berücksichtigt.
Hängt die nach einem Unfall attestierte Beeinträchtigung auch teilweise mit gesundheitlichen Vorschäden zusammen, kürzt der Versicherer die Leistungen – wenn man beispielsweise an Osteoporose erkrankt ist und ein Knochenbruch dann zu einer Gehbehinderung führt. Vertraglich sollte deshalb festgelegt werden, dass eine Vorerkrankung erst berücksichtigt wird, wenn sie die Beeinträchtigung zu mindestens 40 % mitverursacht hat.
In vielen Fällen verlangen die Unfallversicherer vor Vertragsabschluss keine Gesundheitsprüfung, da bei Krankheiten nicht zu den versicherten Risiken zählen. Steht jedoch eine Gesundheitsprüfung an oder müssen Sie Angaben zu Ihrer Person und Ihren Hobbies machen, sollten diese Auskünfte möglichst präzise sein. Bei fehlerhaften Angaben ist der Versicherungsschutz gefährdet, auch wenn die Fehler keinerlei Bezug zu dem Unfall selbst haben.

Welche Zusatzbausteine gibt es bei der Unfallversicherung?

Einige Zusatzbausteine haben wir für Sie bereits unter "Was man beim Abschluss der Unfallversicherung beachten muss" aufgelistet. Auch folgende Punkte könnten bedeutsam sein:

Kurkostenhilfe, Genesungsgeld, Kosten für eine Hilfe im Haushalt oder Unfall-Krankentagegeld sind mögliche Varianten, je nach Anbieter und Leistung werden entsprechende Tagessätze ab einem gewissen Zeitpunkt nur noch abgestuft ausgezahlt.
Auch die Kosten dafür übernimmt der Unfallversicherer mit entsprechenden Tarifen.
Nicht immer geschehen Unfälle in der Nähe des Heimatortes, wird eine Überführung von Verstorbenen nötig, übernimmt sie die Versicherung mit diesem Baustein.
Diese sollte so hoch sein, dass sie die Beerdigungskosten deckt, liegt oft bei 10.000 Euro und ähnelt prinzipiell einer Sterbegeldversicherung. Sie wird auch ausgeschüttet, wenn Versicherte binnen einer individuell vereinbarten Anzahl von Monaten an den Unfallfolgen sterben. Auch wenn es nicht ganz so schlimm ist, der oder die Versicherte überlebt, die Unfallfolgen aber noch nicht absehbar sind, kann die Summe bei entsprechender Vereinbarung ausgezahlt werden.
Zuweilen beeinträchtigt ein Unfall auch das äußere Erscheinungsbild, mit diesem Zusatzbaustein erhält man Kosten für plastische Chirurgie und Zahnbehandlungen erstattet.
Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e. V. (GDV) publiziert Richtlinien bezüglich der Gliedertaxe – also welcher Grad von Invalidität bei welchen Unfallverletzungen genau angelegt wird. Auf Wunsch bieten einige Anbieter auch eine großzügigere Interpretation der Gliedertaxe zugunsten von Versicherten an.
Steht noch nicht fest, wie groß die Beeinträchtigung als Folge eines Unfalls sein wird, kann man auch im Vorfeld schon Leistungen einfordern, um dringend anstehende Ausgaben zu decken. In der Regel muss dabei jedoch ein gewisser Prozentsatz an langfristiger gesundheitlicher Einschränkung wahrscheinlich sein, dieser variiert bei einzelnen Versicherern.
Bei manchen Versicherern kann man Knochenbrüche gesondert versichern, ohne dass Beeinträchtigung eine Folge sein muss.
Zusätzlich zu der Einmalleistung können Sie auch eine zusätzliche Unfallrente vereinbaren, die monatlich bis zum Lebensende ausgeschüttet wird. Diese wird meist ab einem gewissen Beeinträchtigungsgrad von meist 50 % ausgeschüttet. Sie kann dabei helfen, auch langfristig Verdienstverluste auszugleichen. Sind allerdings Grundsumme und Progression angemessen gewählt, wird dieser Baustein überflüssig. Statt einer Unfallrente ist je nach persönlichen Umständen eine Berufsunfähigkeitsversicherung sinnvoller, denn dort werden Risiken durch Krankheit mitversichert.
Gängig bei der Unfallversicherung ist die Einmalleistung. Bei Bedarf kann man sie jedoch auch in Kombination mit einer kapitalbildenden Lebensversicherung abschließen. Das entsprechende Pro und Kontra zu beiden Varianten finden Sie weiter unten in unserem Ratgeber.

Unfallversicherung versus kapitalbildende Unfallversicherung im Vergleich

Gängige Unfallversicherung Kapitalbildende Unfallversicherung
Gemeinsame Merkmale Bei beiden Modellen sind die versicherten Risiken ähnlich. Kinder, Senioren und nicht Berufstätige können ebenfalls versichert werden.
Merkmale Bei einem Unfall, der Beeinträchtigungen zur Folge hat, wird die vereinbarte Versicherungssumme anteilig entsprechend des Invaliditätsgrads ausgeschüttet. Ab einer bestimmten Beeinträchtigung ist zusätzlich den Bezug einer Unfallrente möglich. Ein Teil des Beitrags wird in eine kapitalbindende Lebensversicherung investiert. Erträge werden nach einem vereinbarten Zeitraum ausgeschüttet. Tritt der Leistungsfall ein, wird nur die Versicherungssumme ausgeschüttet. Das Kapital der Lebensversicherung erhält man erst nach Ablauf der Vertragslaufzeit.
Pro Das klassische Modell ist weitaus günstiger als die kapitalbildende Variante. Die einmalige Kapitalleistung muss nicht versteuert werden. /
Kontra
  • Tritt der Leistungsfall nicht ein, werden alle Beiträge einbehalten.
  • Weitaus teurer als die reguläre Variante und andere Lebensversicherungen.
  • Kapital wird erst nach langer Laufzeit ausgeschüttet, die Verzinsung ist mager. Es ist rentabler, privat den Beitrag zu sparen oder anzulegen.
  • Bei einer vorzeitigen Kündigung muss man mit Verlusten rechnen.

Wann sich ein Wechsel der Unfallversicherung lohnt

Ob sich ein Wechsel der Unfallversicherung lohnt, hängt von mehreren Faktoren ab. Sinnvoll könnte er sein, wenn

  • sich Ihre Lebensumstände ändern und Sie weitere Personen und Risiken versichern möchten (beispielsweise ein weiteres Kind oder ein neues Hobby).
  • Sie den Eindruck haben, dass Sie bei Ihrem Unfallversicherer zu viel zahlen.
  • Qualität und Tarifumfang nicht Ihren Wünschen entspricht.
  • Sie eine besonders alte Unfallversicherung haben, bei der der Geltungsbereich noch nicht so weit gefasst ist wie bei vielen neuen Tarifen.
  • Wenn Sie eine besonders alte Unfallversicherung haben, bei der die Deckungssummen und Progression nicht mehr der aktuellen Finanzlage entspricht.

In solchen Fällen lohnt es sich, verschiedene Unfallversicherer zu vergleichen, denn zwischen einzelnen Anbietern gibt es große Qualitäts- und Preisunterschiede. Nicht immer ist eine teure Versicherung auch die beste. Bevor Sie wechseln, sollten Sie jedoch eine verbindliche Zusage eines neuen Anbieters haben. Unfallversicherer sind nicht verpflichtet, Sie als Kunden aufzunehmen. Bei Vorerkrankungen, riskanten Hobbies oder beruflichen Tätigkeiten können Antragsstellerinnen und Antragssteller abgelehnt werden.

Wichtig ist der nahtlose Wechsel ohne Versicherungslücke, damit Sie im Ernstfall nicht ohne Versicherungsschutz dastehen. Auch müssen Sie natürlich die Kündigungsfristen des alten Anbieters beachten.

Kündigungsfristen der privaten Unfallversicherung

Eine Unfallversicherung ist je zum Ende eines Versicherungsjahres regulär kündbar – es sei denn, Ihre Vertragslaufzeit beträgt mehr als ein Jahr, dann können Sie erst zum Ende dieser Laufzeit kündigen.

Die Kündigungsfristen betragen meist drei Monate vor Ablauf des Versicherungsjahres oder der Laufzeit, genaue Informationen finden Sie in Ihrem Vertrag.

Kündigen Sie nicht, wird der Vertrag stillschweigend und automatisch um ein weiteres Jahr verlängert.

Sonderkündigungsrecht bei der Unfallversicherung

In einigen Fällen haben Sie ein außerordentliches Kündigungsrecht für je einen Monat, dieses besteht, wenn der Versicherer die Beiträge trotz gleichbleibender Leistungen erhöht oder ein Schadenfall reguliert wurde – unabhängig davon, ob die Regulierung zu Ihrer Zufriedenheit erfolgt ist oder nicht. im zweiten Fall hat auch der Versicherer ein Sonderkündigungsrecht.

Bei einem Schadenfall sollten Sie allerdings erst kündigen, wenn Sie die Leistungen der Unfallversicherung komplett ausgeschöpft haben. Sind die Spätfolgen eines Unfalls beispielsweise noch nicht absehbar und erwarten Sie nach einem ersten Vorschuss weitere Zahlungen, sollten Sie mit der Kündigung noch warten.

Wichtig

Versenden Sie ordentliche und außerordentliche Kündigungen stets schriftlich und per Einschreiben, damit Sie belegen können, dass Sie sich an die Fristen gehalten haben. Als Kündigungsdatum zählt dabei in der Regel nicht das Versanddatum, sondern der Tag, an dem die Kündigung beim Unfallversicherer eintrifft.

Sonderfall kapitalbildende Unfallversicherung

Bei einer Unfallversicherung mit integrierter Lebensversicherung gelten besondere Regelungen. Damit das Kapital aufgebaut werden kann, sind die Laufzeiten weitaus länger als bei der regulären Variante. Vorzeitig kündigen kann man meist nur mit finanziellen Verlusten.

Tritt der Leistungsfall ein, erhalten Sie zwar die vereinbarte Unfallversicherungssumme, damit Sie aber auch die Lebensversicherung ausgezahlt erhalten, müssen Sie die Unfallversicherungsbeiträge bis zum Vertragsende weiter zahlen.


Wann ist die Unfallversicherung nicht zuständig?

Wie der Name besagt, leistet die Unfallversicherung nur bei bestimmten Vorfällen. Nicht zuständig ist sie in den folgenden Fällen:

  • bei Invalidität durch Krankheit.
  • bei Suizid oder Selbstmordversuchen.
  • bei Unfällen durch psychische Erkrankungen.
  • bei Unfällen durch vorsätzliche Straftaten.
  • bei Unfällen durch hohen Alkohol- und Drogenkonsum.
  • bei Unfällen als Folge von Krieg, Bürgerkrieg oder Kernenergie.
  • bei Unfällen, bei denen Dritte versehentlich durch einen Unfall zu Schaden kommen. Zuständig ist die Haftpflichtversicherung.
  • fallabhängig auch bei selbstverschuldeten Unfällen.
  • Einige Versicherer schließen weitere Risiken aus, so beispielsweise besonders gefährliche Berufsgruppen (wie Sprengmeister, Stuntmen oder Leistungssportler) oder Hobbies (wie Freeclimbing).

Achtung

Wichtig sind die vertraglich versicherten Risiken. Je nach Anbieter und Tarif müssen bestimmte Risiken über Zusatzbausteine versichert werden.

Unfallversicherung ohne Wartezeiten und Karrenzeiten

Im Gegensatz zu vielen anderen Versicherungen gibt es bei der Unfallversicherung weder eine Wartezeit noch eine Karrenzeit. Der volle Schutz besteht also ab dem Tag, an dem die Beitragszahlungen bei Ihrem Anbieter eingetroffen sind.


Was bei der Meldung eines Unfalls zu beachten ist

Generell sollte man der Versicherung jeden schweren Unfall umgehend melden, damit im Ernstfall Leistungsanspruch besteht, denn manchmal ist eine Beeinträchtigung erst im Laufe der Monate erkennbar – auch in diesen Fällen leistet der Unfallversicherer. Voraussetzung ist, dass Sie den Unfall binnen 15 Monaten melden. Einige Versicherer haben dabei andere Fristen. Details dazu finden Sie in Ihrem Vertrag.

Hat man die Unfallversicherung kontaktiert, muss man meist eine sogenannte Unfallanzeige des Anbieters ausfüllen, in der man die genauen Unfallumstände schildert. Auch die ärztliche Diagnose sollte beigefügt werden. Ein Arzt der Versicherung überprüft daraufhin zusätzlich den Gesundheitszustand, um den Leistungsbedarf zu ermitteln.

Sonderfall: Im Todesfall von Versicherten müssen die Angehörigen mit dem Unfallversicherer binnen 48 Stunden nach dem Ereignis in Kontakt treten, andernfalls verfallen die Leistungsansprüche.


Unfallversicherung im Ausland

In der Regel ist der Service auch im Ausland uneingeschränkt gültig – sowohl im Urlaub als auch auf Dienstreisen. Vorbedingung ist allerdings, dass Sie Ihren Erstwohnsitz in Deutschland haben. Andernfalls sollten Sie die Unfallversicherung so oder so in dem Land abschließen, in dem Sie die meiste Zeit verbringen, beziehungsweise Ihren Erstwohnsitz haben.

Eine Ausnahme ist immer auch die Reise in Kriegs- und Krisengebiet: Kommt es dort zu einem Unfall besteht kein Versicherungsschutz – unabhängig davon, ob Sie die ganze Zeit in Deutschland leben oder nur Ihren Erstwohnsitz in der Bundesrepublik haben.


Der Unfallversicherung Änderungen im Lebenswandel mitteilen

Wenn sich Ihre persönlichen Lebensumstände ändern, kann das Einfluss auf verschiedene Unfallrisiken haben. Ein wichtiges Beispiel wäre beispielsweise der Eintritt ins Rentenalter, der Wechsel des Arbeitgebers oder gar des Berufs, da verschiedene Berufe und Lebensabschnitte verschiedene Risiken bergen. Auch wenn Sie heiraten, mit dem Partner zusammenziehen oder (erneut) Nachwuchs erwarten und den Schutz um weitere Personen erweitern möchten, sollten Sie Ihre Versicherung umgehend kontaktieren.

Legen Sie sich ein neues Hobby zu – beispielsweise Reiten oder Skifahren – stellen Sie sicher, dass die Unfallversicherung derartige Risiken beinhaltet. Wichtig sind natürlich auch Namens-, Adress- und Bankverbindungsänderungen.


Beiträge für die Unfallversicherung von der Steuer absetzen

Beiträge zur Unfallversicherung können Sie steuerlich absetzen. Sie gelten als Vorsorgeaufwendungen und können dementsprechend in der Steuererklärung als Sonderausgaben berücksichtigt werden.

Sind Sie selbstständig und nicht über die gesetzliche Unfallversicherung abgesichert, können Sie Beiträge für die private Unfallversicherung in der Steuererklärung unter Werbungskosten geltend machen. Gilt Ihre Versicherung allerdings auch für Risiken in der Freizeit, müssen Sie die Beiträge anteilig als Vorsorgeaufwendungen anmelden – in der Regel trägt man dann 50 % des Gesamtbeitrags unter Werbungskosten, die anderen 50 % unter Sonderausgaben ein.

Die entsprechenden Freibeträge für Sonderausgaben und Werbungskosten variieren mit dem beruflichen Status (selbstständig oder angestellt / im Ruhestand). Der Gesetzesgeber passt sie zudem regelmäßig an. Derzeit liegen Sonderausgaben jährlich bei 1.900 € für Angestellte, bei 2.800 € für Selbstständige, da diese Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge allein erbringen müssen (Stand 2016).


Einmalleistungen aus der Unfallversicherung sind steuerfrei

Einmalzahlungen aus der Unfallversicherung sind komplett lohn- und einkommensteuerfrei. Wird Ihnen auch eine Unfallrente ausgezahlt, müssen Sie möglichweise Teile davon versteuern – der Satz ist abhängig von Ihrem Alter, sonstigen Einkommen und der Rentenhöhe, ist aber in der Regel weitaus niedriger als die Lohnsteuer. Auch die Erträge einer kapitalbildenden Unfallversicherung-Lebensversicherungskombination müssen versteuert werden.


Gesetzliche versus private Unfallversicherung

Auch der Gesetzesgeber hat Vorsorge getroffen, um Umfallopfer finanziell abzusichern. Der Schutz ist jedoch nicht ausreichend und greift nur in bestimmten Fällen. Hier finden Sie einen Vergleich der privaten und gesetzlichen Unfallversicherung:

Gesetzliche Unfallversicherung Private Unfallversicherung
Sie ist für sozialversicherungspflichtige Angestellte gesetzliche Pflicht. Der Arbeitgeber meldet Beschäftigte an und zahlt die Beiträge. Versichert sind auch Auszubildende, Helfende im Katastrophen- und Zivilschutz, Kinder und Schüler während der Zeit in Bildungsstätten oder Kindergärten. Freiwillig versichert sind Selbstständige. Rahmenbedingungen sind im Sozialgesetzbuch VII (SGB VII) festgelegt. Sie ist privat und freiwillig und abschließbar für Gruppen, Familien und Individuen, Kinder, Erwachsene und Senioren, Berufstätige und nicht Berufstätige.
Versichert sind:
  • Unfälle während der Arbeitszeit und auf dem Arbeitsweg
  • Berufskrankheiten entsprechend der Berufskrankheiten-Verordnung (Burnout und Rückenprobleme gehören nicht dazu)
Versichert sind alle vertraglich vereinbarten Unfallrisiken im Berufsleben und während der Freizeit.
Der Schutz gilt deutschlandweit und bedingt auf Dienstreisen, allerdings nur für Tätigkeiten im Zusammenhang mit dem Beruf. Im Privatleben besteht kein Schutz. Der Schutz gilt in der Regel rund um die Uhr und weltweit. Kriegs- und krisenbedingte Unfälle sind vom Versicherungsschutz ausgeschlossen.
  • medizinische und berufliche Rehabilitation
  • Auszahlung von Übergangszahlungen und Renten
  • Entschädigung von Angehörigen
  • Entschädigung von Hinterbliebenen
  • Einmalzahlungen
  • Rehabilitationsmaßnahmen und Pflegehilfe
  • Sofort- und Übergangsleistungen
  • Unfallrenten
Ist man sowohl privat als auch gesetzlich unfallversichert, hat man bei einem Arbeitsunfall mit Folgeschäden Ansprüche auf Leistungen von beiden Versicherungen.

Gesetzliche Erwerbsminderungsrente versus private Unfallrente

Menschen, die an gesundheitlichen Beeinträchtigungen leiden und nach dem 1. Januar 1961 geboren worden sind, sind in Deutschland kaum staatlich abgesichert. Zwar gibt es die gesetzliche Erwerbsminderungsrente, diese erhält man jedoch nur unter strengsten Auflagen. Sie ist so gering, dass sie selten zur Deckung der Lebenskosten reicht.

Eine private Unfallversicherung hingegen zahlt nicht generell bei Erwerbsunfähigkeit beziehungsweise Berufsunfähigkeit, sondern nur, wenn diese durch ein versichertes Unfallrisiko herbeigeführt wurde. Hier sind die Merkmale im Detail:

Gesetzliche Erwerbsminderungsrente Private Unfallrente
Voraussetzung für den Erhalt Man kann gar keinen Beruf mehr für mindestens sechs Stunden pro Woche ausüben. Hat ein Fitnesstrainer beispielsweise bei einem Unfall ein Bein verloren, gilt er nicht als erwerbsunfähig, da er theoretisch noch in einem Call-Center arbeiten könnte.

Auch muss man in den letzten fünf Jahren vor der Erwerbsfähigkeit mindestens drei Jahre Pflichtversicherungsbeiträge gezahlt haben.
Der Erhalt einer Unfallrente wurde vertraglich vereinbart. Der Grund für die Invalidität gehört zu den versicherten Unfallrisiken und sie entspricht einem bestimmten Prozentsatz entsprechend der Gliedertaxe – meist liegt dieser Prozentsatz bei 50 %. Hat man beispielsweise bei einem Unfall ein Bein verloren, gilt man entsprechend der Gliedertaxe als 70 % beeinträchtigt und hat entsprechende Ansprüche.
Die Leistungen im Detail Den voller Satz der Erwerbsminderungsrente von zwischen 30 % und 38 % des letzten Bruttoeinkommens erhält man, wenn man pro Woche weniger als drei Stunden erwerbstätig ist. Von dieser Rente gehen Krankenversicherung und gegebenenfalls Steuern ab.

Den halben Satz der Erwerbsminderungsrente von zwischen 15 % und 19 % des letzten Bruttoeinkommens erhält man, wenn man pro Woche weniger als sechs Stunden aber mehr als drei Stunden erwerbsfähig ist. Von diesem Satz gehen Krankenversicherungsbeiträge und gegebenenfalls auch Steuern ab.
Die monatliche Unfallrente wird lebenslang und zusätzlich zu der Einmalleistung der Unfallversicherung gezahlt. Die Höhe kann man bei Vertragsabschluss individuell vereinbaren.

Unfallversicherung und andere relevante Versicherungen

Die Berufsunfähigkeitsversicherung

Eine Unfallversicherung hilft Ihnen finanziell insbesondere über die erste schwere Zeit nach einem traumatischen Unfall. Im Gegensatz zu einer Berufsunfähigkeitsversicherung können auch Kinder, Rentnerinnen und Rentner, die ganze Familie oder eine bestimmte Personengruppe versichert werden.

Wie bei der Berufsunfähigkeitsversicherung erhalten Sie bei Bedarf auf Wunsch auch bei Unfallversicherern eine Rente, die sogar bis zum Lebensende und nicht nur bis zum Rentenalter ausgezahlt wird.

Eine Unfallversicherung kann eine Berufsunfähigkeitsversicherung allerdings nicht ersetzen, das bestätigt auch test.de. Berufsunfähigkeit wird nur zu 11 % durch Unfälle hervorgerufen, viel häufiger sind psychische Krankheiten (zum Beispiel Burnout) oder Skelettapparaterkrankungen, die von der Unfallversicherung nicht abgedeckt werden. Die Berufsunfähigkeitsversicherung ist weitaus komplexer als die Unfallversicherung. Vor der Vertragsunterzeichnung sollte man sich genau informieren und einzelne Vertragsklauseln detailliert studieren.

Jeder vierte Mensch in Deutschland ist anteilig oder vollständig berufsunfähig. In 11 % aller Fälle wurde die Berufsunfähigkeit durch einen Unfall herbeigeführt. Häufiger sind Burnout, Rückenprobleme oder Krebs – alles Fälle, in denen die Unfallversicherung nicht zuständig ist (Quelle Statista, Stand 2015). Sie kann deshalb nur als Ergänzung zur Berufsunfähigkeitsversicherung gesehen werden.

Die Risikolebensversicherung

Bei einer Unfallversicherung ist die Vereinbarung einer Todesfallsumme möglich, die zumindest die Beerdigungskosten deckt. Eine Möglichkeit, die Hinterbliebenen langfristig finanziell abzusichern, ist die Risikolebensversicherung. Sie eignet sich insbesondere auch für junge Familien mit Kindern und ohne großes Einkommen. Da nur im Todesfall Zahlungen erfolgen, sind sechsstellige Versicherungssummen bei zwanzigjähriger Laufzeit schon für unter 100 Euro pro Jahr erhältlich. Über das eigene Ableben denkt zwar niemand gerne nach, aber wenn man für andere verantwortlich ist, kommt man darum manchmal nicht herum. Eine Risikolebensversicherung kann die Sorge um die Lieben dabei zumindest mindern.

Die private Haftpflichtversicherung

Nicht immer ist man bei einem Unfall die oder der einzig Geschädigte. Verursacht man unabsichtlich bei Dritten Schäden, haftet man mit dem eigenen Vermögen, sofern man keine private Haftpflichtversicherung hat. Dieser Schutz ist pro Jahr ab weit unter 50 Euro erhältlich.

Die Rechtsschutzversicherung

Ist man mit den Leistungen der Unfallversicherung unzufrieden, ist es manchmal schwierig, potentielle Ansprüche durchzusetzen. Eine Rechtsschutzversicherung hilft Ihnen dabei und zahlt Anwaltskosten, Gerichtskosten und Gutachter – auch bei Streitigkeiten in anderen Lebensbereichen.


FAQ zur Unfallversicherung

Ein schwerer Unfall mit bleibenden Schäden ist schlimm für Betroffene und Angehörige. Die private Unfallversicherung hilft dabei, finanzielle Auswirkungen abzufangen – durch eine Einmalleistung und auf Wunsch auch eine Unfallrente. Je nach Tarif werden vom Versicherer auch Behandlungs- und Rehabilitationskosten übernommen, außerdem Kosten für plastische Chirurgie, Haushaltshilfen oder den barrierefreien Umbau der Wohnung, sowie Such-, Rettungs-, Bergungs- und Überführungskosten oder Todesfallleistungen. Sofortzahlungen und Vorschüsse sind ebenfalls möglich, wenn noch nicht abzusehen ist, welche Konsequenzen der Unfall langfristig haben wird.
Abhängig ist dies von der persönlichen Situation. Eine Möglichkeit ist sie, wenn man einem besonders riskanten Beruf nachgeht oder Extremsportarten bevorzugt. Auch wenn Angehörige maßgeblich von dem eigenen Einkommen abhängig sind, sollte man vorsorgen. Wichtig ist, dass der Tarifumfang den Risiken im individuellen Privat- und Berufsleben entspricht.
Versicherungen für einzelne Individuen sind bereits für weit unter 100 Euro pro Jahr erhältlich, Tarife für Familien oder andere Gruppen je nach Personenanzahl und Leistungsumfang im unteren bis mittleren dreistelligen Bereich.
Unser Unfallversicherungsvergleich ist kostenlos und unverbindlich und erspart Ihnen aufwendige Recherche. Geben Sie einfach an, wer bezüglich welcher Risiken versichert werden soll – auf Wunsch können Sie dabei auch gezielt nach Zusatzbausteinen suchen. Alle Tarife werden Ihnen entsprechend Ihrer Vorgaben übersichtlich aufgelistet und enthalten alle wichtigen Informationen und Vertragsdetails. Haben Sie ein passendes Angebot gefunden, können Sie über Tarifcheck.de gleich einen Antrag stellen, ohne dass Ihnen dadurch zusätzliche Kosten entstehen.
Versichert sind alle im Vertrag genannten Personen – dazu können Ihre Familie, andere Angehörige oder sogar nicht verwandte Individuen gehören. Wichtig ist, dass alle Individuen im Vertrag genannt werden. Ziehen Sie mit Ihrer Partnerin / Ihrem Partner zusammen oder erwarten Nachwuchs, können Sie den Vertrag um weitere Personen erweitern oder bei Bedarf wechseln.
Die Branche ist groß, dementsprechend unterschiedlich sind Preise und Leistungen bei einzelnen Unfallversicherern. Durch einen kostenlosen Vergleich kann man so generell hunderte Euro sparen. Darüber hinaus ist natürlich der Leistungsumfang wichtig, je mehr Personen und Risiken versichert werden und desto höher die Versicherungssummen, desto höher die Beiträge. Auch Alter und Berufe der versicherten Individuen sind bei der Preiskalkulation bedeutsam, so sind einige Unfallrisiken bei Kindern höher, andere bei Extremsportlern, wiederum andere bei Chemikern oder Senioren. Wählen Sie eine Laufzeit für mehr als ein Jahr, gewähren viele Versicherer Rabatte. Das gleiche gilt, wenn die Prämien für ein Jahr im Voraus gezahlt werden anstatt monatlich oder vierteljährlich.
Essentiell ist die Höhe der Grundversicherungssumme – gewisse Prozentsätze davon werden bei einem Unfall ausgezahlt – analog zum Invaliditätsgrad entsprechend der sogenannten Gliedertaxe. Nur wenn sie 100 % beträgt, erhält man die volle Summe. Die Grundsumme sollte zwischen dreimal und sechsmal so viel wie das jährliche Bruttoeinkommen betragen. Die Summe kann man zusätzlich steigern, indem man eine Progression vereinbart. Damit wird die ausgezahlte Summe um einen gewissen Protzentsatz aufgestockt. Die Progression sollte mindestens 325 % betragen, im Idealfall sogar 1.000 %. Je höher der Prozentsatz der ausgezahlten Versicherungssumme, desto mehr steigt auch die Progression (vereinbart man beispielsweise eine Versicherungssumme von 100.000 Euro und eine Progression von 500 %, erhält man bei 100 % Invalidität durch einen Unfall 500.000 Euro ausgezahlt, bei 50 % Beeinträchtigung aber vielleicht nur 150.000 Euro (Grundsumme von 50.000 Euro x 150 % Progression)).

Wichtig ist auch, dass die Unfallversicherung rund um die Uhr weltweite Geltung hat, bereits ab 1 % gesundheitlicher Beeinträchtigungen Leistungen erbringt und alle für Sie relevante Risiken versichert, denn einige davon – wie beispielsweise Unfälle beim Freeclimbing – werden von einigen Versicherern nur mit Sonderbausteinen abgedeckt.

Im Idealfall besteht Anrecht auf eine Vorauszahlung, wenn der Grad der Behinderung nach einem Unfall noch nicht abzusehen ist, auch sollten Leistungskürzungen nur bei besonders gravierenden Vorschäden möglich sein.

Einige Unfallversicherer bestehen vor Vertragsabschluss auf eine Gesundheitsprüfung, alle entsprechenden Angaben sollten sogfältig beantwortet werden, denn bei Unstimmigkeiten kann der Unfallversicherer die Leistungen verweigern, selbst wenn falsch beantwortete Fragen gar nichts mit dem Unfallgeschehen zu tun hatten.

Allgemein gilt: Unfallversicherungsverträge sind komplex. Vor der Vertragsunterzeichnung sollten Sie sich alle Klauseln genau durchgelesen haben und mit allen Punkten einverstanden sein.
Je nach Versicherer sind einige Bausteine im Basistarif obligatorisch oder gelten als Zusätze. Zu den möglichen Komponenten gehören beispielsweise die Vereinbarung einer Progression, Beihilfe zu Rehabilitationsmaßnahmen, Krankenrücktransport, Bergungs- und Suchaktionen, die Überführung Verstorbener, eine Todesfallsumme (die die Beerdigungskosten deckt), kosmetische Operationen, der erweiterte Unfallbegriff (der auch Risiken durch Insektenbisse, Vergiftungen, Unfälle unter Alkoholeinfluss et cetera einschließt) oder eine monatliche Unfallrente.
Im Zusammenhang mit der privaten Unfallversicherung ist dies ein Prozentsatz, der auf die Grundversicherungssumme aufgeschlagen wird und je nach Grad der Behinderung durch einen Unfall steigt. Der Prozentsatz sollte möglichst hoch liegen – mindestens bei 325 %, im Idealfall bei 1.000 %. In der Regel gilt die Progression ab einem gewissen Grad einer Behinderung. Ein Beispiel: Die Grundsumme beträgt 100.000 Euro, die Progression 500 %. Nach einem Unfall wird eine Behinderung von 100 % attestiert, der oder die Versicherte erhält dann 500.000 Euro ausgeschüttet. Beträgt der Grad der Behinderung 40 %, werden bei diesen Zahlen jedoch abhängig vom Versicherer nur 80.000 Euro ausgeschüttet (40.000 Euro Grundsumme x 200 %). Liegt die Behinderung bei 19 %, erhält man die Grundsumme von 19.000 Euro, die Progression kommt noch nicht zum tragen.
Die Gliedertaxe nutzen Unfallversicherer um den Grad einer Behinderung einzustufen. Der Verlust eines Körperteils entspricht dabei einem gewissen Invaliditätsgrad. Einige Unfallfolgen – wie die Minderung der geistigen Leistungsfähigkeit – bedürfen natürlich besonderer ärztlicher Evaluation.
Das ist möglich und sinnvoll, wenn Ihre private Unfallversicherung zu teuer ist, der Leistungsumfang nicht Ihren Vorstellungen entspricht oder wenn Sie zusätzliche Risiken woanders günstiger versichern könnten. Wichtig ist, erst zu kündigen, wenn Sie verschiedene Anbieter verglichen haben und von einem neuen Anbieter eine verbindliche Zusage erhalten haben, denn Unfallversicherer sind nicht verpflichtet, Ihnen einen Vertrag anzubieten. Der Übergang von einer Unfallversicherung zu einer neuen sollte also nahtlos erfolgen, damit Sie zu allen Zeiten geschützt sind. Auch müssen Sie sich bei Ihrem alten Anbieter an die Kündigungsfristen halten.
Eine reguläre Kündigung der Unfallversicherung ist stets am Ende eines Versicherungsjahres möglich – es sei denn, die Laufzeit beträgt mehr als ein Jahr, in diesem Fall kann man erst an deren Ende regulär kündigen. Die Frist beträgt in der Regel drei Monate vor Ende des Versicherungszeitraums, Einzelheiten finden sich in Ihrem Vertrag. Eine Kündigung sollten Sie stets postalisch per Einschreiben versenden, damit Sie belegen können, dass Sie sich an die Fristen gehalten haben.
Ein außerordentliches Kündigungsrecht haben Sie bei der Unfallversicherung für je einen Monat, wenn sich die Versicherungsprämie trotz gleichbleibender Bedingungen erhöht sowie nach der Regulierung eines Schadenfalls. Bei letzterem Szenario hat auch der Unfallversicherer ein Sonderkündigungsrecht. Sie selbst sollten übrigens nur dann davon Gebrauch machen, wenn Sie sicher sind, das Sie die Unfallleistungen voll ausgeschöpft haben. Auch eine Sonderkündigung sollten Sie stets schriftlich per Einschreiben übermitteln, damit Sie nachweisen können, dass Sie die Kündigungsfristen eingehalten haben.

Ein Sonderfall ist die Unfallversicherung in Kombination mit einer Lebensversicherung. Bei dieser sind die Laufzeiten weitaus länger, und Sie können nur mit finanziellen Verlusten frühzeitig kündigen.
Sie ist zuständig, wenn Versicherte während des versicherten Zeitraums einen Unfall haben, der eine geistige und / oder körperliche Beeinträchtigung zur Folge hat. Auch Spätfolgen werden anerkannt – meist liegt die diesbezügliche Frist bei 15 Monaten. Im Todesfall sind ebenfalls Zahlungen möglich – beispielsweise zur Deckung der Beerdigungskosten.

Die Zahlungen erfolgen dabei unabhängig davon, ob auch eine Kfz-Versicherung oder Haftpflichtversicherung des Unfallgegners zu finanzieller Entschädigung verpflichtet ist.
In den folgenden Fällen ist die Unfallversicherung nicht zuständig: Bei Invalidität durch Krankheit, als Folge von Krieg, Bürgerkrieg, Kernenergie, psychischen Erkrankungen, Drogen- und Alkoholkonsum, Unfälle durch Selbstmordversuche, Suizid, vorsätzliche Straftaten, fallabhängig eventuell auch bei Selbstverschulden. Der Schutz gilt nur für versicherte Personen. Einige weitere Risiken werden von vielen Versichern ausgeklammert, so beispielsweise Unfälle bei Motorrad- und Luftsport und besonders gefährlichen Berufen oder Hobbies (wie Stuntmen oder Kitesurfen).
Nein, die Unfallsicherung gilt, sobald Sie den Vertrag unterzeichnet haben und die Beitragszahlung auf dem Konto Ihres Versicherers eingegangen ist.
Ja, in der Regel hat die Unfallversicherung auch rund um die Uhr im Ausland Geltung – unabhängig davon, ob es sich um eine Dienstreise oder Urlaub handelt. In Kriegs- und Krisengebieten gilt der Schutz jedoch nicht.
Prinzipiell sollten Sie Ihrem Versicherer jeden schweren Unfall umgehend melden, auch wenn etwaige Folgen noch nicht abzusehen sind. Manchmal werden diese erst Monate später erkennbar, und zuweilen erhalten Sie Sofort- oder Übergangszahlungen. In der Regel haben Sie aber auch 15 Monate später noch Anspruch auf Leistungen. Haben Sie Ihren Versicherer kontaktiert, müssen Sie eine sogenannte Unfallanzeige ausfüllen, in der alle wichtigen Umstände und gesundheitlichen Folgen aufgelistet werden, auch die gesundheitliche Diagnose sollte beigelegt werden. Ein vom Unfallversicherer beauftragter Mediziner wird eine weitere Prüfung Ihres Gesundheitszustandes durchführen und so ermitteln, ob und wie viel Unfallgeld gezahlt werden muss.

Im Todesfall müssen die Angehörigen die Unfallversicherung binnen 48 Stunden benachrichtigen, andernfalls bestehen keine Leistungsansprüche.
Nein, eine einfache Unfallversicherung macht mehr Sinn. Bei der kapitalbildenden Unfallversicherung wird ein Teil der Beiträge in eine kapitalbildende Lebensversicherung umgewandelt, allerdings sind die Erträge mager und die Laufzeiten lang. Kündigt man vorzeitig, muss man mit Verlusten rechnen. Diese Variante ist weitaus teurer als das reguläre Modell. Im Leistungsfall erhält man die vereinbarte Unfallsumme, damit man aber auch die Beiträge aus der Lebensversicherung erhält, muss man den vollständigen Versicherungsbeitrag bis zum Ende der Laufzeit weiter erbringen.
Ja, das ist möglich. Sie können die Beiträge als Sonderausgaben absetzen. Sind Sie selbstständig tätig und haben keine gesetzliche Unfallversicherung, müssen die Beiträge anteilig als Werbungskosten und anteilig als Sonderausgaben in das Steuerformular eingetragen werden (meist je 50 %). Die Höhe der Beiträge muss durch Quittungen belegt werden.
Einmalleistungen aus der Unfallversicherung sind steuerfrei. Unfallrenten sind je nach Betragshöhe, dem eigenen Alter und sonstigem Einkommen steuerpflichtig. Die Höhe der Steuer kann man deshalb nicht pauschalisieren, in der Regel liegt sie jedoch weit unter der Lohnsteuer für Arbeitnehmer. Im Sonderfall der kapitalbildenden Unfallversicherung müssen die Erträge des ausgezahlten Kapitals versteuert werden.
Ja, das ist ratsam. Zuweilen ändern sich mit den Lebensumständen auch die Versicherungsrisiken. Melden Sie Ihrem Unfallversicherer die Änderungen, stellen Sie damit sicher, dass Ihr Versicherungsschutz nicht gefährdet wird. Relevante Informationen wäre die Erwartung von Nachwuchs, Änderungen von Namen, Adresse, Familienstatus, ein Berufswechsel oder der Eintritt ins Rentenalter.
Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in versicherungspflichtigen Arbeitsverhältnissen sind automatisch Mitglieder der gesetzlichen Unfallversicherung. Der Arbeitgeber ist für die Anmeldung seines Personals und für die Begleichung der Beiträge zuständig. Geschützt sind Sie als Arbeitnehmerin und Arbeitnehmer dann während der Arbeitszeit, auf dem Weg von und zur Arbeit. In Privatleben und Freizeit besteht kein Schutz. Selbstständige können sich nur freiwillig versichern. Für nicht Berufstätige gilt die Versicherung nicht. Gesetzlich unfallversichert sind jedoch auch Auszubildende, Helfende im Katastrophen- und Zivilschutz während der Arbeitszeit, sowie Kinder und Schüler während der Zeit in Kindergarten oder Schule.

Die private Unfallversicherung schützt jegliche Versicherte – unabhängig vom Berufstand und Alter – im Gegensatz dazu auch rund um die Uhr im Privatleben.
Nein. Wurde man nach dem 1. Januar 1961 geboren, ist man staatlich durch die Erwerbsminderungsrente kaum geschützt. Die Rente ist sehr niedrig, die Auflagen hoch. Anspruch besteht nur, wenn man in den letzten fünf Jahren vor der Invalidität für mindestens drei Jahre Pflichtversicherungsbeiträge gezahlt hat und dauerhaft weniger als sechs Stunden pro Woche in jedem beliebigen Beruf arbeiten kann. Ist man beispielsweise gelähmter Physiotherapeut, könnte man theoretisch noch in einer Telefonzentrale arbeiten, Anspruch auf Erwerbsminderungsrente besteht dann nicht – es ist unwichtig, ob man tatsächlich Chancen auf dem Arbeitsmarkt hat oder theoretisch die Möglichkeit bestünde.

Die Erwerbsminderungsrentenhöhe beträgt zwischen 15 % und 19 % des letzten Bruttoeinkommens, wenn man wöchentlich noch zwischen drei und sechs Stunden erwerbsfähig ist. Ist man weniger als drei Stunden pro Woche erwerbsunfähig, erhält man den vollen Satz von zwischen 30 % und 38 % des letzten Bruttoeinkommens. Von dieser mageren Rente gehen noch Krankenkassenbeiträge und gegebenenfalls Steuern ab.

Auch die private Unfallversicherung kann jedoch nicht als Ersatz für eine Berufsunfähigkeitsversicherung gelten, da sie nur leistet, wenn gesundheitliche Folgeschäden durch Unfälle und nicht etwa Krankheit entstanden sind.
Eine private Unfallversicherung kann je nach Lebensumständen sehr sinnvoll sein, ein Ersatz für eine Berufsunfähigkeitsversicherung ist sie für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer jedoch nicht. Letztere versichert nämlich auch Invalidität und Berufsunfähigkeit durch Krankheit, was bei der Unfallversicherung nicht der Fall ist. Auch bei einer Berufsunfähigkeitsversicherung kommt es jedoch auf den richtigen Tarif an.

Möchten Sie Ihre Lieben im eigenen Todesfall auch langfristig finanziell versorgt wissen, lohnt sich für Sie vielleicht eine Risikolebensversicherung. Trotz hoher Versicherungssummen im sechsstelligen Bereich und langen Laufzeiten über Jahrzehnte ist die Versicherung schon ab unter 100 Euro pro Jahr erhältlich. Der Grund: Geleistet wird nur im Todesfall. Andernfalls behält die Versicherung die Beiträge ein.

Eine Haftpflichtversicherung sollte in keinem Haushalt fehlen und kommt für jegliche Personen-, Sach- und Vermögensschäden auf, die Sie unabsichtlich bei Dritten verursachen – etwa auch, wenn diese Schäden im Zuge eines Unfalls entstehen.

Auch eine Rechtsschutzversicherung könnte sinnvoll sein – sind Sie mit den Leistungen Ihrer Unfallversicherung nicht zufrieden, kann die Rechtschutzversicherung Ihnen dabei helfen, Ihre Ansprüche durchzusetzen, sie übernimmt die Kosten von Anwälten, Gutachtern, Zeugen und Gerichtskosten – je nach Tarif auch in anderen Lebensbereichen.