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Heizstrom – Vergleich, Kosten, Anbieter und mehr

Heizstrom – Vergleich, Kosten, Anbieter
Heizstrom: Wichtig zu wissen
  • Die Preise für Heizstrom waren ebenfalls von Strompreiserhöhungen betroffen, liegen jedoch meist unterhalb der Heizkosten für Erdgas und Erdöl.
  • Nach der Öffnung des Marktes für Heizstrom können Verbraucherinnen und Verbraucher zunehmend auch in günstige Tarife überregionaler Anbieter wechseln.
  • Ein Vergleich der Heizstromtarife kann dabei helfen, passende Tarife zu günstigeren Konditionen zu finden und die jährlichen Kosten für Heizstrom mithilfe eines Wechsels zu reduzieren.

Mit dem kostenlosen und unverbindlichen Heizstromvergleich auf Tarifcheck.de erhalten Sie innerhalb weniger Sekunden einen transparenten Überblick über die Konditionen verschiedener Versorger. Haben Sie einen passenden Tarif gefunden, können Sie Ihren Stromanbieter einfach online wechseln, ohne dass Ihnen zusätzliche Kosten entstehen.


Was ist Heizstrom?

Bei Heizstrom oder Wärmestrom handelt es sich um Strom, der zum Beheizen von Räumen erzeugt wird. Er stellt eine Alternative zum Heizen mit fossilen Energieträgern wie Öl oder Gas dar und wird häufig aus erneuerbaren Energiequellen gewonnen.

Heizstrom kann nur zum Heizen genutzt werden: Es handelt sich nicht um gewöhnlichen Haushaltsstrom. Gemäß § 14a des Energiewirtschaftsgesetzes (EnWG) benötigen Sie für den Bezug eine steuerbare Verbrauchseinrichtung – eine Wärmepumpe, Nachtspeicherheizung oder eine spezielle Direktraumheizung.

Voraussetzungen für Wärmestrom

Um günstigen Heizstrom zu erhalten, muss Ihr Heizsystem unter anderem die folgenden Voraussetzungen erfüllen. Diese Voraussetzungen werden gemäß Energiewirtschaftsgesetz (EnWG) an steuerbare Verbrauchseinrichtungen gestellt:

  • Ihre Heizung oder Wärmepumpe muss fest verbaut sein, um mit Heizstrom Wärme zu erzeugen.
  • Ihr Heizsystem muss vom Netzbetreiber bei Spitzenlasten unterbrechbar sein. Dazu muss es die Steuerung der Sperr- und Freigabezeiten mithilfe eines Tarifsteuergeräts ermöglichen.
  • Auch benötigen Sie in der Regel einen separaten Stromzähler oder einen Doppelzähler für die getrennte Abrechnung von Haushaltsstrom und günstigem Heizstrom.

Welche elektrischen Heizungssysteme eignen sich für Heizstrom?

Zu den für Heizstrom geeigneten, steuerbaren Verbrauchseinrichtungen zählen Wärmepumpen, Nachtspeicherheizungen sowie fest verbaute, unterbrechbare Elektroheizungen.

Wärmepumpe

Wärmepumpen nutzen aus der Luft, dem Erdreich oder dem Wasser gewonnene Naturwärme und leiten diese über das Heizsystem in die Räumlichkeiten.


Aus einer Kilowattstunde Strom können bis zu vier Kilowattstunden Heizenergie oder mehr entstehen.


Je nach gewähltem Tarif und Versorger ist Wärmepumpenstrom zudem günstiger als die Alternativen.


Mitunter können auch Haushalte mit einer Wärmepumpe die günstigeren Konditionen der Nebentarifzeiten nutzen.

Nachtspeicherheizung

Haushalte mit einer elektrisch betriebenen Nachtspeicherheizung können ebenfalls von günstigen Konditionen profitieren.


Der benötigte Heizstrom wird in der Nebentarifzeit mit bis zu 20 Prozent niedrigeren Preisen bezogen, gespeichert und am Folgetag zum Heizen genutzt.


Die Niedrigtarifzeit fällt dabei auf die Nächte und bestimmte Zeiten mit besonders niedrigem Strombedarf, etwa am Wochenende.


Jedoch ist Nachtstrom nicht in jeder Region und nicht als Gewerbestrom erhältlich.

Direktraumheizung

Die Elektroheizung gibt die erzeugte Wärme direkt an die Umgebung ab. Sie verwendet keinen Zwischenspeicher.


Die Heizung muss fest verbaut und vom Netzbetreiber unterbrechbar sein, um mit Heizstrom versorgt werden zu können.


Zudem ist auch für die Versorgung von Elektroheizungen mit Heizstrom ein zweiter Stromzähler oder ein Doppeltarifzähler erforderlich.

Nicht für den Betrieb mit Heizstrom geeignet sind für gewöhnlich mobile Elektroheizungen und mitunter auch Infrarotheizungen. Erfüllt Ihre Infrarotheizung jedoch die Anforderungen an eine steuerbare Verbrauchseinrichtung, können Sie beim Netzbetreiber die Freigabe Ihres Anschlusses für Heizstrom beantragen.


Was kostet Wärmestrom?

Laut Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen ist Heizstrom im Jahr 2026 ab rund 24 Cent pro Kilowattstunde ohne Grundpreis erhältlich (Quelle: verbraucherzentrale.nrw, Stand: 23. März 2026). Die exakten Kosten für Heizstrom sind von verschiedenen Faktoren und zu einem Großteil von den Netzentgelten der Stromnetzbetreiber abhängig. Diese werden vom Heizstromanbieter auf die Haushalte umgelegt.

Wärmepumpen mit einem eigenen, separaten Zähler können seit Beginn des Jahres 2026 von der KWKG-Umlage und Offshore-Netzumlage befreit werden. Die Entlastung konnte bis zum 28. Februar 2026 auch rückwirkend für das Jahr 2025 beantragt werden. Bis zum 31. März 2026 war zudem eine Erstattung in Höhe von 20 Prozent möglich – ein formloser Antrag beim Netzbetreiber genügte.

Als Entschädigung dafür, dass die Netzbetreiber Ihre steuerbare Verbrauchseinrichtung im Notfall für eine kurze Zeit fernsteuern dürfen, können Sie zudem einen Rabatt auf das Netzentgelt erhalten. Dazu können Sie zwischen drei Modulen wählen:

  • Modul 1 – Pauschalrabatt auf das Netzentgelt: Ihnen wird jedes Jahr ein Pauschalbetrag erlassen. Dieser beläuft sich meist auf eine niedrige, dreistellige Summe. Wie hoch der Rabatt tatsächlich ausfällt, variiert je nach Netzbetreiber.
  • Modul 2 – Prozentrabatt auf das Netzentgelt: Der Arbeitspreis für das Netzentgelt Ihrer Verbrauchseinheit wird auf 40 Prozent des örtlichen Standardtarifs reduziert. Als Voraussetzung gilt ein separater Stromzähler, um die Verbräuche von Heizstrom und Haushaltsstrom getrennt zu erfassen. Haben Sie eine Wärmepumpe, können Sie diesen Rabatt mit der Befreiung von der KWKG-Umlage und Offshore-Netzumlage kombinieren.
  • Modul 3 – dynamische Netzentgelte: Seit dem 1. April 2025 sind die Netzbetreiber verpflichtet, Tarife mit dynamischen Netzentgelten anzubieten. Diese sind zu Zeiten mit einem geringen Strombedarf oft günstiger, denn die Höhe des Entgelts hängt von der Netzauslastung ab. Das kann sich lohnen, wenn Sie mit Strom aus einem Niedriglasttarif oder zu Tagesnebenzeiten heizen. Tarife mit dynamischen Netzentgelten sind mit dem Pauschalrabatt aus Modul 1 kombinierbar.

Sie können zwischen den ersten beiden Modulen wechseln, wenn Sie einen anderen Rabatt bevorzugen.

Wärmestrom messen – Eintarifzähler und Doppeltarifzähler

Der Verbrauch des Heizstroms kann auf verschiedene Weise erfasst werden:

  • Mit einem separaten Eintarifzähler unabhängig vom Haushaltsstrom,
  • über einen Doppeltarifzähler unabhängig vom Haushaltsstrom,
  • gemeinsam mit dem Haushaltsstrom mithilfe eines Doppeltarifzählers.

Insbesondere bei Nachtspeicherheizungen können Doppeltarifzähler mit zwei Zählwerken zum Einsatz kommen. Sie messen den Stromverbrauch abhängig von der Tageszeit. Während nachts zum günstigeren Niedertarif (NT) abgerechnet wird, werden für den Verbrauch bei Tage höhere Kosten für den Hochtarif (HT) fällig.


Heizstrom vergleichen und in günstigen Tarif wechseln

In der Vergangenheit oblag die Versorgung mit Wärmepumpenstrom und Heizstrom primär den regionalen Stromlieferanten oder Grundversorgern. Diese sind allerdings bereits seit 2007 nicht mehr dazu verpflichtet, Wärmepumpenstrom zu günstigen Konditionen und Tarifen anzubieten. Kundinnen und Kunden können jedoch einfach in günstigere Tarife überregionaler Anbieter wechseln. Einige Stromlieferanten gewähren zudem attraktive Boni und Prämien. Ein Preisvergleich günstiger Heizstromanbieter kann sich daher lohnen und helfen, die jährlichen Heizkosten zu reduzieren.

Auf Tarifcheck.de vergleichen Sie kostenlos und unverbindlich die Heizstromtarife verschiedener Versorger und beantragen Ihren Anbieterwechsel mit wenigen Klicks – ohne zusätzliche Kosten.

Heizstrom-Preisvergleich: So finden Sie den passenden Anbieter

  • Postleitzahl und Jahresverbrauch in kWh angeben,
  • Im Vergleich nach Stromtarifen für “Schwachlast / Doppeltarifzähler” filtern,
  • Anteil der Nebenzeitnutzung angeben,
  • Günstige Tarife vergleichen und Anbieterwechsel ohne Mehrkosten beantragen.

Übrigens: Haben Sie Ihren Heizstrom bisher über einen Grundversorgungstarif bezogen, beträgt die Kündigungsfrist zwei Wochen und Sie können innerhalb kürzester Zeit zu einem günstigeren Stromanbieter wechseln.

Wie sieht ein geeigneter Heizstromtarif aus?

Die folgende Übersicht bietet eine Orientierung bei der Suche nach dem passenden Stromtarif. Je nach Energieverbrauch und Ihren persönlichen Anforderungen können die passenden Konditionen abweichen.

Merkmale von Heizstromtarifen
Vertragsgegenstand Kondition
Preisgarantie mindestens 12 Monate, idealerweise für die gesamte Mindestlaufzeit
Vertragslaufzeit 12 Monate oder kürzer
Art der Zahlung monatliche Abschläge
Zeitpunkt der Auszahlung von Boni zu Vertragsbeginn oder während der Mindestvertragslaufzeit
Vorauszahlung der Jahresrechnung nein

Sparen beim Heizstrom – so finden Sie einen günstigen Anbieter

Welcher Heizstromtarif und Stromanbieter zu Ihnen passen, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Dazu zählen etwa Ihr Stromverbrauch, der Wohnort, Ihr persönliches Anforderungsprofil sowie das genutzte Heizungssystem. Weiterhin sind insbesondere die folgenden Konditionen wichtig:

  • Tarifpreis: Achten Sie hierbei nicht nur auf die monatlichen Abschläge, sondern auch auf den Gesamtpreis, den Sie am Ende des Vertragsjahres wirklich zahlen. Die monatlichen Abschlagszahlungen entsprechen nämlich lediglich einer Schätzung Ihres tatsächlichen Verbrauchs.
  • Vertragslaufzeit: Die Mindestvertragslaufzeit zeigt an, wie lange Sie sich vertraglich an den Heizstromanbieter binden. Je kürzer die Vertragslaufzeit ausfällt, desto flexibler sind Sie bei erneuten Tarif- und Anbieterwechseln.
  • Preisgarantie: Eine Preisgarantie bewahrt Sie im vereinbarten Zeitraum beziehungsweise der Mindestlaufzeit vor unerwarteten Preiserhöhungen – unabhängig von den Entwicklungen an den Strombörsen.
  • Prämien und Boni: Einige Heizstromanbieter bieten attraktive Neukundenboni, Sofortboni oder Wechselprämien an. Achten Sie dabei auf den Zeitpunkt, an dem die Boni gewährt werden, um sich nicht länger an den Versorger zu binden als nötig.

Ökoheizstrom ist häufig günstiger

Ökostrom ist häufig günstiger als herkömmliche Wärmestromtarife und Gas. Das belegt eine Studie der Internationalen Agentur für Erneuerbare Energien (Irena). So lieferten 2024 bereits 91 Prozent der neu installierten Ökostromanlagen Strom zu geringeren Kosten als moderne Kraftwerke zur Stromerzeugung aus fossilen Brennstoffen. Daher kann Heizstrom helfen, die Heiz- und Stromkosten zu senken.

Ökostromtarife erkennen Sie an Gütesiegeln wie dem Grüner Strom-Label, dem OK-power-Siegel sowie an den Ökostromzertifizierungen nach Standard EE01, EE02 oder durch den TÜV Süd.

Nicht zu verwechseln mit Ökostrom sind Klimaschutztarife. Mit ihnen wird der Heizstrom auf herkömmliche Weise produziert und nicht aus erneuerbaren Energien erzeugt. Die Versorger garantieren jedoch, die dabei freigesetzten Emissionen mit Investitionen in Klimaschutzprojekte zu kompensieren.


FAQ – häufig gestellte Fragen zum Heizstrom

Energieexperte Raffael Comitz

Raffael ist seit 2022 Teil des Tarifcheck.de-Teams. Er bereichert unsere Redaktion mit seinem großen Wissensschatz zu den Themen Strom, Gas, Energiesparen sowie nachhaltigem Ressourcenverbrauch. Mehr über unser Team.

Raffael Comitz

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