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Stromanbieter

Stromanbieter: Wichtig zu wissen
  • In Deutschland sind über 1.300 Stromanbieter tätig (Quelle: Statista.com).
  • Je nach Region können Haushalte laut Monitoringbericht 2025 von Bundesnetzagentur und Bundeskartellamt zwischen 139 Stromlieferanten wählen.
  • Im April 2026 sank der jährliche Durchschnittspreis für 3.500 Kilowattstunden Haushaltsstrom laut Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft e. V. (BDEW) auf 37 Cent pro Kilowattstunde.
  • Es finden sich im Mai 2026 jedoch günstigere Stromtarife ab rund 24 Cent pro Kilowattstunde oder weniger (Quelle: Vergleichsrechner auf Tarifcheck.de).
  • Verbraucherinnen und Verbraucher, die nicht aktiv nach Alternativen suchen, erhalten ihren Strom automatisch vom oft teureren Grundversorger.
  • Zahlreiche Energieversorger gewähren beim Anbieterwechsel attraktive Boni.
  • Auf Tarifcheck.de vergleichen Sie die Angebote vieler Stromanbieter kostenlos sowie unverbindlich und beantragen den Anbieterwechsel einfach online – ohne Mehrkosten.

Stromanbieter – Wie günstig ist Strom 2026?

Seit dem Jahr 2000 stiegen die Strompreise in Deutschland kontinuierlich und erreichten 2023 und 2024 ein Rekordhoch. Inzwischen haben sich die Strompreise wieder entspannt.

Der durchschnittliche Preis für 3.500 Kilowattstunden Haushaltsstrom ist laut dem Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft e. V. (BDEW) 2026 auf 37 Cent pro Kilowattstunde gesunken. Im Jahr 2025 kostete eine Kilowattstunde durchschnittlich noch 39,3 Cent. 2024 belief sich der Durchschnittspreis auf 40,2 Cent. Im Mai 2026 sind jedoch günstigere Stromtarife ab rund 24 Cent pro Kilowattstunde oder weniger erhältlich (Quelle: Vergleichsrechner auf Tarifcheck.de).

Die Preissenkungen gehen teils auf die gesunkenen Kosten der Stromanbieter für die Beschaffung und den Vertrieb sowie auf subventionierte Netzentgelte zurück (Quelle: BDEW). Nicht jeder Anbieter gibt die gesunkenen Vertriebs- und Einkaufspreise jedoch vollumfänglich an Kundinnen und Kunden weiter – die Preise der Stromanbieter variieren.

Ein Stromvergleich kann sich daher lohnen: Mit dem Tarifrechner finden Sie günstige Tarife verschiedener Stromanbieter und können mit einem Wechsel jährlich bis zu 850,00 Euro sparen.

So funktioniert der Wechsel zum neuen Stromanbieter

Mit dem kostenlosen und unverbindlichen Strompreisvergleich auf Tarifcheck.de vergleichen Sie innerhalb weniger Minuten die Stromtarife zahlreicher Stromlieferanten und können direkt Ihren Wechsel zum günstigeren Anbieter beantragen.

So funktioniert der Vergleich:

  1. Postleitzahl und jährlichen Stromverbrauch in den Rechner eingeben.
  2. Tarife vergleichen und filtern, etwa nach Boni und Ökostromanbietern.
  3. Laufzeit und Kündigungsfrist Ihres derzeitigen Tarifs prüfen.
  4. Wechsel zum Wunschanbieter einfach online und ohne Mehrkosten beantragen.
  5. Kundennummer, Zählernummer und MaLo-ID auf Ihrer Stromrechnung ablesen und gemeinsam mit Name sowie Adresse angeben (MaLo-ID ist kurz für Marktlokations-ID. Diese elfstellige Zahl identifiziert den genauen Ort des Energieverbrauchs).
  6. Antrag auf Richtigkeit prüfen, bestätigen und fertig.

Eine lückenlose Stromversorgung während des gesamten Stromanbieterwechsels ist durch die Ersatzversorgung des örtlichen Grundversorgers sichergestellt. Dafür sorgt § 38 des Energiewirtschaftsgesetzes (EnWG). Versorgungslücken entstehen folglich nicht.


Checkliste: Günstige Stromanbieter finden – was muss ich beachten?

Beim Vergleich der Stromanbieter sind nicht nur der Preis pro Kilowattstunde oder der monatliche Abschlag wichtig. Auch weitere Kriterien sind relevant:

  • Art des Stromtarifs: Einige Tarife sind je nach Region und Verbrauch günstiger als andere, sofern weitere Voraussetzungen erfüllt sind. Pakettarife mit einem festen Strompreis für eine vertraglich vereinbarte Strommenge lohnen sich beispielsweise nur dann, wenn Sie Ihren Verbrauch exakt einschätzen können.
  • Mindestlaufzeit: Die Mindestvertragslaufzeit beträgt zumeist 12 oder 24 Monate. Mit einer kürzeren Vertragslaufzeit können Sie früher erneut zu einem günstigeren Anbieter wechseln.
  • Preisgarantie: Wählen Sie einen Tarif mit Preisgarantie, können Sie sich gegen steigende Strompreise absichern. Sie schützt Sie vor einer Strompreiserhöhung, auch wenn die Börsenpreise für Strom steigen. Die Garantie gilt meist für ein Jahr oder 24 Monate und sollte die gesamte Mindestvertragslaufzeit abdecken. Beachten Sie, dass nur die volle Preisgarantie alle Stromkostenbestandteile einschließt. Die Nettopreisgarantie wiederum schützt Sie nicht vor Steuererhöhungen. Hat Ihr Tarif lediglich eine Preisfixierung, kann der Anbieter neben gestiegenen Steuern auch Erhöhungen weiterer Abgaben und Umlagen an Sie weitergeben.
  • Auszahlung von Boni: Sofortboni werden in der Regel innerhalb weniger Wochen oder Monate nach Lieferbeginn gewährt. Boni für Neukundinnen und Neukunden werden zumeist mit der Jahresabrechnung verrechnet. Prüfen Sie, zu welchem Zeitpunkt und unter welchen Bedingungen der Stromanbieter den Bonus gewährt.

Stromanbieter mit Prämie – lohnen sich die Boni?

Zahlreiche Stromanbieter werben neue Kundinnen und Kunden mit attraktiven Boni oder Prämien. Bei einem Stromwechsel bergen diese oft ein Sparpotenzial von mehreren Hundert Euro. Im Stromvergleich auf Tarifcheck.de können Sie daher gezielt nach Bonustarifen suchen.

Es gibt verschiedene Arten von Boni. Dabei verwenden die einzelnen Stromanbieter je unterschiedliche Definitionen für Neukundenbonus, Cashbonus, Sofortbonus oder Sachprämien. Achten Sie insbesondere auf die Auszahlung:

  • Zentral bei der Wahl eines Stromanbieters mit Prämie ist der Zeitpunkt der Bonusauszahlung.
  • Achten Sie darauf, dass der Bonus nicht erst nach Ende der Vertragslaufzeit ausgezahlt wird, sondern noch im ersten Vertragsjahr. So stellen Sie sicher, dass Sie sich nicht länger als 12 oder gar 24 Monate an einen neuen Anbieter binden.

Der Grund: Nach Ablauf der Mindestvertragslaufzeit von zwölf oder 24 Monaten steigen oftmals die Strompreise. Dies ist für Sie trotz Bonus nicht in allen Fällen rentabel, denn Ihnen entgeht entweder der Bonus oder die Möglichkeit des zeitnahen Wechsels zu einem günstigeren Anbieter, der vielleicht attraktivere Boni und Prämien anbietet.

Wie erkenne ich seriöse Stromanbieter?

Der Vergleichsrechner auf Tarifcheck.de zeigt Ihnen ausschließlich Tarife von seriösen Anbietern, einschließlich zahlreicher Kundenbewertungen. Je nach der individuellen Situation sind folgende Kriterien bei der Wahl des passenden Stromlieferanten relevant:

  • Die Kundenzufriedenheit ist hoch.
  • Abschlagszahlungen erfolgen monatlich.
  • Die Preisgarantie währt mindestens 12 Monate.
  • Der Anbieter verlangt keine Kaution.
  • Es erfolgt keine Zahlung per Vorauskasse.
  • Boni werden innerhalb der Mindestlaufzeit ausgezahlt.
  • Es gibt einen persönlichen Kundenservice.

Möglicherweise nicht geeignet sind hingegen Stromanbieter mit einer hohen Beschwerderate, kurzen Preisgarantien bei langen Vertragslaufzeiten oder einer späten Bonusauszahlung. Welcher Anbieter und Tarif sich für Sie eignen, hängt letztlich von Ihren persönlichen Präferenzen hinsichtlich verschiedener Faktoren wie Preis, Kundenservice, Kundenbewertungen und Flexibilität beim Wechsel ab.


Stromanbieter in Deutschland im Überblick

Über 1.300 Stromlieferanten sind in Deutschland tätig (Quelle: Statista.com). Darunter befinden sich zahlreiche regionale Anbieter. Während die Niederspannungsnetze in der Regel im Besitz der Regionalanbieter sind, werden die Fernübertragungsnetze den vier Übertragungsnetzbetreibern 50Hertz, Amprion, TenneT und TransnetBW verwaltet.

Laut Monitoringbericht 2025 von Bundesnetzagentur und Bundeskartellamt können Haushalte im Schnitt zwischen 139 Stromanbietern wählen. Die lokalen Energieversorgungsunternehmen, etwa die jeweiligen Stadtwerke, agieren dabei häufig als Grundversorger. Sie beliefern die meisten Haushalte in ihrem jeweiligen Netzgebiet mit Strom und gewährleisten die Ersatzversorgung, wenn die Energielieferung durch andere Stromlieferanten nicht zustande kommt.

Einige Anbieter im Überblick

Städte im Überblick

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Städte-Liste aufklappen
Die fünf größten Stromerzeuger Deutschlands
Platzierung Unternehmen Marktanteil der inländischen Stromerzeugung in Prozent
1 RWE 21,3
2 LEAG (Lausitz Energie Bergbau AG) 20,1
3 EnBW (Energie Baden-Württemberg AG) 6,9
4 Uniper 4,3
5 Vattenfall 2,1

Quelle: Monitoringbericht 2025 von Bundeskartellamt und Bundesnetzagentur, Stand: 2024

Beispiele für günstige Stromanbieter

Je nach Wohnort können sich die Strompreise unterscheiden. Verbraucherinnen und Verbraucher, die nicht aktiv nach einem anderen Stromanbieter suchen, erhalten ihren Strom zudem automatisch von den Grundversorgern. Diese sind jedoch mitunter teurer als andere Stromlieferanten. In diesen Fällen kann ein Stromanbieterwechsel sinnvoll sein.

Im Folgenden finden Sie Beispiele für günstige Stromtarife

Anbieter Tarif Arbeitspreis Grundpreis ⌀ Abschlag im ersten Jahr (inkl. Boni)
Idealenergie heim premium max 28,98 Ct./kWh 109,00 €/Jahr 66,24 €/Monat
NaturWerke Naturstron Premium classic 24,84 Ct./kWh 157,60 €/Jahr 85,58 €/Monat
PlusStrom Grünfair 25,05 Ct./kWh 156,06 €/Jahr 66,49 €/Monat
Tchibo Energy Tchibo Energy ÖkoStrom12 29,10 Ct./kWh 178,80 €/Jahr 68,61 €/Monat
Plan-B Energy PBNZE Flow12 29,08 Ct./kWh 170,10 €/Jahr 67,47 €/Monat

Quelle: Vergleichsrechner auf Tarifcheck.de
Weitere Details: Wohnort: 24103 Kiel, Jahresverbrauch: 3.500 Kilowattstunden, Tarife mit flexibler Laufzeit nicht berücksichtigt, geschätzter Abschlag inklusive Boni (z. B. Neukundenbonus und Sofortbonus), Stand: 13.05.2026

Die Unterschiede zwischen regionalen und überregionalen Stromanbietern

Anders als bundesweit tätige Versorger beliefern regionale Stromanbieter ein lokal begrenztes Gebiet. Dabei handelt es sich häufig um Ökostromanbieter, die mit der regionalen Wirtschaft verflochten sind, einen persönlichen Kundenservice bieten und ihr Angebot gezielt auf die Bedürfnisse vor Ort abstimmen. Kleine Stromanbieter sind oft mit höheren Betriebskosten konfrontiert, weshalb sie mitunter höhere Strompreise verlangen als große Anbieter. Auch kann das Tarifangebot geringer ausfallen.

Überregionale Versorger wiederum bieten in der Regel eine größere Auswahl an Tarifen zu geringeren Preisen an. Besonders günstige Stromtarife werden dabei häufig über Tochterfirmen vertrieben. Mitunter verfügen jedoch auch regionale Anbieter und Stadtwerke über preiswerte Vertriebsmarken. Ein Vergleich kann sich daher lohnen.

Günstigere Tarifpreise bei Tochterfirmen

Insbesondere große Energieversorger vermarkten ihren Strom häufig über weitere Marken und Tochtergesellschaften. Der Grund dafür besteht zumeist in dem Vorhaben, ein möglichst breites Spektrum an Preissegmenten abzudecken. So bieten die Tochtermarken oft Stromtarife zu günstigeren Preisen an als der Mutterkonzern und können neue Kundengruppen erschließen, ohne das Image der Muttermarke zu beeinflussen.

Beispiele für zusammengehörige Stromanbieter:

Üblicherweise werden Tochterunternehmen auch zum Vertrieb von Ökostrom gegründet.


Preiserhöhung durch Stromanbieter: Kann ich vorzeitig wechseln?

Gemäß § 41 Absatz 5 des Energiewirtschaftsgesetzes (EnWG) haben Sie ein Sonderkündigungsrecht bei einer Preiserhöhung oder einer einseitigen Änderung der Vertragsbedingungen durch Ihren Stromlieferanten.

In diesen Fällen hilft ein Stromvergleich dabei, günstigere Alternativen zu finden. Möchten Sie den Wechsel vornehmen, beachten Sie:

  • Das Sonderkündigungsrecht gilt nach der Preiserhöhung meist zwei bis vier Wochen.
  • Verschicken Sie die Kündigung per Einschreiben, berufen Sie sich in dem Brief auf Ihr Sonderkündigungsrecht und behalten Sie einen Beleg.

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Tipp: Sie haben auch dann ein Sonderkündigungsrecht, wenn Ihr derzeitiger Stromanbieter Sie nach einem Umzug am neuen Wohnort nicht mehr zu denselben Konditionen beliefern kann.


Kann ich einen anderen Stromanbieter haben als mein Vermieter?

Nicht immer hat der Vermieter einen Anreiz, einen günstigeren Stromanbieter zu suchen – insbesondere wenn er nicht an den Stromkosten beteiligt ist. Sie können jedoch selbst etwas tun, wenn Ihnen die Nebenkosten zu hoch erscheinen:

  • Anbieterwechsel bei eigenem Stromzähler möglich: Haben Sie in Ihrer Wohnung einen eigenen Stromzähler, dann können Sie per Stromvergleich lokale Preise überprüfen und gegebenenfalls zu einem Unternehmen mit einem Tarif Ihrer Wahl wechseln.
  • Betriebskostenspiegel-Vergleich bei gemeinschaftlichen Anschlüssen: Hat Ihre Wohnung keinen eigenen Stromzähler, empfiehlt es sich, den lokalen Betriebskostenspiegel einzusehen. Dieser wird von den jeweiligen Städten veröffentlicht und gibt Auskunft über durchschnittliche Stromkosten vor Ort und andere Nebenkosten wie Abwasserentsorgung, Wohngebäudeversicherung oder Haftpflichtversicherung. Ist die eigene Stromrechnung höher als im Ortsdurchschnitt, könnte man verschiedene Stromtarife vergleichen und dem Vermieter günstige Angebote vorlegen.
  • Bei Nebenkosten gilt das Wirtschaftlichkeits­prinzip: Das heißt, der Vermieter ist dazu verpflichtet, einen günstigen, jedoch nicht den billigsten, Stromversorger zu wählen. Entscheidet sich der Vermieter für ein besonders teures Unternehmen, muss er die Angemessenheit des Preises nachweisen. Teuer und günstig sind allerdings nicht genau definiert. Keinesfalls sollte man die Zahlung der Stromrechnung verweigern, da sonst die Kündigung der Wohnung droht. Ein Stromanbietervergleich kann sich deshalb lohnen, um dem Vermieter Alternativen vorzuschlagen.

FAQ – häufige Fragen zu Stromanbietern

Energieexperte Raffael Comitz

Raffael ist seit 2022 Teil des Tarifcheck.de-Teams. Er bereichert unsere Redaktion mit seinem großen Wissensschatz zu den Themen Strom, Gas, Energiesparen sowie nachhaltigem Ressourcenverbrauch. Mehr über unser Team.

Raffael Comitz

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