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Versicherung von Kampfhunden

Kampfhunde

Für bestimmte Hundearten benötigt man in Deutschland laut Gesetz eine Hundehaftpflichtversicherung. In den einzelnen Bundesländern variieren die Gesetze und Definitionen bezüglich der Einstufung einzelner Hunde.



Hundehaftpflicht – keine bundeseinheitlichen Hundeverordnungen

Die einzelnen Bundesländer in Deutschland haben je eigene Landeshundegesetze und Landesverordnungen zur Regelung der Haltung von bestimmten Hunderassen und Listenhunden, die sie als gefährlich einstufen. Die Hundeverordnungen sind demnach nicht bundeseinheitlich. Während beispielsweise ein Dobermann in Brandenburg als sogenannter Kampfhund definiert wird, zählt er in anderen Bundesländern nicht zu den als gefährlich eingestuften Tieren.

Die Einstufung als Listenhund hat in den einzelnen Bundesländern verschiedene Auflagen für Halterinnen und Halter dieser Rassen zufolge. Auch im Hinblick auf die Versicherungspflicht von Hunden gibt es je nach Bundesland Unterschiede. Während in Berlin und Hamburg zum Beispiel eine Haftpflichtversicherung für alle Hunde verpflichtend ist, gilt die Hundeversicherungspflicht in einigen anderen Bundesländern wie Bremen nur für als individuell als gefährlich eingestufte Rassen.


Was versteht man unter dem Begriff "Kampfhund"?

Ursprünglich bezeichnete der Begriff Kampfhund einen Vierbeiner, der speziell dafür trainiert wurde, in Hundekämpfen gegen Artgenossen anzutreten oder Verteidigung im Kampf mit anderen Tieren zu leisten. Im heutigen Kontext ist der Begriff Kampfhund irreführernd. Schließlich bezeichnet er keine bestimmte Hunderasse, sondern die Nutzung des Tieres für einen bestimmten Zweck.

Heutzutage wird der Term Kampfhund für Hunde genutzt, die aufgrund der Zugehörigkeit zu einer bestimmten Rasse vermeintlich besonders reizbar, unberechenbar oder aggressiv sein könnten. Dabei außer Acht gelassen wird, dass das Aggressionspotenzial im Wesentlichen auch eine Frage der Erziehung ist.

Dass der umstrittene Begriff Kampfhund schwammig ist, zeigen uneinheitliche Regelungen in den einzelnen Bundesländern: Welche Hunderasse als Kampfhund oder gefährlicher Hund gilt, variiert je nach Bundesland. Die Hunderassen, von denen laut der einzelnen Bundesländer eine außerordentlich große Gefahr ausgeht, halten die diese in sogenannten Rasselisten fest. Zu den als gefährlich eingestuften Rassen zählen beispielsweise der American Staffordshire Terrier oder der Pitbull Terrier.


Haftpflichtversicherung für Kampfhunde vielerorts Pflicht

Für gefährlich eingestufte Vierbeiner gelten in den meisten Teilen Deutschlands strenge Auflagen. Neben der Maulkorbpflicht, höheren Steuern und anderen Vorschriften verlangt das Landeshundegesetz eine Hundehaftpflichtversicherung für gefährlich geltende Rassen.

Auch für Hundehalterinnen und Hundehalter, die gesetzlich nicht zur Hundeversicherung verpflichtet sind, empfiehlt sich eine solche Versicherung. Denn durch Hunde entstandene Schäden können unter Umständen sehr hohe Schadensersatzanforderungen zur Folge haben.

Hundehaftpflicht ist für jeden Hund sinnvoll

In einigen Bundesländern wie Berlin, Hamburg oder Thüringen besteht bereits für alle Hunde eine Hundeversicherungspflicht – und das nicht ohne Grund, denn eine Hundeversicherung bewahrt Sie im Schadensfall möglicherweise vor einem finanziellen Fiasko.

Falls Ihr Hund nämlich beim Spielen fremdes Eigentum beschädigt, einen Verkehrsunfall verursacht oder zubeißt, haften Sie als Besitzerin oder Besitzer mit Ihrem gesamten derzeitigen und zukünftigen Vermögen. Die Hundehaftpflicht deckt Personen- und Sachschäden ab und übernimmt daraus resultierende Vermögensschäden. Die Versicherung erhalten Sie bereits für weit unter 100 Euro im Jahr.


Hundehaftpflicht – einige Anbieter versichern sogenannte Kampfhunde nicht mit

Oft ist die Haltung eines als gefährlich eingestuften Hundes aufgrund behördlicher Auflagen teurer als die von Hunderassen, die nicht als gefährlich gelten. So zahlen Sie für Listenhunde oder als Kampfhunde eingestufte Tiere sehr viel höhere Steuern als für andere Rassen und Mischlinge.

Obwohl die Haftpflicht für Kampfhunde vielerorts Pflicht ist, bestehen auch hier Einschränkungen. Einige Versicherungsgesellschaften erheben für Listenhunde deutlich höhere Versicherungsbeiträge. Die Versicherungen begründen die Zuschläge damit, dass ein als Kampfhund eingestuftes Tier theoretisch eher einen Haftschaden verursacht als ein als harmlos geltender Hund. Manche Versicherungen nehmen sogar gar keine Kampfhunde auf.

Da die Aufnahmebedingungen und Beiträge für Listenhunde je nach Versicherung stark variieren, lohnt sich definitiv ein Vergleich unterschiedlicher Angebote.