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Der Freistellungsauftrag beim Festgeld

Der Freistellungsauftrag gilt jeweils nur für eine Bank und dann nicht nur für das Festgeldkonto

All diejenigen Zinserträge, die Sie als Anleger unter anderem auch auf einem Festgeldkonto erzielen, unterliegen prinzipiell als Einnahmen aus Kapitalvermögen der Einkommenssteuer.

Seitdem die neue Abgeltungssteuer im Jahre 2009 eingeführt worden ist, ist die Bank gesetzlich dazu verpflichtet, die auf dem Festgeldkonto des Anlegers angefallenen Zinsen nicht komplett an den Sparer auszuzahlen, sondern die Abgeltungssteuer als eine Quellensteuer einzubehalten und direkt ans Finanzamt abzuführen.

Diesen direkten Steuerabzug können Sie als Inhaber des Festgeldkontos allerdings relativ einfach vermeiden, indem Sie der Bank, bei der das Festgeldkonto geführt wird, einen sogenannten Freistellungsauftrag erteilen.

Dieser Freistellungsauftrag gilt jeweils nur für eine Bank und dann nicht nur für das Festgeldkonto, sondern für alle Zins- und Dividendenerträge, die bei dieser Bank auf vorhandenen Konten anfallen. Als Inhaber eines Festgeldkontos sind Sie nicht dazu verpflichtet, einen solchen Freistellungsauftrag zu stellen; es ist aber dann zu empfehlen, falls Sie die Festgeldzinsen in vollem Umfang ausgezahlt bekommen möchten. Zu beachten ist, dass Sie zum einen bei jeder Bank, bei denen verzinsliche Guthaben oder auch Wertpapierdepots vorhanden sind, einen separaten Auftrag stellen müssen und zum anderen darf die gesamte Freistellungssumme den maximalen Freibetrag nicht überschreiten, selbst wenn die Gesamterträge geringer als die maximal freistellbare Zinssumme sind.

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Was Festgeldkonto-Inhaber zum Freistellungsauftrag wissen sollten

Eine wichtige Information für Sie als Inhaber von Festgeldkonten und auch für alle sonstigen Anleger ist, über welche Summe der Freistellungsauftrag maximal gestellt werden darf. Jedem Bürger steht ein Freistellungsbetrag von 801 Euro zu, der auch als Sparer-Pauschbetrag bezeichnet wird.

Eheleute, die zusammen veranlagt werden, können somit für ihre Zinserträge und sonstigen Kapitalerträge insgesamt eine Summe von 1.602 Euro freistellen. Im Laufe der letzten zehn Jahre ist dieser abzugsfähige Freibetrag stetig gestiegen. So konnten Anleger zum Beispiel bis zum Ende des Jahres 1999 noch umgerechnet ca. 3.000 Euro (Ledige) und bis einschließlich 2006 immerhin noch 1.421 Euro geltend machen.

Für Inhaber von Festgeldkonten, die das Festgeld nicht bei einer inländischen Bank, sondern im Ausland angelegt haben, gibt es bezüglich des Freistellungsauftrages noch Weiteres zu beachten.

Wichtig ist, dass natürlich auch ausländische Kapitalerträge versteuert werden. Allerdings können Sie der ausländischen Bank keinen solchen Auftrag zur Freistellung erteilen, sodass hier die Verrechnung der für die erhaltenen Zinsen zu zahlenden Steuern ausschließlich über die Einkommensteuererklärung erfolgt. Zudem können bei Festgeldkonten im Ausland auch Währungsgewinne entstehen, die ebenfalls in den Bereich der Abgeltungssteuer fallen und somit steuerpflichtig sind. Gültig ist der einmal erteilte Freistellungsauftrag in der Regel bis auf Weiteres; allerdings sind Änderungen jederzeit möglich.

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