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Steuerliche Behandlung der Berufsunfähigkeits­versicherung

Steuerliche Behandlung

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BU-Rente gehört zum steuerpflichtigen Einkommen

Bezieht man eine private Rente aus der Berufsunfähigkeitsversicherung, gehört diese zu den steuerpflichtigen Einkünften.

Wie hoch eine Besteuerung der Rente ausfällt, ist zum einen abhängig von dem persönlichen Steuersatz. Zum anderen wird auch die Quelle berücksichtigt, aus der die Rente fließt. Der Gesetzgeber bezeichnet die Rentenzahlungen aus privaten Berufsunfähigkeits- und Erwerbsunfähigkeitsversicherungen als abgekürzte Leibrenten, die mit ihrem jeweiligen Ertragsanteil zu versteuern sind. Die Höhe des Prozentsatzes ist von der jeweiligen Rentendauer abhängig. Bezieht man die Rente nur für eine kurze Zeit, ist der Anteil der BU-Rente geringer, der zu Ihrem steuerpflichtigen Einkommen gehört.

Je nach Laufzeit einer Berufsunfähigkeitsrente fallen unterschiedliche steuerpflichtige Ertragsanteile an.

Bei einer Laufzeit von fünf Jahren beträgt der Steuersatz sieben Prozent. Bei einem Rentenbezug von zwanzig Jahren liegt der zu versteuernde Ertragsanteil bei 21 Prozent. Von diesem zu versteuernden Betrag wird der Grundfreibetrag noch abgezogen. Ist man berufsunfähig und erhält eine Rente, deren jährliche Gesamtsumme eine geltende Steuerfreigrenze nicht übersteigt, ist der Bezug der Berufsunfähigkeitsrente immer steuerfrei. Im Jahr 2018 liegt der Grundfreibetrag für Ledige bei 9.000 Euro und bei zusammenveranlagten, verheirateten Personen bei 18.000 Euro.

Im Gegenzug führen zusätzliche Einkünfte dazu, dass der Ertragsanteil der BU-Rente mit dem gleichen Steuersatz wie das zu versteuernde Einkommen besteuert wird.

Erhält man aus der betrieblichen Altersvorsorge eine Rente und die hierbei eingezahlten Beiträge waren steuerfrei, sind die Ertragsanteile voll zu versteuern. Die BU-Renten aus der Basisversorgung, darunter die Rürup-Rente und deutsche Rentenversicherung, sind mit einem Besteuerungsanteil zu versteuern. Dieser Anteil steigt jährlich, sodass er 2040 bei 100 Prozent liegt. Als Beamtin oder Beamter unter 63 Jahre wird eine Dienstunfähigkeitsrente (Pension) als Arbeitslohn versteuert. Beamtinnen und Beamten auf Probe, die nicht aufgrund eines Dienstunfalls berufsunfähig geworden sind, haben keinen Anspruch auf das Ruhegehalt. Für diesen Zeitraum kann sich der Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung von Vorteil erweisen.