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KfW-Darlehen: staatliche geförderte Baufinanzierung

KfW-Darlehen
KfW-Kredit: Wichtig zu wissen
  • KfW-Darlehen sind staatlich geförderte Kredite für den Kauf, den Neubau, die Sanierung oder den Umbau von Immobilien.
  • Oft, aber nicht immer, haben KfW-Kredite besonders gute Konditionen. Zuweilen gibt es zudem Zuschüsse. Das Kontingent ist jedoch begrenzt, so dass berechtigte Antragstellende nicht allerorts und jederzeit ein KfW-Darlehen bekommen können.
  • Anträge müssen immer vor Beginn der Maßnahme über die Hausbank gestellt werden, nicht direkt über die verantwortliche Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW).
  • 2026 liegt das Augenmerk der KfW-Kreditförderung auf energieeffizientem Wohnen.
  • Ein KfW-Kredit ist nicht immer günstiger als Alternativen auf dem freien Markt. Es kann sich deshalb lohnen, Konditionen verschiedener Anbieter zu vergleichen.
  • Die kostenlosen Baufinanzierungsanfragen über Tarifcheck.de sind SCHUFA-neutral und haben keinen Einfluss auf den persönlichen SCHUFA-Score.

Was ist ein KfW-Darlehen?

Ein KfW-Darlehen ist ein staatlich geförderter Kredit, der Privatpersonen bei dem Bau, dem Kauf, dem Umbau oder der Sanierung einer Immobilie unterstützen soll. Träger des Darlehens ist die gleichnamige Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW). Vergeben werden die Baufinanzierungen jedoch von Hausbanken und Finanzpartnern.

Je nach Wohnort und Region sind die Kredite an ein bestimmtes Kontingent gebunden, so dass nicht unbedingt alle berechtigten Antragstellenden auch tatsächlich ein Darlehen erhalten. Mancherorts können die Fördermittel schnell ausgeschöpft sein.

Typische Merkmale von KfW-Darlehen sind:

  • Bewerbung günstiger Zinssätze,
  • flexible Laufzeiten,
  • Möglichkeit tilgungsfreier Anlaufjahre,
  • teils Zuschüsse zur Tilgung.

Welche Maßnahmen werden mit KfW-Krediten gefördert?

Folgende Projekte können je nach Verfügbarkeit KfW-Kredite erhalten.

  • Neubau: Der Schwerpunkt liegt dabei auf einem klimafreundlichen Neubau entsprechend der gängigen Effizienzstandards.
  • Kauf: Gefördert wird der Erwerb von Wohneigentum (Wohnungen und Häuser), insbesondere von Familien.
  • Sanierungen und Modernisierungen: Auch hier liegt der Fokus auf klimafreundlichen Sanierungen bestehender Gebäude durch beispielsweise die Komplettsanierung zum Effizienzhaus, aber auch einzelne Maßnahmen wie die Installation von Solaranlagen, Wärmedämmung oder die Überholung von Heizsystemen.
  • Barrierefreies Wohnen: Der Umbau oder Anbau für altersgerechtes und/oder behindertengerechtes Wohnen wird ebenfalls gefördert.

Energieeffizienz als zentrales Kriterium

Energieeffizienz und nachhaltiges Wohnen sind zentrale Schwerpunkte bei der Förderung der Baufinanzierungen 2026. Je besser die Effizienzklasse und je höher die Einsparung von CO2, desto wahrscheinlicher und höher können die Fördermittel ausfallen.

Ein KfW-Kredit ist dabei auch in Kombination mit anderen Programmen möglich, beispielsweise über das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA). Außerdem gilt: Förderungsmaßnahmen ändern sich kontinuierlich entsprechend politischer Ziele der Klimapolitik.


Was für Konditionen haben KfW-Kredite?

Die Konditionen unterscheiden sich je nach Programm und der individuellen Bonität. Hier ist ein Beispiel:

Merkmal Beschreibung
Zinssatz ab 0,1 % effektivem Jahreszins
Kredithöhe bis zu 270.000 Euro für den Kredit 300, teils mit anderen Krediten kombinierbar
Laufzeit bis zu 30 Jahre
Tilgungsfreie Zeit möglich in den ersten Jahren
Tilgungszuschuss abhängig vom jeweiligen Programm
Beantragung über die Hausbank

Quelle: kfw.de, Stand: März 2026


Wie beantrage ich ein KfW-Darlehen?

KfW-Kredite werden nicht direkt bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau beantragt, sondern bei der eigenen Hausbank. Planen Sie die Finanzierung vorab genau und lassen Sie sich von Ihrer Bank und/oder Fachleuten beraten. Sobald feststeht, wie viel Geld Sie benötigen und in welchem Zeitraum welche Tilgungssummen infrage kommen, wählen Sie ein passendes Förderprogramm aus.

Den Baufinanzierungsantrag stellen Sie über Ihre Hausbank. Anschließend werden Ihre Sicherheiten und Bonität geprüft. Dazu sind diverse Belege über die eigenen Finanzen notwendig. Diese können sich je nach Bank unterscheiden, aber beinhalten in der Regel Nachweise über das Einkommen, Vermögenswerte und monatliche Ausgaben. Wurde der Antrag bewilligt und sind Fördermittel verfügbar, erfolgt die Auszahlung des KfW-Darlehens über Ihre Hausbank.


Wann lohnt sich der Antrag auf einen KfW-Kredit?

Das hängt von Ihren geplanten Baumaßnahmen, Ihrer Bonität sowie den regional verfügbaren Förderprogrammen ab. Der Antrag kann sich lohnen, wenn

  • Sie vorhaben, energieeffizient zu bauen oder zu sanieren.
  • Sie eine langfristige Finanzierung benötigen.
  • Passende Förderprogramme verfügbar sind, die Sie zu günstigen Konditionen nutzen können.
  • Geeignete Förderprogramme vorhanden sind, die zusätzlich Zuschüsse bieten.

Prüfen Sie die Details der Förderprogramme. Diese ändern sich häufig und können je nach Region unterschiedliche Verfügbarkeiten haben. Wie sind die Kreditkonditionen? Welche Summen müssen in welchem Zeitraum zurückgezahlt werden? Welche Zuschüsse gibt es gegebenenfalls für welche Maßnahmen?

Oft lohnt parallel ein Blick auf die Angebote für Baufinanzierungen und Kredite am freien Markt. Auf Tarifcheck.de sind Angebotserstellungen für Baufinanzierungen sowie Kreditanfragen kostenlos und SCHUFA-neutral. Sie haben keine Auswirkungen auf Ihren individuellen SCHUFA-Score.


FAQ – häufige Fragen zu KfW-Darlehen

Finanzexperte Karol Affeldt

Karol ist seit 2018 Teil des Tarifcheck.de-Teams. Egal ob Kreditkarten, Konten oder Kredite: Karol ist der passende Ansprechpartner sowie Profi der Finanzplanung und Budgetanalyse. Mehr über unser Team.

Karol Affeldt