Bei der Kfz-Versicherung den korrekten Nutzerkreis angeben© Schlierner - Fotolia.com
KFZ

Kfz-Versicherung: Stets den korrekten Nutzerkreis angeben


Partnerin oder Partner, volljährige Kinder und Freunde – in vielen Fällen werden Autos von mehr als einer Person gefahren. Oft haben die einzelnen Nutzer abweichende Fahrerfahrungen und unterschiedliche Lebensalter. Das hat Auswirkungen auf die Prämienbildung der Kfz-Versicherung.

Die Größe des Nutzerkreises hat Auswirkungen auf die Prämienbildung

Die Angabe des korrekten Nutzerkreises ist bei der Beantragung einer Autoversicherung obligatorisch und unverzichtbar. Zuweilen kann dies beim Jahresbeitrag sogar zu reizvollen Rabatten führen:

  • Je weniger Personen einen Pkw nutzen, desto günstiger werden die Versicherungsbeiträge.
  • Die namentliche Nennung weiterer Fahrer (statt der generellen Versicherung von Dritten) wirkt sich positiv auf die Tarifbildung aus.

Nahezu alle Kfz-Versicherer bieten ein gestaffeltes System an, bei dem auf verschiedene Nutzergruppen eingegangen wird. Die alleinige Nutzung durch den Fahrzeughalter ist die günstigste Vertragsoption. Darüber hinaus gibt es beispielsweise Varianten für die Nutzung durch Ehepartner oder andere Nutzer wie Partner oder Angehörige.

Die größte Flexibilität entsteht selbstverständlich durch die komplette Freigabe des Nutzerkreises – auch alle Freunde und Bekannte mit einem Führerschein dürfen dann das Auto jederzeit fahren. Der Jahresbeitrag der Kfz-Versicherung fällt bei dieser Option am höchsten aus. Der Grund: Potenziell können sich dann auch Fahranfänger ans Steuer setzen, die nach der Bewertung von Kfz-Versicherungsanbietern das Schadenrisiko steigern.

Falsche Angaben bezüglich des Nutzerkreises haben Folgen

Abhängig von den Umständen büßen Fahrzeughalter nicht den kompletten Versicherungsschutz ein, falls nicht berechtigte Fahrzeugnutzer Schäden verursachen. Laut dem Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV) gilt Folgendes:

  • Wichtig ist, dass keine grobe Fahrlässigkeit vorliegt, es sich z. B. um einen Notfall handelt.
  • Die Kfz-Haftpflichtversicherung kommt für Schäden bei Dritten auf, kann Versicherte jedoch anschließend zur Kasse bitten.
  • Leistungen der Vollkaskoversicherung können situationsabhängig gekürzt oder gestrichen werden.
  • Oft sehen die Vertragsbedingungen die Zahlung einer Vertragsstrafe durch verletzte Obliegenheiten vor.
  • Bei Vertragsverstößen hat der Kfz-Versicherer ein Sonderkündigungsrecht.

Diese Dokumente braucht der Fahrer des Kfz

Wer das eigene Kfz Dritten überlässt, muss diesen währenddessen laut GDV auch die Zulassungsbescheinigung Teil I überlassen. Dieses Dokument belegt, dass das Auto sich rechtmäßig auf öffentlichen Straßen bewegen darf. Vertraut man anderen das Steuer an, ist man gesetzlich dazu angehalten, sich vorab zu vergewissern, ob der potenzielle Fahrer einen Führerschein hat und diesen bei sich trägt. Die Zulassungsbescheinigung Teil II ist hingegen der Eigentumsnachweis eines Kfz und sollte nicht an Dritte weitergegeben werden.

Viele Faktoren haben Einfluss auf die Höhe der Kfz-Versicherungsbeiträge

Der Nutzerkreis eines Fahrzeugs ist nur einer von diversen Faktoren, die für die Prämienbildung bei der Autoversicherung bedeutsam sind. Besonders wichtig sind zum Beispiel die Schadenfreiheitsklasse, Typklasse, Regionalklasse und natürlich der gewählte Tarifumfang.

Die einzelnen Kfz-Versicherer unterscheiden sich bezüglich Preisen und Leistungen. Ein guter Versicherungsschutz mit einem größeren Nutzerkreis muss nicht unbedingt teuer sein. Ein kostenloser, unverbindlicher Kfz-Versicherungsvergleich kann dabei helfen, die besten Angebote minutenschnell herauszufiltern.

Alle Angaben sind gewissenhaft recherchiert und zusammengestellt. Die TARIFCHECK24 GmbH übernimmt jedoch keine Garantie und Haftung für die Aktualität, Vollständigkeit und Richtigkeit der bereitgestellten Informationen.

Kontakt

Kristina Vogt
Redaktion

Tel.: 040 730 98 288
[email protected]