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Strommix Deutschland

Energiemix in Deutschland - Anschauungsbild: Windräder und Solarpanele
Strommix in Deutschland: Wichtig zu wissen
  • Bei der Bruttostromerzeugung in Deutschland handelt es sich bei 58,8 Prozent des Strommixes in Deutschland um Ökostrom (Stand: 2025, Quelle: Bundesministerium für Wirtschaft und Energie) . Der verbleibende Teil wird aus nicht erneuerbaren Quellen generiert.
  • Im Zuge der Energiewende sollen erneuerbare Energien kontinuierlich mehr Raum einnehmen.
  • Im Frühling 2023 wurden die letzten Kernkraftwerke abgeschaltet; bis spätestens 2038 soll der Ausstieg aus der Kohleindustrie erfolgen.
  • Deutschland agiert auch weiterhin als Importeur und Exporteur von Strom.

Strom aus verschiedenen Quellen

Deutschland setzt bei der Versorgung mit Strom auf verschiedene Primärenergieformen für Wirtschaft, Industrie, Verkehr und Haushalte. Der Energiemix umfasst fossile Energieträger wie Braunkohle, Steinkohle, Erdöl und Erdgas. Da insbesondere die Verbrennung von Braunkohle und Steinkohle klimaschädliche Treibhausgase verursachen, werden jedoch auch zunehmend erneuerbare Energien für die Strom- und Wärmeerzeugung genutzt. Zusätzlich importiert und exportiert die Bundesrepublik Strom aus beziehungsweise in andere Länder.

Der in unseren Haushalten bereitgestellte Strom stammt demzufolge aus unterschiedlichen Quellen und wird auch als Strommix oder Energiemix bezeichnet. Auf den Rechnungen von Ihrem Stromanbieter sehen Sie, aus welchen Energiequellen Sie Ihre Wärme- und Stromzufuhr je anteilig erhalten. Möchten Sie selber entscheiden, wie der Energiemix für Ihren persönlichen Stromverbrauch aussieht, vergleichen Sie einfach kostenlos die Stromangebote und wechseln Sie zu einem Tarif entsprechend Ihrer Vorstellungen.


Strommix Deutschland 2025 – Zahlen und Daten

Der Strommix in Deutschland variiert von Tag zu Tag. Der Grund: Wärme und helle Tage im Sommer begünstigen die Gewinnung von Solarenergie, in der kälteren Jahreszeit hingegen kann mehr Terrawattstunden (TWh) Energie aus Windkraft erzeugt werden.

Im Jahr 2025 betrug der Anteil von erneuerbaren Energien bei der Bruttostromerzeugung in Deutschland 58,8 Prozent. Bei der folgenden Tabelle handelt es sich um den Durchschnitt der verschiedenen Jahre.

Strommix: Bruttostromerzeugung

Jahr 1990 2000 2010 2020 2024 2025
Braunkohle 31,1 % 25,7 % 23,0 % 16,2 % 16,0 % 14, 8 %
Kernenergie 27,7 % 29,5 % 22,2 % 11,4 % 0,0 % 0,0 %
Steinkohle 25,6 % 24,8 % 18,5 % 7,6 % 5,3 % 5,9 %
Erdgas 6,5 % 8,5 % 14,1 % 16,3 % 15,6 % 17,2 %
Mineralölprodukte 2,0 % 1,0 % 1,4 % 0,8 % 1,0 % 0,8 %
Windkraft k.A. 1,6 % 6,0 % 23,2 % 28,5 % 26,7 %
Wasserkraft 3,6 % 4,3 % 3,3 % 3,3 % 4,3 % 3,4 %
Biomasse k.A. 0,3 % 4,7 % 7,8 % 8,8 % 9,5 %
Solarenergie k.A. 0,0 % 1,8 % 8,9 % 14,9 % 18,3 %
Hausmüll k.A. 0,3 % 0,7 % 1,1 % 1,1 % k. A.
Sonstige ökologische Energiegewinnung 3,5 % 3,9 % 4,2 % 3,2 % 4,5 % 3,2 %

AG Energiebilanzen e.V. (AGEB) Jahresberichte 2017, 2018, 2019, 2024 und 2025, Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi)

Stromverbrauch, Stromexporte und Stromimporte

Insgesamt hat Deutschland laut derzeitigen Zahlen ausreichend Kapazitäten, um die gesamte Bundesrepublik zu versorgen, trotz der Abschaltung der letzten drei deutschen Atomkraftwerke am 15. April 2023. Im Jahr 2025 betrug die hiesige Nettostromerzeugung laut Bundesnetzagentur 437,6 TWh. 58,8 Prozent davon stammten aus erneuerbaren Quellen wie Wind- und Solarenergie.

Deutschland ist dabei weiterhin stark in den internationalen Stromhandel eingebunden. Schon seit 2023 übersteigen die grenzüberschreitenden Stromimporte die Exporte. Im Jahr 2025 importierte die Bundesrepublik so insgesamt 76,2 TWh Strom und exportierte 54,3 TWh.

Insbesondere Strom aus Dänemark, Frankreich und den Niederlanden ist für den Import relevant. Der Grund: Stromanbieter kaufen gerne zu günstigen Preisen ein. Der Stromhandel basiert auf wirtschaftlichen Faktoren und nicht allein der Frage, ob Deutschland ausreichend eigene Kraftwerkskapazitäten vorweisen kann.


Deutschlands Entwicklung zur Energiewende

Das natürliche Vorkommen von fossilen Energieträgern ist begrenzt. Ausreichende Reserven und Ressourcen an Primärenergieträgern sind für eine zuverlässige Versorgung mit ausreichend Kilowattstunden Strom für alle Haushalte und Unternehmen jedoch unabdingbar. Mit der Abhängigkeit von nur einer einzigen Energiequelle würde Deutschland Versorgungsengpässe bei der verfügbaren Strommenge riskieren.

Fossile Energieträger tragen zur Abhängigkeit Deutschlands bei und schädigen durch den Ausstoß von Treibhausgasen dem Klima. Durch die Verwendung erneuerbarer Energien wie Wind, Wasserkraft, Sonne sowie feste, flüssige und gasförmige Biomasse, sollen die klimaschädlichen, fossilen Energieträger zukünftig verdrängt und die Versorgung langfristig garantiert werden.

In den letzten Jahren nahm der Anteil der erneuerbaren Energieformen zu, insbesondere in der Stromerzeugung. Im ersten Halbjahr 2023 lag der Anteil an erneuerbaren Energien (Stromquellen wie Windenergie, Wasserkraft, Biomasse, Hausmüll und Photovoltaik) in der inländischen Stromerzeugung erstmals über 50 Prozent.

Noch setzt Deutschland in vielen Fällen auf fossile Energieträger und importiert Strom aus herkömmlicher Erzeugung, allerdings nehmen umweltverträgliche Energien etwas mehr Raum ein. Spätestens bis zum Jahr 2038 soll dabei aufgrund eines Beschlusses der Bundesregierung der Ausstieg aus der Kohleindustrie erfolgt sein. Aktuell machen Braun- und Steinkohle bei der Energiegewinnung noch insgesamt knapp ein Drittel aus.


FAQ – häufige Fragen zum Strommix

Energieexperte Raffael Comitz

Raffael ist seit 2022 Teil des Tarifcheck.de-Teams. Er bereichert unsere Redaktion mit seinem großen Wissensschatz zu den Themen Strom, Gas, Energiesparen sowie nachhaltigem Ressourcenverbrauch. Mehr über unser Team.

Raffael Comitz

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