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Steuerliche Absetzbarkeit der Unfallversicherung

Steuerliche Absetzbarkeit
Unfallversicherung steuerlich absetzen: Wichtig zu wissen
  • Unfallversicherungen können Sie in der Steuererklärung in der Anlage Vorsorgeaufwand aufwenden, sofern einige Voraussetzungen erfüllt sind.
  • Auch andere Vorsorgeversicherungen wie die Krankenzusatzversicherung sind steuerlich absetzbar. Der jährliche Höchstbetrag wird durch anderweitige Versicherungen somit womöglich bereits ausgeschöpft.
  • Angestellte, Pensionierte, Auszubildende und Studierende können pro Jahr in ihrer Steuererklärung maximal 1.900 Euro deklarieren. Bei Ehepaaren gilt der doppelte Betrag, sofern beide ein steuerpflichtiges Einkommen haben. Die Höchstgrenze für Selbstständige liegt bei 2.800 Euro jährlich (Stand: 2026).
  • Hier erfahren Sie, wie Sie die Unfallversicherung in Ihrer Steuererklärung absetzen.

Die TARIFCHECK24 GmbH ist kein Versicherungs­makler/Versicherungs­vermittler. Für die Versicherungs­vermittlung arbeiten wir mit externen Partnern wie CHECK24, der Mr-Money Makler-Bund GmbH und anderen namhaften Partnern aus der Branche zusammen. Der Vertragsabschluss erfolgt nicht über Tarifcheck.de. Weitere Informationen finden Sie hier: Datenschutz.


Steuerliche Absetzbarkeit der Unfallversicherung: Gut versichert sein und Steuern sparen

Die private Unfallversicherung zählt zu den Policen, die steuerlich absetzbar sind.

In der Steuererklärung zählt die private Unfallversicherung zu den sogenannten Vorsorgeaufwendungen. Es handelt sich bei dieser Art der Sonderausgaben um zumeist freiwillige Versicherungen, die Privatpersonen zum eigenen Schutz oder der eigenen Absicherung abschließen. Dazu gehören unter anderem auch private Haftpflichtversicherungen, Krankenzusatzversicherungen und Zahnzusatzversicherungen.

Höchstbetrag für Vorsorgeaufwendungen abhängig vom Arbeitsverhältnis

Die Höhe der jährlich absetzbaren Vorsorgeaufwendungen variiert mit der Art des Arbeitsverhältnisses und gilt für alle sich qualifizierenden Versicherungen einer einkommenssteuerpflichtigen Person. Eventuell ist der Maximalbetrag deshalb bereits mit anderen Versicherungen ausgeschöpft.

  • Angestellte, Azubis, Studierende, Rentnerinnen und Renter: Der Höchstbetrag liegt bei 1.900 Euro an absetzbaren Vorsorgeaufwendungen pro Jahr. Voraussetzung ist, dass überhaupt ein zu versteuerndes Einkommen besteht und eine Steuererklärung ausgefüllt wird.
  • Selbstständige und Freiberufliche: Die Maximalsumme liegt bei 2.800 Euro jährlich.

Der Staat entscheidet stets zum Jahresende, ob die Höchstbeträge für Vorsorgeaufwendungen angepasst werden. In den letzten Jahren wurde die Höchstgrenze nicht angepasst (Stand: 2026).


Unterschied Absetzbarkeit private und gesetzliche Unfallversicherung

Das Finanzamt unterscheidet bei der steuerlichen Absetzbarkeit der Unfallversicherungen zwischen der beruflichen und privaten Abdeckung der Unfallversicherung.

Die gesetzliche Unfallversicherung wird nicht von Privatpersonen, sondern nur von Arbeitgebenden bezahlt – es sei denn, es handelt sich um freiwillig versicherte Selbstständige und Freiberufliche. Folglich können Angestellte nur die private Unfallversicherung von der Steuer absetzen.

Im Folgenden sehen Sie zentrale Unterschiede zwischen gesetzlicher und privater Unfallversicherung:

  • Gesetzliche Unfallversicherung: Sie ist laut Sozialgesetzbuch VII (SGB VII) unter anderem Pflicht für sozialversicherungspflichtige Angestellte, Auszubildende sowie für Kinder und Schüler in der Schule oder Kita. Der Arbeitgeber beziehungsweise Träger meldet die Personen an und zahlt die Beiträge. Selbstständige und Freiberufliche können sich freiwillig versichern.
    Die gesetzliche Unfallversicherung greift während Unfällen in der jeweiligen Institution, auf dem direkten Weg von und zur Stätte sowie bedingt auf Dienstreisen. Während der Freizeit besteht kein Schutz.
    Ansprüche im Leistungsfall beinhalten medizinische und berufliche Rehabilitation, Renten und Übergangszahlungen sowie im Todesfall die Entschädigung von Hinterbliebenen
  • Private Unfallversicherung Sie deckt primär, aber nicht ausschließlich, Unfallrisiken im privaten Lebensbereich und Freizeitleben ab und leistet vertragsabhängig weltweit.
    Je gravierender die körperliche Leistungsfähigkeit nach einem Unfall eingeschränkt ist und desto höher der Invaliditätsgrad, desto mehr Geld zahlt auch die private Unfallversicherung. Die Kapitalsumme wird in der Unfallversicherung auf Basis der Gliedertaxe ermittelt, die jedem Körperteil eine bestimmte Prozentzahl zuordnet.
    Neben dem Invaliditätsfall als Schwerpunktleistung sind in der privaten Unfallversicherung je nach Police weitere Leistungsbereiche eingeschlossen. Zu diesen Leistungen zählen unter anderem Bergungskosten, kosmetische Operationen und/oder ein Krankenhaustagegeld.

Absetzbarkeit als Werbungskosten

In der Praxis können steuerpflichtige Arbeitnehmer die Beiträge zur Unfallversicherung als Vorsorgeaufwand geltend machen. Möglich ist auch eine Aufteilung zwischen Vorsorgeaufwand und Werbungskosten. Das hat den Hintergrund, dass die private Unfallversicherung häufig auch berufliche Risiken abdeckt.

Ihre Steuerberaterin, Ihr Steuerberater oder ein Lohnsteuerhilfeverein kann Ihnen im Zweifelsfall genau erläutern, wie Sie die Beiträge zu Ihrer privaten Unfallversicherung richtig absetzen können. Grundsätzlich kann die private Unfallversicherung aber zumindest teilweise steuerlich geltend gemacht werden.


Wo trage ich die Unfallversicherung in der Steuererklärung ein?

Die privaten Unfallversicherungsbeiträge eines Steuerjahres werden in der Einkommenssteuererklärung als Sonderausgaben berücksichtigt. Schreiben Sie die Beitragshöhe einfach in der Anlage Vorsorgeaufwand und dort in den Bereich weitere sonstige Vorsorgeaufwendungen.

Ein Hinweis: Belege über die Höhe der Versicherungsbeträge müssen Sie für gewöhnlich erst auf Anfrage des Finanzamts vorlegen. Die Nachweise erhalten Sie direkt von Ihrem Unfallversicherer. In manchen Fällen sind auch 1) eine Kopie Ihres Unfallversicherungsvertrags und 2) entsprechende Kontoauszüge zulässig.

Mit geeignetem Unfallversicherungsvertrag noch mehr sparen

Die private Unfallversicherung zählt zu den meistgewählten privaten Versicherungen. Deshalb gibt es zahlreiche unterschiedliche Angebote.

Je nach Tarif und Anbieter sind einige Leistungen automatisch in der privaten Unfallversicherung enthalten, während andere gegen Aufpreis angeboten werden. Auch die Preise variieren enorm. Mithilfe eines Vergleichs der Anbieter finden Sie eine passende Unfallversicherung entsprechend Ihrer Wünsche und können dabei zuweilen viel Geld sparen. Abhängig von der Laufzeit und Kündigungsfrist Ihrer privaten Unfallversicherung lohnt sich dabei womöglich auch der Wechsel zu einer preisgünstigeren und leistungsstärkeren Police.

Versicherungsexpertin Maike Boldt

Maike ist seit 2011 Teil des Tarifcheck.de-Teams. Sie kennt nahezu alle Bereiche des Unternehmens und weiß, welche Versicherungsfragen Verbraucherinnen und Verbraucher beschäftigen. Mehr über unser Team.

Maike Boldt