Diese 5 Versicherungen brauchen Sie beim Hausbau

07.04.2017

Wenn Sie endlich im selbstgebauten Eigenheim stehen, wissen Sie, dass der ganze Stress sich gelohnt hat. Bevor es soweit ist, müssen Sie vieles beachten – die richtige Absicherung zum Beispiel. Tarifcheck.de-Versicherungskaufmann Sascha Homann erklärt, welche Versicherungen beim Hausbau unverzichtbar sind.


1

Bauherrenhaftpflicht­versicherung

Wer eigenverantwortlich baut, ist für die Sicherheit auf der Baustelle verantwortlich. Vor Unfällen oder Schäden ist man aber trotz Vorsichtsmaßnahmen nicht gefeit. In diesen Fällen leistet die Bauherrenhaftpflichtversicherung, erklärt Homann. Der Schutz gelte jedoch nur für Dritte, nicht für die Bauherren selber.

Oft bieten reguläre Haftpflichtversicherer die Bauherren-Police mit eingeschränktem Leistungsumfang über Sonderbausteine an, abhängig vom Bauvorhaben und Versicherer muss sie als eigenständige Versicherung beantragt werden. Bei Bedarf sollte man sich bei seinem Haftpflicht-Anbieter erkundigen, denn egal, ob man ein Eigenheim baut oder zur Miete wohnt, eine private Haftpflichtversicherung sollte jeder haben.


2

Bauhelfer-Unfallversicherung

Oft packen Freunde und Verwandte beim Hausbau mit an: Die Bauhelfer-Unfallversicherung springt ein, wenn sich privat tätige Helfer auf der Baustelle verletzen, so der Versicherungskaufmann, sie ist nicht für gewerblich tätige Arbeiter zuständig.


3

Bauleistungs­versicherung

Der Schutz der Investition ist ebenfalls essenziell: Eine Bauleistungs- oder Bauversicherung macht definitiv Sinn, so der Fachmann. Bei Sturm- oder Überschwemmungsschäden am Rohbau, dem Diebstahl von Festinstallationen oder Bauteilen während des Fertigstellungsprozesses könne man auf diese Police zurückgreifen und finanzielle Verluste vermeiden.


4

Feuerrohbau­versicherung

Feuer und Blitzeinschläge können das ganze Bauprojekt zunichtemachen. Eine Feuerrohbauversicherung sollte deshalb keinesfalls fehlen und könne zuweilen als Teil einer Bauversicherung oder beitragsfreier Teil einer Gebäudeversicherung abgeschlossen werden, erklärt der Tarifcheck.de-Fachmann.

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5

Risikolebens­versicherung oder Restschuld­versicherung

Um den Traum von den eigenen vier Wänden zu realisieren, ist eine Baufinanzierung meist unerlässlich. Die Tilgung dauert oft Jahrzehnte: Viele Banken fordern deshalb vom Kreditnehmer den Abschluss einer Restschuldversicherung, sagt Homann. Das Prinzip ist simpel: Die Deckungssumme der Restschuldversicherung entspricht der des Kredits und sinkt proportional zu den Ratenzahlungen. Sterbe der Kreditnehmer, bevor das Darlehen getilgt wurde, werde die Restschuld durch die gleichnamige Versicherung getilgt.

Natürlich möchte niemand über den eigenen Tod nachdenken. Man kann mit dieser Police seine Lieben im Ernstfall aber zumindest finanziell schützen, kommentiert Homann. Der Fachmann empfiehlt, die Versicherung nicht als Teil des Kredits abzuschließen, da sie einzeln meist günstiger ist: Die Risikolebensversicherung ist im Unterschied zur Restschuldversicherung nicht an den Kredit gebunden, kann sie aber ersetzen. Schon für unter 100 Euro im Jahr kann man sein Leben mit sechsstelligen Summen über Jahrzehnte versichern. Sie ist generell eine Überlegung wird, wenn man Partner oder Kinder im Fall des eigenen Ablebens versorgt wissen möchte.