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Hufelandverzeichnis/ Heilpraktiker

Das Hufeland-Leistungsverzeichnis der Besonderen Therapierichtungen ist eine Abrechnungshilfe für naturheilkundlich tätige Ärzte. Es wurde herausgegeben von der Hufelandgesellschaft für Gesamtmedizin e.V., der alle namhaften Ärztegesellschaften für die verschiedenen Naturheilverfahren angeschlossen sind. Das Hufelandverzeichnis enthält alle naturheilkundlichen Diagnostik- und Therapieverfahren, die theoretisch erklärbar und praktisch bewährt und die lern- und lehrbar sind. Das Hufelandverzeichnis hat aber nicht den Charakter eines 'Kataloges der Naturheilverfahren von A bis Z' . Vielmehr sind in ihm - streng nach Therapierichtungen (wie z.B. 'Sauerstoff-Therapien') geordnet - eine Reihe Einzelleistungen aufgeführt, für die dann analoge GOÄ-Bewertungen vorgeschlagen werden. Sowohl das Hufelandverzeichnis als auch die Hufelandgesellschaft sind benannt nach dem Arzt Christoph Wilhelm Hufeland (1762 - 1836). Er promovierte 1783 zum Doktor der Medizin, wurde 1793 zum Professor der Medizin an der Universität Jena ernannt. Hufeland war Leibarzt des preußischen Königs Friedrich Wilhelm III. und Professor an der Berliner Charité. Hufeland war überzeugter Anhänger der Naturheilkunde, der in seiner Arbeit wissenschaftliches Denken (also die Schulmedizin) und Naturheilmethoden miteinander verband.

Akupunktur

Die traditionelle chinesische Medizin geht davon aus, dass die Lebensenergie in einem bestimmten Rhythmus in 14 Meridianen (Leitbahnen) durch den Körper flie8t. Krankheit bedeutet Störung dieses Energieflusses. Auf den Meridianen liegen die 361 klassischen Akupunktur- Punkte, die jeweils spezifische Heilanzeigen haben. Ziel der Akupunktur ist es, über diese Punkte mit feinsten Nadeln Heilreize zu setzen, die die Ausgewogenheit des Energiekreislaufs wieder herstellen; Energie wird also zu- oder abgeführt.

Anthroposophische Medizin

Die anthroposophische Medizin sieht die Wechselbeziehungen zwischen Leib - Geist - Seele als Ursache für das Entstehen von Gesundheit und Krankheit. Ihr Ziel ist, die Harmonie dieser Wechselbeziehungen wieder herzustellen. Dabei stützt sie sich bevorzugt auf natürliche Substanzen (Pflanzen).

Antihomotoxische Medizin

Die antihomotoxische Medizin versteht sich als erweiterte Homöopathie, bei der vorwiegend homöopathische Komplexpräparate zum Einsatz kommen.

Ausleitende Verfahren

Die Ausleitungsverfahren sind ein Therapiekonzept, das bis auf Hippokrates zurückgeht: Die Organe eines kranken Körpers können gereinigt werden, indem über die Haut oder andere Organe schädliche Stoffe nach außen geleitet werden. Zu den ausleitenden Therapieverfahren gehören u.a.: Aderlass, Baunscheidt-Behandlung, Blutegelbehandlung, Cantharidentherapie, Schröpfen.

Biochemie nach Schüssler

Die Biochemie nach Schüssler sieht als wesentliche Ursache von Erkrankungen einen Mangel an den im Blut enthaltenen Mineralsalzen. Diese "Schüssler- Salze" werden in homöopathischer Verdünnung verabreicht.

Bioelektrische Funktionsdiagnostik

Hierbei handelt es sich um ein Verfahren, das aus der Elektroakupunktur entwickelt wurde. Die bioelektrische Funktionsdiagnostik arbeitet mit einer reduzierten Anzahl von Messpunkten.

Bioresonanz-Therapie

Die Bioresonanz-Therapie geht davon aus, dass der menschliche Körper von einem ultrafeinen elektromagnetischen Feld durchdrungen und umgeben ist. Die elektromagnetischen Schwingungen des kranken Menschen werden bei der Bioresonanz-Therapie so verändert, dass die selbstheilenden Kräfte wieder wirksam werden können.

Chiropraktik (Chirotherapie)

Bei der Chiropraktik werden durch gezielte Handgriffe an der Wirbelsäule Blockierungen an den Wirbelgelenken erkannt und behandelt.

Eigenblutbehandlung

Die Eigenblutbehandlung ist eine Reiz- bzw. Umstimmungstherapie, die das körpereigene Abwehrsystem aktiviert. Dem Patienten wird Blut entnommen und dann in bzw. unter die Haut oder in den Muskel injiziert. Durch den kurzen Aufenthalt außerhalb des Körpers verändert sich das Blut so, dass es die an der Immunabwehr beteiligten Zellen aktiviert.

Eigenharnbehandlung

Wie die Eigenblutbehandlung ist auch die Eigenharnbehandlung eine Reiz - bzw. Umstimmungstherapie.

Elektro-Akupunktur

Die Elektro-Akupunktur nach voll (EAV) geht davon aus, dass der in der Akupunktur bekannte Energiekreislauf an den Akupunkturpunkten (" Messpunkten") mittels eines elektrischen Gerätes messbar und beeinflussbar sein muss. An Stelle der Nadelakupunktur wird mit Stromimpulsen gearbeitet.

Elektro-Neuraltherapie

Im Gegensatz zur Elektro-Akupunktur geht die Elektro-Neuraltherapie nicht von den chinesischen Akupunkturpunkten aus, sondern von besonderen Reaktionsstellen auf der Haut. Pathologische Punkte werden mit dem Elektro-Neuraltherapie-Gerät erkannt und dann zur Norm hin auf- oder abgeladen.

Elektrotherapie

Bei der Elektrotherapie handelt es sich um die therapeutische Anwendung des elektrischen Stroms. Hierbei werden verschiedene Therapiearten wie Galvanisation, Hochfrequenz- und Niederfrequenz-Therapie angewendet.

Elementartherapie

Viele der im menschlichen Körper nachgewiesenen Mineralstoffe kommen nur in kleinsten Mengen ("Spuren") vor. Ein Mangel an diesen Spurenelementen kann Krankheiten verursachen. Die Elementartherapie führt dann dem Körper die fehlenden Spurenelemente in Form von Arzneimitteln zu.

Enzymtherapie

Ohne Enzyme ist ein geordneter Stoffwechsel nicht möglich; sie bauen Eiwei8, Fette und Zucker ab. Die Enzyme haben die Eigenschaft, den Stoff zu erkennen, dessen Reaktion sie steuern wollen. Diese Eigenschaft wird in der Enzymtherapie auch zum Abbau krankmachender Substanzen genutzt. Sie beruht auf der hochdosierten Zufuhr pflanzlicher und/oder tierischer Enzyme.

Homöopathie

Die Homöopathie ist eine spezielle Arzneimittel-Lehre. Sie geht davon aus, dass Stoffe in kleinen Mengen umgekehrt wirken wie in großen. Stoffe, die bei gesunden Menschen bestimmte Krankheitserscheinungen hervorrufen, bewirken - in verdünnter Form verabreicht - bei Kranken mit ähnlichen Symptomen eine Heilung. Das Prinzip der Homöopathie lautet also: Ähnliches heilt Ähnliches. Das Verfahren des Verdünnens wird "Potenzieren" genannt. Dabei werden die Urstoffe jeweils im Verhältnis 1:10 (Dezimal- Potenzen) immer weiter mit einem Lösungsmittel (Alkohol oder Wasser) verdünnt. Ein Teil Urstoff mit 9 Teilen Lösungsmitteln ist dann ein homöopathisches Arzneimittel in der Potenz D1. Verdünnt man einen Teil von D1 wieder mit 9 Teilen Lösungsmittel, erhält man ein Mittel in der Potenz D2 usw. In der Homöopathie gibt es so genannte Tiefpotenzen (bis D6), Mittelpotenzen (bis D18) und Hochpotenzen (über D18).

Homöopathische Hochpotenzen

Die Hochpotenzhomöopathie geht davon aus, dass die dem Wirkstoff eines Heilmittels inne- wohnende Heilkraft auch dann noch vorhanden ist, wenn kein Wirkstoffmolekül mehr nachweisbar ist. Die nach den Ärzten Rudolf Arndt und Hugo Schulz genannte "Arndt-Schulz'sche Regel" gilt zwar für die gesamte Naturheilkunde, aber für die Hochpotenzhomöopathie besonders: Schwache Reize fachen die Selbstheilungsvorgänge an, mittelstarke fördern sie, starke hemmen sie und stärkste heben sie auf.

Homöosiniatrie

Bei der Homöosiniatrie handelt es sich um eine Kombination von Akupunktur und Homöopathie. Ausgewählte homöopathische Mittel werden in Akupunkturpunkte injiziert.

Hydrotherapie

Die Hydrotherapie ist die therapeutische Anwendung von Wasser in unterschiedlichen Temperaturen und Formen: fest (bei der Kältetherapie), flüssig oder als Wasserdampf. Sie umfasst u. a. Bäder, Waschungen, Güsse, Packungen, Wickel und Auflagen.

Irisdiagnostik

Die Irisdiagnostik beruht auf der Idee, dass das Auge der Spiegel der Seele und des Körpers ist. Aus farblichen und strukturellen Veränderungen der Iris (Regenbogenhaut des Auges) werden Rückschlüsse auf Organbefunde und Anfälligkeiten für bestimmte Krankheiten gezogen.

Isopathie

Bei der Isopathie handelt es sich um ein der Homöopathie ähnliches Konzept. Hier wird allerdings nicht Ähnliches durch Ähnliches geheilt, sondern Gleiches durch Gleiches.

Lasertherapie

Lasertherapie soll die Durchblutung sowie die Sauerstoff- und Energieversorgung der Zellen verbessern, um das Immunsystem anzuregen, eine Heilung zu beschleunigen. Wird das Laserlicht auf Akupunkturpunkte gebracht, werden diese stimuliert (Laser-Akupunktur).

Lichttherapie

Bei der Lichttherapie handelt es sich um die therapeutische Anwendung des Lichts in Form von Lichtbad, Sonnenbad oder mittels künstlicher Lichtquellen wie Leuchtstoffröhren, Höhensonne, Rotlicht usw.

Lymphdrainage

Die Lymphdrainage ist eine Entstauungstherapie; durch Streichmassage wird der Abfluss von Gewebeflüssigkeit über das Lymph- und Venensystem gefördert.

Magnetfeldtherapie

Hierbei handelt es sich um die therapeutische Anwendung von magnetischen Feldern zur Anregung des Zellstoffwechsels und der Durchblutung. Die Magnetfeldtherapie kommt vornehmlich bei Knochenerkrankungen zum Einsatz.

Mikrobiologische Therapie

Bei der mikrobiologischen Therapie oder Symbioselenkung werden Mikroorganismen verabreicht, um die Darmflora wieder herzustellen und damit die körpereigenen Abwehrkräfte zu aktivieren.

Neuraltherapie

Die Neuraltherapie arbeitet mit der Injektion von örtlichen Betäubungsmitteln zu therapeutischen Zwecken. Ihre Wirkung beruht weniger auf der pharmakologischen Wirksamkeit am Ort der Injektion, sondern vielmehr auf der Einflussnahme auf lokale oder übergeordnete Regelkreise. Die Neuraltherapie basiert auf der Vorstellung, dass das vegetative Nervensystem als Schaltstelle zwischen Leib und Seele aufzufassen ist und somit über die vegetativen Nervenbahnen Krankheitsprozesse beeinflußt werden können. Blockierungen gestörter Regelkreise werden durch das Betäubungsmittel ausgeschaltet, so dass die körpereigene Selbstheilungskraft wieder in Gang kommt.

Nosodentherapie

Bei der Nosodentherapie handelt es sich um ein Verfahren der Isopathie. Nosoden sind nach den Regeln der Homöopathie potenzierte Krankheitserreger oder -absonderungen. Nosoden dienen dazu, die Krankheit, aus der sie stammen, zu behandeln. Die Nosodentherapie ist somit eine Mischung aus Homöopathie und Impfprinzip.

Orthomolekulare Medizin

Die orthomolekulare Medizin dient dem Ausgleich von Mangeln an Vitaminen, Mineralstoffen, Spurenelementen, Aminosäuren, Fettsäuren und Enzymen. Dies soll den Körper in die Lage versetzen, mit optimalen Konzentrationen aller wichtigen Substanzen eine gute Regulationsfähigkeit des Organismus wiederherzustellen.

Osteopathie

Die Osteopathie ist ein Verfahren der manuellen Medizin, das der Chiropraktik stark ähnelt. Während sich die Chiropraktik aber mit der Wirbelsäule beschäftigt, behandelt die Osteopathie Bänder, Gelenke, Knochen und Muskeln. Über die Verbesserung der Beweglichkeit werden die Blut- und Lymphzirkulation, der Stoffwechsel, die Entgiftung und damit die Gesamtregulation des Körpers angeregt.

Phytotherapie

Die Phytotherapie ist die Pflanzenheilkunde; Krankheiten werden mit Arzneimitteln behandelt, die ausschließlich aus Pflanzen, Pflanzenteilen oder Pflanzeninhaltsstoffen bestehen. In der Phytotherapiewerden Früchte, Samen, Blätter, Blüten, Stängel, Rinden, Wurzeln, Knollen und auch das Holz als Tee oder in Form von Pflanzenauszügen, Pflanzensäften, Extrakten, Tabletten, Dragees, und Pulver verwendet.

Reflexzonenmassage

Hierbei handelt es sich um die Massagen von Hautpartien, die durch Blut- oder Nervenbahnen mit inneren Organen verbunden sind. Diese Körperbezugszonen werden stimuliert und rufen eine heilsame Reaktion in den bezogenen Organen und Organpartien hervor. Am stärksten verbreitet ist die Fußreflexzonenmassage.

Sauerstofftherapie

Sauerstofftherapie ist die Behandlung von Krankheiten mit Sauerstoffgaben. Hierbei liegt die Vorstellung zu Grunde, dass jede Zelle und damit jedes Organ einer ausreichenden Sauerstoff- zufuhr bedarf, um optimal arbeiten zu können. Zum Einsatz kommen Sauerstoff (02) und seine energiereichere Form, das Ozon (03). Zu den Sauerstofftherapien gehören u. a. Hämatogene Oxydationstherapie, Oxyvenierungstherapie, Ozontherapie, Sauerstoff-Mehrschritt- Therapie.

Shiatsu

Shiatsu ist eine in Japan entwickelte Massagetherapie. Auf bestimmte Körperzonen, aber auch Hautbereiche, Muskeln und Gelenke, wird mit Hilfe der Daumen und Handflächen Druck ausgeübt. Durch diese Behandlung wird ein Ausgleich und eine Harmonisierung innerhalb des Organismus angestrebt.

Spagyrik

Die Spagyrik ist eine besondere Form der Arzneimittelzubereitung. Pflanzen werden zerkleinert, mit Wasser und Hefe versetzt und vergoren. Danach wird das Material einer Wasserdampfdestillation unterworfen und das Destillat in Alkohol aufgefangen. Der Rückstand der Destillation wird nun so lange erhitzt, bis er zu Asche geworden ist. Diese Asche wiederum wird mit dem Destillat vereint und dann filtriert. Das Filtrat ist die fertige spagyrische Essenz, die einer homöopathischen Verdünnung entspricht.

Thermotherapie

Die Thermotherapie - also die Behandlung mit Wärme und Kälte - macht sich die Reaktionen des menschlichen Körpers auf Temperaturreize für therapeutische Zwecke zunutze.

Traditionelle chinesische Medizin

Der Schwerpunkt der traditionellen chinesischen Medizin liegt in der Akupunktur. Daneben gibt es traditionell verordnete und zubereitete Medikamente sowie Wärmebehandlungen, Massagen und diätische Ma8nahmen.