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Bürgerentlastungsgesetz in Bezug auf die private Krankenversicherung

Mit dem Bürgerentlastungsgesetz sollen die Bürgerinnen und Bürger Deutschlands steuerlich entlastet werden.

Das 2010 in Kraft getretene Bürgerentlastungsgesetz dient der verbesserten steuerlichen Berücksichtigung von sonstigen Vorsorgeaufwendungen.

Die Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung fallen laut Gesetz unter sonstige Vorsorgeaufwendungen und können somit als Sonderausgaben von der Steuer abgesetzt werden.

Mit dem Inkrafttreten des Bürgerentlastungsgesetzes wird der Umfang der steuerlich absetzbaren Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung um jeweils 400 Euro erhöht. Bis 2009 belief sich der maximal absetzbare Betrag für Steuerpflichtige, die einen steuerfreien Zuschuss zu ihrer Krankenversicherung erhalten oder über einen Anspruch auf Beihilfe zu ihren Krankheitskosten verfügen, auf 1.500 Euro.

Seit dem Veranlagungszeitraum 2010 beträgt der Höchstbeitrag für diese Personengruppe 1.900 Euro. Für Steuerpflichtige, die den gesamten Beitrag alleine tragen müssen, liegt der maximal absetzbare Betrag seit Einführung des Bürgerentlastungsgesetztes bei 2.800 anstatt 2.400 Euro.

Versicherte in gesetzlichen Krankenkassen (GKV) bekommen einen Großteil der Beiträge erstattet. Mitglieder der privaten Krankenversicherung (PKV) können nur die Beitragsanteile von der Einkommenssteuer absetzen, die den Pflichtleistungen der GKV entsprechen.

Die Beiträge der gesetzlichen Krankenkasse sind in der Regel bis zur Basisabsicherung fast vollständig absetzbar. Versicherte der privaten Krankenversicherung können ihre tatsächlich geleisteten Beitragsaufwendungen ebenfalls nur bis zur Basisabsicherung steuerlich geltend machen. Zusätzlich abgesicherte Leistungen gehören nicht zur Grundversorgung und können damit nicht steuerlich berücksichtigt werden. Darunter fallen neben Komfortleistungen auch ein versichertes Krankenhaustagegeld sowie Krankentagegeld.

Nur die tatsächlich geleisteten Beiträge werden steuerlich berücksichtigt. Erhält eine privat versicherte Person einen steuerfreien Arbeitgeberzuschuss zur privaten Kranken- und Pflegeversicherung, mindert dieser Zuschuss die als Sonderausgaben anzusetzenden Beiträge. Auch Beitragsrückerstattungen und Vereinbarungen eines Selbstbehalts mindern die Versicherungsbeiträge in der PKV und damit die absetzbare Beitragssumme.

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Bürgerentlastungsgesetzes macht PKV für Familien interessant

Wenn Ihr Einkommen über der Jahresarbeitsentgeltgrenze für versicherungspflichtig beschäftigte Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen liegt, Sie einer selbständigen oder freiberuflichen Tätigkeit nachgehen, haben Sie grundsätzlich die Wahl zwischen der freiwilligen Mitgliedschaft in der GKV oder einer PKV.

Familien mit Kindern entscheiden sich meist für die gesetzliche Krankenversicherung, da hier Kinder sowie Ehepartnerinnen und Ehepartner ohne eigenes Einkommen beitragsfrei mitversichert sind. Da die private Krankenversicherung keine Familienversicherung anbietet, fällt für jedes privat versicherte Familienmitglied ein gesonderter Beitrag an.

Mit der Verabschiedung des Bürgerentlastungsgesetzes können Sie die Beiträge zur privaten Kranken- und Pflegeversicherung für alle Familienmitglieder von der Einkommenssteuer absetzen, was den Wechsel in die PKV für Familien attraktiver gemacht hat.

Die gesetzliche Neuregelung kann zu keiner Schlechterstellung gegenüber dem bisher geltenden Recht führen.

Da das Finanzamt bei der Steuererklärung eine sognannte "Günstigerprüfung" durchführt, ist eine Schlechterstellung im Hinblick auf die geleisteten Vorsorgeaufwendungen ausgeschlossen. Um die Beiträge für die private Krankenversicherung als Sonderausgaben steuermindernd geltend machen zu können, müssen Sie in der Steuererklärung die Anlage "Vorsorgeaufwand" ausfüllen.

Beachten Sie, dass nur die Beiträge zur Basisabsicherung berücksichtigt werden. Wahlleistungen der PKV wie die Behandlung durch den Chefarzt sowie ein privat versichertes Krankenhaustagegeld wie auch Krankentagegeld können steuerlich nicht geltend gemacht werden.

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