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Kreditkartennummer: Aufbau, Bedeutung und wo sie zu finden ist

Eine Person hält eine Kreditkarte in der Hand, bereit zur Verwendung für eine Zahlung oder Transaktion.
Kreditkartennummer: Wichtig zu wissen
  • Die Kreditkartennummer ist eine einzigartige Zahl mit 13 bis 19 Stellen.
  • Sie wird bei Transaktionen überprüft und etwa bei Online-Geschäften gemeinsam mit der dreistelligen Prüfnummer abgefragt.
  • Die Kartennummer befindet sich zumeist auf der Vorderseite der Kreditkarte. Moderne Karten zeigen sie mitunter auf der Rückseite, um ein Ausspähen beim Bezahlen zu erschweren.
  • Die Nummer sollte vertraulich behandelt werden, um Kartenmissbrauch vorzubeugen.

Was ist die Kartennummer einer Kreditkarte?

Die Kreditkartennummer ist eine weltweit einzigartige Kennzahl, die direkt auf der Kreditkarte aufgedruckt oder eingeprägt ist. Sie besteht aus 13 bis 19, zumeist aber aus 16 Ziffern. Sie dient dazu, jede Karte und die Karteninhaberin oder den Karteninhaber zu identifizieren. So können Zahlungen korrekt verarbeitet und Transaktionen eindeutig dem richtigen Bankkonto zugeordnet werden.

Die Kartennummer wird häufig bei Zahlungen mit der Kreditkarte abgefragt, um eine Transaktion abzuschließen. Zahlen Sie im Ladengeschäft mit der Karte, wird die Kreditkartennummer automatisch erfasst. Beim Online-Shopping müssen Sie die Nummer hingegen manuell angeben.

Wo steht die Kreditkartennummer auf der Karte?

Insbesondere bei älteren Kreditkarten befindet sich die Kartennummer zumeist auf der Vorderseite. Moderne Karten hingegen zeigen die Kreditkartennummer häufig auf der Rückseite. So ist die Nummer bei der Nutzung in der Öffentlichkeit nicht mehr direkt einsehbar.

Übrigens: Die Kreditkartennummer hebt sich von der ebenen Fläche der Kreditkarte ab, sodass Sie sie mit dem Finger fühlen können. Dadurch kann sie auch von analogen Lesegeräten (Imprintern) gelesen werden.


Wie ist die Kreditkartennummer aufgebaut?

Der Aufbau der Kreditkartennummer erfolgt nicht willkürlich, sondern unterliegt internationalen Standards. Zumeist ist die Kreditkartennummer in vier Blöcke mit jeweils vier Ziffern aufgegliedert. Ein Block kann dabei mehrere codierte Informationen enthalten. Gleichzeitig kann sich eine Informationseinheit auch über mehrere Blöcke erstrecken. Im Wesentlichen lässt sich die Kartennummer wie folgt unterteilen:

Bankidentifikationsnummer (BIN) oder Emittentenkennnummer (IIN): Diese Nummer bildet zumeist die ersten sechs bis acht Ziffern der Kreditkartennummer. Sie identifiziert den Kartenanbieter und die herausgebende Bank.

  • Die ersten Ziffern geben Aufschluss über die Kreditkartengesellschaft.
  • Die nachfolgenden Ziffern identifizieren das ausstellende Geldinstitut.
  • Aus dem BIN-Bereich lässt sich zudem die Kartenart ablesen, manchmal beispielsweise, ob es sich um eine Firmen-, Zweit- oder Partnerkarte handelt; auch eine Prepaid-Kreditkarte läuft so über andere Nummernkreise als eine reguläre Karte. Die genaue Ziffernstelle bestimmt jedoch der Herausgeber. Eine feste einzelne Ziffer ist für die Bestimmung der Kartenart nicht vorgesehen.

Kontonummer und Prüfziffer: Die nachfolgenden acht bis zehn Ziffern bilden die Nummer Ihres Kreditkartenkontos. An letzter Stelle steht dabei eine Prüfziffer (Check Digit) zur Verifizierung.

Beispiele für Kreditkartennummern

Anbieter Beschreibung Beispiel Kartennummer
Visa Eine Visa-Kreditkarte verfügt für gewöhnlich über eine Kartennummer mit 13 oder 16 Ziffern, die immer mit einer 4 beginnt. 4123 1234 1234 1234
Mastercard Bei Mastercard hingegen beträgt die Standardlänge der Kartennummer 16 Ziffern. Dabei werden Startziffern von 51 bis 55 oder 2221 bis 2720 vergeben. 5112 1234 1234 1234
American Express Bei American Express wiederum umfasst die Kreditkartennummer in der Regel 15 Ziffern. Sie beginnt mit den Zahlen 34 oder 37. 3712 123456 12345
Diners Club Die Kreditkartennummer von Diners Club hat 14 Ziffern. Sie beginnt mit Zahlen von 300 bis 305 oder mit 36, 38 oder 39. Zudem kann sie Trennstriche enthalten. 3612 123456 1234


Wie kann ich meine Kreditkartennummer vor Missbrauch schützen?

Behandeln Sie Ihre Kreditkartennummer so vertraulich wie die PIN Ihrer Girocard (ehemals EC-Karte), damit sie vor unerwünschten Zugriffen geschützt ist. Diese Tipps können Ihnen dabei helfen:

  • Versenden Sie die Kartennummer nie per E-Mail oder über Messenger-Dienste wie WhatsApp.
  • Viele Kreditkartenanbieter ermöglichen die Nutzung verschiedener virtueller Kreditkartennummern, um die echte Nummer zu schützen.
  • Nutzen Sie Zahlungsdienste wie Google Pay, Apple Pay oder PayPal für Online-Geschäfte, um das Risiko eines Zugriffs auf die Kartennummer zu reduzieren.
  • Kaufen Sie nur auf Webseiten mit SSL-Verschlüsselung und HTTPS-Protokoll (https://www.beispielseite.de) ein.
  • Achten Sie auf Phishing und klicken Sie nicht auf verdächtige Links oder QR-Codes.
  • Seriöse Banken und Geldinstitute werden Sie nie per E-Mail oder Messenger-Dienst nach Ihren Kreditkartendaten fragen.
  • Prüfen Sie Ihre Kreditkartenabrechnungen regelmäßig auf verdächtige Transaktionen.
  • Aktivieren Sie Push-Benachrichtigungen für jede Transaktion sowie eine Zwei-Faktor-Authentifizierung.

Was tun bei Diebstahl oder Ausspähen der Nummer?

Mit der Kreditkartennummer allein ist ein Betrug in der Regel nicht möglich, denn für Zahlungen ist zusätzlich die dreistellige Prüfnummer erforderlich. Vorsichtsmaßnahmen können dennoch sinnvoll sein. Besteht der Verdacht, dass die Kartennummer ausgespäht, gestohlen oder für unrechtmäßige Zahlungen verwendet worden ist, können diese Maßnahmen helfen:

  1. Transaktionen sorgfältig prüfen: Auch kleine Umsätze können ein Indiz für einen Kartenmissbrauch sein. Betrüger tätigen häufig Testbuchungen, um die Funktion der Kreditkartennummer zu prüfen.
  2. Karte sperren lassen: Bei verdächtigen Transaktionen sollte die Karte umgehend gesperrt werden. Sie können dazu etwa die jeweilige Banking-App oder den Sperrnotruf unter +49 116 116 nutzen. Nach der Sperrung erhalten Sie für gewöhnlich eine neue Kreditkarte mitsamt neuen Zugangsdaten.
  3. Betrug der Bank melden: Verbraucherinnen und Verbraucher haften bei Kreditkartenbetrug mit maximal 50 Euro. Für den restlichen Schaden kommt die Bank auf, sofern die Karteninhaberin oder der Karteninhaber den Betrug nicht grob fahrlässig ermöglicht hat.
  4. Anzeige erstatten: Liegt ein Betrug sicher vor, sollte dieser bei der Polizei angezeigt werden. Informieren Sie zudem Ihre Bank über die Anzeige und teilen Sie ihr das Aktenzeichen mit.

FAQ – häufige Fragen zur Kreditkartennummer

Finanzexperte Karol Affeldt

Karol ist seit 2018 Teil des Tarifcheck.de-Teams. Egal ob Kreditkarten, Konten oder Kredite: Karol ist der passende Ansprechpartner sowie Profi der Finanzplanung und Budgetanalyse. Mehr über unser Team.

Karol Affeldt