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Kreditkarte beantragen

Eine Frau, die eine Kreditkarte aus einem Brief der Bank nimmt.
Kreditkarte beantragen: Wichtig zu wissen
  • Auf Tarifcheck.de vergleichen Sie verschiedene Anbieter und beantragen Ihre Kreditkarte direkt online.
  • Für den Antrag benötigen Sie lediglich Ihren Personalausweis oder Ihren Reisepass.
  • Beantragen Sie eine Karte mit Kreditrahmen, erfolgt für gewöhnlich eine Bonitätsprüfung mit Schufa-Abfrage.
  • Je nach Kartentyp und Bank werden auch Kreditkarten ohne Schufa-Prüfung herausgegeben.
  • Achten Sie bei der Wahl nicht nur auf die Grundgebühr – auch gebührenfreie Kreditkarten können bei der Nutzung Kosten verursachen.
  • Einige Anbieter gewähren attraktive Boni für Neukundinnen und Neukunden. Ein Vergleich kann sich deshalb lohnen.

Kreditkarte in 5 einfachen Schritten beantragen

Eine Kreditkarte bietet weltweit finanzielle Flexibilität auf Reisen, bei Online-Einkäufen oder beim Abheben von Bargeld am Geldautomaten. Da sich die Tarife, Gebühren und Zusatzleistungen der Anbieter voneinander unterscheiden, kann ein Kreditkartenvergleich ratsam sein. Auf Tarifcheck.de vergleichen Sie kostenlos und unabhängig die Angebote verschiedener Banken und können die passende Kreditkarte direkt beantragen.

1. Leistungen, Kosten und Boni vergleichen

Filtern Sie im Vergleich nach den gewünschten Kriterien, um eine passende Kreditkarte zu finden. Relevante Kriterien sind etwa die Höhe der Jahresgebühr, die Kosten für weltweite Bargeldabhebungen und Zahlungen im Ausland sowie Zusatzleistungen wie inkludierte Reiseversicherungen.

2. Kreditkarte direkt online beantragen

Sobald Sie eine passende Kreditkarte gefunden haben, können Sie Ihre Karte direkt online und ohne zusätzliche Gebühren über Tarifcheck.de beantragen. Geben Sie dazu einfach die benötigten Daten wie Ihre Anschrift, Angaben zu Ihrem Beruf und Ihre aktuelle Bankverbindung ein.

3. Identität nachweisen

Sind Sie Neukundin oder Neukunde beim herausgebenden Geldinstitut, ist eine Verifizierung Ihrer Identität erforderlich. Dazu benötigen Sie Ihren Personalausweis oder Reisepass. Bei Staatsangehörigkeiten außerhalb der EU kann zudem ein Aufenthaltstitel erforderlich sein.

Sind Sie hingegen bereits Kundin oder Kunde der jeweiligen Bank, erhalten Sie Ihre Kreditkarte für gewöhnlich ohne erneute Identitätsprüfung.

Die Verifizierung erfolgt je nach Anbieter und Art des Antrags mithilfe eines der folgenden Verfahren:

  • Filialident: Sie bestätigen Ihre Identität direkt vor Ort in einer Filiale der Bank.
  • Postident: Die persönliche Identifikation erfolgt in einer Filiale der Deutschen Post – insbesondere dann, wenn Sie Ihre Kreditkarte postalisch beantragen.
  • Videoident: Die Verifizierung erfolgt online per Video-Chat über Ihr Smartphone oder Ihre Webcam.
  • E-Ident: Ihre Identität wird digital mithilfe der Online-Ausweisfunktion Ihres Personalausweises überprüft. Diese Funktion ist in allen ab Juli 2017 ausgestellten Personalausweisen für Personen über 16 Jahren enthalten.

4. Bonität prüfen

Um den Verfügungsrahmen Ihrer Karte festzulegen, prüft der Anbieter Ihre Kreditwürdigkeit. Hierzu wird im Regelfall eine standardisierte Schufa-Auskunft eingeholt. Je nach Kartenart und Bank kann es zudem erforderlich sein, Einkommensnachweise oder aktuelle Kontoauszüge digital einzureichen.

5. Versand der Kreditkarte

Nach erfolgreicher Prüfung aller Daten wird Ihre Karte angefertigt und per Post versandt. Sie erhalten Ihre Kreditkarte und die dazugehörige PIN in separaten Schreiben meist innerhalb von zwei Wochen.


Welche Arten von Kreditkarten kann ich beantragen?

Kreditkarten sind in verschiedenen Varianten erhältlich. Die Kartentypen der Anbieter unterscheiden sich dabei weniger durch das Zahlungssystem (wie Visa oder Mastercard), sondern vielmehr in der Art der Abrechnung und im vorhandenen Kreditrahmen.

Kartenart Merkmale
Charge Card

Die Charge Card gehört zu den am meisten verbreiteten Kreditkarten. Alle Zahlungen und Transaktionen werden über einen bestimmten Zeitraum – meist einen Monat – gebündelt erfasst. Einmal monatlich erfolgt die Abrechnung. Dabei wird der Gesamtbetrag in einer Summe vom Girokonto abgebucht oder per Überweisung ausgeglichen.


Sie erhalten zudem einen kurzzeitigen, zinsfreien Zahlungsaufschub. Eine ausreichende Bonität ist für diesen Kartentyp eine häufige Voraussetzung.

Revolving Card

Diese Kreditkarte bietet einen flexiblen Kreditrahmen. Sie sind nicht verpflichtet, die monatliche Abrechnung sofort komplett zu bezahlen, sondern können den offenen Betrag in monatlichen Raten tilgen.


Bei Teilzahlungen können mitunter hohe Zinsen anfallen. Zahlen Sie die Gesamtsumme innerhalb des monatlichen Abrechnungszeitraums zurück, können Sie die Karte wie eine zinsfreie Charge Card nutzen.

Debit-Kreditkarte

Die Debit Card funktioniert wie eine Girocard (ehemals EC-Karte). Es gibt keinen Verfügungsrahmen, denn jeder Umsatz wird sofort direkt von Ihrem verknüpften Girokonto abgebucht. Sie können also weltweit bezahlen, online einkaufen und Bargeld abheben, ohne sich zu verschulden.


Da die Karte über keinen Kreditrahmen verfügt, ist die Buchung von Mietwagen oder Hotels je nach Akzeptanzstelle nicht möglich, sofern diese eine klassische Kreditkarte als Sicherheit verlangen.

Prepaid-Kreditkarte

Die Prepaid-Kreditkarte ist eine Sonderform der Debitkarte auf Guthabenbasis. Bevor Sie die Karte nutzen können, müssen Sie per Überweisung oder Online-Banking Guthaben auf das Kartenkonto laden. Zahlungen sind nur bis zu dieser geladenen Summe möglich.


Da die Bank Ihnen kein Geld leiht und somit kein Ausfallrisiko trägt, wird diese Karte meist ohne Schufa- und Bonitätsprüfung ausgegeben.


Welche Voraussetzungen gelten für einen Kreditkartenantrag?

Damit Ihr Antrag erfolgreich bearbeitet werden kann, müssen einige gesetzliche Kriterien erfüllt werden. Zudem können die herausgebenden Banken eigene Anforderungen stellen. Welche Voraussetzungen tatsächlich gelten, variiert daher je nach Anbieter und der gewählten Kreditkarte.

Im Regelfall müssen diese Anforderungen erfüllt sein:

  • Mindestalter: Minderjährige sind nur beschränkt geschäftsfähig (§§ 104 ff. BGB). Eine klassische Kreditkarte mit Kreditrahmen setzt daher in der Regel Volljährigkeit voraus; der Taschengeldparagraph (§ 110 BGB) greift hier normalerweise nicht. Jüngere Personen können mitunter jedoch guthabenbasierte Prepaid- oder Debitkarten ohne Verfügungsrahmen beantragen.
  • Wohnsitz und Bankverbindung in Deutschland: Die meisten Anbieter setzen einen Hauptwohnsitz in Deutschland voraus. Zudem benötigen Sie für die Abrechnung der Kartenumsätze ein Girokonto mit deutscher IBAN als Referenzkonto.
  • Ausreichende Bonität: Bei der Beantragung von Karten mit Kreditrahmen erfolgt standardmäßig eine Bonitätsprüfung mit Abfrage des Schufa-Scores. Die Prüfung ist auch dann üblich, wenn Sie eine Debitkarte mit Girokonto und Dispokredit beantragen. Viele Anbieter setzen zudem ein regelmäßiges, festes Einkommen voraus, um das Ausfallrisiko zu minimieren.
  • Gültiger Ausweis und Mobilfunknummer: Ihr Personalausweis oder Reisepass muss gültig sein, um das Identifikationsverfahren erfolgreich abzuschließen. Für die Verifizierung benötigen Sie zudem meist eine aktive Mobilfunknummer.
  • Smartphone mit aktueller Software: Da die Verwaltung der Karte oft über eine Banking-App erfolgt, setzen einige Geldinstitute voraus, dass das Betriebssystem Ihres Smartphones noch von Anbietern wie Apple oder Google aktualisiert wird. Bei veralteter Software ist das Banking auf dem Smartphone aus Sicherheitsgründen oft nicht möglich.

Wann wird der Kreditkartenantrag abgelehnt?

Unter bestimmten Umständen lehnen die Kartenherausgeber den Antrag auf eine Kreditkarte ab. Dies geschieht in der Regel aufgrund folgender Faktoren:

  • Negativer Schufa-Eintrag: Liegt ein negativer Schufa-Eintrag vor, etwa aufgrund einer Pfändung oder Privatinsolvenz, lehnen die Geldinstitute den Antrag in der Regel ab.
  • Geringer Schufa-Score: Fällt der Scorewert bei der Bonitätsprüfung zu gering aus, ist der Bank das Ausfallrisiko zu hoch. Ein niedriger Schufa-Score kann auch dadurch entstehen, dass die Antragstellerin oder der Antragsteller bereits mehrere Kreditkarten besitzt.
  • Kein stabiles oder zu geringes Einkommen: Bei Angestellten mit befristeten Verträgen, Personen mit einem geringen Einkommen oder Selbstständigen in der Gründungsphase ist das Risiko von Zahlungsausfällen hoch. Einige Banken lehnen die Herausgabe einer Kreditkarte in derartigen Fällen deshalb ab.

Worauf muss ich achten, wenn ich eine Kreditkarte beantragen möchte?

Die Kosten für die Nutzung einer Kreditkarte unterscheiden sich je nach Anbieter und Kartenmodell. Das gilt auch für kostenlose Kreditkarten ohne Jahresgebühr. Für das Banking und weitere Umsätze können dennoch Gebühren anfallen. Achten Sie daher neben der Grundgebühr im Kreditkartenvergleich auf weitere Kostenpunkte:

  • Fremdwährungs- und Auslandseinsatzgebühr: Diese Gebühr wird fällig, wenn Sie außerhalb der Eurozone in einer anderen Währung bezahlen. Banken berechnen für die Währungsumrechnung in der Regel zwischen 0,5 und zwei Prozent des jeweiligen Umsatzes, um die ihnen entstehenden Kosten zu decken.
  • Gebühren für Bargeldabhebungen: Das Abheben von Bargeld am Automaten kann sowohl im Inland als auch im Ausland Kosten verursachen. Je nach Anbieter wird entweder ein fester Betrag pro Abhebung oder ein prozentualer Anteil der abgehobenen Summe fällig. Einige Geldinstitute verzichten hingegen weltweit auf eine Abhebegebühr. Zusätzlich können Automatengebühren anfallen. Diese werden nicht vom Kartenherausgeber, sondern vom Betreiber des Geldautomaten erhoben. Sie werden zumeist vor der Auszahlung am Bildschirm angezeigt – Sie können den Vorgang dann gegebenenfalls abbrechen.
  • Sollzinsen: Bei Revolving-Karten können Zinsen anfallen, wenn Rückzahlungen in Raten erfolgen. Für die Teilzahlung werden Sollzinsen in Höhe von bis zu 25 Prozent oder mehr berechnet.
  • Boni: Einige Anbieter begrüßen Neukundinnen und Neukunden mit attraktiven Boni und Startguthaben. Ein Vergleich der Kreditkarten kann sich deshalb lohnen.

An ausländischen Geldautomaten sowie in Restaurants und Hotels wird häufig angeboten, Zahlungen direkt in Euro abzurechnen. Bei dieser dynamischen Währungsumrechnung (Dynamic Currency Conversion) nutzen die örtlichen Anbieter jedoch meist einen schlechten Wechselkurs. Bezahlen Sie stattdessen in der jeweiligen Landeswährung, übernimmt Ihre Bank die Abrechnung zum aktuellen Kurs.

Welche Kreditkarten enthalten Zusatzleistungen?

Bei der Beantragung einer Kreditkarte können Sie häufig zwischen einer klassischen Standard-Karte und verschiedenen Premium-Karten wählen. Diese unterscheiden sich etwa im Leistungsumfang und in den Voraussetzungen für die Herausgabe:

Kreditkarte Leistungsumfang
Standard

Diese Karte bietet die wichtigsten Funktionen wie bargeldloses Bezahlen weltweit, Online-Shopping und Bargeldabhebungen am Automaten. Sie wird von vielen Banken dauerhaft ohne Jahresgebühr vergeben.

Gold

Gold-Karten enthalten neben den Standardfunktionen nützliche Zusatzleistungen, bei denen es sich meist um Reiseversicherungen wie Auslandsreise-Kranken- oder Reiserücktrittsversicherungen handelt. Die Versicherungsleistungen greifen bei vielen Anbietern nur dann, wenn die jeweilige Reise auch nachweislich mit der entsprechenden Kreditkarte bezahlt wurde.

Platinum

Platin-Karten erweitern das Leistungsspektrum um umfangreichere Versicherungspakete, höhere Verfügungsrahmen und exklusive Komfort-Services, etwa Lounge-Zugänge an Flughäfen. Für die Vergabe stellen die Banken häufig höhere Anforderungen an die Bonität und das Einkommen.

Schwarz

Schwarze Kreditkarten sind nicht zu verwechseln mit Standard-Karten im schwarzen Design. Sie richten sich ausschließlich an eine sehr vermögende Kundschaft und bieten oft unbegrenzte Kreditlimits und umfassende VIP-Services. Diese Karten lassen sich im Normalfall nicht regulär beantragen, sondern werden nur auf direkte Einladung des jeweiligen Kreditinstituts vergeben.

Weitere mögliche Zusatzleistungen sind etwa:

  • Reservierungsservice für Hotels
  • Rabatte für Mietwagen, Unterkünfte und Tankstellen
  • Punkte- und Payback-Systeme zum Eintausch von Punkten für Sachprämien

Visa, American Express oder Mastercard: Welche Kreditkarte passt zu mir?

Die Vergabe von Kreditkarten erfolgt primär durch die drei großen Zahlungsdienstleister Visa, Mastercard und American Express. Die Zahlungsnetzwerke der Gesellschaften gewährleisten die weltweite Nutzbarkeit der Karte. Der Kartenantrag erfolgt entweder über eine herausgebende Bank oder direkt beim Kreditkartenanbieter.

  • Visa: Als eines der größten Kreditkartensysteme weltweit bietet Visa eine extrem hohe Dichte an Akzeptanzstellen in über 200 Ländern sowie beim Online-Shopping. Die Karten werden über lizenzierte Partnerbanken herausgegeben. Welche Gebühren bei der Nutzung anfallen, bestimmt die jeweilige Bank.
  • Mastercard: Mastercard teilt sich die Marktführerschaft mit Visa und bietet eine nahezu identische Akzeptanz. Auch hier läuft der Vertrieb ausschließlich über Partnerbanken. Da sich Visa und Mastercard in der Nutzbarkeit kaum unterscheiden, ist die Art des Zahlungssystems für Verbraucherinnen und Verbraucher wenig entscheidend. Wichtig sind vielmehr die Konditionen der ausgebenden Bank.
  • American Express (Amex): Im Gegensatz zu Visa und Mastercard gibt American Express die Karten als eigenständiger Aussteller direkt heraus. Amex-Karten sind häufig im Premium-Segment angesiedelt, verlangen mitunter höhere Jahresgebühren und bieten dafür umfangreiche Bonus- und Reiseleistungen. Die Akzeptanz in Deutschland ist etwas geringer als die von Visa und Mastercard.

FAQ – häufige Fragen zum Beantragen von Kreditkarten

Finanzexperte Karol Affeldt

Karol ist seit 2018 Teil des Tarifcheck.de-Teams. Egal ob Kreditkarten, Konten oder Kredite: Karol ist der passende Ansprechpartner sowie Profi der Finanzplanung und Budgetanalyse. Mehr über unser Team.

Karol Affeldt