Die richtige Hausratversicherung finden© Ingo Bartussek - Fotolia.com
Versicherung

Hausratversicherung – diese 5 Dinge sind wichtig


Eine Hausratversicherung ersetzt den Geldwert von entwendetem, zerstörtem oder beschädigtem Inventar und ist schon für wenig Geld zu haben. Aber was genau ist versichert? Und welche Vertragspunkte sind wichtig? Versicherungskaufmann Sascha Homann gibt Auskunft.

1 Das gesamte bewegliche Inventar eines Haushalts ist versichert

Eine Hausratversicherung versichert das ganze bewegliche Inventar eines Haushalts, erklärt Versicherungsfachmann Homann, dazu gehören Möbel, Haushaltsgeräte, elektronische Geräte, Musikinstrumente, Bekleidung und Schuhe, Spielzeug und Deko, Werkzeug und Gartengeräte, außerdem Schmuck, Geld, Antiquitäten und andere Wertgegenstände.

Die Versicherung ersetzt den Wiederbeschaffungswert von zerstörtem und gestohlenem Hausrat, zahlt die Reparatur beschädigter Gegenstände und eine Wertminderung für eingeschränkt nutzbare Dinge. Die Hausratversicherung ist freiwillig, aber ist das Inventar nicht versichert, kann dessen Verlust große Löcher ins Budget reißen, so Homann.

2 Hausratversicherungen für unter 100 Euro jährlich

Bereits für weit unter hundert Euro pro Jahr erhalte man umfassende Verträge, erklärt der Tarifcheck.de-Experte. Wie teuer die Hausratversicherung im Einzelfall sei, hänge von vielen Faktoren ab. Zentral ist die Höhe der Versicherungssumme – also der Maximalbetrag, der bei einem Totalschaden ausgezahlt wird. Trotz ähnlicher Leistungen sind die Preisunterschiede zwischen einzelnen Anbietern sehr hoch, erklärt Homann, deshalb lohne sich ein Hausratversicherungsvergleich online.

3 Einige Risiken sind nur über Zusatzbausteine versicherbar

Die Hausratversicherung zahlt bei Schäden durch Einbruchdiebstahl und Vandalismus, Leitungswasser, Hagel und Sturm, Brand, Explosion oder Blitzschlag, kommentiert der Versicherungsexperte. Schäden durch Naturkatastrophen könne man über Zusatzbausteine versichern. Daneben gibt es eine Reihe weiterer relevanter Bausteine, etwa für zerbrochene Fensterscheiben, Reisegepäck oder das Inventar des heimischen Arbeitszimmers. Fahrräder, die außerhalb der eigenen vier Wände demoliert oder entwendet werden, müssen ebenfalls über Zusatzbausteine versichert werden.

Kraftfahrzeuge werden nicht über die Hausratversicherung abgedeckt, erklärt Homann. Bei Schäden oder Verlust von Auto, Roller und Co. sei der Kaskoschutz der Kfz-Versicherung oder Motorradversicherung gefragt.

4 Unterversicherung vermeiden: Diese Vertragsdetails sind wichtig

Dreh- und Angelpunkt der Hausratversicherung ist die Höhe der Versicherungssumme, erklärt Homann. Ratsam sei, pro Quadratmeter Wohnfläche mindestens 600 Euro bis 700 Euro zu berechnen. Dadurch vermeide man, dass Versicherer im Ernstfall aufgrund einer sogenannten Unterversicherung nur anteilig zahlen. Bei 100 Quadratmetern Wohnfläche beträgt die Deckungssumme laut dieser Faustregel zwischen 60.000 und 70.000 Euro, so der Experte: "Natürlich muss die Summe aber auch dem Wert der Einrichtung entsprechen. Besitzt man besonders hochwertiges Inventar, werden 60.000 Euro nicht reichen".

In Basistarifen sind Schmuck, Wertpapiere, Bargeld, Briefmarken, verschiedenartige Antiquitäten und Ähnliches meist nur mit 20 Prozent der Versicherungssumme gedeckt, kommentiert Homann. Insgesamt solle man deshalb den Vertrag bezüglich Entschädigungsgrenzen prüfen und geeignete Zusatzbausteine nutzen. Einer davon ist die Mitversicherung von grober Fahrlässigkeit: Verstaut man beispielsweise Wertgegenstände nicht sachgerecht in Safes oder erleichtert Dieben durch gekippte Fenster den Zugang, kann die Versicherung sonst Leistungen kürzen.

5 Inventarliste und Quittungen: So belegt man im Ernstfall den Schaden

Im Ernstfall muss man den Wert und den Besitz bestimmter Gegenstände nachweisen können, erklärt Versicherungsfachmann Homann, es ist deshalb wichtig, eine Inventarliste anzulegen und diese durch Fotos, Quittungen, Kauf- und Reparaturbelege zu ergänzen. Damit diese im Schadenfall nicht abhandenkommt, sei es ratsam, sie nicht daheim aufzubewahren, sondern in einem Bankschließfach oder bei Vertrauenspersonen.

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