Die Umschuldung eines Kredits
Die Umschuldung ist ein von Banken allgemein praktiziertes Verfahren
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Durch Umschuldung Kreditkosten senken
Bei längerfristigen Finanzierungen muss ein Kredit nicht in jedem Fall bis zum Ende einer vereinbarten Kreditlaufzeit bei einem Kreditgeber abgezahlt werden.
Sofern der Kreditnehmer oder eine Kreditnehmerin ein günstigeres Kreditangebot wahrnehmen kann, verbilligt sich durch eine Umschuldung unter Umständen der finanzieller Gesamtaufwand. Die Umschuldung ist ein von Banken allgemein praktiziertes Verfahren, das die Ablösung ungünstiger Kredite oder die Bündelung mehrerer Kredite zum Ziel hat.
Insbesondere in der Immobilienfinanzierung kommt es nach dem Ablauf einer Zinsbindungsfrist häufig zu einer Umschuldung. Nach einer Zinsbindungsfrist von beispielsweise zehn Jahren kann die Kreditnehmerin oder den Kreditnehmer vertragsabhängig für die Restschuld eine Anschlussfinanzierung vornehmen. Dies ist natürlich bei der eigenen Kreditbank möglich. Je nach Vertrag können Kreditnehmende nach dem Ablauf einer zehnjährigen Zinsbindung das Darlehen kündigen oder ablösen.
Diese können Kreditnehmende nur mit Zustimmung der alten Kreditbank und/oder nach einer genau definierten Kreditlaufzeit durchführen. Kreditnehmende tragen dabei alle mit dem Wechsel verbundenen Kosten, welche mit den zu erwartenden Einsparungen verrechnet werden müssen. Ein Kreditvergleich hilft bei der Filterung der Angebote und zeigt, ob eine Umschuldung bei einem neuen Kreditgeber sich lohnt.
Umschuldung von Ratenkrediten und Immobiliendarlehen
Eine Hausbank wird immer versuchen, eine Umschuldung eines Immobilienkredites zu verhindern. Rechtlich gesehen darf sie in den ersten zehn Jahren ihre Zustimmung verweigern. Bei alten Verträgen auch dann, wenn Kundinnen und Kunden anbieten, eine Vorfälligkeitsentschädigung zahlen.
Nach einem Ablauf von zehn Jahren hat hingegen haben Kundinnen und Kunden auch bei einer Zinsbindungsfrist von beispielsweise 15 Jahren das Recht, durch die Zahlung einer Vorfälligkeitsentschädigung aus dem Kreditvertrag entlassen zu werden. Wenn die Hausbank hingegen aus bestimmten Gründen den Kreditvertrag kündigt, müssen sich Betroffene gleichfalls nach einem neuen Kreditgeber umsehen. Bei Immobilienfinanzierungen ist das Umschuldungsverfahren meist etwas komplexer. Es muss beispielsweise eine Grundschuld gelöscht und durch eine neue ersetzt werden.
Die die Umschuldung durchführende Bank setzt sich meist mit der anderen Bank in Verbindung, um die Formalitäten abzusprechen.
Für nach Juni 2010 abgeschlossene Ratenkredite mit fester Laufzeit gilt die neue EU-Verbraucherkreditrichtlinie. Verbraucherinnen und Verbraucher können ihre Restschuld unter Zahlung einer Vorfälligkeitsentschädigung jederzeit ganz oder teilweise zurückzahlen.
Einige Kreditinstitute verzichten bei vorzeitiger Darlehensrückzahlung selbst bei einer angestrebten Umschuldung auf einen Schadensersatz. Es muss anteilig eine bereits gezahlte Restschuldversicherung von der Bank zurückgezahlt werden. Wer eine Bearbeitungsgebühr beim Abschluss des Vertrages gezahlt hat, kann mit einer anteiligen Rückerstattung rechnen.
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