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Die Grade der Pflegeversicherung

Anhand eines Gutachtens wird der Pflegeaufwand für jede Person individuell festgelegt.

Mithilfe der Einstufung in Pflegegrade können die Pflegeversicherungen feststellen, inwieweit eine hilfsbedürftige Person tägliche Anforderungen selbstständig bewältigen kann.

Insgesamt unterscheidet man fünf Pflegegrade. Jeder einzelne Pflegegrad gibt an, in welchem Maße die Selbstständigkeit und die Fähigkeiten eines Menschen beeinträchtigt sind. Je stärker die Beeinträchtigung, desto höher der Pflegegrad. Mit steigendem Pflegegrad erhöhen sich die Leistungen der Pflegeversicherung und der privaten Pflegezusatzversicherungen. Das entsprechende Gutachten erstellt für gesetzlich Versicherte der Medizinische Dienst der Krankenkassen (MDK), für privat Versicherte ist das Unternehmen MEDICPROOF zuständig.


Fünf neue Pflegegrade ersetzen die Pflegestufen

Aufgrund einer neuen Reform der Pflege wurden Anfang 2017 die bisherigen drei Pflegestufen durch fünf neue Pflegegrade ersetzt. Die Überführung von den Pflegestufen in die neuen fünf Pflegegrade erfolgt automatisch. Bereits versicherte Personen müssen demnach keinen neuen Antrag stellen, sondern werden von ihrer Pflegekasse über ihren neu zugeteilten Pflegegrad informiert

Bisherige Leistungsbezieher genießen außerdem Bestandsschutz. Durch die Einstufung in einen der neuen Pflegegrade werden sie daher nicht schlechter gestellt, sondern erhalten mindestens dieselben Leistungen wie bisher.

Bisher wurde der alltägliche Bedarf an Hilfe und Grundpflege des Versicherten in Minutenwerten auf Grundlage von Zeitorientierungswerten festgestellt. Nun ist maßgebend, inwieweit jemand tägliche Anforderungen selbstständig bewältigen kann. Der Grad an Selbstständigkeit der Antragsstellerinnen und Antragssteller wird anhand des neuen Begutachtungsassessments (NBA), einem festgelegten Punktesystem, in sechs Lebensbereichen ermittelt. Zentral sind Mobilität, kognitive und kommunikative Fähigkeiten, Verhaltensweisen und psychische Problemlagen, Selbstversorgung, Bewältigung und selbstständiger Umgang mit krankheits- oder therapiebedingten Anforderungen und Belastungen sowie Gestaltung des Alltagslebens und sozialer Kontakte.

Je geringer die Selbstständigkeit der oder des Pflegebedürftigen in den entsprechenden Bereichen, desto mehr Punkte und einen umso höheren Pflegegrad erhält diese Person.

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Die Pflegegrade 1 bis 5

Dank des Anfang 2017 neu eingeführten Begriffs der Pflegebedürftigkeit erhalten alle Pflegebedürftigen erstmals gleichberechtigten Zugang zu den Leistungen der Pflegeversicherung, unabhängig davon, ob sie von körperlichen, geistigen oder psychischen Beeinträchtigungen betroffen sind. Insbesondere an Demenz erkrankte Menschen erfahren erstmals eine gleichberechtigte Berücksichtigung bei der Begutachtung ihrer Pflegebedürftigkeit.

Pflegegrad 1

Anspruch besteht bei geringer Beeinträchtigung der Selbstständigkeit oder Fähigkeiten.

Menschen, die noch keine erheblichen Beeinträchtigungen haben, aber bereits in gewissem Maße – körperlich oder geistig – eingeschränkt sind, erhalten erstmalig Leistungen aus der Pflegekasse. Sie werden in den Pflegegrad 1 eingestuft. Diese Pflegebedürftigen haben in der Regel noch kein Anrecht auf Kurzzeitpflege, Pflegegeld oder Pflegesachleistungen. Insbesondere der Verbleib und die Versorgung in der häuslichen Umgebung soll mit den Leistungen sichergestellt werden.

Pflegegrad 5

Anspruch besteht bei schwerster Beeinträchtigung der Selbstständigkeit oder der Fähigkeiten

Die Personen des Pflegegrads 5 sind sowohl in ihren kognitiven Fähigkeiten als auch in ihrer Beweglichkeit stark eingeschränkt. Sie benötigen folglich grundsätzlich vollständige Hilfe und Unterstützung bei ihrer Grundpflege, sodass eine ganztägige Präsenz der Pflegeperson erforderlich ist und besondere Anforderungen für die pflegerische Versorgung bestehen. Nächtliche Hilfe durch Pflegende sollte ebenso gewährleistet sein.

Pflegegrade 2, 3 und 4

Sie unterscheiden pflegebedürftige Menschen mit und ohne eingeschränkte Alltagskompetenz.

Pflegebedürftige Menschen ohne eingeschränkte Alltagskompetenz sind in ihrer Motorik oftmals stark beeinträchtigt. Diese Personengruppe ist demnach grundsätzlich auf umfassende Hilfe bei Alltagsverrichtungen wie Körperpflege oder Nahrungsaufnahme angewiesen.

Pflegebedürftige Menschen mit eingeschränkter Alltagskompetenz sind zwar völlig bewegungsfähig, benötigen jedoch oftmals intensive psychosoziale Unterstützung. Die Beeinträchtigung hinsichtlich der Selbstständigkeit oder den Fähigkeiten in den körperlichen sowie kognitiven Bereichen nimmt mit steigendem Pflegegrad zu.

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