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Die Unterschiede zwischen der Riester-Rente und der Rürup-Rente

Die beiden Rentenmodelle richten sich an unterschiedliche Personenkreise

Seit der Einführung des Alterseinkünftegesetzes in Deutschland gibt es eine staatliche Förderung, welche die Bürger motivieren soll, sich eine private Altersvorsorge aufzubauen.

Es gibt seitdem zwei unterschiedliche Modelle, die nach ihren jeweiligen Erfindern Walter Riester und Bernd Rürup im Volksmund nur noch Riester- oder Rürup-Rente genannt werden. Dabei richten sich die beiden Rentenmodelle, die auch von ihrer Gestaltung deutlich voneinander abweichen, an unterschiedliche Personenkreise. Bei der Riester-Rente handelt es sich um eine durch staatliche Zulagen geförderte Privatrente. Um in den Genuss der Zulagen zu kommen, müssen Sie dem Kreis der Förderungsberechtigten angehören. Dazu zählen als unmittelbar Förderberechtigte zunächst einmal alle sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten, die Empfänger von Kranken- und Arbeitslosigkeit sowie Beamte, Soldaten, Landwirte und Künstler, die über die Künstlersozialkasse versichert sind.

Mittelbar förderberechtigt sind zum Beispiel Ehepartner, die über kein eigenes Einkommen verfügen.

Sie können einen eigenen Riester-Vertrag abschließen und eigene Zulagen erhalten. Wenn Sie nicht zum Kreis der unmittelbar oder mittelbar Förderberechtigten gehören, ist für Sie die staatlich geförderte private Altersvorsorge nach Rürup der richtige Weg. Selbstständige, Freiberufler, Angehörige bestimmter Berufszweige und Arbeitnehmer, die sich von der Sozialversicherungspflicht aufgrund der Höhe ihrer Einkünfte befreien lassen konnten, finden mit der Rürup-Rente eine Möglichkeit, die staatliche Förderung über eine Ermäßigung bei der Einkommensteuer zu erreichen.

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Weitere gravierende Unterschiede zwischen Riester- und Rürup-Rente

Grundsätzlich handelt es sich bei beiden Modellen der privaten Altersvorsorge um sogenannte Basis-Renten.

Für Sie bedeutet das, dass Ihnen mit dem Vertragsabschluss eine Rentenleistung in einer bestimmten Höhe garantiert wird, die sich durch Überschussbeteiligungen oder Fondsgewinne erhöhen kann. Der erste Unterschied liegt in der Höhe der monatlichen Beiträge. Während Sie einen Riester-Vertrag bereits mit einem eigenen Sparbeitrag ab zehn Euro monatlich abschließen können, liegt der Mindestbeitrag bei der Rürup-Rente deutlich höher (je nach Anbieter ab 25 oder 30 Euro monatlich). Wenn Sie als Versicherungsnehmer versterben, kann das Vertragsguthaben Ihres Riester-Vertrages auf die Hinterbliebenen übertragen werden.

Die Rürup-Rente ist nicht vererbbar.

Wenn Sie hier eine vertragliche Regelung zur Hinterbliebenenversorgung treffen, reduziert das Ihre eigene Rentenleistung. Bei der Riester-Rente haben Sie ein eingeschränktes Kapitalwahlrecht. Sie können sich bei Vertragsablauf 30 Prozent des vorhandenen Vertragskapitals auf einmal auszahlen lassen. Die Rürup-Rente sieht dieses Recht nicht vor. Hier besteht die Leistung zu 100 Prozent aus monatlichen Rentenzahlungen. Die Riester-Rente können Sie zur Finanzierung einer selbst genutzten Wohnimmobilie verwenden. Auch diese Möglichkeit sieht die Rürup-Rente nicht vor. Gemeinsam haben beide Rentenmodelle jedoch, dass sie nicht pfändbar sind und auch dann geschützt sind, wenn Sie aufgrund einer langfristigen Arbeitslosigkeit Hartz IV-Empfänger werden.