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Der Freistellungsauftrag beim Girokonto

Vom Grundsatz her müssen auch Zinserträge versteuert werden, die auf einem Girokonto anfallen können

All diejenigen Erträge, die aufgrund eines Kapitalvermögens entstehen, sind in Deutschland im Zuge der im Jahre 2009 in Kraft getretenen Abgeltungssteuer zu versteuern.

Diese Steuerpflicht gilt sowohl für Erträge in Form von Zinsen und Dividenden als auch für Einnahmen in Form von Kursgewinnen. Zudem spielt die Art des Kontos keine Rolle, durch welches die Erträge erzielt werden. Vom Grundsatz her müssen somit auch Zinserträge versteuert werden, die auf einem Girokonto anfallen können. Allerdings gibt es bezüglich des Girokontos eine Ausnahme, denn dieses Konto zählt zu den Sichteinlagen. Und nach Paragraf 43 des Einkommensteuergesetzes ist es so, dass bei Sichteinlagen kein direkter Steuerabzug erfolgt, wenn der Zinssatz nicht höher als ein Prozent ist.

Haben Sie also verzinsliche Guthaben auf dem Girokonto deponiert und liegt der Zinssatz nicht über einem Prozent, so müssen Sie in diesem Fall keinen Freistellungsauftrag stellen.

Allerdings sollten Sie sich bezüglich der Zinsen genau bei Ihrer Bank informieren, denn viele Banken bieten heutzutage durchaus Guthabenverzinsungen auf dem Girokonto an, die sich oberhalb von einem Prozent bewegen. Zudem passiert es in der Praxis trotz der angesprochenen Ausnahmeregelung durchaus häufiger, dass auch dann ein Steuerabzug von den Zinsen vorgenommen wird, wenn der Zinssatz niedriger als ein Prozent sein sollte.

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Wissenswertes rund um den Freistellungsauftrag

Auch wenn unter den genannten Voraussetzungen beim Girokonto kein Freistellungsauftrag gestellt werden muss, so müssen die erhaltenen Zinsen selbstverständlich später dennoch in der Einkommensteuererklärung angegeben werden.

Sollte der Zinssatz oberhalb von einem Prozent liegen, sollten Sie sich zudem grundsätzlich mit dem Freistellungsauftrag, und wie Sie diesen verwenden müssen, auskennen. Wichtig ist es zum Beispiel, dass Sie den Freistellungsauftrag in einer ausreichenden Höhe bei der Bank stellen, bei welcher Sie das Girokonto führen. Bei allen Banken zusammen genommen haben Sie als Einzelperson die Möglichkeit, Freistellungsaufträge in Höhe von 801 Euro zu stellen. Bei Verheirateten verdoppelt sich diese Summe, es können demnach Freistellungsaufträge über zusammen 1.602 Euro erteilt werden.

Allerdings müssen Sie beachten, dass die verschiedenen Aufträge bei den unterschiedlichen Banken und Fondsgesellschaften diese Gesamtsumme nicht überschreiten.

Falls Sie Ihr Girokonto allerdings bei einer ausländischen Bank führen sollten, dann gibt es keine Möglichkeit, einen Freistellungsauftrag zu stellen. In diesem Fall müssen Sie die erhaltenen Zinserträge auf jeden Fall in Ihrer Einkommensteuererklärung abgeben. Damit diese Erträge nicht im Ausland und im Inland versteuert werden, gibt es zwischen Deutschland und vielen anderen Staaten ein sogenanntes Doppelbesteuerungsabkommen. Meistens reicht es übrigens aus, wenn Sie als Girokontoinhaber eines deutschen Girokontos einen Freistellungsauftrag über 100 Euro stellen.

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