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Abstrakte Verweisung in der Berufsunfähigkeitsversicherung

Im Fall der Berufsunfähigkeit besteht die Möglichkeit einer Verweisung.

Am 1. Januar 2001 löste die gesetzliche Erwerbsminderungsrente die Erwerbsunfähigkeitsrente und Berufsunfähigkeitsrente ab – mit Folgen.

Mit der neuen Rentenreform kann ein Versicherungsunternehmen die Versicherten auf eine andere Tätigkeit auf dem Arbeitsmarkt verweisen. Betroffene Personen erhalten demzufolge erst dann eine Erwerbsminderungsrente aus der gesetzlichen Rentenversicherung, wenn sie in gar keinem Berufsfeld mehr arbeiten können. Der Staat kann demzufolge auf eine andere Tätigkeit verweisen, der man trotz der gesundheitlichen Beeinträchtigung noch nachgehen kann. Die private Berufsunfähigkeitsversicherung hingegen schüttet die Berufsunfähigkeitsrente je nach Tarif schon dann aus, wenn man nicht mehr in dem zuletzt ausgeübten Beruf arbeiten kann.

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Die Berufsunfähigkeitsversicherung zählt zu den wichtigsten Versicherungen

Grundsätzlich ist die private Berufsunfähigkeitsversicherung für alle Erwerbstätigen wichtig, die mit ihrem Einkommen den eigenen Lebensunterhalt und den der Familie bestreiten: Auch wenn der Arbeitslohn ausbleibt, müssen die monatlichen Lebenshaltungskosten weiter gedeckt werden.

Im Fall der Berufsunfähigkeit schließt die private Versicherung die finanzielle Lücke zum Einkommen.

Als berufsunfähig gilt, wer den zuletzt ausgeübten Beruf über einen Zeitraum von mehr als sechs Monaten zu mehr als 50 Prozent nicht mehr ausüben kann (also für mehr als ein halbes Jahr beispielsweise nur noch für 19 Wochenstunden statt den vorherigen 40). Stellt der Versicherer die Berufsunfähigkeit im ehemaligen oder erlernten Beruf fest, besteht je nach Vertragsbedingungen jedoch auch hier die Möglichkeit einer Verweisung auf eine andere Tätigkeit. Man erhält dann keine Leistungen aus der Berufsunfähigkeitsversicherung.


Die Berufsunfähigkeitsversicherung unterscheidet zwei Arten der Verweisung

Lässt der Versicherungsvertrag eine Verweisung zu, kann der Versicherer auf eine andere Tätigkeit als die zuletzt ausgeübte hinweisen, in der man trotz der gesundheitlichen Einschränkung noch berufsfähig ist. Man hat dann keine Leistungsansprüche.

Die Tätigkeit entsprechend der Verweisung muss den bisherigen Kenntnissen und Fähigkeiten entsprechen und mit der bisherigen Position vergleichbar sein. Auch darf der Berufswechsel kein wesentlich geringeres Einkommen zur Folge haben. Ob die Gehaltseinbußen für Versicherte tatsächlich spürbar sind, entscheiden im Streitfall regelmäßig die Gerichte.

Die Berufsunfähigkeitsversicherung unterscheidet zwei Arten der Verweisung: die konkrete Verweisung und die abstrakte Verweisung.

Konkrete Verweisung: Will man Leistungen der Berufsunfähigkeitsversicherung in Anspruch nehmen, wird geprüft, ob man seit Versicherungsabschluss eine andere Tätigkeit als die im Vertrag angegebene ausgeführt hat.

Ist das der Fall und entspricht diese Tätigkeit der Position des im Vertrag genannten Berufs und erfordert ähnliche Kenntnisse und Fähigkeiten, kann die Versicherung konkret auf diesen Beruf verweisen.

War man beispielsweise vorher als Sicherheitskraft tätig und wechselte aufgrund eines körperlichen Leidens zur theoretischen Ausbildung neuer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, dann hätte man entsprechend der konkreten Verweisung keinen Anspruch auf Leistungen der Berufsunfähigkeitsversicherung.

Abstrakte Verweisung: Enthält der Vertrag eine abstrakte Verweisung, darf der Versicherer auf jeden anderen, vergleichbaren Beruf verweisen und erhält keine Berufsunfähigkeitsrente. Eine Lagerarbeiterin oder ein Lagerarbeiter könnte demnach auf den Beruf als Rezeptionistin oder Rezeptionist verwiesen werden, sofern keine gesundheitlichen Gründe dagegen sprechen. Die Versicherung darf die Zahlung der Berufsunfähigkeitsrente sogar dann einstellen, wenn die zugewiesene Tätigkeit konkret nicht zur Verfügung steht. Der Versicherer informiert einen lediglich darüber, dass es unter den genannten Voraussetzungen andere Berufe gibt, die man trotz gesundheitlicher Beeinträchtigung ausüben könnte. Ob diese Tätigkeit tatsächlich gerade auf dem Arbeitsmerkt verfügbar ist und ob man eine Anstellung erhält, spielt dabei keine Rolle. Bei einer Absicherung gegen Berufsunfähigkeit sollte man also unbedingt darauf achten, dass der Versicherer im Vertrag auf die abstrakte Verweisung verzichtet.

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