VORSORGE Finanzieller Schutz im Ernstfall
Unfallversicherung Jetzt bis zu 75 % im Jahr sparen
kostenlos vergleichen

Unterschied gesetzliche und private Unfallversicherung

Beide Arten der Unfallversicherung sichern finanziellen Folgen von Unfällen ab.

Berufliche und private Unfallrisiken abdecken

In Deutschland passieren mehrere Millionen Unfälle im Jahr und nicht geht dies ohne bleibende Schäden für Betroffene vonstatten. Dauerhafte Beeinträchtigungen stellen nicht selten eine finanzielle Belastung für das Unfallopfer und dessen Angehörige dar.

Eine Unfallversicherung sichert zumindest die finanziellen Folgen und Risiken von Unfällen ab. Dabei sind die gesetzliche und private Unfallversicherung klar voneinander abzugrenzen: Unfälle, die mit der beruflichen oder ausbildenden Tätigkeit im Zusammenhang stehen, sind durch die gesetzliche Unfallversicherung abgedeckt.

Unfallstatistiken belegen jedoch, dass die meisten Unfälle im privaten Bereich geschehen, etwa während der Freizeit, beim Sport oder im Haushalt. Für die Absicherung dieser Bereiche dient eine private Unfallversicherung.

Pflichtversicherung versus freiwillige Versicherung

Die gesetzliche und private Unfallversicherung sind zwei voneinander unabhängige Zweige. Während die gesetzliche Unfallversicherung zu den verpflichtenden Sozialversicherungen zählt, ist der Abschluss einer privaten Unfallversicherung freiwillig. Für die verpflichtende Absicherung von Angestellten ist der Arbeitgeber zuständig. Dieser meldet Beschäftigte bei dem zuständigen Unfallversicherungsträger an und zahlt die Beiträge. Selbstständige haben die Möglichkeit, sich freiwillig gesetzlich gegen Unfallrisiken abzusichern. Der Versicherungsschutz der gesetzlichen Unfallversicherung erstreckt sich auf Arbeits- und Wegeunfälle sowie anerkannte Berufskrankheiten. Die Leistungen der privaten Unfallversicherung hingegen umfassen sowohl den privaten als auch beruflichen Bereich. Für den privaten Versicherungsschutz kann sich jede Bundesbürgerin und jeder Bundesbürger freiwillig entscheiden. Die Beiträge richten Versicherte selbst an den eigenständig gewählten Versicherer.

Definition Unfall

Ein plötzlich von außen auf den Körper einwirkendes Ereignis, welches die Leistungsfähigkeit und Gesundheit (dauerhaft) beeinträchtigt.

Jetzt zum kostenlosen Vergleich »


Gesetzliche Unfallversicherung mit Lücken

Die gesetzliche Unfallversicherung leistet nur dann, wenn ein Unfall in Verbindung mit der versicherten Tätigkeit steht, etwa mit dem beruflichen Betrieb, der Schule, dem Studium oder der Kita. Als angestellte Person sind Sie demnach während der Arbeitszeit, auf Ihrem Arbeitsweg und ebenso gegen anerkannte Berufskrankheiten versichert. Im Versicherungsfall entschädigen die Berufsgenossenschaften und Unfallkassen die betroffene Peron, dessen Angehörige und Hinterbliebene. Zu den gesetzlichen Leistungen gehören unter anderem die medizinische und berufliche Rehabilitation wie auch die Auszahlung von Renten sowie Übergangs- und Pflegegeldern. Die gesetzliche Unfallrente steht Betroffenen erst ab einer Minderung der Erwerbsfähigkeit von 20 Prozent zu. Das durchschnittliche Jahresbruttoeinkommen der versicherten Person bestimmt die Höhe der Rente. Den gesetzlichen Unfallschutz können Sie durch die private Unfallversicherung erweitern.

Private Unfallversicherung ergänzt gesetzlichen Schutz

Der weltweite, zeitlich unbegrenzte Unfallschutz der privaten Unfallversicherung gilt sowohl für den beruflichen als auch privaten Bereich. Ist man gesetzlich und privat unfallversichert, hat man bei einem Arbeitsunfall Ansprüche auf Leistungen aus beiden Versicherungen. Die private Unfallversicherung deckt ausschließlich Unfälle und keine Krankheiten oder Krankheitsfolgen ab. Für unfallbedingte Folgeschäden leistet die private Unfallversicherung eine einmalige Kapitalzahlung und/oder eine Unfallrente. Die Höhe der Leistung hängt vom Grad der Invalidität, der gewählten Grundsumme und der unter Umständen vereinbarten Progression ab. Sie haben außerdem die Möglichkeit, Ihren privaten Unfallschutz um etwaige Zusatzleistungen zu erweitern. So können Sie zum Beispiel Schmerzensgeld vereinbaren, das in der gesetzlichen Unfallversicherung nicht vorgesehen ist. Beachten Sie jedoch, dass die Beiträge umso höher ausfallen, je mehr Leistungen Sie vereinbaren.


Gesetzliche Unfallversicherung Private Unfallversicherung
Wer ist versichert? Angestellte über ihren Arbeitgeber (verpflichtend); Selbstständige (freiwillig) Jede Bundesbürgerin und jeder Bundesbürger (freiwillig); Einschränkungen in den Allgemeinen Unfallversicherungsbedingungen (AUB) formuliert
Geltungsbereich Arbeits- und Wegeunfälle im Inland und bedingt auf Dienstreisen; anerkannte Berufskrankheiten Weltweiter, zeitlich unbegrenzter Schutz für Unfälle im privaten und beruflichen Bereich mit wenigen Ausnahmen (Kriegsgebiete etc.); keine Leistungen für Erkrankungen und Krankheitsfolgen
Leistungen Geldleistungen (Verletzungsgeld, Pflegegeld, Hinterbliebenenleistung, ggf. Übergangsgeld); Rente ab einer Erwerbsminderung* von 20 Prozent; kein Schmerzensgeld; Rehabilitationsmaßnahmen; Berufshilfe (z.B. Umschulung) Einmalzahlung ab einer Invalidität von einem Prozent; private Unfallrente ab einer Invalidität* von 50 Prozent; Zusatzleistungen versicherbar (u.a. Todesfallleistung, Krankenhaustagegeld, Schmerzensgeld, kosmetische Operationen)
Einflussgrößen auf die Höhe der Leistungen Grad der Erwerbsminderung; Jahresbruttogehalt Grad der Invalidität; Grundsumme; Progression
* Erwerbsminderung und Invalidität sind nicht gleichzusetzen.

Jetzt zum kostenlosen Vergleich »


Themenübersicht

Alle Angaben sind gewissenhaft recherchiert und zusammengestellt. Die TARIFCHECK24 GmbH übernimmt jedoch keine Garantie und Haftung für die Aktualität, Vollständigkeit und Richtigkeit der bereitgestellten Informationen.