Stromanbieter richtig wechseln© KaDoFaible - Fotolia.com

Stromanbieter wechseln – 7 Tipps für günstige Tarife

Den richtigen Energieversorger finden

Energie

Das Jahr nähert sich dem Ende: Zeit für die Jahresendabrechnung des Stromanbieters. Sind Sie mit dem Ergebnis nicht zufrieden, können Sie womöglich wechseln und dadurch viel Geld sparen. Die folgenden sieben Dinge sind relevant:

1 Grundversorger haben oft die teuersten Strompreise

Laut Monitoringbericht 2017 von Bundesnetzagentur und Bundeskartellamt kostet der Strom beim Grundversorger durchschnittlich mehr als anderswo. Der Grundversorger ist der Stromanbieter, der vor Ort die meisten Kunden beliefert. Kümmern Sie sich nicht selbst aktiv um einen Anbieter, werden Sie dem Grundversorger automatisch zugeordnet. Der Strompreis pro Kilowattstunde ist dabei durchschnittlich zwischen fünf und acht Cent teurer als bei anderen Lieferanten oder Ökostromanbietern.

2 Vor Ort stehen im Schnitt mehr als 100 Stromanbieter zur Auswahl

Als Privatkunde können Sie – abhängig von Ihrem Wohnort – im Schnitt zwischen rund 112 Stromversorgern wählen, so die Angaben des Monitoringberichts. Beim Stromvergleich auf unserer Webseite werden verfügbare Anbieter am eigenen Wohnort automatisch gelistet.

3 Viele Anbieter bieten Willkommens- und Sofortboni an

In Deutschland gibt es mehr als 1.000 Stromanbieter. Aufgrund der großen Konkurrenz bieten viele Energielieferanten Neukunden hohe Willkommensboni oder Sofortboni an. Diese werden bei unseren Tarifcheck.de-Online-Vergleichen mit angezeigt.

4 Verträge beim Grundversorger können Sie binnen zwei Wochen kündigen

Beziehen Sie den Strom vom Grundversorger, können Sie binnen zwei Wochen kündigen und zu einem Anbieter Ihrer Wahl wechseln – wenn Sie mit Ihrem Grundversorger keinen Sondervertrag abgeschlossen haben. Details dazu finden Sie in Ihren Vertragsunterlagen.

5 Andere Verträge sind spätestens nach zwei Jahren kündbar

Haben Sie einen Sondervertrag mit dem Grundversorger oder einen Vertrag bei einem anderen Anbieter, beträgt die Vertragslaufzeit maximal zwei Jahre. Sofern Sie nicht fristgerecht kündigen, wird der Vertrag stillschweigend um zwölf Monate verlängert. Die Kündigungsfrist beträgt oft drei Monate vor Ende des Versicherungsjahres.

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6 Bei Preiserhöhungen haben Sie ein Sonderkündigungsrecht

Ein Sonderkündigungsrecht haben Sie, wenn der Stromanbieter die Energiepreise anhebt: Ab Erhalt des Schreibens zur Preiserhöhung haben Sie für diese fristlose Kündigung zwei Wochen Zeit. Das legt das Energiewirtschaftsgesetz fest (§ 41, Absatz 3, EnWG). Die Sonderkündigung sollte schriftlich per Einschreiben versendet werden und die Preiserhöhung als Kündigungsrund angegeben werden. Vorauszahlungen erhält man bei einer Sonderkündigung zurückerstattet.

7 Gesetze sorgen für unkomplizierten Wechsel ohne Versorgungslücke

Ein Stromanbieterwechsel ist immer gebührenfrei und kostenlos. Für eine lückenlose Stromversorgung im Falle eines Wechsels sorgen Gesetze. Der Stromzähler wird nicht ausgetauscht. Der Aufwand für den Anbieterwechsel ist dementsprechend gering. Auf Wunsch organisiert Ihr neuer Stromlieferant für Sie die Kündigung beim alten Unternehmen. Bei Kündigungen ohne lange Vorlaufzeit von mindestens sechs bis sieben Wochen ist es aber empfehlenswert, sich selbst um die Kündigung zu kümmern.