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Günstigerprüfung und die Rürup-Rente

Die Neuregelung der Steuergesetze hat die Finanzämter verpflichtet bis 2019 eine Günstigerprüfung vorzunehmen

Im Allgemeinen wird die sogenannte Günstigerprüfung dann durchgeführt, wenn mehrere Möglichkeiten bestehen, bestimmte Aufwendungen steuerlich geltend zu machen.

Die Günstigerprüfung ist deshalb vorgesehen, um für Steuerpflichtige eine Schlechterstellung zu vermeiden. Als das derzeitige Alterseinkünftegesetz zum Januar 2005 Gesetzeskraft erlangte, war damit gleichzeitig die Neuregelung der steuerlichen Betrachtung von Einkünften aus Renten und Vorsorgeaufwendungen verbunden. Seit 2005 müssen Sie Ihre Renteneinkünfte mit 50 Prozent versteuern. Dabei wird diese Besteuerung bis zum Jahr 2040 schrittweise auf 100 Prozent angehoben. Im Gegenzug hat der Gesetzgeber die steuerliche Absetzbarkeit von Altersvorsorgeaufwendungen der Basisversorgung verbessert.

Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung, einer Rürup-Rente oder eines Versorgungswerkes sind seitdem bis zu einer Höhe von 20.000 Euro je Jahr steuerlich absetzbar.

Wenn Sie mit einem Ehegatten steuerlich gemeinsam veranlagt werden, erhöht sich der Gesamtbetrag sogar auf 40.000 Euro. Im Jahr 2005 begann die neue Regelung mit der steuerlichen Geltendmachung in Höhe von 60 Prozent. Durch die stufenweise Anpassung wird sich dieser Betrag bis zum Jahr 2025 auf 100 Prozent erhöhen. Durch das Einführen des Alterseinkünftegesetzes wird in Zukunft zwischen den Vorsorgeaufwendungen zum einen in Altersvorsorgeaufwendungen der Basisversorgung und zum anderen in sonstige Vorsorgeaufwendungen unterschieden. Bei diesen sonstigen Vorsorgeaufwendungen wird zur Vermeidung einer Schlechterstellung für einen Zeitraum von 2005 bis 2019 eine Günstigerprüfung durchgeführt.

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Schlechterstellung von Altverträgen verhindern und maximale steuerliche Absetzbarkeit gewährleisten

Nach der Neufassung des Steuerrechts zu Beginn des Jahres 2005 waren sonstige Vorsorgeaufwendungen in der steuerlichen Absetzbarkeit auf einen Höchstbetrag von 2.400 Euro begrenzt.

Ein anderer Fakt kam noch hinzu. Sie können die Beiträge zu einer Rürup-Rente bis zu einer Höchstsumme von 20.000 Euro steuerlich geltend machen. Da es bereits vor 2005 die Möglichkeit zur freiwilligen Altersvorsorge gab, wollte der Gesetzgeber den Vertrauensschutz für jene Betroffenen sicherstellen. Wer sich vor dem Einführen der neuen Regelungen an einer freiwilligen Altersvorsorge beteiligte, sollte nicht schlechtergestellt sein als diejenigen, die einen Neuvertrag abschließen. Die Neuregelung der Steuergesetze hat die Finanzämter verpflichtet bis 2019 eine Günstigerprüfung vorzunehmen, welche automatisch zu erfolgen hat.

Die Finanzbehörden prüfen, ob Sie nach der neuen oder der alten Steuerregelung günstiger gestellt sind.

Die jeweils für Sie günstigere Regelung kommt zur Anwendung. Während für alle versicherungspflichtigen Arbeitnehmer in der gesetzlichen Rentenversicherung oftmals die neue Regelung steuerlich vorteilhafter ist, brachte diese den frei versicherten Selbstständigen und Freiberuflern einen negativen Nebeneffekt. Deren Aufwendungen zu einem Rürup-Rentenvertrag schlugen sich in keiner Weise steuerlich nieder. Vor und nach der Veränderung im Steuerrecht war lediglich der Höchstbetrag gemäß der alten Regelung steuerlich anerkannt. Der Gesetzgeber beseitigte diesen Nebeneffekt im Jahr 2007 und führte rückwirkend zum Januar 2006 die Günstigerprüfung ein.

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