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Das Alterseinkünftegesetz und die Rürup-Rente

Je länger Ihr Vertrag für die Rürup-Rente läuft, umso höher wird unter dem Strich die Ersparnis sein

Das Bundesverfassungsgericht hat im Jahr 2002 den Anstoß dazugegeben, dass das Alterseinkünftegesetz in Deutschland zum 01. Januar 2005 eingeführt wurde.

Anlass war ein Urteil, das die bis dahin geltende unterschiedliche Besteuerung von Beamtenpensionen und Leistungen aus der gesetzlichen Rentenversicherung für verfassungswidrig erklärte. Seit dem Anfang 2005 erfolgt nun schrittweise die Vereinheitlichung zu einem System, das Ihnen sicher als nachgelagerte Besteuerung ein Begriff ist. Das Alterseinkünftegesetz – eigentlich heißt es vollständig: Gesetz zur Neuordnung der einkommensteuerrechtlichen Behandlung von Altersvorsorgeaufwendungen und Altersbezügen – soll bei Rentnern und Pensionären für mehr Steuergerechtigkeit sorgen.

Um dieses System zu verstehen, sollten Sie wissen, wie die nachgelagerte Besteuerung funktioniert.

Einfach ausgedrückt heißt es nichts weiter, als dass die Beiträge, die Sie für Ihre private Altersvorsorge aufwenden, steuerfrei sind. Im Gegenzug dazu müssen Sie die Rentenleistungen, die Sie aus privaten Altersvorsorgeverträgen beziehen, versteuern. Dadurch entsteht bei der Rürup-Rente eine staatliche Förderung. Diese ergibt sich daraus, dass Sie als Erwerbstätiger oder Selbstständiger auf Ihr Einkommen wesentlich mehr Einkommensteuer bezahlen müssen. Sind Sie Rentner, sorgen niedrige Eingangssteuersätze und Freibeträge dafür, dass die Einkommensteuer deutlich geringer ausfällt. Je länger Ihr Vertrag für die Rürup-Rente läuft, umso höher wird unter dem Strich die Ersparnis sein, die Sie im Laufe Ihres Erwerbslebens verzeichnen können.

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Die Staffelung von Steuerfreiheit und Steuerpflicht bei der privaten Altersvorsorge

Die Änderungen im Steuersystem bei der Altersvorsorge und den Altersbezügen werden gestaffelt.

Im Jahr der Einführung des Alterseinkünftegesetzes konnten exakt 60 Prozent der Beiträge zur Rürup-Rente steuermindernd geltend gemacht werden. Im Gegenzug musste die Rente, die bis dahin nur zu 27 Prozent versteuert wurde, auch mit 50 Prozent versteuert werden. In den Folgejahren steigt die Steuerfreiheit jährlich um zwei Prozent bis zum Jahr 2025. Ab diesem Jahr sind alle Beiträge zur privaten Altersvorsorge zu 100 Prozent steuerfrei. Die Summe der abzusetzenden Beiträge wurde allerdings nach oben begrenzt.

So können Sie als Single maximal 20.000 Euro und als Verheiratete maximal 40.000 Euro pro Jahr an Beiträgen zur privaten Altersvorsorge von der Einkommensteuer absetzen.

Mit den Rentenleistungen wird ähnlich verfahren. Hier lag im Jahr 2005 der zu versteuernde Anteil bei 50 Prozent. Dieser Steuersatz steigt jährlich um zwei Prozent bis zum Jahr 2020 und danach jährlich um ein weiteres Prozent, bis im Jahr 2040 die volle Rentenleistung zu 100 Prozent versteuert werden muss. Allerdings wird im Jahr des Rentenbeginns eine sogenannte Rentenkohorte gebildet. Für Sie bedeutet das, dass der Steuersatz, der gilt, wenn Sie erstmals Ihre Rürup-Rente ausbezahlt bekommen, von nun an zeitlebens festgeschrieben ist und nicht weiter erhöht wird.

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