Muttertag in Deutschland: Stichtag 13. Mai 2018© detailblick-foto - Fotolia.com
Lebensart

Muttertag 2018: Bräuche aus aller Welt

Muttertag: Stichtag 13. Mai

von Kristina Vogt 09.05.2018

Stichtag 13. Mai 2018: Am Muttertag verwöhnen Kleinkinder, Teenager und Erwachsene ihre Mütter. Woher kommt der Brauch? Wie feiert man in anderen Ländern? Antworten und außergewöhnliche Ideen für den Muttertag gibt es hier.

Seit wann gibt es den Muttertag?

Muttergöttinnen in der Antike: Die Huldigung der Mütter ist keine Erfindung der Moderne, sondern laut britannica.com tausende Jahre alt: In verschiedenen Kulturen ehrte man Muttergöttinnen. Bei den alten Griechen war das zum Beispiel Rhea, Mutter des Gottes Zeus und damit quasi die Urmutter. Die Phryger und später auch die Römer hielten bis zur Spätantike Festlichkeiten für die Muttergöttin Kybele ab. Bis heute ist ein jährliches Festival in Indien der Hindu-Göttin Durga gewidmet.

Mütterverehrung im Mittelalter: Laut der Online-Enzyklopädie entwickelte sich im Mittelalter eine neue Tradition, die mit dem Christentum verwoben war: Menschen, die ihre Heimat verlassen hatten, um beispielsweise als Mägde und Knechte zu arbeiten, erhielten am vierten Sonntag der Fastenzeit frei, um ihre Mütter zu besuchen. Der Brauch des sogenannten "Mothering Day" habe sich in Großbritannien bis in die Moderne gehalten, sei aber schließlich durch den Muttertag ersetzt worden.

Vom Mother's Day in den USA zum Muttertag, wie man ihn heute kennt

Der Ursprung des Muttertags, wie wir ihn heute feiern, geht laut britannica.com auf die US-Amerikanerin Anna Jarvis zurück, die einen Tag zu Ehren von Müttern schaffen wollte: Am 12. Mai 1907, dem zweiten Maisonntag, veranstaltete sie in der Methodistenkirche St. Andrews in Grafton, West Virginia, eine Andacht im Gedenken an ihre verstorbenen Mutter. Diese habe zu Lebzeiten Frauenzirkel zur Förderung von Freundschaft und Gesundheit organisiert. Bereits 1914 ernannte der damalige US-Präsident Woodrow Wilsen den zweiten Sonntag im Mai zum Mother's Day und Feiertag.

Nach Angaben der Enzyklopädie sprach sich Jarvis dafür aus, zu Ehren der Mutter eine weiße Nelke zu tragen. Daraus entwickelte sich der Brauch, verstorbene Mütter mit einer weißen Nelke zu gedenken und lebende Mütter alternativ mit einer roten oder rosa Nelke zu würdigen. Mit der Zeit wurden am Muttertag auch Tanten, Großmütter und anderen Frauen in Mutterrollen gedankt - zunehmend durch Geschenke und Grußkarten. Die Initiatorin Jarvis war über die Kommerzialisierung des Ehrentages für Mütter wenig begeistert. Sie versuchte deshalb sogar, den Muttertag wieder abzuschaffen. Ohne Erfolg!

Seit wann gibt es den Muttertag in Deutschland?

Laut wikipedia.org schwappte die Muttertagswelle schnell auf Europa über, nach Großbritannien und Norwegen zum Beispiel. 1922/1923 wurde er in Deutschland zum Feiertag. Verantwortlich war der Verband der Deutschen Blumengeschäftsinhaber: Nach Angaben von Wikipedia dekorierten dessen Mitglieder ihre Auslagen mit entsprechenden Aufrufen ("Ehret die Mutter") und organisierten Werbeveranstaltungen.

Was sind die beliebtesten Muttertagsgeschenke in Deutschland?

Laut einer Statista-Umfrage (Stand: Mai 2016) planten viele Menschen, ihren Müttern Blumen (29 %) oder "gemeinsame Zeit" (12 %) zu schenken. 15 % hatten noch keine Idee, 9 % setzten auf Schokolade, 5 % auf Selbstgemachtes. 18 % der Befragten machen am Muttertag keine Geschenke.

Mehrtägiges Fest, gesetzlicher Feiertag oder Familienzeit: Wo feiert man Muttertag?

Den Muttertag feiert man in vielen Ländern weltweit. Nicht immer findet er im Mai statt, und die Traditionen rund um den Globus variieren.

Die Ziele an verschiedenen Orten des Planeten sind jedoch jeweils ähnlich: die Anerkennung des vielseitigen Engagements – durch Liebesbezeugungen und Geschenke, rauschende Feste oder Gebete, staatlich organisierte Paraden oder gemeinsam verbrachte Familienzeit.

Vielerorts wurde der Muttertag zum offiziellen Feiertag gekürt, in Finnland, Nordkorea oder Samoa zum Beispiel. Nicht immer findet er im Mai statt: In Thailand feiert man etwa im August; Anlass ist der Geburtstag der Königinmutter. In Äthiopien fällt das mehrtägige Fest in die Regenzeit. Auch andere Länder halten einen Tag nicht für genug: In Peru dauern die Feierlichkeiten eine Woche, in Indien zehn Tage!

Muttertagsbräuche aus aller Welt: Wie feiert man in anderen Ländern?

In vielen Ländern sind Töchter und Söhne bei der Muttertagsgestaltung äußerst fantasievoll: Oft wird dabei nicht nur den Müttern, sondern auch Großmüttern, Kusinen und anderen Frauen gedankt. In Indonesien organisiert man Überraschungsparties und Kochwettbewerbe. In Mexiko werden unter anderem Mariachi-Bands engagiert, in Nepal werden sogar Pilgerreisen unternommen, und in Costa Rica bedankt man sich auch bei fremden Müttern, denen man in den sieben Tagen der Muttertagsfeierlichkeiten begegnet.

Unsere Infografik zeigt Muttertagsbräuche und Daten aus aller Welt. Beim Klick auf eines der Herzen öffnet sich je eine Info-Box.

Quellen: wikipedia.org, mothersdaycelebration.com, Gespräche mit Menschen verschiedenster Herkunft

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