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Kündigungsfristen in der privaten Krankenversicherung

Die Kündigungsfrist für die private Krankenversicherung beträgt drei Monate zum Ende eines Versicherungsjahres.

Wechsel der PKV an Fristen gebunden

Seit dem 1. Januar 2009 darf eine private Krankenversicherung (PKV) Ihren Vertrag bis auf wenige Ausnahmen nicht mehr kündigen. Nur Sie als versicherte Person selbst können das tun. Wenn beispielsweise die Beiträge Ihrer privaten Krankenversicherung (PKV) stark ansteigen oder ein anderer Versicherer ein besseres Leistungsangebot offeriert, sollten Sie über einen Wechsel des Anbieters nachdenken. Für einen Wechsel innerhalb der privaten Krankenversicherung müssen Sie Ihren PKV-Vertrag kündigen. Dabei sind bestimmte Kündigungsfristen zu beachten. Der Wechsel von der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) in die private Krankenversicherung ist ebenfalls an Fristen gebunden.

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Reguläre Kündigung des PKV-Vertrags

Sie können Ihre private Krankenversicherung regulär zum Ende jedes Versicherungsjahres mit einer Frist von drei Monaten kündigen. Dabei stimmt das Versicherungsjahr nicht immer mit dem Kalenderjahr überein. Für die Kündigung müssen Sie keinen Grund angeben. Prüfen Sie in Ihren Vertragsunterlagen, ob Ihr Tarif eine Mindestvertragslaufzeit vorsieht. Diese beträgt je nach Tarif und Anbieter zwischen ein bis drei Jahre. Während dieser Laufzeit können Sie Ihren Vertrag nicht kündigen. In seltenen Fällen reduziert sich Ihre Kündigungsfrist:

Kündigung bei Versicherungspflicht in der GKV

Werden Sie in der GKV versicherungspflichtig, beispielsweise, weil Ihr neues Einkommen unter der Versicherungspflichtgrenze liegt (2018: 59.400 Euro im Jahr), können Sie Ihre private Krankenversicherung zum Eintritt der Versicherungspflicht kündigen. Ihre Kündigung ist bis zum dritten Monat nach Beginn der Versicherungspflicht wirksam.

Sonderkündigungsrecht nach Beitragserhöhung

Im Falle einer Beitragserhöhung haben Sie ein Sonderkündigungsrecht. Nach der schriftlichen Mittelung über eine Beitragsänderung können Sie Ihren Vertrag innerhalb von zwei Monaten fristgerecht kündigen.

Nachweis der Versicherungspflicht

Da in Deutschland die Versicherungspflicht gilt, müssen Versicherte eine lückenlose Mitgliedschaft bei einer Krankenversicherung nachweisen. Ihr Versicherer fordert daher zum Ende des Vertrags oder innerhalb von zwei Monaten nach der Kündigung einen Nachweis eines anderweitigen Versicherungsschutzes. Legen Sie diesen nicht vor, ist die Kündigung ungültig.


Kündigung durch den Versicherer – im Regelfall nicht möglich

Seit dem 01. Januar 2009 schreibt das deutsche Gesetz eine Versicherungspflicht in der Krankenversicherung vor. Seither ist es privaten Versicherungsunternehmen grundsätzlich nicht gestattet, ihren Versicherten eine ordentliche Kündigung auszusprechen. Nur bei wenigen Versicherungsarten innerhalb der ersten drei Jahre nach dem Abschluss Ihrer Versicherung ist eine ordentliche Kündigung durch Ihren Versicherer möglich. Dies gilt ebenso für die private Krankentagegeldversicherung wie auch für die private Krankenhaustagegeldversicherung. Weiter darf der Versicherer wegen falscher oder unvollständiger Angaben bei der Gesundheitsprüfung vom Vertrag zurücktreten oder bei einer schwerwiegenden Vertragsverletzung eine außerordentliche Kündigung aussprechen.

Gesundheitsprüfung vor Vertragsabschluss in der PKV

Beantworten Sie die Gesundheitsfragen bei der Gesundheitsprüfung vollständig und nach bestem Wissen und Gewissen. Sollte sich zu einem späteren Zeitpunkt herausstellen, dass sich Fehler eingeschlichen haben, kann Ihre Versicherung Leistungen kürzen, verweigern oder im schlimmsten Fall vom Vertrag zurücktreten.


Wechsel von der GKV in PKV

Insofern keine Versicherungspflicht in der gesetzlichen Krankenversicherung besteht, können gesetzlich Versicherte in die private Krankenversicherung wechseln – beispielsweise bei der Verbeamtung, im Falle der Selbstständigkeit, bei der Aufnahme eines Studiums oder einem Jahresbruttogehalt über 59.400 Euro (Stand 2018). Für die Kündigung Ihrer GKV müssen Sie eine Frist von zwei Monaten zum Monatsende beachten. Im Falle einer Kündigung fordert die gesetzliche Krankenversicherung eine Aufnahmebestätigung Ihres zukünftigen privaten Versicherers ein.

Kündigung der PKV nicht immer die beste Wahl

Zwar können Sie nach einer Beitragserhöhung auf Ihr Sonderkündigungsrecht zurückgreifen, jedoch stellt die Kündigung Ihrer PKV nicht immer die günstigste Alternative dar. Wenn Sie Ihre Versicherung kündigen und zu einem anderen PKV-Anbieter wechseln, verlieren Sie im Regelfall einen Teil Ihrer angesammelten Altersrückstellungen. Diese sind jedoch enorm wichtig, um die im Alter erhöhten Beiträge auszugleichen. Prüfen Sie vor einem Wechsel des Anbieters immer die Angebote und Tarife Ihrer aktuellen Versicherung. Bei einem internen Tarifwechsel sind Ihre über Jahre angesammelten Altersrückstellungen in der Regel übertragbar.

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