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Die Pflegekostenversicherung

Im Kern besteht die Hauptleistung darin, tatsächlich entstandene Pflegekosten nach vorab festgelegten Kriterien zu übernehmen.

Die Leistungen aus der gesetzlichen Pflegeversicherung decken in der Regel nicht die tatsächlich entstehenden Kosten im Falle der Pflegebedürftigkeit ab. Pflegebedürftige Menschen oder Angehörige müssen oftmals einen hohen Anteil der Pflegekosten selbst tragen.

Um diese Versorgungslücke zu schließen oder wenigstens zu minimieren, gibt es die Möglichkeit, eine Pflegezusatzversicherung abzuschließen. Diese private Zusatzversicherung deckt diejenigen Kosten ab, welche über die Leistungen der gesetzlichen Pflegeversicherung oder der privaten Pflegepflichtversicherung hinausgehen.

Eine Form der privaten Vorsorge stellt die Pflegekostenversicherung dar. Dieses Modell richtet sich nach den tatsächlichen Kosten im Pflegefall. Die Versicherung übernimmt demnach den im Zuge der Pflege entstehenden Geldbetrag, welcher nach der erbrachten Vorleistung der Pflegepflichtversicherung noch übrigbleibt.

Selten wird der gesamte, noch ausstehende Betrag erstattet. Meist werden die Kosten der gesetzlichen Pflegeleistungen um einen gewissen Prozentsatz erhöht oder bis zu einer festgelegten Höhe übernommen. In jedem Fall muss man dem jeweiligen Versicherungsunternehmen einen Nachweis über die entstandenen Ausgaben erbringen, die im Zusammenhang mit der Pflege entstanden sind. Nach Vorlage der Rechnungen werden die Restkosten je nach Tarif ganz oder teilweise übernommen. Die Kostenübernahme erfolgt jedoch nicht automatisch für jede pflegerische Leistung. Bei Vertragsabschluss werden die zu erstattenden Leistungen genau festgelegt. Die Leistungen der Versicherung gelten nur für den vereinbarten Umfang, vorausgesetzt, die Pflegepflichtversicherung hat bereits geleistet und Beihilfe- sowie Heilfürsorgeansprüche wurden angerechnet.

Die Kostenerstattung durch die private Pflegekostenversicherung erfolgt anhand zweier Modelle, wobei die tatsächlichen Kosten immer mitberücksichtigt werden.

Bei der ersten Variante richtet sich der Zuschuss nach der Leistung der Pflegepflichtversicherung. Die private Zusatzversicherung hebt die Leistungen der Pflichtversicherung je nach Tarifstufe um zehn bis 200 Prozent an. Angenommen, die versicherte Person wählt eine Tarifstufe von 50 Prozent und ist in den Pflegegrad 4 eingestuft. Zur Pflegesachleistung von 1.612 Euro erhält die Person 806 Euro, wobei der Erstattungsbetrag bei niedrigeren tatsächlichen Kosten gekürzt wird.

Das zweite Modell der Pflegekostenversicherung bezieht sich alleinig auf die tatsächlichen Kosten. Die private Pflegezusatzversicherung erstattet nach Vorleistung der Pflegeversicherung überschüssige Beträge bis zu einer bestimmten Höchstsumme. Alternativ übernimmt die Versicherung einen Betrag, der zusammen mit der Leistung der Pflichtversicherung einen bestimmten Prozentsatz der tatsächlichen Kosten abdeckt.

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Umfang des Versicherungsschutzes ist tarifabhängig

Es kann durchaus vorkommen, dass sich eine pflegebedürftige Person trotz privater Pflegekostenversicherung an den Pflegekosten beteiligen muss.

Welche Leistungen die private Pflegekostenversicherung im Detail erbringt, ist abhängig vom jeweiligen Tarif und Anbieter, sodass ein Vergleich durchaus sinnvoll ist. Im Regelfall umfassen die Leistungen dieser Pflegezusatzversicherung sowohl stationäre, teilstationäre als auch ambulante Pflege.

Die sogenannten "Hotelkosten", die im Zuge einer stationären Unterbringung anfallen, werden in der Regel nicht von der Pflegekostenversicherung abgedeckt.

Aufwendungen für die notwendige Verpflegung und Unterbringung einer Patientin oder eines Patienten fallen grundsätzlich nicht in den Leistungsbereich einer Pflegekostenversicherung. Die aufkommende Geldsumme müssen pflegebedürftige Individuen oder ihre Angehörige selbst tragen.

Beim Abschluss einer privaten Pflegezusatzversicherung gilt: Je jünger Sie sind, desto geringer sind die Beiträge.

Sollten Sie an einer zusätzlichen Versicherung der Pflege interessiert sein, müssen Sie sich einer Gesundheitsprüfung unterziehen. Bei Vertragsabschluss haben Sie daher im Idealfall ein nicht allzu hohes Alter sowie einen nahezu einwandfreien Gesundheitszustand, um hohe Beiträge aufgrund von Risikoaufschlägen zu vermeiden.


Versicherungsbedingungen der Pflegekostenversicherung – Wartezeiten und Kosten

Die Pflegekostenversicherung enthält grundsätzlich eine Wartezeit, die häufig drei Jahre beträgt. Erst nach Ablauf dieser Wartezeit, beginnend mit dem Datum des Vertragsabschlusses, werden Leistungen erbracht.

Die Beiträge der Pflegekostenversicherung sind zwar oftmals niedriger als beispielsweise die der Pflegetagegeldversicherung, dafür ist diese private Zusatzversicherung wesentlich unflexibler. Alle pflegerischen Aufwendungen müssen dem Versicherer in Form von Rechnungen vorgelegt werden. Versicherte können zudem nicht über einen freien Geldbetrag verfügen, sondern sind an festgelegte Leistungen gebunden.

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