Beitragsrückerstattung in der PKV

Beitragsrückerstattungen sollen die Erstattung von Bagatellschäden und damit Bearbeitungskosten reduzieren, dem Versicherten einen Anreiz geben, sich kostenbewusst zu verhalten bzw. Rechnungen zu sammeln erst dann einzureichen, wenn die Versicherungsleistungen über der zu erwartenden Beitragsrückerstattung liegen. Grundsätzlich sind zwei Arten der erfolgsabhängigen, d.h. vom Unternehmensgewinn abhängigen Beitragsrückerstattung zu unterscheiden: Die Barauszahlung einer bestimmten Anzahl von Monatsbeiträgen bzw. die Gewährung eines dauerhaften, prozentualen Beitragsnachlasses (Bonus). Da für die zusätzliche Aufstockung der Alterungsrückstellung und zur Abmilderung von Beitragserhöhungen verstärkt Mittel aus der Rückstellung für Beitragsrückerstattung benötigt werden, zeichnet sich ein Trend zur Reduzierung der Beitragsrückerstattung in der Höhe als auch auf bestimmte Tarife ab.

An die Gewährung einer Beitragsrückerstattung sind meist folgende Voraussetzungen geknüpft:

12 oder mehr Monate Leistungsfreiheit, d.h. für einen bestimmten Zeitraum dürfen keine Belege eingereicht werden (maßgebend ist das Behandlungs-, nicht das Ausstellungsdatum!) ggf. Selbstübernahme der Heilbehandlungskosten.

Der Tarif muss über den 30.06. des Folgejahres hinaus bestehen und im betreffenden Zeitraum ununterbrochen bestanden haben.

Der Vollbeitrag für den entsprechenden Tarif muss für den betreffenden Zeitraum voll entrichtet worden sein (kein Mahnverfahren).

Anspruch auf Beitragsrückerstattung besteht meist für bestimmte Tarife der Krankheitskostenvollversicherung, gestaffelt nach der Dauer der Leistungsfreiheit. Die Höhe und die Voraussetzung der Gewährung einer Beitragsrückerstattung wird vor jedem Auszahlungstermin neu Rechtsanspruch besteht insoweit darauf nicht.