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Zusatzbeitrag in der gesetzlichen Krankenversicherung

Etwa 90 Prozent der Deutschen sind gesetzlich krankenversichert

In den vergangenen Jahren standen die Kassen besonders aufgrund der verschiedenen Gesundheitsreformen in der Kritik.

Seit 2009 gilt für alle Krankenkassen ein einheitlicher Beitragssatz von derzeit 15,5 Prozent. Zusätzlich wurden Wahltarife eingeführt. Mit dem Gesetz zur Modernisierung der Krankenversicherungen gibt es seit 2004 zudem die Praxisgebühr, die Sie in jedem Quartal beim Arzt bezahlen müssen. Sehhilfen wurden bis auf wenige Ausnahmefälle aus dem Leistungskatalog der Krankenkassen genommen und für Zahnersatz ein Festzuschuss eingeführt. Auch die meisten rezeptfreien Arzneimittel müssen aus eigener Tasche bezahlt werden. Für Sie als Patient sind viele Neuerungen im Rahmen der Gesundheitsreformen mit höheren Gesundheitskosten verbunden, die Sie selbst tragen müssen.

Für Unverständnis sorgen daher auch die Zusatzbeiträge, die von einigen Krankenkassen bereits eingeführt wurden.

Die gesetzlichen Krankenkassen haben alle einen einheitlichen Beitragssatz. Seit 2007 können die Krankenkassen jedoch einen Zusatzbeitrag erheben. Jede Krankenkasse wird über den Gesundheitsfonds finanziert und kann zum Ausgleich von finanziellen Engpässen einen Zusatzbeitrag erheben. Dieser Zusatzbeitrag ist seit 2011 nicht mehr an das Einkommen gebunden. Bislang haben die bei den Mitgliedern unbeliebten Zusatzbeiträge vor allem Wechselwellen zu anderen Kassen ausgelöst, die günstiger sind und keine zusätzlichen Beiträge erheben.

Zusatzbeiträge in der gesetzlichen Krankenversicherung: Muss ich zahlen?

Auch Ihre gesetzliche Krankenkasse kann Zusatzbeiträge erheben, wenn sie in eine finanzielle Notlage gerät.

Als versichertes Mitglied einer Krankenkasse müssen Sie einen möglichen Zusatzbeitrag jedoch nicht einfach akzeptieren: Sie haben ein Sonderkündigungsrecht, wenn Ihre Kasse durch Zusatzbeiträge teurer wird. Die außerordentliche Kündigung ist bei Erhebung eines Zusatzbeitrages zum übernächsten Kalendermonat möglich. Natürlich können Sie Ihre Kasse unter Beachtung der Kündigungsfrist auch jederzeit normal kündigen und wechseln – auch in diesem Fall kündigen Sie im aktuellen Monat zum Ende des übernächsten Monats. Der Zusatzbeitrag der Krankenkassen geht grundsätzlich zulasten der versicherten Arbeitnehmer. Die Arbeitgeberseite wird mit etwaigen Zusatzbeiträgen nicht belastet.

Auf diese Weise bleiben die Lohnnebenkosten für den Arbeitgeber konstant.

Beachten Sie, dass eine außerordentliche Kündigung bei Ihrer Krankenkasse nur dann möglich ist, wenn der Zusatzbeitrag erstmalig erhoben oder angehoben wird. Auch im Falle von verminderten Rückerstattungen ist eine außerordentliche Kündigung möglich. Grundsätzlich ist die Kündigungsfrist bei einer außerordentlichen und ordentlichen Kündigung der Kasse jedoch identisch - Sie müssen nur die 18-monatige Bindungsfrist bei Ihrer Kasse einhalten. Man muss immer 18 Monate bei einer Krankenkasse bleiben, bis man wiederum zu einer neuen Kasse wechseln kann. Diese Bindungsfrist müssen Sie für eine ordentliche Kündigung immer beachten.


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