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Der Wechsel in der gesetzlichen Krankenversicherung

Seit dem 1. Januar 1996 haben alle in einer gesetzlichen Krankenkasse Versicherten die freie Wahl der gesetzlichen Krankenkasse

Allerdings ist der Wechsel von einer gesetzlichen Krankenkasse in die andere an bestimmte Fristen gebunden.

Eine ordentliche Kündigung ist nämlich erst dann möglich, wenn die Mitgliedschaft bei der derzeitigen Krankenkasse seit mindestens 18 Monaten besteht. Wurde bei dieser Krankenkasse ein Zusatztarif, ein sogenannter Wahltarif, abgeschlossen, beträgt der Mindestzeitraum für eine Mitgliedschaft 36 Monate. Erst nach Ablauf der 18 beziehungsweise 36 Monate ist eine ordentliche Kündigung möglich.

Mitglieder einer gesetzlichen Krankenversicherung haben über die ordentliche Kündigung hinaus auch ein Sonderkündigungsrecht, nämlich dann, wenn die gesetzliche Krankenkasse den Beitragssatz erhöht.

Das Sonderkündigungsrecht bedeutet die Möglichkeit einer außerordentlichen, also sofortigen Kündigung im Zeitpunkt der Beitragserhöhung. Ein Sonderkündigungsrecht besteht auch dann, wenn die Krankenkasse erstmalig einen Zusatzbeitrag erhebt, oder wenn sie bereits einen Zusatzbeitrag einzieht und diesen nun erhöht. Ein Recht zur Sonderkündigung hat ein gesetzlich Versicherter auch im Falle einer Fusion von zwei gesetzlichen Krankenkassen. Auch hier wird die außerordentliche Kündigung im Zeitpunkt des Zusammenschlusses wirksam. Die Frist für eine ordentliche Kündigung sowie das Recht zur Sonderkündigung beträgt jeweils 2 Monate. Im Zeitraum zwischen Ausspruch und Wirksamwerden der Kündigung muss kein Zusatzbeitrag mehr an die Krankenkasse abgeführt werden.

Der Wechsel der gesetzlichen Krankenversicherung – Schritt für Schritt

Der eigentliche Wechsel von einer gesetzlichen Krankenkasse in die andere verläuft unkompliziert, ist jedoch an die Einhaltung bestimmter Formalitäten geknüpft.

In einem ersten Schritt wird die Mitgliedschaft bei der bestehenden gesetzlichen Krankenversicherung unter Einhaltung der Frist gekündigt. Aus Beweisgründen erfolgt diese schriftlich per Fax oder per Einschreiben. Die Krankenkasse, gegenüber der die Kündigung ausgesprochen wurde, ist verpflichtet, den Zugang der Kündigung innerhalb von 14 Tagen schriftlich zu bestätigen. Diese Kündigungsbestätigung wird zusammen mit dem ausgefüllten und unterschriebenen Antragsformular an die neue gesetzliche Krankenkasse geschickt.

Die Vorlage der Abmeldebestätigung bei der neuen gesetzlichen Krankenkasse ist zwingend und ohne sie ist auch kein Wechsel möglich.

Zwingend deshalb, weil der Gesetzgeber auf diese Weise mehrere Anmeldungen bei verschiedenen gesetzlichen Krankenkassen verhindern möchte. Darüber hinaus besteht seit dem 1. Januar 2009 die Pflicht, Mitglied in einer Krankenkasse zu sein. Deshalb muss auch der alten gesetzlichen Krankenkasse eine Bestätigung der neuen Krankenkasse mit dem Datum des Beginns der Mitgliedschaft vorgelegt werden, um diesem gesetzlichen Erfordernis gerecht zu werden. Für Arbeitnehmer gibt es noch einen letzten Schritt, dann ist der Wechsel von einer in die andere gesetzliche Krankenversicherung vollzogen: Die Mitgliedsbestätigung der neuen Krankenkasse muss dem jeweiligen Arbeitgeber übergeben werden, damit die Beitragszahlungen an die neue Kasse gezahlt werden können.


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