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Rabattverträge in der gesetzlichen Krankenversicherung

Die Ausgaben der gesetzlichen Krankenkassen für Arzneimittel nehmen jährlich zu

Damit die Kosten für Versicherungen und für Sie als Versicherte und Patienten einigermaßen kalkulierbar bleiben, sehen bereits seit 2003 entsprechende Gesetze vor, dass Krankenkassen und pharmazeutische Unternehmen Preisnachlässe aushandeln können.

Als gesetzlich Krankenversicherte können Sie je nach Krankenkasse unmittelbar von ausgehandelten Rabattverträgen profitieren. Krankenkassen handeln Rabattverträge zur Kostenbegrenzung aus und Sie bekommen Ihre Medikamente in der bisher gewohnten Qualität. Alle Hersteller sind verpflichtet, die Qualität auch der preislich reduzierten Arzneimittel entsprechend den gesetzlichen Anforderungen nachzuweisen. Rabattverträge werden von den Krankenkassen in der Regel mindestens über einen Zeitraum von zwei Jahren geschlossen. Sie erhalten in diesem Zeitraum garantiert auch als chronisch Kranker bei Bedarf das gleiche Präparat.

Die durch die Rabattverträge erzielten Einsparungen verwendet Ihre Krankenkasse, um beispielsweise die Finanzierung Ihrer medizinischen Versorgung sicher zu stellen.

Finanzielle Mittel fließen gleichfalls in den Ausbau des Leistungsangebots und in die Verbesserung der Qualität der Leistungen für die Mitglieder der Kasse. Die Rabattverträge werden von den Krankenkassen als ein wirksames Mittel gesehen, Ihnen eventuelle Zusatzbeiträge zu ersparen. Ihre Krankenkasse erhält durch den Abschluss von Rabattverträgen mit Pharmaunternehmen die Möglichkeit, Druck auf überhöhte Preise auszuüben. Gleichzeitig können verstärkt marktgerechte Preise für patentfreie Original-Arzneimittel und Generika (Nachahmerprodukte) erzielt werden.

Preisgünstigere und meist identische Arzneimittel für gesetzliche Krankenversicherte

Der Gesetzgeber räumt Ihrer gesetzlichen Krankenkasse bereits seit dem Jahr 2003 die Möglichkeit ein, mit Pharmafirmen Rabattverträge abzuschließen.

Zu den Gesetzen, auf deren Grundlage heute Rabattverträge ausgehandelt werden, gehören das Arzneimittelversorgungs-Wirschaftlichkeitsgesetz (2006), das GKV-Wettbewerbsstärkungsgesetz (2007) und das Arzneimittelneuordnungsgesetz (2011). Die Rechtsgrundlage für Ihre Krankenkasse zum Abschluss von Rabattverträgen bildet das Sozialgesetzbuch (§ 130a SGB V). Vor den Rabattverträgen mussten Versicherte meist 14-tägige Preisveränderungen in den Apotheken hinnehmen. Das hat oftmals zu Medikamentenwechseln geführt, da Apotheken nur die drei preiswertesten Arzneimittel an Kassenpatienten ausgeben durften. Sie müssen nicht befürchten, von Ihrem Arzt völlig neue Arzneimittel verschrieben zu bekommen.

In der Mehrzahl der Fälle handelt es sich bei rabattierten Medikamenten um das identische Arzneimittel.

Das neue Medikament wird unter einer anderen Namensbezeichnung und über eine Tochterfirma des Pharmaherstellers vermarktet. Beispielsweise ist die Firma 1A Pharma ein Tochterunternehmen von Hexal. ABZ Pharma und Ratiopharm sind Töchter vom Arzneimittelhersteller Teva. Ihre Krankenkasse schränkt trotz der Rabattverträge und der Festlegung bestimmter zulässiger Arzneimittel die Therapiefreiheit Ihres Arztes nicht wesentlich ein. Wenn der Arzt beispielsweise darauf besteht, dass es aus medizinischer Sicht notwendig ist, dass Sie die gleichen Medikamente wie bisher einnehmen müssen, wird er dies an entsprechender Stelle (aut-idem-Kreuz) anweisen. Für Versandapotheken gelten in gleicher Weise die Rabattverträge Ihrer Krankenkasse.


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