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Pflichtversicherung in der gesetzlichen Krankenversicherung

In Deutschland gibt es zwei verschiedene Krankenvollversicherungen

Die gesetzliche und die private Krankenversicherung.

Die mit Abstand größte Versichertenzahl entfällt dabei auf die gesetzliche Krankenversicherung. Rund 90 Prozent der Deutschen sind gesetzlich krankenversichert. Die gesetzliche Krankenversicherung – abgekürzt GKV – zählt zum Sozialversicherungssystem und übernimmt die Kosten für ambulante sowie stationäre Gesundheitsleistungen. Die gesetzliche Krankenversicherung wurde bereits Ende des 18. Jahrhunderts für die Gesundheitsversorgung von Arbeitnehmern geschaffen. Bis heute handelt es sich bei der gesetzlichen Krankenversicherung um eine Pflichtversicherung. Das bedeutet: Jeder Arbeitnehmer ist in der GKV pflichtversichert.

Als Mitglied einer gesetzlichen Krankenversicherung können Sie sich für eine Kasse Ihrer Wahl entscheiden.

Auch ein Wechsel von Kasse zu Kasse ist unter Beachtung der Kündigungsfrist jederzeit möglich. Heute gibt es in Deutschland rund 150 verschiedene gesetzliche Krankenkassen. Die Leistungen der gesetzlichen Kassen werden mit dem Sozialgesetzbuch für alle Krankenkassen definiert, sodass sich das Leistungsangebot der GKV bis auf wenige Zusatzleistungen nicht voneinander unterscheidet. Alle Kassen haben zudem einen einheitlichen Beitragssatz und können optional Zusatzbeiträge erheben. Der Beitrag zur gesetzlichen Krankenversicherung wird anhand des Einkommens bemessen - je höher der Verdienst, desto teurer die Krankenversicherung. Wenn bestimmte Einkommensgrenzen erreicht werden, entfällt sogar die Pflichtversicherung bei der GKV und eine private Krankenversicherung ist optional möglich.

Pflichtversicherung in der gesetzlichen Krankenversicherung: Geht es auch privat?

Seit den tiefen Einschnitten im Rahmen der Gesundheitsreformen steht die gesetzliche Krankenversicherung noch häufiger in der Kritik.

Nicht wenige Versicherte würden sich lieber privat versichern – sei es nun aus Gründen besserer Leistungen oder niedrigerer Beiträge bei einer privaten Kasse. Tatsächlich entfällt die Pflichtversicherungsgrenze für Arbeitnehmer erst ab einem Jahreseinkommen von rund 50.000 Euro brutto. Wenn Sie mehr verdienen, können Sie sich auch privat krankenversichern. In Deutschland gibt es eine generelle Krankenversicherungspflicht. Das bedeutet, dass sich jeder entweder gesetzlich oder privat krankenversichern muss. Es ist nicht möglich, den Krankenversicherungsschutz gänzlich zu umgehen.

Für regulär beschäftigte Arbeitnehmer unterhalb der Jahresentgeltgrenze besteht aber ohnehin eine automatische Pflichtversicherung bei einer gesetzlichen Kasse ihrer Wahl.

Die Beiträge werden automatisch durch den Arbeitgeber an die Kasse abgeführt. Familienmitglieder wie Ehepartner ohne eigenes Einkommen und natürlich Kinder sind in der gesetzlichen Krankenversicherung familienversichert. Wenn Sie aus der Familienversicherung heraus fallen oder selbstständig tätig sind, können Sie sich als freiwillig versichertes Mitglied bei einer gesetzlichen Kasse versichern. In diesem Fall besteht wie auch bei Arbeitnehmern oberhalb der Jahresentgeltgrenze keine Pflichtversicherung in der GKV mehr: Die Mitgliedschaft bei der gesetzlichen Kasse ist freiwillig. Alternativ ist eine private Krankenvollversicherung möglich. Nur Besserverdiener und Selbstständige können sich also zwischen einer gesetzlichen und einer privaten Versicherung entscheiden.


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