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Die Kündigung in der gesetzlichen Krankenversicherung

Die Kündigung einer Mitgliedschaft in einer gesetzlichen Krankenversicherung kann verschiedene Ursachen haben

Wenn Sie der Meinung sind, dass Ihre Krankenkasse zu teuer oder eventuell unpassend ist, werden Sie sich nach einer günstigen und bedarfsgerechteren Alternative umsehen.

Wenn Sie die Möglichkeit haben, sich bei einer privaten Krankenversicherung abzusichern und sich das für Sie auch finanziell rechnet und bei den Leistungen bewährt, werden Sie die Kündigung der Mitgliedschaft in der gesetzlichen Krankenversicherung sicherlich in Erwägung ziehen. Um die Krankenkasse zu wechseln oder gar die gesetzliche Krankenversicherung gänzlich zu kündigen, bedarf es der Einhaltung eines bestimmten Prozederes. Insbesondere geht es neben der Einhaltung gesetzlicher Kündigungsfristen um die exakte Klärung aller mit einer Kündigung der Krankenversicherung im Zusammenhang stehenden rechtlichen und verwaltungstechnischen Fragen.

Generell gilt für pflichtversicherte Arbeitnehmer, deren Einkommen unter der Versicherungspflichtgrenze liegt, die Versicherungspflicht in einer gesetzlichen Krankenkasse.

Sie können Ihre Krankenkasse frei wählen. Die Mindestdauer einer normalen Mitgliedschaft beträgt 18 Monate, bei Wahltarifen sind drei Jahre vorgeschrieben. Nach Ablauf dieser Frist können Sie die Krankenkasse wechseln. Freiwillig versicherte Arbeitnehmer sowie Selbstständige und Freiberufler können eine gesetzliche Krankenkasse jederzeit zum Ende des übernächsten Monats kündigen. Die eigentliche Bindefrist von 18 Monaten muss bei einem Wechsel in die private Krankenversicherung nicht eingehalten werden.

Bei Erhebung von Zusatzbeiträgen besteht Sonderkündigungsrecht

Wenn Sie Ihrer gegenwärtigen Krankenkasse kündigen möchten, bedarf es lediglich einer vorherigen Versicherungszeit von 18 Monaten.

Das ist die vorgeschriebene Mindestvertragslaufzeit für allgemeine Verträge in einer gesetzlichen Krankenkasse, um diese auf dem Weg der ordentlichen Kündigung beenden zu können. Wenn Sie einen der sogenannten Wahltarife bei Ihrer Krankenkasse abgeschlossen haben, müssen Sie allerdings drei Jahre bis zur eventuellen Kündigung von Kasse oder Tarif warten. Aufgrund der langen Bindungsfrist zeigt sich, dass die Entscheidung für einen Wahltarif gut überlegt werden muss.

Bei einem Wahltarif steht noch ein anderer Grund einer vorzeitigen Kündigung entgegen.

Während Sie bei normalen Krankenversicherungstarifen unter bestimmten Umständen ein Sonderkündigungsrecht beanspruchen können, entfällt diese Möglichkeit beim Wahltarif. Gemeint ist hier das Recht zur Kündigung, wenn die Krankenkasse einen Zusatzbeitrag erheben sollte. Der Zusatzbeitrag darf allerdings nicht die Folge gesetzlicher Regelungen sein. Sollte Ihre Krankenversicherung von Ihnen neben dem eigentlichen Versicherungsbetrag einen Zusatzbeitrag verlangen, haben Sie ein Sonderkündigungsrecht. Dabei spielt es keine Rolle, wie hoch der Zusatzbeitrag ausfällt. Sie müssen der Krankenkasse spätestens zu dem Zeitpunkt gekündigt haben, an dem der Zusatzbeitrag erstmals fällig wird. Dass Sie aufgrund der Erhebung von Zusatzbeiträgen ein gesondertes Kündigungsrecht haben, muss Ihnen die Krankenkasse schriftlich einen Monat vor der eigentlichen Fälligkeit mitteilen.


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