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Beitragssätze in der gesetzlichen Krankenversicherung

Der weitaus größte Teil der Bevölkerung, rund 71 Millionen Bundesbürger, ist in der gesetzlichen Krankenversicherung versichert

Während es sich für die meisten Arbeitnehmer um eine Pflichtversicherung handelt, können sich Selbstständige, Freiberufler und Arbeitnehmer ab einem gewissen Einkommen freiwillig für die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) entscheiden.

Beim Vergleich zwischen der privaten Krankenversicherung (PKV) und der GKV ist neben den Leistungen für viele Bürger auch der zu zahlende Beitrag entscheidend. Während der Beitrag bei den privaten Krankenkassen auf der Grundlage des Alters, des Geschlechts, des Tarifs und des Gesundheitszustandes festgelegt wird, basiert der Beitrag zur GKV ausschließlich auf dem vom Versicherten erzielten Einkommen. Zudem gibt es im Bereich der GKV schon seit Jahren einheitliche Beitragssätze, während die Beiträge bei den privaten Krankenkassen voneinander abweichen.

Ausgenommen für die freiwillig gesetzlich krankenversicherten Selbstständigen und Freiberufler zahlt der Arbeitgeber etwas weniger als die Hälfte des Krankenversicherungsbeitrages.

Der Beitragssatz liegt im Jahre 2011 bei insgesamt 15,5 Prozent und gilt verbindlich für jede gesetzliche Krankenkasse. Bis vor wenigen Jahren wurde der Beitrag exakt zur Hälfte vom Arbeitgeber und vom Arbeitnehmer gezahlt. Inzwischen beträgt der Arbeitgeberanteil jedoch 7,3 Prozent, sodass der Arbeitnehmeranteil bei 8,2 Prozent liegt. Verursacht wird die Differenz dadurch, dass Sie als Arbeitnehmer einen Zusatzbeitrag von 0,9 Prozent zu zahlen haben.

Beitragsbemessungsgrenze und mögliche Zusatzbeiträge

Im Zusammenhang mit dem Beitragssatz in der GKV ist für Sie vielleicht auch die sogenannte Beitragsbemessungsgrenze von Bedeutung.

Zwar wird der Beitrag mit den zuvor erwähnten 15,50 Prozent auf Basis des Bruttoeinkommens berechnet und festgesetzt, allerdings nur bis zu einem bestimmten Grenzeinkommen. Dieses Grenzeinkommen wird als Beitragsbemessungsgrenze bezeichnet und liegt derzeit bei 60.750 Euro im Jahr. Verdienen Sie also jährlich mehr als 60.750 Euro, so unterliegt das darüber liegende Einkommen nicht mehr der Beitragspflicht zur GKV. Durch diese Maßnahme sollen vor allem die Besserverdienenden entlastet werden, die demzufolge im Verhältnis einen geringeren Beitrag als Versicherte zahlen, die mit ihrem Einkommen unterhalb der Beitragsbemessungsgrenze liegen.

Seit einiger Zeit ist neben dem reinen Beitragssatz in der GKV noch ein weiterer Beitrag von Bedeutung, nämlich der sogenannte Zusatzbeitrag.

Diesen Zusatzbeitrag kann jede gesetzliche Krankenkasse eigenständig erheben, unabhängig von dem allgemeingültigen Beitragssatz. Insofern zahlen Sie heute nicht unbedingt bei jeder gesetzlichen Krankenkasse exakt den gleichen Monatsbeitrag. Manche Krankenversicherer verzichten auf die Veranschlagung eines Zusatzbeitrages, während andere Krankenkassen hier durchaus 20 Euro im Monat berechnen. Da der Beitragssatz und die meisten Leistungen bei jeder gesetzlichen Krankenkasse identisch sind, ist der Zusatzbeitrag für Sie eventuell ein Entscheidungskriterium bei der Wahl der Krankenkasse.


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