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Brutto-Netto-Rechner (Gehaltsrechner) 2017

Wie viel Netto bleibt vom Brutto?

Finanzen

Das im Arbeitsvertrag festgelegte Bruttogehalt sieht oft vielversprechend aus. Doch wieviel bleibt Ihnen davon nach Abzug von Steuern und Sozialabgaben noch übrig?

Mithilfe unseres kostenlosen Brutto-Netto-Rechners können Sie Ihr Nettogehalt exakt ermitteln. Hilfreich ist dies etwa bei Gehaltsverhandlungen, deren Verhandlungsbasis meist der Bruttobetrag ist. Auch im Falle einer Gehaltserhöhung können Sie schnell und effizient errechnen, wieviel Ihnen vom Brutto-Mehrbetrag praktisch bleibt. Sind Sie verheiratet, kann Ihnen unser Rechner zudem dabei helfen, für sich und Ihre Partnerin oder Ihren Partner die ideale Steuerklasse zu finden.

Jetzt Nettolohn berechnen

Was genau ermittelt der Gehaltsrechner?

Die Gesetzgebung zur Höhe der Abgaben von Ihrem Bruttogehalt ist komplex und unterliegt häufigen Aktualisierungen. Faktoren wie Familienstand oder Wohnort bestimmen, wie viel davon Sie als Nettogehalt ausgezahlt bekommen.

Je nach den Lebensumständen können so zwei Individuen mit identischem Bruttogehalt verschiedenste Nettogehälter erhalten: Sind Sie mit Ihrer Ehepartnerin oder Ihrem Ehepartner mit zwei Kindern in Sachsen ansässig, haben Sie ein völlig anderes Nettogehalt als jemand, der bei gleichem Bruttogehalt unverheiratet in Bayern lebt.

Unser kostenfreier, schneller und effizienter Lohnsteuerrechner berücksichtigt Ihre individuellen Lebensumstände und die aktuelle Gesetzgebung. Der Brutto-Netto-Rechner listet Ihnen die einzelnen Abgaben aufgeschlüsselt auf und ist so das ideale Werkzeug für Ihre Nettolohnbestimmung.

Wie der Nettolohn ermittelt wird

Ihr Nettolohn hängt von verschiedenen Faktoren ab. Die Wichtigsten davon sind die Bruttogehaltshöhe, die Lohnsteuerklasse, Ihr Alter, gegebenenfalls die Anzahl Ihrer Kinder und der jährliche Steuerfreibetrag. Relevant sind außerdem Ihr Wohnort, etwaige Kirchenzugehörigkeit und ob Sie privat oder gesetzlich krankenversichert sind.

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Mehr Netto vom Brutto

Der Gehaltsrechner eignet sich, um bei Veränderungen der Lebenssituation (z. B. Heirat) die individuell beste Steuerlösung zu ermitteln. Lesen Sie dazu auch den Ratgeber! Jetzt Tipps downloaden »

Ein Beispiel

Arbeitnehmer 1
Wohnort München (Bayern)
Alter 35
ledig
keine Kinder
Kirchenmitglied (Steuerklasse 1)
Bruttogehalt 3.000 Euro pro Monat
Nettogehalt: 1.891,06 Euro pro Monat
Arbeitnehmer 2
Wohnort Zwickau (Sachsen)
Alter 45
verheiratet
zwei Kinder
kein Kirchenmitglied (Steuerklasse 3)
Bruttogehalt 3.000 Euro pro Monat
Nettogehalt: 2.179,84 Euro pro Monat

Folgende Komponenten haben Einfluss auf die Lohnsteuer:

Die Basis für jede Nettolohnberechnung ist das Bruttogehalt. Je höher das Gehalt, desto höher sind oft auch die Abgaben, die Sie als Arbeitnehmerin oder Arbeitnehmer zu leisten haben: Mit einem monatlichen Gehalt unter 450 Euro sind Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer von Steuern befreit (seit 2015). Liegt das Jahreseinkommen über dem Grundfreibetrag, wird es entsprechend der jeweiligen Höhe besteuert. Der Eingangssteuersatz liegt derzeit bei 14 %, der Spitzensteuersatz von 42 % beginnt bei einem Bruttojahreseinkommen von 53.666 Euro (seit 2016). Deutschland hat somit ein progressives Einkommensteuersystem.

Deutschland hat sechs Steuerklassen. Diese sind bis auf wenige Ausnahmen nicht frei wählbar, sondern ergeben sich aus Ihrem Familienstand, dem etwaigen Vorhandensein von Kindern und der Anzahl der bezahlten Tätigkeiten. Allgemein gilt: Die höchste Steuerklasse 1 haben Alleinstehende ohne Kinder. Untenstehend finden Sie weitere Informationen zu den Steuerklassen.

Um Geringverdienerinnen, Geringverdiener und Großfamilien zu entlasten, gibt es einen jährlich neu bestimmten Grundfreibetrag. Dieser festgelegte Betrag wird nicht besteuert. Erst wenn das jährliche Einkommen über diesem Betrag liegt, werden für diesen Mehrbetrag Steuern fällig. Der Grundfreibetrag liegt ab dem 1. Januar 2017 bei 8.820 Euro (2016: 8.652 Euro).

Kindergeld und Kinderfreibetrag sollen bei der Grundversorgung des Nachwuchses behilflich sein. Der Kinderfreibetrag ist für 2017 auf 7.356 Euro festgelegt (2016: 7.248 Euro), bereits eingerechnet ist dabei der Freibetrag für Betreuung, Erziehung oder Ausbildung. Man kann entweder den Steuerfreibetrag nutzen oder das Kindergeld steuerfrei beziehen, beides geht nicht. Das Finanzamt rechnet Kinderfreibetrag und Kindergeld aufeinander an und ermittelt für Sie die günstigste Variante. Der Kinderfreibetrag muss also nicht beantragt werden.

Anspruch auf Kindergeld und den Kinderfreibetrag entstehen mit dem Geburtsmonat des Kindes bis mindestens zum 18. Lebensjahr. Macht das Kind eine Ausbildung oder studiert, wird das Kindergeld bis zum 25. Lebensjahr gezahlt. Darüber hinaus auch, wenn das Kind aufgrund einer Behinderung nicht alleine für den Unterhalt sorgen kann. Die monatlichen Kindergeldbeträge für 2017 betragen für das erste und zweite Kind 192 Euro (2016: 190 Euro), für das dritte Kind 198 Euro (2016: 196 Euro) und für das vierte und weitere Kinder je 223 Euro (2016: 221 Euro).

Sind Sie alleinerziehend und lohnsteuerpflichtig, können Sie unabhängig vom Grundfreibetrag einen zusätzlichen Alleinerziehendenentlastungsbetrag beantragen, wenn mindestens ein Kind in Ihrem Haushalt lebt, für das Sie Kindergeld beziehen. Dieser Betrag in einer Höhe von bis zu 1.908 Euro muss nicht versteuert werden. Übernachtet das Kind auch regelmäßig bei dem anderen Elternteil, kann der Entlastungsbetrag gekürzt werden. Für jedes weitere Kind wird dieser Freibetrag um 240 Euro erhöht.

Haben Sie vor dem Kalenderjahr, dessen Gehälter steuerlich zu bestimmen sind, das 64. Lebensjahr vervollständigt, dann haben Sie in der Regel Anspruch auf einen Altersentlastungsbetrag. Also auf einen Steuerfreibetrag, der bei der Kalkulation der Lohn- beziehungsweise Einkommensteuer abgezogen wird. Der Satz liegt laut § 24a des Einkommensteuergesetzes (EStG) im Jahr 2017 bei 20,8 % der Einkünfte und einem Maximalbetrag von 988 Euro (2016: 22,4 % der Einkünfte und einem Maximalbetrag von 1.064 Euro).

Deutschland ist einer der wenigen Staaten, der Kirchensteuer erhebt: Gehören Sie offiziell eine christlichen Glaubensgemeinschaft an, sind Sie automatisch kirchensteuerpflichtig, sobald Sie sich in einem lohn- oder einkommensteuerpflichtigen Arbeitsverhältnis befinden. Die Kirchensteuer wird automatisch von Ihrem Bruttogehalt abgezogen und beträgt 9 % der Lohnsteuer, in Bayern oder Baden-Württemberg beträgt sie 8 %.

Auch Ihr Wohnort hat Auswirkungen auf die Besteuerung Ihres Bruttogehalts. So gibt es beispielsweise zwischen ostdeutschen und westdeutschen Bundesländern Unterschiede bei der Rentenversicherung; und die Kirchensteuer in Bayern und Baden-Württemberg liegt prozentual niedriger als in anderen Bundesländern.

Ob Sie privat oder gesetzlich krankenversichert sind, hat ebenfalls Auswirkungen auf Ihr Nettogehalt. Als Angestellte oder Angestellter beträgt Ihr gesetzlicher Krankenkassenbeitrag seit dem 1. Januar 2015 14,6 % des Bruttoeinkommens, davon zahlen Ihr Arbeitgeber und Sie je 7,3 %. Diese 7,3 % werden von Ihrem Bruttogehalt abgezogen. Seit 2015 können die GKV zudem einen einkommensabhängigen Zusatzbetrag erheben. Dieser liegt 2017 durchschnittlich bei 1,1 % des Bruttoeinkommens, variiert aber bei den einzelnen Krankenkassen.

Der Beitrag einer privaten Krankenversicherung bleibt von der Einkommenshöhe unberührt. Er richtet sich nach den persönlichen Gegebenheiten beim PKV-Eintritt – beispielsweise Alter oder gewünschter Leistungsumfang – trotzdem zahlt der Arbeitgeber die Hälfte der privaten Krankenkassenbeiträge bis zu einem gewissen Höchstbetrag. Insbesondere Gutverdienerinnen und Gutverdiener können durch einen Wechsel zur PKV so unter Umständen ihre Abgaben mindern. Weitere Informationen zu den Vor- und Nachteilen der privaten Krankenversicherung finden Sie hier.

Sozialabgaben und Steuern: Daraus bestehen Ihre Abgaben

Die Abgaben von Ihrem Bruttogehalt setzen sich aus Sozialabgaben und Steuern zusammen. Die Steuern bestehen aus Lohnsteuer, Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer.

Die Sozialabgaben sind finanziell höher veranschlagt als die Steuern und beinhalten folgende Komponenten: Krankenversicherung, Pflegeversicherung, Rentenversicherung und die Arbeitslosenversicherung. Der Arbeitnehmer beteiligt sich dabei anteilig an den Sozialabgaben.

In Deutschland besteht für jeden Bundesbürger gesetzliche oder private Krankenversicherungspflicht. Sind Sie gesetzlich krankenversichert, dann beträgt Ihr monatlicher Krankenkassenbeitrag 14,6 % Ihres Bruttoeinkommens, Ihr Arbeitnehmer und Sie selbst übernehmen davon je die Hälfte – für Sie machen die Krankenkassenbeiträge folglich 7,3 % Ihres Bruttoeinkommens aus. Die gesetzlichen Krankenkassen können seit 2015 zudem einen individuellen Zusatzbetrag fordern, der im Durchschnitt bei 1,1 % liegt.

Sind Sie privat krankenversichert, ist der Betrag unabhängig von Ihrem Gehalt und kann nicht als Sozialabgabe an den Staat verstanden werden. Der private Krankenkassen-Tarif wird beim Beitritt durch Ihre individuellen Voraussetzungen festgelegt, also etwa anhand Ihres Alters, Gesundheitszustandes oder Ihrer Leistungswünsche. Er bleibt unverändert, egal ob Sie beispielsweise 1.000 Euro oder 4.000 Euro monatlich verdienen. Unabhängig davon zahlt Ihnen Ihr Arbeitgeber die Hälfte Ihres PKV-Beitrags bis zu einem gewissen Höchstbetrag.

Als gesetzlich Krankenversicherte oder Krankenversicherter gehören Sie der sozialen Pflegeversicherung an. Ab dem 1. Januar 2015 beträgt der Beitragssatz für kinderlose Pflegeversicherungspflichtige ab dem 24. Lebensjahr 2,6 % des Bruttogehalts, davon muss die oder der Versicherte 1,425 % zahlen, der Arbeitgeber übernimmt 1,175 %. Für Eltern beträgt der Pflegeversicherungsbeitrag 2,35 %, Arbeitgeber und Arbeitnehmer(in) zahlen davon je 1,175 %.

Eine Ausnahme stellt das Land Sachsen da. Dort wurde nicht wie in anderen Bundesländern zur Finanzierung der Pflegeversicherung ein gesetzlicher Feiertag abgeschafft, der Buß- und Bettag ist weiterhin arbeitsfrei. Zur Arbeitgeberentlastung zahlt der Arbeitgeber deswegen weniger und die Arbeitnehmerin oder der Arbeitnehmer mehr von den anfallenden 2,6 % beziehungsweise 2,35 %.

Diese Zahlen bleiben 2016 konstant. Für 2017 ist eine Verteuerung der Pflegeversicherung von 0,2 % angedacht. Sind Sie privat versichert, sind Sie automatisch auch einer privaten Pflegepflichtversicherung zugehörig und Ihr Arbeitgeber beteiligt sich an den Kosten.

Die Rentenversicherung beträgt seit 2015 18,7 % des Bruttoeinkommens und bleibt auch für 2017 konstant. Arbeitgeber und Arbeitnehmerin oder Arbeitnehmer tragen davon je 9,35 %. Nicht Pflichtversicherte – also beispielsweise Selbstständige – können der gesetzlichen Rentenversicherung freiwillig beitreten oder müssen privat für ihr Alter vorsorgen. Um als Pflichtversicherte oder Pflichtversicherter die Rente zu erhöhen, kann ergänzend eine private Rentenversicherung abgeschlossen werden.

Die Arbeitslosenversicherung liegt bei 3 % des Bruttogehalts. Auch hier werden die Kosten in gleichen Teilen auf Arbeitgeber und Arbeitnehmerin oder Arbeitnehmer umgelegt – beide zahlen also 1,5 %. Die Arbeitslosenversicherung ist dabei eine Pflichtversicherung. Sind Sie in einem steuerpflichtigen Angestelltenverhältnis, Ausbildungs- oder Arbeitsverhältnis, sind sie zwangsläufig versichert, Ausnahmen bestehen für bestimmte Berufsgruppen wie beispielsweise Beamtinnen und Beamte.

Steuern

  • Lohnsteuer: Die Lohnsteuer wird vom Bruttogehalt abgeführt. Der Betrag ist abhängig von der Steuerklasse und der Gehaltshöhe.
  • Solidaritätszuschlag: Der Solidaritätszuschlag wurde 1991 eingeführt, um die Kosten der Deutschen Einheit mitzufinanzieren. Er beträgt heute 5,5 % der Lohnsteuer.
  • Kirchensteuer: Gehören Sie offiziell einer christlichen Glaubensgemeinschaft an, müssen Sie Kirchensteuer zahlen. Der Betrag entspricht 9 % des Lohnsteuerbetrags – in den Bundesländern Bayern und Baden-Württemberg liegt er mit 8 % einen Prozentpunkt niedriger.

Die Steuerklassen in der Bundesrepublik

Deutschland hat sechs Steuerklassen. Diese sind bis auf wenige Ausnahmen nicht frei wählbar, sondern ergeben sich aus Ihrem Familienstand und dem etwaigen Vorhandensein von Kindern.

Steuerklassen Familienstatus
Steuerklasse 1 Zur hoch angesetzten Steuerklasse 1 gehören Alleinstehende, Geschiedene, getrennt Lebende und Verwitwete.
Steuerklasse 2 Die etwas günstigere Steuerklasse 2 ist für Alleinerziehende, die mit mindestens einem Kind in einem Haushalt leben, für das sie Kindergeld beziehen. Es ist für die Zuordnung zur Steuerklasse 2 dabei nicht wichtig, ob die alleinerziehende Person ledig, geschieden, getrennt lebend oder verwitwet ist.
Steuerklasse 3 und 5 Sie sind Pendant-Steuerklassen für Ehepartner mit unterschiedlich hohen Gehältern – im Normalfall beansprucht der Ehepartner mit dem höheren Gehalt die vergleichsweise niedriger angesetzte Steuerklasse 3; der andere Ehepartner muss dann die höher angesetzte Steuerklasse 5 nehmen.
Steuerklasse 4 Sie ist eine weitere Option für Verheiratete, allerdings müssen beide Partner sich auf Klasse 4 einigen – eine Kombination von Steuerklasse 3 und 4 ist beispielsweise nicht möglich. Steuerklasse 4 wird meist von Ehepartnern mit ähnlichen hohen Gehältern genutzt.
Steuerklasse 6 Die höher angesetzte Steuerklasse 6 ist nur relevant, wenn Sie mehr als zwei lohnsteuerpflichtige Tätigkeiten ausüben und gilt für die Abgabenabführung der zweiten und der weiteren lohnsteuerpflichtigen Tätigkeiten.

Eine Steuerklasse kann einmal jährlich geändert werden. Diese Änderung muss beim Finanzamt beantragt werden und ist Pflicht, wenn sich die Lebenssituation ändert – man zum Beispiel verheiratet war und nun getrennt lebt.

FAQ Brutto-Netto-Rechner

Mit unserem Gehaltsrechner können Sie kostenfrei ermitteln, wie viel Ihnen von einem vertraglich vereinbarten Bruttogehalt oder einer Gehaltserhöhung als Nettoeinkommen ausgezahlt wird.

Sind Sie verheiratet, können Sie mithilfe des Lohnsteuerrechners herausfinden, welche Steuerklassen für Sie und Ihre Partnerin oder Ihren Partner optimal sind.

Unter Bruttogehalt versteht man das Gesamtgehalt – also das im Arbeitsvertrag vereinbarte Einkommen – vor dem Abzug von Steuern und Sozialabgaben. Das Nettogehalt ist das ausgezahlte Gehalt nach Abzug von Steuern und Abschreibungen.

Die Abgaben setzen sich aus Steuern und Sozialabgaben zusammen. Zu den verhältnismäßig höheren Sozialabgaben gehören Krankenversicherung, Pflegeversicherung, Rentenversicherung und die Arbeitslosenversicherung. Die Steuern bestehen aus Lohnsteuer, Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer.

Das Nettogehalt wird auf der Basis des Bruttogehaltes anhand weiterer Angaben errechnet. Relevant sind etwa Ihre Lohnsteuerklasse, Ihr Familienstand, Ihr Alter, gegebenenfalls die Anzahl Ihrer Kinder und Ihr jährlicher Steuerfreibetrag.

Auch andere Faktoren sind von Bedeutung, so etwa Ihr Wohnort oder Ihre Konfession – denn die Höhe einiger Abgaben unterscheiden sich regional, und für getaufte Christen besteht Kirchensteuerpflicht. Ob Sie privat oder gesetzlich versichert sind, hat ebenfalls Einfluss auf Ihr Nettogehalt – bei gesetzlich Versicherten steigen die Beiträge mit dem Gehalt, sie betragen derzeit 7,3 % des Bruttogehalts – zuzüglich einer individuellen Abgabe an die GKV, die durchschnittlich bei 1,1 % liegen. Bei privat Versicherten ist der monatliche Betrag gehaltsunabhängig, dennoch zahlt der Arbeitgeber die Hälfte des monatlichen PKV-Beitrags bis zu einer bestimmten Höhe. Insbesondere, wenn Sie gut verdienen, kann unter Umständen eine private Krankenversicherung preisgünstiger sein als eine gesetzliche.

Entsprechend der Definition des Finanzamtes ist die Lohnsteuer eine Unterkategorie der Einkommensteuer. Die Lohnsteuer bezeichnet die Steuer, welche Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in einem unselbstständigen Beschäftigungsverhältnis entrichten müssen. Hat die oder der unselbstständig Tätige eine weitere Einkommensquelle – zum Beispiel Einnahmen aus der Vermietung eines Gebäudes – muss eine Einkommensteuererklärung abgegeben werden. Die Lohnsteuererklärung ist dann ein Teil dieser Einkommensteuererklärung.

Insgesamt gibt es sechs Steuerklassen, die mit den Ziffern 1 bis 6 oder I bis VI bezeichnet werden. Der hoch angesetzten Steuerklasse 1 zugeordnet werden alleinstehende Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die pro Monat mehr als 450 Euro verdienen, dazu zählen unverheiratete, getrennt lebende, geschiedene und verwitwete Individuen.

Die günstigere Steuerklasse 2 gilt für Alleinerziehende, die mit mindestens einem Kind in einem Haushalt leben, für das sie Kindergeld beziehen. Ist dieses Kriterium erfüllt, ist es nicht von Bedeutung, ob das alleinerziehende Individuum ledig, getrennt lebend, geschieden oder verwitwet ist.

Steuerklasse 3, 4 und 5 können von Ehepartnern in Anspruch genommen werden: Ist eines der Gehälter wesentlich höher, empfiehlt sich dafür in der Regel die günstigere Steuerklasse 3. Die Ehepartnerin oder der Ehepartner mit dem niedrigeren Gehalt muss dann zwangsweise die teure Steuerklasse 5 nehmen. Haben die Ehepartner ähnliche hohe Gehälter, empfiehlt sich für beide oft Steuerklasse 4.

Hat eine Person mehr als eine lohnsteuerpflichtige Tätigkeit, dann muss für die zweite Tätigkeit und alle weiteren die hoch angesetzte Steuerklasse 6 genutzt werden.

Je höher Ihr Gehalt, desto höher sind oft auch die Abgaben, die Sie als Arbeitnehmerin oder Arbeitnehmer zu leisten haben. Dabei gilt der Grundfreibetrag: 8.820 Euro des Jahreseinkommens 2017 müssen nicht versteuert werden. Wer monatlich bis zu 450 Euro verdient, ist steuerbefreit. Deutschland hat ein progressives Einkommensteuersystem: Der Eingangssteuersatz liegt bei 14 %, dieser Prozentsatz steigt mit dem Einkommen. Der Spitzensteuersatz von 42 % wird in der Regel 2017 ab einem Bruttoeinkommen von 53.666 Euro jährlich veranschlagt.

Unter dem geldwerten Vorteil versteht man Sachleistungen oder Gutscheine, die einem vom Arbeitgeber zusätzlich zum Gehalt zur Verfügung gestellt werden. Dazu gehören beispielsweise Fortbildungen, Restaurant- oder Essensgutscheine, Gesundheitsmaßnahmen wie Physiotherapie oder Massagen, Betreuungskosten für noch nicht schulpflichtige Kinder während der Arbeitszeit, oder die Bereitstellung von Parkplätzen während der Arbeitszeit. Solche und andere geldwerte Vorteile müssen in der Steuererklärung nicht immer angegeben und versteuert werden, erwirken aber eine Entlastung des Budgets. Auch hier gelten Einschränkungen: Für die einzelnen Leistungen bestehen individuelle Höchstbeträge und bestimmte Regelungen und Definitionen. Der steuerfreie Höchstbetrag – also der sogenannte Rabattfreibetrag – ist 2015 dabei bei 1.080 Euro angesetzt. Andere Sachleistungen wie etwa ein Dienstwagen müssen in jedem Fall versteuert werden, wenn sie privat genutzt werden.

Nein. Wichtig ist die Aktualität des Gehaltsrechners. Da sich die Sozial- und Steuergesetzgebung häufig ändert, ändert sich damit automatisch auch die Nettogehaltsberechnung. Ein Brutto-Netto-Rechner muss daher entsprechend der Gesetzesänderungen aktualisiert werden. Will man etwa das Nettogehalt vergangener Jahre oder Monate ermitteln, sollte man angeben, um welchen Zeitraum es sich genau handelt. Nur dann sind die Daten auch exakt. Mit dem Nettolohnrechner von Tarifcheck.de können Sie Ihr Gehalt rückwirkend bis 2011 ermitteln.