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Die 10 wichtigsten Tipps zur Berufsunfähigkeitsversicherung

Besonders wichtig bei Abschluss einer BU sind die Details.

1Einstiegsalter und Beruf – wer sollte eine Berufsversicherung abschließen?

Berufsunfähigkeit kann jeden treffen. Ob Angestellte, Arbeiterinnen und Arbeiter, Selbständige, Freiberuflerinnen und Freiberufler, Beamtinnen und Beamte, Schülerinnen und Schüler, Studierende, Hausfrauen und Hausmänner – das Risiko einer Berufsunfähigkeit sollte nicht unterschätzt werden. Insbesondere gilt dies natürlich für jene, die einer regulären Arbeitstätigkeit nachgehen. Dabei gilt: Je jünger eine Kundin oder ein Kunde beim Abschluss des Versicherungsvertrags ist, desto günstiger ist der Berufsunfähigkeitsschutz.

Zudem ermitteln die Versicherer je nach Gesundheitszustand und Berufsgruppe ein individuelles Risikoprofil. Dabei arbeiten die Versicherungen mit unterschiedlichen Berufseinstufungen, so dass es durch die verschiedenen Risikoeinstufungen zu differierenden Beiträgen kommen kann. Berufe mit besonders großen Risiken der Risikogruppen 5 und 6 sind etwa Altenpflegerin und Altenpfleger, Dachdeckerinnen und Dachdecker oder Reinigungskräfte – oft sind diese Berufsgruppen nur mit Zuschlägen versicherbar. Ein vergleichsweises geringes bis mittleres Berufsunfähigkeitsrisiko mit der Risikogruppe 1 bis 3 betrifft gewissermaßen Berufe, die viele Bürotätigkeiten einschließen. Die Einteilung der Berufsgruppen in Risikogruppen variiert allerdings je nach Anbieter. Achten Sie besonders bei Einsteiger-, Starter- oder Studententarifen auf die Konditionen der BU. Oftmals führt ein anfänglich niedriger Beitrag zu einer, über die gesamte Laufzeit gerechnet, höheren Beitragssumme.

2 Anonyme Risikovoranfrage

Sie können mithilfe einer Versicherungsexpertin oder eines Versicherungsexperten eine anonyme Risikovoranfrage stellen. Dabei sollten Sie unbedingt darauf achten, alle Fragen vollständig und wahrheitsgemäß zu beantworten. Zwar sind alle Angaben, die eine persönliche Identifizierung zulassen würden, von der Voranfrage ausgeschlossen, aber nur bei korrekten Auskünften kann der Versicherer prüfen, ob und zu welchen Bedingungen er Versicherungsschutz gewähren kann.

Der Vorteil besteht darin, dass Sie im Falle einer Ablehnung keinen Eintrag in der sogenannten Sonderwagnisdatei erhalten, wodurch es Ihnen erschwert werden würde, einen anderen Versicherer für Berufsunfähigkeit zu finden. Eine anonyme Risikovoranfrage empfiehlt sich insbesondere bei bestehenden Vorerkrankungen und/oder Berufen mit einem besonderen Risikofaktoren. Sie erhalten auf diese Weise einen guten Überblick über aktuelle und individuelle Angebote und können den günstigsten Tarif auswählen.

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3 Gute Versicherungsbedingungen – günstige Konditionen und eine individuelle Beratung

Bei der Wahl einer BU sollten Sie unbedingt auf gute Versicherungsbedingungen achten. Es empfiehlt sich, einen kundenfreundlichen und günstigen aber gleichzeitig leistungsstarken Versicherungsanbieter zu wählen. Je kundenorientierter die Versicherungsbedingungen sind, desto leichter fällt es Ihnen, ein passendes Angebot zu finden.

Sie werden schnell merken, dass keine Versicherung nur vorteilhafte Versicherungsklauseln enthält. Sie sollten sich trotzdem nicht auf mittelmäßige Versicherungskonditionen einlassen und vorab durch intensive Recherche die besten Berufsunfähigkeitsversicherungen ausfindig machen, die sich durch ein überzeugendes Preis-Leistungs-Verhältnis auszeichnen.

Wichtig: Die Versicherungsbedingungen stehen für die gesamte Laufzeit des Vertrags fest und können nur in wenigen Fällen geändert werden. Lesen Sie daher nur professionelle Ratgeber und lassen Sie sich ausschließlich von erfahrenen und kompetenten Versicherungsmaklerinnen oder Versicherungsmaklern beraten. Nutzen Sie vor Abschluss eines Vertrags einen BU-Vergleich, einen BU-Test und/oder einen BU-Vergleichsrechner mit kritischer Grundhaltung.

4 Antragsstellung – richtige und vollständige Angaben

Vermeiden Sie Fehler bei der Antragsstellung der BU. Falsche oder unvollständige Angaben können dazu führen, dass der Versicherer noch viele Jahre nach Vertragsbeginn zum Rücktritt oder zur Anfechtung des Vertrags berechtigt ist. Die Versicherung kann so im Leistungsfall die Auszahlung der Rente verweigern. Beantworten Sie daher alle Gesundheitsfragen bis ins Detail wahrheitsgemäß und überprüfen Sie alle Angaben, damit Sie die Berufsunfähigkeitsrente im Ernstfall wirklich ausgezahlt wird.

5 Höhe der Berufsunfähigkeitsversicherung

Maßgeblich entscheidend für die Höhe der BU-Beiträge sind das Alter, der allgemeine Gesundheitszustand und die Berufsgruppe. Grundsätzlich gilt: Je jünger und gesünder eine Antragstellerin oder ein Antragsteller ist, desto niedriger sind die BU-Beiträge. Außerdem profitieren beispielsweise Auszubildende oder Studierende von einer oftmals sehr viel günstigeren Berufsgruppeneinstufung als ausgelernte Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer.

Angestellte genießen im Gegensatz zu Selbstständigen einen gewissen Vorteil. Für die Leistungspflicht im Schadensfall ist nämlich nur das entscheidend, was im Arbeitsvertrag aufgeführt ist und nicht das, was die versicherte Person tatsächlich ausübt. Dies kann ausschlaggebend für die Einstufung in eine risikogeringere Berufsgruppe sein. Zum Beispiel kann eine Maschinenführerin oder ein Maschinenführer im Arbeitsvertrag als kaufmännische Angestellte oder als kaufmännischer Angestellter gelistet werden und sich somit in eine niedrigere Risikogruppe bei Beantragung einer BU eintragen lassen.

6 Dynamisierung, Nachversicherungsgarantien und Anpassungsoption

Achten Sie darauf, dass in der Berufsunfähigkeitsversicherung langfristig dynamische Anpassungsoptionen ohne erneute Gesundheitsprüfung enthalten sind. Nur durch dynamische Absicherungsansprüche können Sie der Geldentwertung durch Inflation entgegenwirken. Wenn sich Ihre finanzielle Situation ändert, können Sie den Versicherungsschutz durch entsprechende Optionen an Ihre neuen Lebensbedingungen anpassen.

Wer beim Abschluss einer BU einen Dynamikplan mit einschließt, muss sich in dieser Hinsicht um den weiteren Verlauf seines Vertrages nicht sorgen. Dabei gilt: Je jünger Sie bei Vertragsabschluss sind, desto wichtiger ist das Dynamisierungsrecht für Sie. Berücksichtigen Sie daher bei Vertragsbeginn im jungen Alter ausreichend hohe Nachversicherungsgarantien, Erhöhungs- und Anpassungsoptionen ohne erneute Gesundheitsprüfung und/oder erneute Risikoprüfung.

7 Vertrags- und Versicherungsdauer

Bei Beantragung einer Berufsunfähigkeitsversicherung müssen Sie sich entscheiden, wie lange Sie versichert sein wollen und bis zu welchem Lebensalter die Berufsunfähigkeitsrente bei Bedarf gezahlt werden soll. Da Antragstellende sich nie sicher sein können, ob und wann sie eine private Berufsunfähigkeitsversicherung in Anspruch nehmen müssen, ist es ratsam, die Versicherungs- und Leistungsdauer der BU bis zum Eintritt des Rentenalters, sprich im Alter von 65 beziehungsweise 67 Jahren, vorzunehmen.

Beachten Sie, dass es nach Vertragsabschluss praktisch keine Möglichkeit mehr gibt, die Eckdaten der Leistungsdauer einer Versicherung neu festzulegen. Ausnahmefälle sind hier entsprechende Optionen, die im Vertrag festgehalten sind. Neue Anträge für eine Versicherung sind insbesondere für ältere Personen mit höheren Versicherungsprämien verbunden, weil das Risiko einer Berufsunfähigkeit steigt.

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8 Vertragsklauseln – beachten Sie das Kleingedruckte

Informieren Sie sich genau über bestimmte BU-Vertragsklauseln. Der Vertrag sollte einige wesentliche Merkmale aufweisen, darunter der Verzicht auf eine abstrakte Verweisung. Dadurch kann der Versicherer die Kundin oder den Kunden nicht auf eine andere vergleichbare Tätigkeit verweisen, die für sie oder ihn, trotz gesundheitlicher Einschränkung, noch auszuüben wäre. Auch sollte der Vertrag einen möglichst kurzen Prognosezeitraum beinhalten. In den Vertragsbedingungen ist geregelt, wie lange der Prognosezeitraum für die private Berufsunfähigkeitsversicherung ist.

Grundsätzlich gilt eine betroffene Person erst dann als berufsunfähig, wenn diese ihren zuletzt ausgeübten Beruf länger als sechs Monate nicht ausführen kann. Gibt die behandelnde Ärztin oder der behandelnde Arzt an, dass die versicherte Person voraussichtlich mindestens sechs Monate ihren Beruf nicht ausführen kann, zahlt der Versicherer die vereinbarte Rente. Bedenken Sie vor Vertragsabschluss, was Ihnen wichtig ist und machen Sie sich mit den Vertragsklauseln der Versicherungsanbieter vertraut.

9 Berufsunfähigkeitsversicherung und Steuern

Auch bei dem Thema BU und Steuern bedarf es einer umfassenden Belehrung, um im Falle einer Berufsunfähigkeit finanziell abgesichert zu sein und bereits im Voraus Kosten zu sparen. Die Berufsunfähigkeitsrenten sind steuerpflichtig. Der Gesetzgeber bezeichnet die Rentenzahlungen aus privaten Berufsunfähigkeits- und Erwerbsunfähigkeitsversicherungen als abgekürzte Leibrenten, die mit ihrem jeweiligen Ertragsanteil zu versteuern sind.

Je nach Laufzeit einer Berufsunfähigkeitsrente fallen unterschiedliche, steuerpflichtige Ertragsanteile an. Wenn Sie eine Rente nur für eine kurze Zeit beziehen, ist der Anteil der BU-Rente, der zu Ihrem steuerpflichtigen Einkommen gehört, geringer. Die steuerlichen Richtlinien sind jedoch nicht endgültig festgelegt, weshalb Sie sich stets über aktuelle Veränderungen informieren sollten. Auch können Sie Ihre BU-Beiträge grundsätzlich von der Steuer absetzen, jedoch müssen dabei auch andere steuerliche Faktoren berücksichtigt werden. Die Zusammenarbeit mit einer qualifizierten Steuerfachkraft kann hier sehr hilfreich sein.

10 Alternative Arbeitskraftabsicherungen

Erkennen Sie die gesamte Vielfalt der Möglichkeiten zur Arbeitskraftabsicherung. Neben der Berufsunfähigkeitsversicherung gibt es auch andere Versicherungen wie die Unfallversicherung, Erwerbsunfähigkeitsversicherung oder Grundfähigkeitsversicherung. Informieren Sie sich im Voraus über mögliche Kombinationsverträge der BU mit anderen Versicherungen.

Nicht immer bedeuten Zusatzverträge eine bessere Absicherung, und die Komplexität übertrifft häufig die Kenntnisse der Kundinnen und Kunden. Beraten Sie sich mit einer Versicherungsmaklerin oder einem Versicherungsmakler Ihres Vertrauens, falls Sie weitere Auskünfte über die verschiedenen Kombinationsmöglichkeiten zur BU oder anderen Arbeitskraftabsicherungen erhalten möchten.

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